Zeige Ergebnis 1 bis 4 von 4

Damals im "Haus der Jugend"

Erstellt von Die Luftgitarre, 10.08.2003, 13:37 Uhr · 3 Antworten · 946 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

    Registriert seit
    09.10.2002
    Beiträge
    1.204
    Mich würde mal interessieren, ob Ihr auch so durchwachsene Erinnerungen an das "Haus der Jugend" in Eurem Ort/Stadtteil habt.

    "Haus der Jugend", das klingt ja, als ob da alle Welt ihre Teenager-Zeit verbringt, aber ich hab da mit 12/13 (1986/87) nur ein kurzes Gastspiel gegeben, denn die Location war doch eher in "Proll-Popper"-Hand und nach dem zweiten Mal aufs Maul beschloss ich, daß dies wohl doch nicht das Haus meiner Jugend sein würde.

    Zur Szenerie dort: Das war auch ein ganz eigener Look, der dort getragen wurde: Sehr angesagt waren diese schwarzen Synthetik-Jacken mit Adler- oder Panther-Aufdruck. Frisurentechnisch war auch der Vokuhila noch vertreten. Und sogar einen Oberlippenbart (bzw. -Flaum) gab es dort. Typisch für das Ambiente im "Haus der Jugend" war auch der Billiard-Tisch an dem sich groteske Inszenierungen pubertierender Männlichkeit abgespielt haben, sowie das Rauchen vorm Eingang. Naja, und des öfteren gab es Kloppe.

    Und mitten drin mühten sich zwei typische Alternativ-Jugendarbeiter ab. Er: ein wasch-echter 68er; sie: etwas jünger, aber auch sehr "ökig" (sozusagen eine "78erin"). Die wollten dann natürlich immer alles "ausdiskutieren" ... *g*

    Meine Vermutung wäre, daß dieser Kontrast zwischen 68er-Pädagogen und 80er-Jahre-Prollpopper bestimmend war, für die eigenartige Atmosphäre an den Jugendeinrichtungen der 80er Jahre.

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    Hi Luftgitarre,

    ich habe einige meiner Jugendjahre im CVJM verbracht. Blendet man mal das ganze chistliche Hintergrundrauschen aus, war es eine sehr nette Zeit. Geleitet wurde das von Zivis, die zwar leider naturgemäß nach Ende ihres Dienstes wechselten, sich aber richtig Mühe mit uns gaben. Dementsprechend hingen wir auch an ihnen. Ja, schön war das. Ich erinnere mich wehmütig an solche Spiele wie "Sturm im Wasserglas", lange Billardrunden am hauseigenen Tisch oder der absolute Kracher: die exzessiven Hockeyturniere...

    Grüße
    bubu

  4. #3
    Benutzerbild von Bounty

    Registriert seit
    07.04.2003
    Beiträge
    4.033
    ich war selten in so'm ding. das haus der jugend in dem duisburger stadtteil wo ich damals lebte, hatte recht viel ähnlichkeit mit dem von luftgitarre beschriebenem. ich und meine clique sind da nur hin, wenn dort mal ein konzert war. dort spielten ja dann band aus der umgebung für nich mehr als 3 DM eintritt, und es gab ein paar recht gute bands in duisburg.

    ansonsten hingen wir lieber bei freunden zu hause rum oder trieben uns in der gegend rum...stadtpark, einkaufsstraße im stadtteil oder duisburger city. über diese jugendheime rümpfte irgendwie jeder die nase...mit dem volk da, wollte keiner was zu tun haben.
    hihi aber auf dem minigolfplatz direkt daneben war man doch mal ganz gern

  5. #4
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Ich habe niemals einen Fuß in ein Jugendfreizeitheim gesetzt. Ich bin in einem Hochhausviertel Berlins groß geworden, sozialer Wohnungsbau aus den 70-ern, dementsprechend war auch das Publikum im Jugendfreizeitheim der Gegend. Ich war brave Gymnasiastin, in dem Jugendhaus hingen vorwiegend Hauptschüler rum. Nicht meine Wellenlänge damals, daher habe ich auch nie den Wunsch geäußert, dort einmal hingehen zu dürfen. Und wenn, hätte ich wahrscheinlich ohnehin nicht gedurft.

    Dann gab es noch die Jugendfreizeitheime, die an die Kirche angeschlossen waren und die waren oftmals so, wie von Christiane F. in ihrem Buch beschrieben: drogenverseucht.

    In den Jugendfreizeitheimen verkehrte einfach nicht das Publikum, das ich mir damals wünschte. Daher waren sie für mich vollkommen uninteressant. Ich hielt es so wie Bounty und besuchte lieber Freundinnen oder man ging zusammen "in die Stadt" (für Berliner aus dem Stadtteil Spandau bedeutete dies die Spandauer Altstadt) oder, mit fortschreitendem Alter, "nach Berlin" (also zum Kudamm oder in die Wilmersdorfer, eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften).

    Insofern musste meine Mutter sich damals Null Sorgen wegen "meinem Umgang" machen: Ich mied "schlechten Umgang" von vornherein.

Ähnliche Themen

  1. Jugend von heute: Waren wir damals genauso schlimm?
    Von Die Luftgitarre im Forum 80er / 80s - LABERFORUM / TALK ABOUT
    Antworten: 64
    Letzter Beitrag: 21.01.2013, 15:46
  2. Haus der Krokodile
    Von new_romantic im Forum 80er / 80s - FERNSEHEN & KINO / TV & CINEMA
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 07.12.2007, 23:08
  3. Haus am See
    Von 80sgirl im Forum 80er / 80s - MUSIKSUCHE / SOUND SEARCH
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 18.07.2006, 23:44
  4. Das Haus der Krokodile
    Von nici125 im Forum 80er / 80s - FERNSEHEN & KINO / TV & CINEMA
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 10.09.2003, 19:01
  5. Das Haus am Eaton Place
    Von Heiko im Forum 80er / 80s - FERNSEHEN & KINO / TV & CINEMA
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 09.11.2001, 15:37