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Das gute alte Kaufhaus stirbt

Erstellt von PostMortem, 02.10.2007, 23:58 Uhr · 76 Antworten · 8.653 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von PostMortem

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    Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Die KarstadtQuelle AG war ja schonmal fast Geschichte (stand noch vor kurzem kurz vor dem Konkurs, falls es jemand vergessen haben sollte ), nun ist sie es seit einigen Monaten durch Umbenennung zu "Arcandor" ("Commited to creating value" ) und Zerschlagung der Konzern-Aktivitäten in Manier heuschreckenhafter Unternehmens-Filetierer. Das Tafelsilber (die Immobilien) wurde zur Sanierung der AG verscherbelt, so dass sich die Geschäftslage wieder stabilisierte.

    Doch im Grunde währt diese Rettung nicht lange. Karstadt hat die kleinen Häuser ausgegliedert und ihnen den vor Jahren nach Übernahme der Konkurrenz eingemotteten Namen "Hertie" mit auf den Weg gegeben. Der Weg zum Einheitsbrei dürfte in diesen Häusern vorgezeichnet sein, denn da ist nicht viel hinter. Die verbliebenen großen Häuser sind jetzt dran: Einzelne Abteilungen werden ausgegliedert. Der Start erfolgt mit den Buchabteilungen und wird qualitativ sensationell aussehen: Weltbild wird sie übernehmen. Als nächstes wird die Abteilung Düfte anstehen. Dann heisst es evtl. auch bei Karstadt bald "Come in and find out". Die Elektro-Abteilung stand zu Anfang der Sanierungsüberlegungen schonmal zur Disposition. Am Ende wird es vielleicht aussehen wie bei Metro's Kaufhof. Dort wurden die Elektroabteilungen schon häufig durch den konzerneigenen Saturn ersetzt.

    Überhaupt geht es auch dem Kaufhof nicht rosig. Die Kunden scheinen immer weniger Interesse an solchen Vollsortimentern zu haben. Doch ist das ein Wunder? Viele Karstadt- und Kaufhof-Häuser haben seit zwanzig Jahren keine Renovierung erfahren. Eingangsbereiche miefen und pusten dem willigen Kunden warme stickige Luft entgegen. Auf dem Weg von der Rolltreppe in die Bekleidungsabteilung muss man nicht selten an einer Fischtheke vorbei, die so gar nicht zum gefassten Gedanken an frische, schicke Klamotten passen will. Überall stehen Grabbelkisten und - palletten herum und ziehen höchstens anspruchsloseste Schnäppchenjäger an, die einem letztendlich in der Enge oft im Weg stehen. Die Sortimente sind Dank angesagter Fremd- und beachtlich frischer Eigenmarken oft ok, im Detail aber nicht selten schlecht gepflegt. Die gewünschte Klamotte ist in den gängigsten Größen meistens gerade nicht da, nur XS und XXXL hängen bereit und sehen wenigstens vom Prinzip her gut aus. Man will als Normalgewachsener Geld ausgeben und kann nicht, weil die Massenware so knapp im Regal liegt wie beim Designer.

    Ab und an hübscht eine großzügig dekolletierte Azubine den traurigen Stilmix von 70er Jahre Bodenfliesen, 80er Jahre Holzböden und Grabbeltischambiente neben wäschebergverstopftem Umkleidebereich auf und spendet ein gewinnendes Lächeln. Die würde man gerne mal einlochen lassen und zwar in die Parkhauskarte, da man doch schonwieder die dritte Stunde angerissen hat um fast nichts zu finden und so bricht man nochmal in die CD und DVD Abteilung auf, die immerhin auch recht gut bestückt ist. Man schnappt sich was man früher oder später sowieso gekauft hätte, lässt seine Parkkarte lochen und fährt nach Hause um dort im Internet zu bestellen was man leider wiedermal im Kaufhaus nicht gefunden hat.

    Echt schade was aus dem guten alten Kaufhaus geworden ist. Früher als Kind war das Kaufhaus für mich die große weite Welt Ich bin immer noch gerne da, aber man kann schon begreifen warum sich das immer weniger rechnet. Allerdings sehe ich das H e i l (warum wird das hier immer gleich zensiert, ist doch für sich kein schlimmes Wort!!!) nicht in immer mehr "Shopping Malls" mit den immer gleichen Läden. Kaufhäuser waren bisher wenigstens noch etwas Vielfalt gegen die immer gleichen Filialen der ganzen Ladenketten in den Innenstädten. In der Karstadt-Elektroabteilung gibts immer mal ein Schnäppchen, das man dort gar nicht erwartet. Die Preise von Media Markt & Co. werden meistens sogar unterboten. Aber das ahnen wohl nicht viele und so wird diese Abteilung wohl auch bald ausgegliedert. So werden die Wegbereiter des großen Einkaufserlebnisses, die Konsumtempel des Wirtschaftswunders sich bald zu austauschbaren Malls unter irgendeinem Label wandeln. Es wird vielleicht so sein, als hätte es echte Kaufhäuser nie gegeben.
    Schade, schade!

    PM

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Rotationsplaner

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    Ausrufezeichen AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Zumindest in Dresden und Leipzig ist es so,das Karstadt und Galeria Kaufhof nagelneue Paläste gebaut haben!
    Mit wirklich tollem Flair und meiner Ansicht nach auch mit sehr guter Auswahl.
    Aber ich gebe Dir Recht,der Trend scheint dennoch weg von solchen Kaufhäusern zu gehen,das finde auch ich schade,denn zumindest in den genannten Kaufhäusern lässt es sich besser einkaufen,als bei dem nervigen Ambiente vom Elektromarkt XY,,,,

  4. #3
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Das hier:

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Die gewünschte Klamotte ist in den gängigsten Größen meistens gerade nicht da, nur XS und XXXL hängen bereit und sehen wenigstens vom Prinzip her gut aus. Man will als Normalgewachsener Geld ausgeben und kann nicht, weil die Massenware so knapp im Regal liegt wie beim Designer.
    regt mich unglaublich auf. Es ist aber oftmals nicht nur auf Kaufhäuser beschränkt. Wie ich vor einer Weile schon mal schrieb, finde ich kaum Schuhe in Größe 37, zum einen, weil die Auswahl mancherorts ohnehin klein in dieser Größe ist, zum anderen, weil - wie Sonny mich aufklärte - in jeder Größe die gleiche Menge bestellt wird und sich auf Größe 37 ganze Geierschwärme zu stürzen scheinen, sodass die Größe schnell ausverkauft ist und auch nicht mehr nachbestellt wird, während es noch Kartontürme in Größe 41 gibt. Mit anderer Kleidung ist es ganz ähnlich. Neulich war ich mit meiner Mutter shoppen, wir guckten bei C&A am Alexanderplatz rein... und fanden dort ausschließlich XXXL-Sachen. Die Größen für den normal gewachsenen Menschen waren anscheinend schon alle ausverkauft. WARUM IST DAS SO?! Können die Läden denn nicht einfach in den gängigen Schuh- und Kleidergrößen ein bisschen mehr bestellen, damit mehr Leute eine Chance haben, was für sich zu finden?

    So, das war dies. Was Kaufhäuser angeht, so kann ich in Berlin nicht das beobachten, was PM geschrieben hat, sondern hier sieh's eher so aus, wie von Rotationsplaner berichtet. Das KaDeWe ist nach wie vor angesagt, ein paar Meter weiter gibt es Wertheim, dessen Konzept sich seit Jahrzehnten nicht geändert hat (warum auch, der Laden brummt ja) und am Alexanderplatz hat man das einstige Ost-Kaufhaus zu einem riesigen Galleria Kaufhof ausgebaut, das sozusagen das KaDeWe des Ostens darstellen soll. OK, wer eine ausgiebige Auswahl an Elektrogeräten, CDs usw. wünscht, der begibt sich einmal über den Platz zu Saturn oder ein Stück weiter in den berühmten Media Markt, auf den Bounty neulich so erfolgreich aufgepasst hat Nicht, dass es derartige Abteilungen bei Kaufhof nicht gibt, aber eben weniger ausführlich - kaufhaustypisch eben. 70-er Jahre PVC-Boden und Piefigkeit? Fehlanzeige. Ein solches Hertie-Kaufhaus gab's bis vor ein paar Jahren auch noch, das wurde erst zur Grabbeletage gemacht und dann geschlossen und abgerissen, jetzt steht da eine Shopping Mall. In derselben Straße in Berlin-Steglitz gibt es gleich mehrere Kaufhäuser, deren Konzept (nicht jedoch deren Look, der ist zeitgemäß) sich ebenfalls nicht geändert hat. Ein anderes Kaufhaus, das ich als piefig in Erinnerung habe, wurde schon vor Jahren neu gestaltet. Grabbeltische? Gibt's in den Kaufhäusern bei uns halt aktionsweise und ansonsten ist das Basement dafür vorgesehen. Auslagerungen von Abteilungen an andere Geschäfte? Nö, wir haben immer noch kein Douglas für Parfum, kein Weltbild für Bücher und kein Toys R Us für Spielwaren. Ist auch nicht angedacht, denke ich. Alleine in München gab's mal ein Kaufhaus, deren CD-Abteilung WOM gehörte. Aber WOM gibt's bekanntlich nicht mehr; was aus der CD-Abteilung wurde, weiß ich nicht.

    Nee, also in den Berliner Kaufhäusern kann ich wirklich nichts davon wiedererkennen, was PM beobachtet hat.

  5. #4
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    WARUM IST DAS SO?! Können die Läden denn nicht einfach in den gängigen Schuh- und Kleidergrößen ein bisschen mehr bestellen, damit mehr Leute eine Chance haben, was für sich zu finden?
    Weil die Hersteller das nicht anbieten. Der Handel hat da nix mit zu tun. Der muss das Sortiment abnehmen, daß der Hersteller anbietet (bei Jeans z.B.). Der Hersteller geht nach dem Durchschnitt der Käufer. Warum meckert jeder über den Handel, wenn die Hersteller dafür verantwortlich ist? Wir nähen die Sachen nicht.

    Wenn wir z.B. Pullover bekommen, sieht das Paket in den Größen folgendermassen aus:

    2x S
    4x M
    4x L
    3x XL
    2x XXL

    Die gängigen Größen sind also schon doppelt vorhanden. Anders wird das bei Schuhen und Co. auch nicht sein.

    Was mich die Wand rauftreibt:

    "Au Mann... warum kriege ich nie was in meiner Größe, wenn das schon mal reduziert ist?" "Ich mach nie ein Schnäppchen, das ist gemein."

    Ja Leute: Warum, glaubt ihr, ist die Klamotte wohl reduziert? Vielleicht, weil die gängigen Größen und Farben schon weg sind und nur noch die Reste übrig sind, die nicht der Norm entsprechen und schlecht verkauft werden?

    Wären die "normalen" Größen reduziert, würde sich der Händler ja selber ins Knie schiessen.

  6. #5
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Nee, also in den Berliner Kaufhäusern kann ich wirklich nichts davon wiedererkennen, was PM beobachtet hat.
    Und abgesehen davon trauere ich all den kleinen Händlern und Traditionsgeschäften, die in den letzten Jahren wegen der "Geiz ist geil"-Mentalität und alles auffressenden Discounterkonzernen von der Bildfläche verschwanden, wesentlich mehr hinterher als dem vermeintlichen Niedergang monströser Kaufhäuser.

  7. #6
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Überhaupt geht es auch dem Kaufhof nicht rosig. Die Kunden scheinen immer weniger Interesse an solchen Vollsortimentern zu haben. Doch ist das ein Wunder? Viele Karstadt- und Kaufhof-Häuser haben seit zwanzig Jahren keine Renovierung erfahren.
    Zum Beispiel Ludwigshafen oder Bad Kreuznach!

    Eingangsbereiche miefen und pusten dem willigen Kunden warme stickige Luft entgegen. Auf dem Weg von der Rolltreppe in die Bekleidungsabteilung muss man nicht selten an einer Fischtheke vorbei, die so gar nicht zum gefassten Gedanken an frische, schicke Klamotten passen will. Überall stehen Grabbelkisten und - palletten herum und ziehen höchstens anspruchsloseste Schnäppchenjäger an, die einem letztendlich in der Enge oft im Weg stehen.
    Erinnert mich jetzt eher an Woolworth, wenngleich die generell keine Fischtheke haben. Aber sonst passt es!

    Die Sortimente sind Dank angesagter Fremd- und beachtlich frischer Eigenmarken oft ok, im Detail aber nicht selten schlecht gepflegt. Die gewünschte Klamotte ist in den gängigsten Größen meistens gerade nicht da, nur XS und XXXL hängen bereit und sehen wenigstens vom Prinzip her gut aus. Man will als Normalgewachsener Geld ausgeben und kann nicht, weil die Massenware so knapp im Regal liegt wie beim Designer.
    Ich schätze mal, dieses Problem betrifft so ziemlich jeden Laden...
    Und ärgerlich finde ich das auch!

  8. #7
    Benutzerbild von okinawa

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Ich denke mal, dass das durchaus in kleineren Städten der Fall ist, hier gabs auch bis in die 90er eben noch Hertie + Karstadt als grosse kaufhäuser - mit dem Aufkauf von Hertie existierten dann erst 2x Karstadt, das älte Haus wurde abgerissen + es blieb bei einem Karstadt (in den Räumen des früheren Hertie). Renoviert wurde auch, aber die Chefs des Ladens hier wechseln auch alle Nas lang, da es eben auch nicht wirklich läuft. Die tolle Themenwelteneinfältigkeit spricht auch nicht jeden an + was vor allem auffällt, die Abteilungen haben sich alle verkleinert - die Reihen wurden aufgelockert, aber das Warenangebot ist immens zurückgegangen. War früher im alten Kartsadt zB die Musikabteilung riesig und bei Hertie mittelmäßig, teilt man sich jetzt sogar in der kleineren Abteilung den Platz noch mit allen Multimediasachen - da macht es gar keinen Spaß mehr zu schauen + wenn jeder 2. Artikel eh nicht vorrätig ist, dann kann ich auch gleich via Internet ordern + spar mir den Weg, die Zeit + den schlechten Service dort.
    Das sogenannte Einkaufserlebnis von dem immer wieder gepredigt wird, das kann ich hier absolut nicht versprüren, dann lieber wieder 70er Jahre PVC Böden aber n vernünftiges Sortiment...

  9. #8
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Noch was:

    Klar stirbt das Kaufhaus. Natürlich verkleinern sich die Abteilungen, weil die Umsätze nicht mehr stimmen.

    Ich höre beinah täglich den Satz: "Ok, ich hab die Levis anprobiert, passt, kauf ich dann billiger im Internet. Danke."
    Dafür hab ich den dann fast eine Stunde lang beraten und mein Chef muss mich für Arbeit bezahlen, für die er nichts einnimmt, weil der Kunde im Internet kauft.

    Markenprodukte lohnen sich für den Händler kaum noch, weil er die Sachen eh nicht verkauft bekommt. Die kriegt der Kunde ja bei ebay und Co. viel billiger.
    Preiswerter verkaufen geht aber auch nicht, weil Ladenöffnungszeiten mit Strom und Personalkosten ja auch bezahlt werden wollen. Aber das ist wieder ein anderes Thema, oder?

  10. #9
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Weil die Hersteller das nicht anbieten. Der Handel hat da nix mit zu tun. Der muss das Sortiment abnehmen, daß der Hersteller anbietet (bei Jeans z.B.). Der Hersteller geht nach dem Durchschnitt der Käufer. Warum meckert jeder über den Handel, wenn die Hersteller dafür verantwortlich ist? Wir nähen die Sachen nicht.
    Ich werde das mal überprüfen, ich kenne da zufällig jemanden der durch Deutschland reist um aufzupassen, dass die eigenen Produkte auch überall adäquat präsentiert werden... Aber soll das eine Spezialität der Klamottenindustrie sein? In anderen Bereichen habe ich die Klagen zumindest regelmäßig andersrum gehört, vonwegen der Handel ignoriert uns, der Handel stellt uns in die falsche Abteilung, usw.

    Zitat Zitat von SonnyB. Beitrag anzeigen
    Noch was:

    Klar stirbt das Kaufhaus. Natürlich verkleinern sich die Abteilungen, weil die Umsätze nicht mehr stimmen.

    Ich höre beinah täglich den Satz: "Ok, ich hab die Levis anprobiert, passt, kauf ich dann billiger im Internet. Danke."
    Dafür hab ich den dann fast eine Stunde lang beraten und mein Chef muss mich für Arbeit bezahlen, für die er nichts einnimmt, weil der Kunde im Internet kauft.
    Also ich weiss nicht... das kann ich gar nicht verstehen. Mein Ursprungs-Posting war natürlich überzeichnet und vereinte verschiedene Eindrücke verdichtet in einem imaginären Kaufhausbesuch. Ich gehe persönlich immer noch gerne ins Kaufhaus. Zu der Zeit als Karstadt am Schlingern war, bin ich sogar ganz bewusst immer als erstes dorthin gegangen und habe geguckt, ob ich die gewünschte Sache dort kaufen kann. Insbesondere in der Klamottenabteilung ist das so geblieben, auch Jeans kaufe ich grundsätzlich bei Karstadt. Wenn man nicht gerade auf Fälschungen bei ebay steht, habe ich bisher nicht das Gefühl, dass man da was sparen kann. Aber ok, ich bin da vielleicht auch nicht preissensibel genug. Um z. B. 5 Euro zu sparen würde ich nicht bestellen, mit Paketkarte zur Post rennen wollen usw.

    Aber vielleicht liegt das an den Marken die ich bevorzuge, die gibts eigentlich sowieso nur zu Einheitspreisen, egal wo man schaut (Pierre Cardin, Lee). Was mir gut gefällt ist die Inscene-Linie von Karstadt. Da hat man echt einen guten Riecher und ist aus dieser doch etwas verpupten Ecke früherer Eigenmarken (Le Frog )rausgekommen.

    Und wenn ich da in der Filiale nichts finde, bestelle ich auch im Internet. Aber natürlich bei karstadt.de. Überhaupt habe ich bisher immer bei Karstadt.de bestellt, wenn ich in der Filiale meine Größe nicht gefunden habe. Die liefern echt fix und es gab noch nie Probleme, auch als ich mal was zurückgeschickt habe nicht. Deswegen: Ich mag Karstadt, Kaufhof geht auch Deswegen finde ich es schade, was mit den Häusern teilweise passiert. Man hört gerade zu den späteren Stunden öfters mal Gespräche des Personals mit und die berichten sich eigentlich nie positives für die Zukunft...

    Kaufhäuser sind doch immer noch die Magneten, die die Kundenströme in die Städte ziehen. Alles andere siedelt sich satellitenmäßig drumherum an. Wenn die Kaufhäuser schwächeln, gewinnt eigentlich nur die grüne Wiese. Und Tempel wie das Centro in Oberhausen sind zwar beeindruckend, aber zumindest ich kann da irgendwie immer nur viel gucken und finde am Ende ganz wenig. Es ist einfach eine Ansammlung der Filialisten, die mich schon in den Innenstädten nicht reizen. Wenn die Kaufhäuser jetzt auch noch in diese Richtung mutieren, bestelle ich wahrscheinlich auch nur noch im Internet, weil mir nix anderes übrig bleibt.

    PM

  11. #10
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Das gute alte Kaufhaus stirbt

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ich werde das mal überprüfen, ich kenne da zufällig jemanden der durch Deutschland reist um aufzupassen, dass die eigenen Produkte auch überall adäquat präsentiert werden...
    Mach das mal . Mich würde schon interessieren, ob das nur "unsere" Lieferanten betrifft oder ob mir der Einkauf da was falsch erklärt hat (Oder ich was falsch verstanden hab). Wir in der Filiale bestellen ja nichts bei den Händlern. Was, glaube ich, in den Kaufhäusern anders ist. Wir sind ja auch kein Kaufhaus. Ich hab zwar in einem gelernt, aber das ist ja auch schon 20 Jahre her. Da mag sich einiges geändert haben.

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