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"Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

Erstellt von PostMortem, 02.08.2011, 15:15 Uhr · 51 Antworten · 7.393 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Dieter Bohlen und Heidi Klum: Deutsche.


    Lutz

  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Natürlich gibt es Probleme auch mit Deutschen und natürlich sind viele Migrationsprobleme auch eigentlich soziale Probleme. Aber wenn gewisse Migrantengruppen aus sozialen und religiösen Hintergründen überproprtional vertreten sind, muss man das auch sagen und zum Anlass nehmen dürfen daran zu arbeiten.
    Aber dann soll man es sozial und geographisch präzise sagen und nicht (wie Sarrazin und Bildzeitung) ein diffuses Misstrauen gegen Leute aus muslischen Ländern schüren, nur um die eigene Idee vom Kampf der Kulturen zu promoten.

    Der Iran und die Türkei sind beide muslimisch. Aber mit iranischen Einwanderern (die oft aus bildungsbürgerlichen Milieus im Iran kamen und keine Lust auf Gottesstaat hatten) sieht es bildungs- und kriminalitätsstatistisch völlig anders aus als türkischen Einwanderern (meist Armuts/Arbeitsmigration aus ländlichen Gegenden der Türkei und hinein in deutsche Stadtviertel, die schon vor dem Zuzug fremder als Problembezirke galten!). Am schlechtesten schneiden laut Statistik übrigens Schüler mit italienischem Hintergrund (ebenfalls meistens Armuts/Arbeitsmigration aus dem Mezzogiorno) ab. Soll heißen: Die Bildungs- und Kriminatätsstatisik der Einwander hängt bei genauerem Hinsehen vom sozialen Hintergrund im jeweiligen Herkunftsland (Stadt oder Land, Oberschicht oder Proletariat ect.) ab - nicht von dem Herkunftsland an sich oder gar dem Herkunftskulturraum! Sowas taucht aber in der "tabubrechenden" Integrationsdebatte nicht auf, weil man es eben nicht gegen "die Moslems" und im Sinne homogener Kulturraum-Mentalitäten verwenden kann.

  4. #33
    Benutzerbild von knochn

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    und eine gewisse Schroffheit, wenn nicht sogar Unhöflichkeit; auch dies war dem Kanadier während seiner Zeit in Deutschland (3 Jahre) aufgefallen
    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    ...besonders wenn man sich einer gewissen Stadt Berlin nähert
    Lutz
    nur das die leute die dann "motzen" meistens noch nicht mal berliner sind

  5. #34
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Um zum Ausgangsthema zurückzukehren: Was ist Deutschland zumindest weiter als in den USA verbreitet ist, ist das Unbehagen, zugeben zu müssen, etwas nicht zu wissen. Das hat wohl mit der starken Betonung des Schul- und Universitätswesens im alten Preußen zu tun (Humboldtsches Bildungsideal und so) und damit, dass uns immer gepredigt wird, dass "Bildung unser einziger Rohstoff ist".

    Mir ist das mal beim Urlaub in Neapel aufgefallen. Eine freundliche US-Amerikanerin stellte mir während der Überfahrt nach Capri Fragen, bei denen man merkte, dass sie keine Ahnung hatte wo sie war. Sie gab auch völlig unbekümmert lachend zu, nicht zu wissen ob eine im Reiseführer abgebildete antike Inschrift Griechisch oder Latein war (griechische Inschriften verwenden einfach ganz eigene Buchstaben, lateinische hingegen die selben wie wir heute). Dafür gab sie mir Relaxingstipps, wobei sie mir ganz spontan an die Schläfe und die Schulter fasste, auch dies in Deutschland unter Fremden eher unüblich. *g*

    Auch das Rumreiten auf Rechtsschreib- und Grammatikfehlern anderer könnte vielleicht typisch deutsch sein. Im Englischen gibt's dafür den Ausdruck "grammar nazi" (Urban Dictionary: Grammar Nazi). . Auch als Verb: He totally grammar nazied my article, replacing pronouns and rewriting clauses.

  6. #35
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Aber dann soll man es sozial und geographisch präzise sagen und nicht (wie Sarrazin und Bildzeitung) ein diffuses Misstrauen gegen Leute aus muslischen Ländern schüren, nur um die eigene Idee vom Kampf der Kulturen zu promoten.
    Verstehe was Du meinst, finde es auch richtig. Ich denke aber auch, dass es bei solchen Themen viel zu oft und viel zu ausführlich darum geht wie man was sagen muss, damit es dann auch inhaltlich diskutiert werden kann. Da wird sich dann jahrelang um ein Wort gestritten und die eigentlich notwendige Debatte wird deshalb gar nicht geführt. Das ist auch nix.

    Der Iran und die Türkei sind beide muslimisch. Aber mit iranischen Einwanderern (die oft aus bildungsbürgerlichen Milieus im Iran kamen und keine Lust auf Gottesstaat hatten) sieht es bildungs- und kriminalitätsstatistisch völlig anders aus als türkischen Einwanderern (meist Armuts/Arbeitsmigration aus ländlichen Gegenden der Türkei und hinein in deutsche Stadtviertel, die schon vor dem Zuzug fremder als Problembezirke galten!).
    Das kann ich definitiv aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich hatte seit den späten 1990er Jahren immer wieder Probleme mit kurdischen und ost-anatolischen Migranten muslimischen Glaubens. Gleichzeitig hatte ich allerdings auch Kontakte zu Mitgliedern dieser Bevölkerungsgruppe die durchaus positiv waren. Allerdings sind die negativen Erlebnisse anhand des Bevölkerungsanteils und der im Vergleich zu "innderdeutschen" Kontakten selteneren Kontakte überproportional häufig vertreten. Kollegen und Bekannte aus Iran, Irak & Co., sind überdurchschnittlich häufig sehr gut ausgebildet und haben eine sehr weltbürgerliche Sicht der Dinge. Sie haben häufig auch Verwandtschaft in London, USA, Amsterdam etc. und reisen dadurch viel in Europa hin und her. Oft sind sie die größten Islamkritiker, feiern aus Spaß Weihnachten und machen sich über die oft ungebildeten "Bauern", die es in ihrer Heimat dann über die Koranschule zu irgendeiner geistlichen Führungsrolle bringen, einigermaßen lustig. Von daher stimmt es schon, dass man das differenzieren kann und muss. Allerdings wird es schnell zu sperrig und zu kompliziert. Deshalb bin ich eher dafür allgemein von denen zu sprechen die Probleme machen und denen die keine machen gleich dazu zu sagen, dass sie nicht gemeint sondern Vorbilder sind. Denn am Beispiel der Türken sieht man ja auch schnell schonwieder, dass man da sogar einzelne Regionen einbeziehen und ausklammern müsste. Es sollte ohne Regionalkarten gehen zu sagen, dass Religion und Staat sich unter bestimmten Umständen zu sehr in die Quere kommen und heutzutage scheint das in Deutschland hauptsächlich von Muslimen auszugehen, wobei ich persönlich gegen die Einmischung von christlichen Kirchen auch viel stärker ein Zeichen setzen würde. Staat und Kirche sind getrennt. Kirchen haben bei manchen Dingen noch viel zu viel Einfluss. Im Alltag, unter Bekannten oder in der Familie erlebe ich es aber so gut wie nie, dass religiöse Regeln von Christen oder Anhängern des fliegenden Spaghetti-Monsters über das Gesetz oder über Anhänger anderer Glaubensrichtungen gestellt werden. Es gibt in der Bevölkerung kein christliches Überlegenheitsgefühl gegenüber Andersgsläubigen oder die praktizierte Lehre, dass andere Ungläubige wären. Die einzigen noch Nennenswerten, die mir sonst noch unangenehm auffallen, sind die Zeugen Jehovas. Aber wenn man sich von ihren Bortschaften und Türdrückern nicht bedroht fühlt, kommt man ziemlich gut damit klar, dass sie die Lehre, die Einzigen zu sein die mal gen Himmel fahren, einigermaßen harsch und engagiert verfolgen. Im Islam, wie er von bestimmten Bevölkerungsgruppen praktiziert wird, ist es aber schnell bedrohlich und es führt zu nichts gutem.

    Die Bildungs- und Kriminatätsstatisik der Einwander hängt bei genauerem Hinsehen vom sozialen Hintergrund im jeweiligen Herkunftsland (Stadt oder Land, Oberschicht oder Proletariat ect.) ab - nicht von dem Herkunftsland an sich oder gar dem Herkunftskulturraum! Sowas taucht aber in der "tabubrechenden" Integrationsdebatte nicht auf, weil man es eben nicht gegen "die Moslems" und im Sinne homogener Kulturraum-Mentalitäten verwenden kann.
    Das widerum ist für mich eher eine Unterstellung in Richtung "Islamphobie". Mir erscheint es eher so, dass das schlechte Abschneiden italienischer Schüler zwar in Bildungsbelangen verbesserungswürdig ist. Als Italiener und Griechen als Gastarbeiter noch ein Schmuddelimage hatten, wurden die auch nicht geschont. Aber sie haben sich gesellschaftlich gut integriert. Deshalb werden sie heute i.d.R. gar nicht als Migranten gesehen und nicht weil Deutsche per se was gegen Muslime haben. Deutsche haben etwas gegen die Probleme, die es mit sich bringt, dass Muslime in Deutschland eine Religionsstrenge leben und ihre Religion derart über deutsche Gesetze stellen, wie es das heute selbst in ihrer ursprünglichen Heimat schon gar nicht mehr gibt. Da ist ein Islambild konserviert worden das einfach problematisch ist, weil es eben auch so gelebt und weitergegeben wird.

  7. #36
    Benutzerbild von Link

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Wir hatten gerade Besuch aus Kanada und da konnte ich mir die Frage:

    Was findest Du typisch deutsch" nicht verkneifen.

    Interessant, die Antwort war:

    "Schnitzel and the Boot"

    Wie, das Boot dachte ich und sie sagte: No, not boat, boot"








    (Hier im Süden sehr beliebt "Stiefel-Trinken")

    gruß Link
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  8. #37
    Benutzerbild von Link

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Habe ich eingentlich schon geschrieben, dass das Einfügen von Bildern hier nicht IDIOTENSICHER ist :-((((

  9. #38
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Zitat Zitat von knochn Beitrag anzeigen
    nur das die leute die dann "motzen" meistens noch nicht mal berliner sind
    In meinem Fall konnte die Zicke aber dann für ne Zugezogene sehr authentisch berlinern - weeste...


    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Auch das Rumreiten auf Rechtsschreib- und Grammatikfehlern anderer könnte vielleicht typisch deutsch sein. Im Englischen gibt's dafür den Ausdruck "grammar nazi" (Urban Dictionary: Grammar Nazi). . Auch als Verb: He totally grammar nazied my article, replacing pronouns and rewriting clauses.
    Sehr schön - den kannte ich noch nicht.

    Wo im Forum gerade wieder Top Gear erwähnt wurde: Jeremy Clarkson & Co amüsierten sich darüber, dass es typisch Deutsch ist n Porsche SuperCar staubtrocken zu präsentieren (technische Details des Motors, statt Emotionen oder gar (schluck) Humor)...


    Lutz

  10. #39
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Auch das Rumreiten auf Rechtsschreib- und Grammatikfehlern anderer könnte vielleicht typisch deutsch sein. Im Englischen gibt's dafür den Ausdruck "grammar nazi" (Urban Dictionary: Grammar Nazi). . Auch als Verb: He totally grammar nazied my article, replacing pronouns and rewriting clauses.
    Das ist längst eingedeutscht worden, in verschiedenen Foren werfen sich einige Leute schon seit Jahren gerne mal Worte wie "Dudennazi" an den Kopf. Auslöser dürfte u.a. die legendäre "Seinfeld"-Folge "The Soup Nazi" gewesen sein.

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Als Italiener und Griechen als Gastarbeiter noch ein Schmuddelimage hatten, wurden die auch nicht geschont. Aber sie haben sich gesellschaftlich gut integriert. Deshalb werden sie heute i.d.R. gar nicht als Migranten gesehen und nicht weil Deutsche per se was gegen Muslime haben.
    Was bei dieser Debatte gerne vergessen wird: Auch andere hier lebende Ausländerfraktionen haben gegenüber bestimmten Migrantengruppen dieselben Ressentiments wie viele Deutsche. Schon x-fach gehört - frag einen Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Vietnamesen, Tamilen usw., was er z. B. von Türken hält, und dir wird all das erzählt, was man selbst schon erlebt hat. Dabei geht es auch nur selten um die Thematik Muslime bzw. Religionsangehörigkeit, sondern in erster Linie um Zeitgenossen aus bestimmten Ländern.

    Schön zu verfolgen z. B. in dieser Diskussion:

    Kreisliga B Schlägerei!

  11. #40
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: "Das ist Deutschland hier" oder: Typisch deutsch!

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    frag einen Griechen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Vietnamesen, Tamilen usw., was er z. B. von Türken hält, und dir wird all das erzählt, was man selbst schon erlebt hat. Dabei geht es auch nur selten um die Thematik Muslime bzw. Religionsangehörigkeit, sondern in erster Linie um Zeitgenossen aus bestimmten Ländern.

    Schön zu verfolgen z. B. in dieser Diskussion:

    Kreisliga B Schlägerei!
    Heftige Debatte.... bzw. reihenweie Schilderungen von etwas, was man nicht wahr haben will.
    Am interessanten ist für mich aber erstmal #67 in diesem Thread. Ein nach eigenen Angaben vorbildlicher, gewaltfreier, studierender Türke. Ein sog. Bildungsgewinner, mutmaßlich gut integriert oder vielleicht will er ja auch gar nicht in Deutschland bleiben und ist lediglich ein "guter Gast". Doch er sagt nicht "Schlimm was ihr erlebt, ich schäme mich für meine Glaubensgenossen/Landsleute/Mit-Migranten/"was auch immer politisch korrekt wäre" und wünschte ich könnte irgendwas tun.". Nein, er fühlt sich mit angegriffen und antwortet sarkastisch, dass es ja komisch ist, dass er nicht so ein gewalttätiger Idiot ist, wo er doch auch Türke sei. Irgendwo nachvollziehbar, irgendwo aber eben auch nicht. Wie bekommt man es hin, dass die Positivbeispiele sich nicht mit angergiffen fühlen?

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