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Challenger

Erstellt von SonnyB., 28.01.2006, 23:41 Uhr · 4 Antworten · 1.020 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Heute ist ein trauriges Jubiläum (mag vielleicht für unsere "Forumsjugend" von Interesse sein) :

    Mit einer Gedenkveranstaltung im Kennedy-Raumfahrtzentrum in Cape Canaveral hat die US-Weltraumbehörde Nasa an die Challenger-Katastrophe vor genau 20 Jahren erinnert. Rund 250 Personen nahmen daran teil, darunter Vertreter auch Angehörige der Astronauten, die bei dem Unglück am 28. Januar 1986 starben.

    Der zehnte und letzte Flug der US-Raumfähre hatte nur 73 Sekunden gedauert - dann explodierte die Challenger in einem riesigen Feuerball. Mit dem Unglück begann in der bemannten Raumfahrt eine Krise, aus der die Nasa bis heute keinen Ausweg gefunden hat.

    Von Linda Staude, WDR-Hörfunkstudio Washington

    28. Januar 1986 , 11:38 morgens - das Spaceshuttle Challenger startet in den wolkenlos blauen Himmel über Florida. Der ohrenbetäubende Lärm übertönt beinahe den Jubel in der Kommandozentrale des Kennedy-Space-Centers über den scheinbaren Bilderbuch-Start.

    63 Sekunden nach dem Start: Die Kommunikation mit den sieben Astronauten läuft - reine Routine. Challenger hat mit Scherwinden zu kämpfen, die heftiger sind als sonst, aber die Flugdaten sagen: alles normal.

    Zehn Sekunden später explodiert die Challenger in einer blendend weißen Rauchwolke. Der Flugcontroller gibt noch immer Höhe und Geschwindigkeit eines Shuttles durch, das nicht mehr existiert. Dann, nach 28 Sekunden entsetzten Schweigen der fassungslose Satz: Wir haben offenbar eine schwere Fehlfunktion. Es dauert noch ein Mal eine halbe Minute bis die Nasa die Katastrophe bestätigt, die Millionen Fernsehzuschauer in aller Welt live verfolgt haben.

    Dass die Bergungskräfte nichts mehr für die Challenger-Crew tun können, weiß jeder bei der Nasa. Ex-Astronaut Mike Mullane : "Bei den Shuttles ist das Risiko beim Start größer als bei den älteren Raumschiffen, weil sie kein Rettungssystem haben. Bei den Atlas und Saturnraketen wurde die Kapsel mit den Astronauten im Notfall abgesprengt und mit Fallschirmen sicher zur Erde zurückgebracht. In einem Shuttle sitzt man bei einer Katastrophe in der Falle."

    Wie man heute weiß nur einer von vielen Konstruktionsfehler der einst so hoch gelobten Shuttles, elegante Raumschiffe, die wie Flugzeuge landen können und immer wieder mühelos ins All kommen. "Fragt sich nur wozu?", so Weltraumexperte Professor Bruce Murray. "Man hat sich vorgestellt, dass Menschen in einer niedrigen Erdumlaufbahn wichtige Aufgaben für die Erforschung des Alls erfüllen können. In Wirklichkeit machen wir genau dasselbe wie die Russen vor 30, 35 Jahren - im Orbit rumfliegen, ohne viel tun zu können."

    Die Challenger-Katastrophe, ausgelöst durch einen fehlerhaften Dichtungsring an einer der beiden Feststoff-Raketen, versetzte dem Stolz der Amerikaner auf die Shuttles einen schweren Schlag. Der Verlust von Columbia, fast auf den Tag genau 17 Jahre später, war ihr Todestoß.

    Präsident George W. Bush hat der Nasa neue Ziele gesetzt. Den Mond und später den Mars. Und das heißt ein neues Raumschiff muss her, eine Neuauflage des alten Apollo-Programms, geplant für 2012. Die Spaceshuttles warten derweil immer noch auf Starterlaubnis für ihre letzten 18 Flüge zur Internationalen Raumstation. Aber selbst wenn die Nasa die technischen Probleme in den Griff bekommen kann, in vier Jahren ist Schluss. Dann werden die drei Schwesterschiffe von Challenger und Columbia endgültig eingemottet.
    Quelle: www.tagesschau.de

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Castor Troy

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    Das war sehr traurig
    Noch schlimmer war es dann im April 1986 in Rusland

  4. #3
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Challenger

    TV-Tipp:

    Heute Abend 20.15 Uhr auf ARTE

    Challenger
    Countdown einer Katastrophe

    Am 28. Januar 1986 explodierte die US-Raumfähre Challenger nur 73 Sekunden nach dem Start in rund 15 Kilometer Höhe. Keines der sieben Besatzungsmitglieder überlebte den Unfall. Diese größte Tragödie der amerikanischen Raumfahrtgeschichte ist umso erschütternder, als kompetente Stimmen vor dem Risiko eines Fehlstarts gewarnt hatten. Auf der Grundlage von NASA-Informationen und anderen Quellen schildert der Dokumentarfilm - zum großen Teil in inszenierten Szenen - den Hergang des Unglücks. Außerdem zeichnet er das Leben der wesentlichen Beteiligten im Jahr vor dem tragischen Start nach. Zu den Protagonisten gehören die Besatzungsmitglieder, die während ihres Vorbereitungsprogramms beobachtet wurden, insbesondere die junge Grundschullehrerin Christa McAuliffe, die im Rahmen des NASA-Programms "Teacher in Space" als erste Zivilistin an einem Weltraumflug teilnehmen sollte, und Challengerkommandant Dick Scobee. Eine wichtige Rolle spielen auch die beiden Ingenieure, die im Vorfeld des Starts Sicherheitsbedenken angemeldet und verzweifelt versucht hatten, das Abheben der Challenger zu verhindern. Sie hatten festgestellt, dass ein wichtiger Bestandteil der Feststoff-Booster-Rakete die technischen Anforderungen nicht hundertprozentig erfüllte. Doch der Start der Weltraumfähre wurde planmäßig durchgeführt - und brachte statt des erhofften Ruhms den Tod der Besatzung. Außerdem wurde das US-Shuttleprogramm auf Eis gelegt.

  5. #4
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Challenger

    Tja, vor ein paar Tagen war trauriges Jubiläum: 25 Jahre...


  6. #5
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Challenger

    Heute vor 26 Jahren...