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Das Verhalten mancher Menschen in der Warteschlange

Erstellt von musicola, 21.07.2005, 13:49 Uhr · 27 Antworten · 2.543 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Level 42

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    Da fällt mir nur ein Satz zu ein...

    "Für Unfreundlichkeit kann man nichts, für Unhöflichkeit schon."

    Der gilt ohne Altersbeschränkung.

    Unfreundlichkeit hat etwas mit dem Charakter zu tun.
    Unhöflichkeit hat etwas mit den allgemeinen Umgangsformen zu tun, wenn man
    die aber nie gelernt hat kann man schon mal von einem "Alten" daraufhin angesprochen werden.

    Gruß Level 42

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Merk-würdig, daß aus einer Diskussion um einen typischen Warteschlangenstreit (bei dem das Verhalten der einen Partei offenbar durch eine Stress-Situation und rethorische Unzulänglichkeit bestimmt war) ganz schnell eine Diskussion um den "Generationenkonflikt" wird. Irgendwie scheint sich das Thema grundsätzlich aufzudrängen.

    Mir scheint, in diesem "Generationskonflikt" braut sich in unserer Gesellschaft eine ganz unangehme Mischung zusammen:
    - Die Alten gönnen den Jungen deren Freiräume nicht mehr und unterstützen damit auf ihre Art den allgemeinen neo-autoritären Backlash.
    - Und die Jungen gönnen den Alten die Rente nicht mehr und halten sie auch sonst für überflüssig und leisten damit dem marktradikalen Zeitgeist Vorschub.

    Mich nervt beides.

  4. #23
    Benutzerbild von frasier

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    Den automatischen Respekt vor dem Alter hab noch nie verstehen können und auch nicht praktiziert.

    Aber mal ne Frage zum Thema: Gibt es eine Möglichkeit, jemanden mit Erfolg davon zu überzeugen, dass er oder sie sich nicht vordrängeln soll, ohne sich gleich zum Heinz zu machen?

  5. #24
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Level 42 postete
    Da fällt mir nur ein Satz zu ein...

    "Für Unfreundlichkeit kann man nichts, für Unhöflichkeit schon."

    Der gilt ohne Altersbeschränkung.

    Unfreundlichkeit hat etwas mit dem Charakter zu tun.
    Unhöflichkeit hat etwas mit den allgemeinen Umgangsformen zu tun, wenn man
    die aber nie gelernt hat kann man schon mal von einem "Alten" daraufhin angesprochen werden.

    Gruß Level 42
    Und:

    Die Luftgitarre postete
    Merk-würdig, daß aus einer Diskussion um einen typischen Warteschlangenstreit (bei dem das Verhalten der einen Partei offenbar durch eine Stress-Situation und rethorische Unzulänglichkeit bestimmt war) ganz schnell eine Diskussion um den "Generationenkonflikt" wird. Irgendwie scheint sich das Thema grundsätzlich aufzudrängen.

    Mir scheint, in diesem "Generationskonflikt" braut sich in unserer Gesellschaft eine ganz unangehme Mischung zusammen:
    - Die Alten gönnen den Jungen deren Freiräume nicht mehr und unterstützen damit auf ihre Art den allgemeinen neo-autoritären Backlash.
    - Und die Jungen gönnen den Alten die Rente nicht mehr und halten sie auch sonst für überflüssig und leisten damit dem marktradikalen Zeitgeist Vorschub.

    Mich nervt beides.
    Unterschreibe ich Beides

  6. #25
    Benutzerbild von röschmich

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    Ixch bin ja auch ein friedlicher Mensch, aber eines Tages (ist noch im letzten Jahrtausend passiert) in der Straßenbahn, machte mich ein ein alter Mann an, dass ich auf einem "Schwerbeschädigtensitz" sitze. So kaputt sah der Typ nicht aus, im Waggon saßen außer mir vielleicht noch 3 Personen. Heute tut es mir leid, dass ich ihm nicht eins "in die Fresse" gehauen habe.
    Ich habe vor lauter Wut lieber an der nächsten Station den Waggon gewechselt, des lieben Friedens wegen.

  7. #26
    Benutzerbild von Torsten

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    Unhöfliche Menschen erlebe ich täglich, in jeder Alterklasse. Ob vordrängelnde Teenager, minutenlang ihr Kleingeld abzählende Omis oder rücksichtslos rasende Außendienstler - in ihrer Selbstbezogenheit nehmen sie sich alle nichts.

    Zudem: Jede Gesellschaft hat die Jugend, die sie verdient. Und für den viel zitierten Erziehungsnotstand, den ich keineswegs für ein bloßes Hirngespinst geltungssüchtiger Hobbyautoren halte, gibt es nach meiner Wahrnehmung vor allem drei Gründe:

    1. Das Klima einer fast in allen Lebensbereichen durchökonomisierten Gesellschaft: Vielfach orientiert sich das Verhalten nicht mehr an bestimmten Werten, sondern einzig an der Frage "Was bringt mir das?"

    Ich halte dies für eine zwangsläufige Folge der Marktwirtschaft heutiger Ausprägung, mitsamt Konsumwahn, oberflächlicher Reizüberflutung und Selbstverwirklichungs-Paranoia.

    Ist es Zufall, dass sich die aus unserer Generation stammenden Vertreter der so genannten "Pop-Literatur" in ihren Büchern hauptsächlich mit sich selbst beschäftigen?

    2. Die vielfache Abwesenheit von sich kümmernden Eltern: Die berufliche Emanzipation der Frau, stetig steigende Scheidungsraten und wirtschaftliche Zwänge bewirken, dass die traditionelle Familienstruktur immer mehr zum Auslaufmodell verkommt. Die Erziehung übernehmen dann im günstigsten Fall Fremdpersonen, häufig aber Umfeld, Medien und Unterhaltungselektronik. Menschliche Zuwendung sowie die Vermittlung von ethischen und moralischen Grundsätzen treten auf diese Weise zunehmend in den Hintergrund.

    Da ich selbst sowohl das alte als auch das "moderne" Modell erlebt habe, sind mir die elementaren Unterschiede wohlbekannt. Erst mit wachsendem Alter ist mir klar geworden, welchen Wert familäre Geborgenheit, die stete Anwesenheit mindestens einer Bezugsperson und so banal anmutende Rituale wie regelmäßige Essenszeiten besitzen.

    3. Durch hohe Arbeitslosigkeit entstehende soziale Ghettos, in denen intakte Familienverhältnisse, Bildung und Zukunftschancen rar sind, dafür aber Gewalt, Kriminalität und Perspektivlosigkeit vorherrschen. Ein Teufelskreis, aus dem nur die wenigsten herausfinden.


    Solange sich an all diesen Zuständen nichts Entscheidendes ändert, wird niemand von der Jugend erwarten können, von selbst zu besseren Menschen heranzureifen.

  8. #27
    Benutzerbild von italomaster

    Registriert seit
    30.11.2001
    Beiträge
    867
    Torsten, klasse Posting, dem ich nichts hinzuzufuegen habe! Genau so ist es!!!

    Letztens bei PLUS: Eine ueber und ueber bepackte Frau (Mitte 30, etwas asi) schlaengelt sich durch die (zugegebenermassen dichten) Gaenge unserer kleinen PLUS-Filiale in Velbert-Langenberg.

    Mit einer Ware in ihrer rechten Hand schmeisst sie mit lautem Geklirr eine Weinflasche auf den Boden, die sofort zerbricht und eine Riesensauerei hinterlaesst.

    Die Frau sieht sich um, grunzt nur und stellt sich in die Schlange, ohne auch nur den Versuch zu machen, die von ihr ausgeloeste Sauerei wegmachen zu lassen oder gar ihre Hilfe anzubieten oder auch nur irgend etwas zu tun.

    Das war so daneben, da rege ich mich heute noch drueber auf. Vor allem aber, dass ich nichts gesagt hatte (auch, wenn es mich nix anging)...

  9. #28
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    falsches Thema

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