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Cd nicht mehr im Handel = Filesharing & MP3

Erstellt von Lumpi, 18.05.2003, 18:32 Uhr · 145 Antworten · 9.318 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von Torsten

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    @ bubu, Scheul, djforklift & Lutz:

    Das kann ich mir vorstellen, dass ihr euch an einer solchen Begegnung aufgeilen würdet. Elendes Spannerpack!


    @ bubu:

    Zum Thema 80er-Treffen können wir uns gerne mal per PM unterhalten - möchte meine Meinung dazu hier nicht breittreten...

    Allerdings hätte ich auf einem solchen Treffen mit Sicherheit anderes zu tun, als mich mit jemandem verbal zu fetzen. Zumal ich nach 'ner gewissen Menge Bier eh nur noch dummes Zeugs lalle...


    @ falkenberg:

    "Es ist in auch anderen Bereichen absolut üblich, dass Unternehmen Patente, Arzneimittelzulassungen, Markennamen u. ä. mit der einzigen Absicht besitzen oder aufkaufen, um sie "in den Kellerregalen verrotten zu lassen". Das ist eben Marktwirtschaft."

    Allerdings muss das, was "üblich" ist, nicht auch in allen Fällen zwangsläufig richtig sein. Im Hinblick auf die vielen solchermaßen geradezu provozierten Raubkopien könnte man dann ebenso lapidar antworten: "Das ist eben die menschliche Natur". Man muss sich die Frage stellen, ob ein in dieser Häufigkeit missachtetes Gesetz tatsächlich noch dem gesellschaftlichen Konsens entspricht und somit überhaupt noch Sinn macht.

    Ich kann auch nicht erkennen, dass Sonderregelungen in wenigen Bereichen gleich das gesamte Eigentumsrecht "völlig umkrempeln". Man denke z. B. nur mal an die Preisbindung im Buchhandel: Eigentlich ist die in unserer Marktwirtschaft ein glatter Anachronismus. Sie ist aber absolut sinnvoll, weil sie das einzige Instrument ist, um auch in Zukunft eine literarische Vielfalt zu gewährleisten. Würde man die Preisbindung aufheben, lägen alsbald nur noch die Bestseller in den Verkaufsregalen, und die oftmals kulturell viel wertvolleren Werke würden im Zuge von Gewinnoptimierung und Streben nach Marktmacht völlig in der Versenkung verschwinden. Für mich ein katastrophales Szenario.

    Hier wurde bisher argumentiert: Wenn ich das Eigentum an etwas erwerbe, kann ich damit verfahren, wie ich will - also es auch vergammeln lassen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden. Es ist für mich aber etwas anderes, ob jemand z. B. ein Auto kauft und dann in der Garage verrotten lässt oder ob Musiktitel in den Kellern der Konzerne verschimmeln. Denn Autos gibt es wie Sand am Meer und sind jederzeit anderweitig erwerblich; Musikrechte gibt es dagegen nur einmal (nach derzeitigem Recht!) und können somit nicht beliebig ersetzt werden. Und selbst, wenn es sich bei dem Auto um einen wertvollen Oldtimer handelt, den man sonst nirgendwo mehr kaufen kann, ist dies mit Musikrechten nicht vergleichbar: Der Verkauf des Autos befriedigt nur das Interesse einer einzelnen Person, nämlich das des neuen Besitzers. Bei der Freigabe und neuerlichen gewerblichen Nutzung von Musikrechten aber werden die Interessen vieler (selbst, wenn's eine Minderheit ist) wahrgenommen. Deshalb zählt man Musik ja auch zum Kulturgut, denn "Kultur" ist niemals individuell, sondern steht für etwas, mit dem sich eine ganze Gruppe identifiziert.


    "Anders sieht es aber bei Firmen aus, die in Konkurs gegangen sind und bei denen niemand die Rechte aufkauft. Dann fallen die Rechte an die Künstler (Autoren? Interpreten? Produzenten? Ich weiß es nicht.) zurück."

    Du hast Recht, die kommerzielle Verwertung ist in solchen Fällen ein Problem. Und dass die Rechte dann an die Künstler zurückfallen, ist nur zu begrüßen. Wenn die Künstler selbst, die für mich die eigentlichen Eigentümer ihrer Werke sind, kein Interesse oder nicht die Möglichkeit haben, ihre Titel wieder zu vertreiben, wäre es doch durchaus diskutabel, für diesen Zeitraum das Kopieren oder Tauschen zu legalisieren - anstatt sie auf unbestimmte Zeit oder bis in alle Ewigkeit in der Versenkung verschwinden zu lassen und diejenigen zu kriminalisieren, die sie dennoch gerne hören möchten...


    "Solange die Musikindustrie allerdings die Lösung darin sieht, aktuelle Titel einzeln als Datei anzubieten, ist mit der Realisierung vernünftiger Konzepte nicht zu rechnen. Es geht auch an unserem Thema völlig vorbei, da es uns ja nur um nicht mehr erhältliche Tonträger geht."

    Es ist mir allerdings schleierhaft, wo in Zukunft das Problem liegen soll, auch ältere Titel z. B. über das Internet entsprechend anzubieten. Wenn man mal davon ausgeht, dass die Speicherkapazitäten auch weiterhin explodieren und immer billiger werden, bedarf es doch eigentlich keiner besonders großen Phantasie, um sich entsprechende Server vorzustellen, auf denen die Plattenfirmen dann ihre Titel zum kostenpflichten Download anbieten. Wenn sich dann noch die Geschwindigkeit und Datensicherheit des Internets erhöht, sollten die Aussichten doch eigentlich nicht so schlecht sein, oder?

    Ich predige schon seit längerem, dass CDs und DVDs im Grunde heute schon veraltete Tonträger sind und die Zukunft der Musikindustrie bzw. -speicherung im oben beschriebenen Modell liegt. Das muss einem nicht gefallen, weil viele ja auch nicht auf greifbare Speichermedien verzichten wollen. Dennoch bin ich mir sicher, dass es so kommen wird. Und dann sollte meines Erachtens auch das Anbieten älterer Titel kein (technisches) Problem mehr sein...

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von Torsten

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    Da in dieser Debatte ja auch schon das Beispiel mit dem Bauern, der sein Feld nicht nutzt, zur Sprache kam, hier als Anregung ein kleiner philosophischer Nachschlag zum Thema "Eigentum"...

    Ich zitiere im Folgenden eine Zusammenfassung der Gedanken, die sich der Philosoph John Locke zu dieser Diskussion machte. Sie haben selbstverständlich keinen Anspruch auf die absolute Wahrheit, zeigen aber, dass sich über Grenzen des Wertes "Eigentum" trefflich streiten lässt:

    "Eines der fundamentalen Rechte, die jedermann im Naturzustand besitzt, ist das Recht auf Eigentum. Locke benutzt das Wort 'Eigentum', um damit Besitz an Grund und Boden, an Häusern, persönlichen Gütern usw. zu bezeichnen. (...) Lockes Darstellung der Entstehung von Eigentum im Naturzustand handelt nur vom Eigentum im vertrauten Sinn und prinzipiell von Land und den Früchten des Ackerbaus. (...)

    Wie also erwerben Individuen rechtmäßige Ansprüche auf Land, besonders im Hinblick auf die religiöse Lehre, dass Gott die Welt Adam übereignete, um von der gesamten Menschheit in Besitz genommen zu werden? Im Kern lautet Lockes Antwort, dass die menschliche Arbeit, die zum Wert des Landes beiträgt, ein Recht auf Eigentum im Naturzustand verleiht, vorausgesetzt, niemand anders hat einen früheren Anspruch auf das Land.

    Der Arbeitende, der das Land mit seiner Arbeit 'gemischt' hat, hat ein Recht auf dieses Land. Man stelle sich jemanden im Naturzustand vor, der davon lebt, Nüsse und Samen von wilden Bäumen und Pflanzen zu sammeln. Wenn er einen Sack mit dieser mageren Nahrung gesammelt hat, dann gehört er ihm rechtmäßig dank der Arbeit, die er in das Sammeln der Nahrungsmittel gesteckt hat. Ähnlich hat der, der das Land mit seiner Arbeit mischt, der umgräbt, pflanzt und eine Ernte einbringt, einen rechtmäßigen Anspruch auf das Land und seine Ernte.

    Aber es gibt strikte Grenzen für die Quantität der Güter, die auf diese Weise erworben werden können: Die Grenze, die das Gesetz der Natur setzt, besagt, dass niemand mehr nehmen sollte, als er wirklich verbrauchen kann. Wenn die Nüsse und Samen des Sammlers verfaulen, bevor er dazu kommt, sie zu verzehren, oder der Pflanze eine Ernte einbringt, die er verderben lässt, dann sind beide einer Bestrafung unterworfen, weil sie das Naturgesetz übertreten haben, welches das Eigentum des Einzelnen auf das beschränkt, was er verbrauchen kann. Der Sammler oder Pflanzer, der mehr nimmt, als er verbrauchen kann, greift also praktisch auf den Anteil seines Nachbarn über."


    Interpretationen zu unserem eigentlichen Thema seien jedem selbst überlassen...

  4. #53
    Benutzerbild von falkenberg

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    @ Torsten

    Ich glaube, wir liegen in unseren Meinungen nicht so weit auseinander. Es wäre sicher der beste Weg, wenn die Musikindustrie ihren nicht mehr veröffentlichungswürdigen Bestand kostenpflichtig zur Verfügung stellen würde. Warum das so utopisch ist? Weiß ich nicht. Der Aufwand kann eigentlich wirklich nicht so hoch sein.

    Der Vergleich mit der Buchpreisbindung ist etwas unpassend. Die wäre heute nicht mehr durchsetzbar, wenn es sie nicht schon gäbe. Ist das Buchangebot im restlichen Europa wirklich so viel schlechter? Glaub ich nicht. Aber gehört ja eigentlich auch nicht zum Thema.

    Das mit dem vergammelnden Auto ist etwas überzogen. Das Recht, einzelne frühere Veröffentlichungen von einem kostenpflichtigen Angebot auszunehmen, sollte man den Firmen schon lassen. Damit entfiele jeglicher Eingriff in Eigentumsrechte. Wenn es denn erstmal ein Angebot regulär nicht mehr erhältlicher Musik gäbe, gibt es nur wenige Gründe, bestimmtes Material dort nicht anzubieten. Die Plattenfirmen müssten die vorhandene Infrastruktur dann auch auslasten. Schwierigkeiten gibt es allerdings bei Titeln, die es nie auf CD gegeben hat. Die müssten ja erstmal digitalisiert werden, was Kosten verursacht.

    Es gibt keinen Grund, erst die CD abzuschaffen, um alte Titel zugänglich zu machen. Das Ganze ist problemlos mit herkömmlichen Tonträgern (in diesem Fall CDR) zu realisieren. Download kann sein, muss aber nicht. Musikhören vom PC wird nie Standard werden.

    Noch interessanter ist das Ganze übrigens,wenn es um Titel geht, die nie veröffentlicht wurden. Inwieweit Plattenfirmen daran überhaupt Rechte haben, hängt sicher vom Einzelfall ab. Bekannt werden solche Titel eigentlich nur als erfolglose Teilnehmer von Grand-Prix-Vorentscheidungen; aber auch in der DDR gab es Massen von Rundfunkproduktionen, die nie auf Schallplatte erschienen sind. Insbesondere zum Ende der DDR hin sind Schlager mit wenigen Ausnahmen (Inka, Frank Schöbel) nur noch in enger Auswahl auf Samplern erschienen, der Rest überhaupt nicht. Die Rechte dafür lagen nicht bei Amiga, sondern beim Rundfunk der DDR. Demzufolge müssten sie heute (wenn denn überhaupt was übrig geblieben ist) auch nicht BMG gehören, sondern dem Rechtsnachfolger des Rundfunks der DDR (MDR?). Die könnten ja den Anfang machen, nur ist das natürlich kein sonderlich lukratives Sortiment (viele dieser Titel sind völlig zu recht unveröffentlicht geblieben).

  5. #54
    Benutzerbild von Scheul

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    Torsten postete
    @ bubu, Scheul, djforklift & Lutz:

    Das kann ich mir vorstellen, dass ihr euch an einer solchen Begegnung aufgeilen würdet. Elendes Spannerpack!
    Danke für die richtige Einschätzung

    Es gibt ja schon Firmen, die CD´s ziemlich billig anbieten. Spontan fällt mir da DISKY ein, die laufend irgendwelche älteren CD´s rausbringen. Es ist echt schade, daß diesen Firmen Steine in den Weg gelegt werden uns das zu geben, was wir gerne hätten. Es ist ja auf jeden Fall potenzial da, oder wie erklären die sich den Erfolg der 70er und 80er Shows. Danach gab es zwar eine Welle von Samplern, wo aber leider nur das übliche drauf war.

    Es gibt ja dieses Musikarchiv in Berlin, wo jede (wirklich jede?) in Deutschland veröffentlichte Platte hingeschickt wird. Wäre es nicht ziemlich genial gewesen, wenn dort auch die Info liegen würde, wer die aktuellen Rechte an den Songs hat ... praktisch wie ein Grundbuch. Leider Utopie, bei der Masse an bereits Veröffentlichtem.

    Den Plattenfirmen geht es leider immer noch zu gut, darum können wir wahrscheinlich noch lange auf vieles Warten.

  6. #55
    Benutzerbild von Topas12

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    Das Musikarchiv ist in Frankfurt/ Main glaub ich und die Plattenfirmen machen das freiwillig und manche Firma beteiligt sich auch gar nicht dran, da gibt es bei weitem nicht alles

    Topas12

  7. #56
    Benutzerbild von Scheul

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    Topas12 postete
    Das Musikarchiv ist in Frankfurt/ Main glaub ich und die Plattenfirmen machen das freiwillig und manche Firma beteiligt sich auch gar nicht dran, da gibt es bei weitem nicht alles

    Topas12
    Wäre aber auf jeden Fall eine super Einrichtung ...

    Ich dachte immer, das Musikarchiv wäre in Berlin? Vielleicht gibt es ja auch mehrere.

  8. #57
    Benutzerbild von musicola

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    Passend zum Thema:

    US-Musikindustrie schreckt Tauschbörsen-Nutzer auf

    Die angedrohte massive Attacke der Recording Industry Association of America auf die Tauschbörsen schreckt deren Nutzer auf und ruft Kritik hervor. In den USA sei die Zahl der Nutzer von Tauschbörsen größer als die Anzahl der Wählerstimmen für George W. Bush bei der Präsidentschaftswahl 2000, wendet Fred von Lohmann von der Electronic Frontier Foundation ein (EFF) ein, der als Anwalt Streamcast, Urheber der P2P-Software Morpheus, vertritt. Lohmann versucht damit die Dimension des Problems zu veranschaulichen. Die Musikindustrie habe den Bezug zur Realität verloren und solle alternativ lieber versuchen, legale Dienstleistungen anzubieten. Dieser Meinung ist auch Wayne Rosso, Chef des Herstellers der File-Sharing-Software Grokster. Die Musikindustrie suche nicht nach Lösungen, sondern etwas zu zerstören, was sie nicht kontrollieren kann.

    Seit heute spioniert die US-amerikanische Musikindustrie nach eigenen Angaben mit Scanner-Programmen jenen hinterher, die vom Heim-PC aus Songs über Tauschplattformen zum kostenlosen Download anbieten. Innerhalb weniger Wochen sollen möglichst viele Download-Partner mit Namen und Adresse identifiziert und dann auf bis zu 150.000 US-Dollar pro Song verklagt werden.

    In Deutschland können private Tauschbörsenteilnehmer derzeit nur für Uploads und auch nur zivilrechtlich belangt werden, während der Download noch unter das Recht auf Privatkopie fällt. Das wird sich mit der Reform des Urheberrechts im Herbst wohl ändern, denn dann soll es nicht mehr erlaubt sein, sich urheberrechtlich geschütztes Material zu beschaffen, das aus illegaler Quelle stammt. Bei der anstehenden Novellierung des Urheberrechts soll nun nach dem Kompromiss im Vermittlungsausschuss des Bundesrats zumindest Privatkopien nicht angefertigt werden dürfen, wenn der Nutzer weiß, dass er eine illegale Vorlage benutzt. Der Staatsanwalt mischt sich aber nur ein, wenn urheberrechtlich geschützte Dateien gewerblich verbreitet werden; nur dieser kann bei Providern die Herausgabe von Nutzerdaten verlangen. Wie es dann beim "zweiten Korb" der Neuordnung des Urheberrechts aussieht, steht aber noch in den Sternen: Immerhin waren sogar aus dem Justizministerium bereits Stimmen zu vernehmen, die die digitale Privatkopie grundsätzlich als "Gefahrenherd" bezeichneten.

    Die schätzungsweise 57 Millionen Tauschbörsianer in den USA zu verklagen ist natürlich illusorisch. Deshalb hat es die Musikindustrie zunächst vor allem auf User abgesehen, die massenhaft Stücke anbieten. Falls sie diese zur Rechenschaft ziehen kann, könnte den Tauschbörsen viel Material verlorengehen. Eine Studie über Gnutella hat im Jahr 2000 herausgefunden, dass 50 Prozent der Antworten auf Suchanfragen von nur einem Prozent der Teilnehmer stammten. Es gibt zwar keine aktuelle Untersuchung, aber man kann davon ausgehen, dass die Situation heute zumindest ähnlich ist. Weitere Ziele der Musikindustrie sind die Nutzer, die in P2P-Netzen ihre Computer als Supernodes bereitstellen -- und die werden wohl am ehesten an US-amerikanischen Universitäten zu finden sein, die auch die entsprechende Bandbreite haben.

    Dort, aber auch unter anderen Tauschbörsen-Nutzern dürfte sich jetzt zumindest Verunsicherung ausbreiten. Auf manchen US-amerikanischen Internetseiten, die sich mit Tauschbörsen befassen, stehen denn auch schon Ratschläge, wie man den Scannern der RIAA entgehen kann. Man solle es vermeiden, große Menge an getauschten Dateien anzuhäufen und anzubieten, heißt es zum Beispiel. So könne man am besten beim "größten Angriff auf P2P-Netze seit dem Untergang von Napster" heil davonkommen.

    Das Medieninteresse ist auch sonst jenseits des Atlantiks groß. USA Today beispielsweise hat seinen Lesern sogar eine FAQ-Sammlung zum Thema bereitgestellt. Darin heißt es etwa, dass möglicherweise auch Eltern von minderjährigen Tauschbörsen-Nutzern haftbar seien. Die Washington Post zitiert RIAA-Präsident Cary Sherman: "Die Öffentlichkeit wurde immer wieder über die Konsquenzen belehrt. Sie darf nun nicht mehr erwarten, dass erst verwarnt und dann geklagt wird."

    Die Zeitung zitiert auch den Analysten Phil Leigh, der meint, die Musikindustrie solle mit ihren Klagen warten, bis auch Windows-Nutzer einen ansprechenden Online-Dienst zum Kauf von Musik haben. Es gebe zwar bereits einige solcher Angebote im Internet, doch keines habe sich bisher als so erfolgreich wie das von Apple erwiesen -- und iTunes gibt es bislang nur für Mac-User. (anw/c't)

  9. #58
    Benutzerbild von Torsten

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    @ falkenberg:

    "Ich glaube, wir liegen in unseren Meinungen nicht so weit auseinander."

    Das ist richtig. Wobei du dich wohl eher an der knallharten Realität orientierst, während ich mich a bisserl in ein paar netten Visionen ergehe...


    "Es wäre sicher der beste Weg, wenn die Musikindustrie ihren nicht mehr veröffentlichungswürdigen Bestand kostenpflichtig zur Verfügung stellen würde. Warum das so utopisch ist? Weiß ich nicht. Der Aufwand kann eigentlich wirklich nicht so hoch sein."

    Was das Brennen von individuellen Wunsch-CDs angeht, könnte ich mir schon vorstellen, dass sich das derzeit möglicherweise noch nicht rechnet. Aber zumindest das Bereitstellen der Titel zum Download sollte doch so langsam in den Bereich des Möglichen rücken... Wohlgemerkt: Mir wäre die Variante mit den CD-Rs auch lieber. Da wäre ich dann auch durchaus bereit, für entsprechend gute, alte Aufnahmen 20,- EUR pro Scheibe zu löhnen...


    "Der Vergleich mit der Buchpreisbindung ist etwas unpassend. Die wäre heute nicht mehr durchsetzbar, wenn es sie nicht schon gäbe. Ist das Buchangebot im restlichen Europa wirklich so viel schlechter? Glaub ich nicht. Aber gehört ja eigentlich auch nicht zum Thema."

    Der Vergleich sollte nur aufzeigen, dass Sonderregelungen durchaus funktionieren können. Wobei ich dir zustimme, dass die Preisbindung heutzutage wohl nicht mehr durchzusetzen wäre. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass sich die Einstellung zu kompromisslosem Gewinndenken in Zukunft sukzessive ändert. Die Folgelasten harter Marktwirtschaft sind ja heute schon immens - nicht auszuschließen, dass dies irgendwann wieder zu einer Besinnung auf alte Werte führt. Aber auch dies sind nur Visionen...


    "Es gibt keinen Grund, erst die CD abzuschaffen, um alte Titel zugänglich zu machen. Das Ganze ist problemlos mit herkömmlichen Tonträgern (in diesem Fall CDR) zu realisieren. Download kann sein, muss aber nicht. Musikhören vom PC wird nie Standard werden."

    Das Musikhören sicher nicht. Die Beschaffung und Speicherung der Musikdaten per PC werden allerdings mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Zukunft immer stärker an Bedeutung gewinnen. Computer-, HiFi- und TV-Technik werden immer weiter zusammenwachsen. Das sehen selbst die Mitarbeiter verschiedener HiFi-Zeitschriften so, die ja nun als die größten Skeptiker in dieser Hinsicht gelten.

    Man denke in diesem Zusammenhang nur an die Festplattenspeicher, die bereits jetzt Einzug in die HiFi- und Videotechnik halten. Und dies ist nur der Anfang.

    Allerdings bedeutet dies ja nicht, dass CDs oder DVDs in der Versenkung verschwinden werden. Sie werden eine lange Zeit weiterhin parallel laufen, so wie auch die Vinyl-Platten im digitalen Zeitalter bisher überlebt haben. Dafür ist der weltweite CD-Bestand einfach zu groß.

    Daher habe ich ja auch gar nicht gefordert, vor der Bereitstellung alter Musiktitel die CD abzuschaffen. Beides hängt ja nicht voneinander ab. Ein Abschied von greifbaren Tonträgern dürfte den meisten von uns sowieso äußerst schwer fallen...

  10. #59
    Benutzerbild von
    Torsten postete
    @ falkenberg:

    "Ich glaube, wir liegen in unseren Meinungen nicht so weit auseinander."

    Das ist richtig. Wobei du dich wohl eher an der knallharten Realität orientierst, während ich mich a bisserl in ein paar netten Visionen ergehe...

    zumindest das Bereitstellen der Titel zum Download sollte doch so langsam in den Bereich des Möglichen rücken... Wohlgemerkt: Mir wäre die Variante mit den CD-Rs auch lieber. Da wäre ich dann auch durchaus bereit, für entsprechend gute, alte Aufnahmen 20,- EUR pro Scheibe zu löhnen...
    Das mit den netten Visionen ist vielleicht netter als Du glaubst, aber ist es *wirklich* möglich? Ich will das einfach mal mit halbwegs(!) plausiblen Zahlen unterlegen und herausfinden.

    Ich persönlich habe zugegebenermaßen keinen blassen Schimmer wieviele Titel in den - sagen wir mal - letzten 30-40 Jahren rausgekommen sind, die Hinz oder eben auch Kunz vielleicht gerne mal runterladen würde. Und genau hierum geht es ja: Raritäten, teils auch verschollenes Liedgut. Um den Krams der sowieso auf jeder dritten 60s, 70s, 80s oder 90s Compilation drauf ist, gehts hier jawohl kaum (dann wäre er ja auch noch im Handel erhältlich ;o).

    Ich glaube nicht, dass ich hier erklären muss, dass das Filesharing den großen Vorteil hat, dass es den Betreiber dieser Dienste nicht besonders viel kostet. Jeder stellt ein bisschen Platte und ein bisschen Plattenplatz bereit und wenn das Millionen machen, hast Du bei einem Laden wie Kazaa knapp 1 Mrd. Files versammelt, viele natürlich mehrfach. Da ich sonst wenig Anhaltspunkte habe, schlage ich also folgende grobe Schätzung vor: Schlappe 0,1%(!!!) dieser Zahl, entspricht Files die a) überhaupt erstmal MP3 sind und b) da sie in einem Filesharing-Netzwerk auftreten überhaupt für irgendeinen Konsumenten interessant sind für unseren Musikvertrieb interessant. Nun sind wir immer noch bei Stolzen 1 Millionen Titeln aus 40 Jahren (das würde bedeuten, dass im Schnitt jeden Monat 2.000 Songs in der Welt auf den Markt kommen müssten incl. Remixen, Live-Versionen etc.). Weil es sich besser rechnen lässt und von der Realität gar nicht weit entfernt ist, gehe ich nun von 4 "Major Labels" aus, die je 250.000 Titel aus 40 Jahren im Angebot haben.

    Wenn man realistisch denkt, kann man sich leicht vorstellen, dass die jeweilige Company nun nicht die illegal gerippten und von der Qualität nicht immer optimalen MP3s aus Kazaa und Co ziehen kann. Also muss jeder damit anfangen seine Archive zu durchforsten und von den 250.000 Titeln ein qualitativ hochwertiges (immerhin soll der Kunde dafür zahlen) MP3 File anzufertigen.

    Ich kalkuliere:

    Aufgand im Schnitt pro File:

    Song finden und indexieren: 3 Minuten
    + Song rippen: 5 Minuten
    + Song probehören: 4 Minuten
    + Song ID-Tags editieren, Endabnahme: 2 Minuten
    + File übergeben, online bereitstellen: 1 Minute
    ===================================
    = 15 Minuten Aufwand pro Song

    (Ist doch sehr fix, wenn man bedenkt, dass manche Platte erstmal entstaubt oder vielleicht sogar nachbearbeitet werden muss, damit sie wieder nach was klingt..., ich habe hier sicher nicht zu viel reingepackt - viele Aufnahmen hat vielleicht nichtmal mehr das eigene Unternehmen im Archiv)

    Pro Personen-Stunde lassen sich also 4 Songs zu einem kommerziell vertret- und verwertbaren MP3 umwandeln. D. h., um pro Company 250.000 Songs umwandeln zu können, werden 62.500 Stunden benötigt. Bei einem normalen 8-Stunden-Tag, wären das rund 7.800 Arbeitstage. 100 Leute, wären also z. B. 2,5 Monate voll beschäftigt. Vielleicht weiss jemand eine Lösung, wie man diese Arbeit nach China verlagern könnte, aber ich wüsste gerade nicht, wie der Chinese bei der BMG im Keller an die Platten kommt. Also muss die Arbeit wohl zu unseren Arbeitskosten stattfinden.

    Kalkulatorisch - ich rede NICHT vom Stundenlohn! - wären Arbeitskosten von 60 Euro pro Stunde schon ziemlich gut. D. h. die notwendigen 62.500 Arbeitsstunden kosten 1 Label zur Umwandlung ihrer Songs von 1960-2000 in MP3 3.750.000 Euro.

    Damit hast Du die nackten Files vorliegen und sicherlich den geringsten Teil des Projekts bewältigt. Nun brauchst Du nämlich eine Plattform für Deinen Online-Shop, der sage und schreibe 250.000 verkaufswähige Artikel umfasst.
    Doch diese Artikel selbst sind ja auch elektronischer Art und brauchen Platz. Ein hochwertiges MP3 dürfte im Schnitt auf 5MB kommen. Bei 250.000 Files, sind das 1.250.000MB, 1.220GB, 1,2TB

    Die Kosten für ein solches Mega-Projekt übertreffen alles, woran ich bisher direkt beteiligt war (und somit Einblick in die Kosten hatte). Man darf hier jetzt nicht den Fehler machen und hier 99 Euro 80GB PC-Platten addieren. Für so eine Plattform braucht man mehrere dicke UNIX-Kisten, die in der benötigten Größe relativ nackt pro Stück schon ne' Mio kosten können. Das macht kein Musikkonzern selbst, dafür holt man sich IT-Partner. Die dürften allein für das hosten der Daten ganz grob geschätzt 50.000 Euro pro Monat haben wollen, also laufende Kosten pro Jahr schonmal 600.000. Dafür hast Du noch nicht ein Byte beim Kunden, nicht ein bisschen Werbung gemacht, keinen Menschen der sich um Deinen Service kümmert etc. etc. Du kannst gut und gerne für jeden dieser Punkte nochmal 600.000 drauf packen, also sind wir bei 3.000.000 Euro, zzgl. der 3.750.000 der Umwandlung, sind wir nun bei 6.750.000. Einige Künstler und Schreiberlinge werden Gewinnbeteiligungen vereinbart haben, andere werden vielleicht klagen weil sie sich geprellt fühlen und Gewinn will man ja schließlich auch noch machen, also verdoppeln wir diese Summe grob und sind bei 13 Mio Euro um einen Dienst auf die Beine zu stellen, der das tut, was Du Dir vorstellst. Ach ja, wir müssen ja auch noch davon ausgehen, dass der Dienst genutzt wird. Das verursacht auch nochmal eine Menge direkte und indirekte Kosten (Traffic etc.). Knallen wir nochmal 2 Mio. drauf und sind bei runden 15. Mio. Wenn ich diese Zahl lese, weiss ich eigentlich jetzt schon, dass das keine europäische oder amerikanische Firma zu diesem Preis hinbekommen wird und ich gnadenlos zu Deinen Gunsten rechne, aber egal. 15 Mio Euro für 250.000 Songs und 1 Jahr Betrieb. Da bei 250.000 Songs die üblichen Renner dabei sind, aber auch Guken, die heute kaum noch eine Sau interessieren (aber solche "Säue" haben wir ja hier ;o), wird man im Schnitt sicherlich festlegen können, dass jeder Song im ersten Jahr durchschnittlich 20 Mal runtergeladen wird. Man wird am Ende sehr wahrscheinlich feststellen, dass 5% aller Songs 95% des Umsatzes machen und 95% der Songs die restlichen 5% Umsatz (also auch 95% der Kosten!), aber genau um solche Titel gehts ja, sonst bräuchte die Datenbank nur die 1.000 Titel enthalten, die sowieso jedes Jahr als "Best of xx's" in den Laden kommt. Also rechnen wir im Schnitt mit 20x pro Song. Das sind 5.000.000 Downloads im ersten Jahr. Wenn man bedenkt, dass Apples iTunes, als bisher alles in den Schatten stellender Dienst rund 500.000 Songs pro Woche verkauft, wäre das immerhin 1/5 dessen Absatzes!!! - und wir betrachten hier ausschließlich die "ollen Kamellen", die 3 bis 43 Jahre alt sind, nix Justin Timberlake, t.a.t.u & Co.!

    15.000.000 haben wir an Kosten gelöhnt und als Gewinn + Rückstellungen einkalkuliert.

    Und nun zum Sinn der ganzen Rechnung:

    D. h., jeder Download müsste 3 Euro kosten, damit sich der Aufwand auch rechnet .... und das auch nur, wenn wirklich 5.000.000 der "ollen Kamellen" verkauft werden können. Bei phantastischen 10 Mio, wären es immer noch 1,50 Euro/Song. Bei 16 Titeln "pro Scheibe", müssten wir schon auf 12 Mio. Download kommen um Torstens Schmerzgrenze von 20 Euro pro Album nicht zu reissen. Ist das auch die Schmerzgrenze Hunderttausender oder Millionen anderer? Wohl kaum... Wir müssten mehr als 15 Mio. Downloads erreichen um ähnliche Kosten pro Song zu haben wir Apple mit iTunes und selbst die haben gemerkt, dass sie das in Europa nicht hinbekommen...

    Ich mag hier bei Einzelposten völlig daneben gegriffen haben und eine totale Mondkalkulation abgeliefert haben. Doch wer an einzelnen Zahlen zu seinen Gunsten mäkeln will, z. B. meint, dass 20 Mio Downloads ja kein Problem wären, dem kann ich nur entgegenhalten, dass die Kosten mindestens um den gleichen Faktor zu niedrig lägen. In unseren Breitengraden werden solche Projekte immer was ganz großes und die erste Million wäre wahrscheinlich schon in einer Phase verbraten, zu der erstmal Booz-Allen & Hamilton oder wer auch immer ins Haus geholt werden, um zu gucken ob man sowas überhaupt machen soll. Aber ich wollte ja auch nur mal ein bisschen Rechnen und ein Gefühl dafür bekommen, wie realistisch das alles eigentlich ist, was hier als total machbar angenommen wird. Und ich komme da eigentlich nur zu folgendem Schluss:

    Für mich sieht es (wirtschaftlich) eher (noch) nicht machbar aus, einen Online-Music-Store aufzubauen, der anbieten kann, was Kazaa und Co. aufgrund ihrer schieren Nutzermasse an Vielfalt anzubieten haben.
    Der Aufwand ist riesig und die Gewinnaussichten doch sehr überschaubar. Die Gefahr zu scheitern, weil kein Mensch für 30 Jahre alte Songs zahlen will, ist dafür auch nicht zu unterschätzen (immerhin ist das für manche moralisch nochmal ne' Kategorie tiefer, als z. B. "Die Happy" heutzutage ihr Einkommen zu "klauen"). Der Typ, der dann im Falle des Scheiterns dieses Projekt verantwortet und getrieben hat, ist in der Branche als Geldverbrenner bis zu seiner Rente tot...

    Nun mag der eine oder andere wieder sagen: Ja aber wenn man damit kein Geld verdienen kann, dann können die Firmen das Zeug ja verschenken! Und dann sage ich wieder: Man kann vielleicht nicht mit 250.000 Titeln auf einmal über eine solche Plattform Geld verdienen, aber wenn morgen z. B. Michael Jackson stirbt, dann lassen sich aus diesem Anlass mit Neuauflagen alter und unveröffentlichter Songs ganz sicher nochmal "ein paar Kröten" machen.... Deshalb wird keine Plattenfirma der Welt sagen: Jawoll, beraubt mich meiner Möglichkeiten und gebt das Zeug nach 5 Jahren frei, weil ich es Euch nicht zum Download anbiete.

    Wie enorm niedrig ich hier mit meinen paar Millionen liege, mögen vielleicht noch folgende Zahlen blegen: BMG hat allein in Napster 85 Millionen Euro investiert, ohne jemand etwas davon gehabt zu haben. Roxio (die heutigen Napster-Inhaber), haben Vivendi und Sony zuletzt 40 Millionen Dollar für den Dienst "Pressplay" gezahlt. Wenn man allein(!) diese Kosten zu Grunde legt, erhält man eine Idee davon, was es eigentlich wirklich kosten müsste, um diese ganzen ollen Kamellen anbieten zu können. Beim dann nötigen Preis pro Download, wäre es unmöglich mit dem Dienst überhaupt an den Start zu gehen.

    Dave

  11. #60
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    @ Dave

    Deine Rechnung geht leider völlig an meinem Vorschlag vorbei. Um MP3 geht es sowieso nicht, nur für CD-Qualität kann man auch wirklich Geld nehmen. Alles andere ist nur ein Kompromiss, bei dem die Rechnung am Ende für niemanden aufgeht. Ich hatte ausdrücklich geschrieben, dass zunächst nur diejenigen Titel in Frage kommen, die irgendwann mal auf CD erschienen sind und daher sowieso in digitaler Form vorliegen. Und da fallen die 15 Minuten Arbeitszeit schon mal weg. Damit handelt es sich natürlich auch um weitaus weniger Titel. Alles was älter ist, verursacht wirklich Arbeit und wird bis auf weiteres nicht auf diesem Wege angeboten werden können. Natürlich wäre damit vieles, was gesucht wird, nicht verfügbar; aber es geht doch erst mal darum, einen Anfang zu machen.

    Ich denke dabei nur zum Teil an eine Download-Möglichkeit. Aufgrund der Dateigrößen, wäre es u. U. zweckmäßiger, übers Internet auszusuchen, die Anlage bringt (mit einer sicher noch zu erstellenden Software) die Titel auf einen CD-Brenner. Der Bediener muss dann nur noch die CD mit extra ausgedruckter Beilage in die Hülle packen und versandfertig machen. Ist das zu viel Aufwand? Wenn die Firma für jede CD 20 Euro kassiert? Glaub ich nicht.

    Natürlich kann man jeden Ansatz durch überzogene Forderungen undurchführbar machen. Aber sucht denn wirklich noch jemand irgendwelche unbekannten Stücke aus den 60ern? Man muss doch nicht gleich alles anbieten.

    Die Rechnung mit den 5%, die 95% des Umsatzes machen, könnte stimmen, muss aber nicht. Für Titel, die regulär als CD erhältlich sind, ist dieser Vertriebsweg nicht bestimmt. Sofern aus einer CD einzelne Titel auf irgendwelchen Smplern erhältlich sind, aber nicht mehr die CD an sich, müsste man diese wohl mit aufnehmen. Für denjenigen, der nur den einzelnen Titel haben will, wäre es ziemlich unwirtschaftlich, diesen "hintenrum" zu beschaffen, statt einen der Sampler zu kaufen. Solche Titel werden daher nicht den Hauptumsatz machen. Von den überhaupt nicht auf CD erhältlichen Titeln wird es sicher auch manche geben, die einen Großteil des Umsatzes machen. Es wird die Plattenfirmen bestimmt interessieren, welche das sind. Ein solcher Vertriebsweg kann vielleicht einen Teil der Marktforschung ersetzen.

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