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Das gibt es >NUR in Deutschland - HEFTIG!!!

Erstellt von French80, 13.04.2005, 14:21 Uhr · 31 Antworten · 3.598 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von hoodle

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    Na ja, wenn der Rentner tatsächlich 18.000 Euro Zinseinnahmen hat, dann liegt der Schluss nahe, dass er vorher kräftig verdient hat. Ihr könnt ja mal ausrechnen, wieviel Geld er dann auf der Bank oder sonstwo liegen hat.

    Von daher finde ich es nicht unrealistisch, dass er bereits vor Jahren dem Finanzamt eine Einzugsermächtigung gegeben hat, und diese einfach aufrecht erhielt.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von 80sgirl

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    Ich habe auf der Homepage von ZDF und Frontal nichts dazu gefunden und glaube daher auch, das das eine Falschmeldung ist.

    Allerdings fände ich es auch einen Skandal, wenn ein Anwalt mit einem Brief dann so viel Geld verdienen würde. Das ist einfach eine Sauerei. Die meisten Anwälte verdienen sich wegen diesem angeblichen "Streitwert" ja dumm und dämlich. Und genauso wäre es in diesem Fall. Wenn der Steuerzahler dies dann blechen muss, dann fände ich gehört ein Gesetz gegen solche Anwaltsabzocke endlich eingeführt. Genauso Anwaltsverdienste sind diese ganzen Abmahnungen, die ja auch in dem Songtexttghread erscheinen. Eine Riesensauerei, was die für Geld bekommen.

  4. #13
    Benutzerbild von F.G.T.H.

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    Also wenn schon die Geschichte dann richtig!

    Der Rentner, nennen wir ihn Rudolf B., ist 70 Jahre alt und hat ein paar Aktien. Die haben im Jahr 2001 einen Gewinn von 11.000 DM abgeworfen. Das meldet der Rentner dem Finanzamt.

    Ein verhängnisvoller Fehler
    Ab mit der Steuererklärung zum Finanzamt Sankt Augustin. Damit alles seine Ordnung hat. Doch da merkt der ehrliche Rentner: Er hat sich vertan! Seine Aktien haben über 17.000 DM Gewinn gemacht. Er hat dem Finanzamt glatt zu wenig angegeben. Das muss er sofort melden. Rudolf B. ruft die Behörde an.

    Dort freut man sich über den ehrlichen Steuerzahler. "Danke, klar", sagt die nette Dame vom Finanzamt, "das kriegen wir hin". So tippt sie einfach den richtigen Betrag ein: 17.067 DM. Doch leider vergisst sie, den alten Betrag zu löschen. Deshalb steht da jetzt eine irre Summe: über eine Milliarde Mark.

    Riesige Steuerforderung
    Martin Fiedler von der Oberfinanzdirektion Düsseldorf erklärt dazu: "Dies hatte zur Konsequenz, dass bezogen auf die Bemessungsgrundlage eine Steuer festgesetzt worden ist, die, so kann man es nicht anders sagen, schon in astronomischer Höhe begehrt wurde."

    Brief vom Finanzamt
    Der Brief vom Finanzamt enthält eine Steuerforderung von 287 Millionen Euro.

    Von dem astronomischen Begehren der Behörde erfährt der Rentner erst, als er in seinem Briefkasten den Steuerbescheid findet: Für das angebliche Einkommen von über einer Milliarde muss der Rentner Steuern zahlen, ziemlich viel Steuern. Um genau zu sein: über 287 Millionen Euro.

    Martin Fiedler

    Ein hartnäckiger Tippfehler
    Fiedler gibt zu: "Das muss jemanden, der davon betroffen ist, sehr schockieren. Sie müssen natürlich immer, wenn Sie den Gesamtsachverhalt erfassen wollen und die erforderliche Würdigung durchführen wollen, auch die Warte des Landes sehen. Hier ist es das Rechenzentrum, das quasi in Person dem Rentner gegenüber steht und im Rechenzentrum, einem Zentrum, das insgesamt zuständig ist für die Abarbeitung aller Steuerfälle. Dem sind hohe Zahlen per se nicht wesensfremd."

    Wohl aber dem Rentner: 287 Millionen Euro! Noch unter Schock ruft er wieder die Behörde an, um ihr zu sagen, dass da etwas nicht stimmen kann. Die nette Dame vom Finanzamt reagiert prompt: "Ein Tippfehler, tatsächlich. Na, das korrigieren wir mal schnell, so."

    Konto wird gepfändet
    Normalerweise wäre das Problem jetzt gelöst. Aber leider entfalten Behörden gelegentlich ein unnormales Eigenleben, vor allem eine Finanzbehörde: "Man hat dann versucht, von Seiten der Verwaltung alles zu unternehmen, um die Konsequenzen dieses eingetretenen Fehlers zu beseitigen", so Fiedler. "Dies ist bedauerlicherweise nicht in jeglicher Ausprägung gelungen. Das ist jetzt schwierig in allen Facetten offen zu legen."

    Rentner mit seinem Kontoauszug
    Der Kontoauszug ist für den Rentner ein Schock. (Szene nachgestellt)

    Der Mann will sagen: Der Finanzapparat kriegt den Tippfehler nicht in den Griff - und das Amt schlägt erneut zu. Das merkt der Rentner als er von seinem Konto Geld abheben will. Das geht nicht. Sein Konto ist gepfändet. Zehn Millionen Euro will das Finanzamt - Steuervorauszahlung. Jetzt reicht es dem alten Mann.

    Ohne Anwalt keine Klärung
    Er nimmt sich einen Anwalt. Der Anwalt schreibt einen zweiseitigen Brief an das Finanzamt, mit Erfolg. Jetzt hat der Rentner Ruhe und der Anwalt Zeit, sein Honorar auszurechnen, mit Hilfe der Bundesgebührenordnung für Anwälte. 287 Millionen Euro Streitwert, das macht ein Honorar von 2,3 Millionen Euro. Bezahlen muss das der Staat.

    Richtig, der Staat haftet für den Tippfehler: Wir fragen Fiedler: "2,3 Millionen Euro Anwaltshonorar, für nur einen Brief und das auch noch vom Staat, finden Sie das nicht ein bisschen viel?"

    Pech für den Steuerzahler
    Fiedler dazu: "Meine eigene Wertung möchte ich hier nicht voran stellen. Ich möchte mich bei der Beantwortung dieser Frage auf die gesetzlichen Grundlagen beziehen, und da muss man sagen, ist das im Prinzip derart vorgegeben."

    Und das Prinzip ist auf der Seite des Anwalts. Deshalb kämpft er vor Gericht um seine Millionen - Pech für den Steuerzahler. Der wird einen Tippfehler teuer bezahlen.
    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,2271568,00.html

  5. #14
    Benutzerbild von French80

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    Wie gesagt (Posting 8 und 9), ist es keine Falschmeldung....

    Danke F.G.T.H... daran hätte ich auch denken sollen!!!

  6. #15
    Benutzerbild von 80sgirl

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    Ohne Anwalt keine Klärung
    Er nimmt sich einen Anwalt. Der Anwalt schreibt einen zweiseitigen Brief an das Finanzamt, mit Erfolg. Jetzt hat der Rentner Ruhe und der Anwalt Zeit, sein Honorar auszurechnen, mit Hilfe der Bundesgebührenordnung für Anwälte. 287 Millionen Euro Streitwert, das macht ein Honorar von 2,3 Millionen Euro. Bezahlen muss das der Staat.

    Richtig, der Staat haftet für den Tippfehler: Wir fragen Fiedler: "2,3 Millionen Euro Anwaltshonorar, für nur einen Brief und das auch noch vom Staat, finden Sie das nicht ein bisschen viel?"

    Pech für den Steuerzahler
    Fiedler dazu: "Meine eigene Wertung möchte ich hier nicht voran stellen. Ich möchte mich bei der Beantwortung dieser Frage auf die gesetzlichen Grundlagen beziehen, und da muss man sagen, ist das im Prinzip derart vorgegeben."

    Und das Prinzip ist auf der Seite des Anwalts. Deshalb kämpft er vor Gericht um seine Millionen - Pech für den Steuerzahler. Der wird einen Tippfehler teuer bezahlen.
    Ob er das Recht auf seiner Seite hat oder nicht, ich finde diese Regelung (also die Gebührenordnung für Anwälte) schlicht und ergreifend einen Skandal. Da sollte die Politik wirklich endlich mal einschreiten.

  7. #16
    Benutzerbild von falkenberg

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    So sieht das doch gleich ganz anders aus. Daran sieht man mal, was solche Geschichten für ein Eigenleben entwickeln können, wenn sie weitererzählt werden. Eine Kontopfändung ist was ganz anderes als eine Abbuchung, und die Karte wurde auch nicht einbehalten. Und vor allem hat der Anwalt noch gar nicht sein Geld bekommen. Ich bin auch nicht so sicher, ob er es tatsächlich bekommt. Allein mit der Gebührenordnung kann man die Forderung nicht begründen.

  8. #17
    Benutzerbild von Torsten

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    falkenberg postete
    So sieht das doch gleich ganz anders aus. Daran sieht man mal, was solche Geschichten für ein Eigenleben entwickeln können, wenn sie weitererzählt werden. Eine Kontopfändung ist was ganz anderes als eine Abbuchung, und die Karte wurde auch nicht einbehalten.
    Nur ist das nicht der Grund der Aufregung, sondern die Geschichte mit dem Rechtsanwalt. Und an der hat sich nix geändert.

    Ob er seine Forderung wird durchsetzen können, bleibt abzuwarten.

  9. #18
    Benutzerbild von falkenberg

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    Torsten postete
    Nur ist das nicht der Grund der Aufregung, sondern die Geschichte mit dem Rechtsanwalt. Und an der hat sich nix geändert.
    Daran hat sich sehr wohl was geändert. In der Variante am Anfang hat der Anwalt das Geld zugesprochen gekriegt, in der Realität anscheinend noch nicht. Und ich glaube auch nicht, dass er es kriegen wird. Fordern kann man vieles.

  10. #19
    Benutzerbild von Torsten

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    falkenberg postete
    Torsten postete
    Nur ist das nicht der Grund der Aufregung, sondern die Geschichte mit dem Rechtsanwalt. Und an der hat sich nix geändert.
    Daran hat sich sehr wohl was geändert. In der Variante am Anfang hat der Anwalt das Geld zugesprochen gekriegt, in der Realität anscheinend noch nicht. Und ich glaube auch nicht, dass er es kriegen wird. Fordern kann man vieles.
    Für meine Empörung völlig irrelevant. Absurd ist, dass eine solche Forderung überhaupt gestellt werden kann.

  11. #20
    Benutzerbild von TalkTalk

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    @falkenberg
    Das Finanzamt kann leider doch eine Kontopfändung durchführen und das Konto sperren lassen, bis der geforderte Betrag auf dem Konto vorhanden ist und sich das Finanzamt diesen Betrag einverleibt. Ich habe es vor ein paar Jahren selbst erlebt. Ich hatte meine Steuererklärung noch nicht abgegeben, da hab ich vom Finanzamt plötzlich eine Schätzung meiner Nachzahlungen bekommen und zum gleichen Zeitpunkt wurde mir mein Konto gesperrt, was ich erst beim Geld holen am Automaten bemerkte, da mir die Geldkarte eingezogen wurde. als ich bei meiner Bank nachfragte, woran das liegt, sagten sie mir, das das Finanzamt dazu befugt wäre. Rest nachdem ich meien Erklärung eingereicht hatte, wurde mein Konto wieder freigegeben. Seitdem sage ich mir, "Leg dich nie mit Dem Finanzamt an".

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