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In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

Erstellt von PostMortem, 16.01.2012, 16:31 Uhr · 36 Antworten · 3.666 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Laschek

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Ich kapier eins nicht: in anderen Branchen wird schon sehr lange im Schichtbetrieb gearbeitet, da gibts auch keine Diskussionen wie in Bezug auf den Einzelhandel. Ich hab jahrelang viel im 2-Schichtbetrieb gearbeitet (Druckerei), inkl. vieler Überstunden in der Spätschicht (keine Ablösung durch Nachtschicht). Natürlich ist das vor allem für's Privatleben nicht toll, aber wie soll die Industrie ihre Aufträge sonst erledigen?
    Wieso wird der Einzelhandel immer gesondert behandelt, ich seh da keinen großen Unterschied?
    Und wieso kann man die Ladenbesitzer nicht selber frei entscheiden lassen wie lange sie geöffnet haben wollen?
    Es sind halt, wie PostMortem ja schon meinte, die Angestellten, Gewerkschaften, etc. gefordert um vernünftige Arbeitsbedingungen zu schaffen.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von musicola

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Übel... War mir nicht so bewusst...Lutz
    Die Erlaubnis kam praktisch von selbst. Damals hatten die Geschäfte den ersten Samstag im Monat bis 18.00 Uhr offen (langer Samstag), an den anderen drei bis vier, wurde normal um 14 Uhr abgeschlossen. Da war Stadion um 15.30 Uhr kein Problem!
    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Und läuft da auch nichts mit tauschen, oder im Wechsel? Es wird doch kaum so sein, dass alle einfach (den verlängerten Öffnungszeiten entsprechend) XX Stunden länger in der Woche arbeiten (als in den 80s)?

    Lutz
    Wie oft will/kann man denn tauschen?

    Wir sind 4 Leute auf der Etage plus Fremdazubi 2-3 Tage in der Woche, 2M/3W, da möchte jeder gerne wenigstens einen freien Samstag im Monat, da sind wir also Samstags zu dritt. Manchmal zu viert. Im Schichtbetrieb!!

    MA 1 beginnt um 9.30 Uhr, geht um 16.00 Uhr
    MA 2 beginnt um 9.30 Uhr, geht um 17.00 Uhr
    MA 3 beginnt um 11.00 Uhr, geht um 19.00 Uhr
    MA 4 frei
    Azubi beginnt um 9.30 Uhr, geht um 19.00 Uhr

    Da kann jetzt der musicola nicht verlangen, zwei oder mehr Samstage frei zu bekommen. Da ist dann auch schlecht mit tauschen...

    Der musi ist schon froh und happy, dass er bei den weiter o.g. Spielansetzungen unter der Woche 'ne Frühschicht bekommt und Samstags manchmal, seine Pausen zusammen nimmt um wenigstens HZ2 zu sehen!

    Wie gesagt, ich kann und möchte mich nicht über Gebühr beklagen, ich hab's mit meinem Arbeitgeber noch gut getroffen und kann relativ viel Wormatia live erleben. Ein guter Freund von mir arbeitet beim Praktiker und hat es diesbezüglich deutlich schwerer...

  4. #23
    Benutzerbild von musicola

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Zitat Zitat von Laschek Beitrag anzeigen
    Ich kapier eins nicht: in anderen Branchen wird schon sehr lange im Schichtbetrieb gearbeitet, da gibts auch keine Diskussionen wie in Bezug auf den Einzelhandel. Ich hab jahrelang viel im 2-Schichtbetrieb gearbeitet (Druckerei), inkl. vieler Überstunden in der Spätschicht (keine Ablösung durch Nachtschicht). Natürlich ist das vor allem für's Privatleben nicht toll, aber wie soll die Industrie ihre Aufträge sonst erledigen?
    In der Industrie wird doch gefühlt schon immer nach Bedarf und Nachfrage produziert, oder? Wenn die Auftragslage es erfordert, dass in den Betrieben Schicht gearbeitet wird, dann tat/tut man das!

    Zitat Zitat von Laschek Beitrag anzeigen
    Wieso wird der Einzelhandel immer gesondert behandelt, ich seh da keinen großen Unterschied?
    Und wieso kann man die Ladenbesitzer nicht selber frei entscheiden lassen wie lange sie geöffnet haben wollen?
    Es sind halt, wie PostMortem ja schon meinte, die Angestellten, Gewerkschaften, etc. gefordert um vernünftige Arbeitsbedingungen zu schaffen.
    Im Einzelhandel sind die von den großen Unternehmen angebotenen Öffnungszeiten doch größtenteils nur aus Servicegründen und Konkurrenzangst, so wie sie eben sind. Ich glaube, wenn ein echter Bedarf da wäre, dass die Geschäfte durchgehend rund um die Uhr oder wenigstens ohne Siesta von 6.00 - 24.00 Uhr geöffnet hätten, stünden wir nicht vor der Problematik von immer weniger Vollzeitbeschäftigten, und immer mehr (und doch zu wenigen) Aushilfen auf der Ladenfläche zu ganz tollen Schichtzeiten!

    Würden sich die längeren Zeiten wirklich rechnen, wäre man im Einzelhandel möglicherweise auch längst bei einem vernünftigen 2-Schichtbetrieb, bei angemessener Bezahlung bzw. Zuschlägen für die unangenehmere Schicht!

    Außerdem ist es doch mit den z. Zt. bestehenden Möglichkeiten der Ladenöffnung schon verwirrend genug. Die Händler entscheiden innerhalb des gesetzlichen Rahmens frei, von wann bis wann sie geöffnet haben. Und du wirst in keiner Stadt in Deutschland die Situation vorfinden, dass die Öffnungszeiten einheitlich sind.

    Geh mal eine Einkaufsstraße lang, da wird im Halbstundentakt morgens zwischen 8.30 Uhr und 10.30 geöffnet und abends schließen die Läden beginnend von 18.00 Uhr bis Mitternacht alle 30 Minuten ein Anderer...


    Was heißt das im Endeffekt für den Kunden? Hundertprozent überall rein komme ich nur zwischen 10.30 Uhr und 18.00 Uhr. Es sei denn, ich präge mir alle Öffnungszeiten ein und gehe dann nach sorgfältig erstelltem Plan shoppen!

  5. #24
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Zitat Zitat von Feenwelt Beitrag anzeigen
    Ach so, neee, weil es eine ausgebeutete Kaste ist, denen muß man keinen Gefallen tun. Sorry, aber den Sarkasmus konnte ich mir nicht verkneifen.
    Um das nochmal klar zu sagen: Ich will die Probleme gar nicht in Abrede stellen. Wer die Probleme als Mitarbeiter im Einzelhandel hat und eine einfache Lösung dafür sucht, der ist natürlich auch für eine Verkürzung der erlaubten Ladenöffnung.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass kaum ein Verkäufer mehr so vehement dafür wäre, wenn er persönlich keinen Nachteil von einer längeren Ladenöffnung hätte oder dieser derart kompensiert wird, dass es für ihn aufs gleiche hinaus läuft. Deshalb können Arbeitsbedingungen eigentlich kein Grund sein ein Ladenschlussgesetz zu erlassen, denn eigentlich hat beides nur einen indirekten und keinen direkten Zusammenhang. Es ist eben ein Vehikel, eine nützliche Abkürzung um ohne gewerkschaftliche Anstrengungen, Belegschaftsorganisation usw. schnell an bessere Arbeitsbedingungen zu kommen. Aber die Konkurrenz im Internet schläft eben nicht und wird es bestrafen auch immer mehr für Lebensmittel & Co.

    Bei Themen wie Ladenschluss, Atomausstieg, S21, Rauchverbot, Tierschutz usw. ist es offenbar ein weit verbreitetes Phänomen, dass es umso weniger sachliche Argumente und desto mehr schrille Zwischenrufe, Angriffe und Sarkasmus gibt, desto mehr Diskussionsteilnehmer davon überzeugt sind auf der guten Seite zu stehen und ehrbaren Zielen zu dienen die größer sind als sie selbst. Von daher kann ich auch sehr subjektive oder völlig erregte Ausbrüche Betroffener verstehen. Aber das sind noch keine Argumente Unternehmertum zeitweise zu verbieten. Und da gehts eben nicht nur um "böse Handelsriesen", sondern auch um ganz kleine die ihren Laden nicht (mehr) zu den Zeiten öffnen dürften die sie ideal finden.

    Tatsächlich - das sollte man nicht verschweigen - haben sich die Ladenöffnungszeiten "gelohnt". Ich hab's nicht zur Hand, aber ich meine mich an eine Statistik zu erinnern, die ca. 3-4% Mehreinnahmen im Durchschnitt auswies. Dummerweise zu wenig für die Löhne, die bei gleichbleibendem Personal hätten gezahlt werden müssen. Das Ergebnis war für jeden spürbar ein Personalabbau. Ja, man kann weidlich darüber streiten, ob die Öffnungszeiten der einzige Grund für den Abbau waren. (Waren sie aus meiner Sicht nicht.) Aber ein Wesentlicher.
    Der wesentliche Grund ist doch der, dass immer mehr Menschen im Internet einkaufen. Das zieht nicht nur Kaufkraft ab, sondern senkt selbst die Marge für die Produkte die noch im stationären Handel verkauft werden. Die Preisvorstellungen gehen eben nach unten. Ja, die Welt ist schlecht geworden und auch darüber wird viel gemeckert im Laden. Aber es führt eben kein Weg dran vorbei: Es ist so und man muss damit umgehen. Aber die Menschen lösen sich in ihrem Konsum auch davon wann Geschäfte auf und was sie in ihrem begrenzten Sortiment haben. Wenn die Möglichkeiten von Geschäften zur Öffnung nun wieder eingeschränkt werden, wird der Einzelhandel dadurch bestimmt nicht dem 24h verfügbarem günstigen Internet mehr Paroli bieten. Es gibt da noch einiges anderes was der stationäre Handel größtenteils übergreifend verpennt. Aber eine Verkürzung der Öffnungszeiten kann nicht als arbeitsplatzsichernde Maßnahme gegenüber der boomenden und reichlich Kaufkraft abziehenden Internet-Konkurrenz gewertet werden.

    Immer die selben alten Argumente. Und deshalb auch das selbe alte Gegenargument: Es gibt Leute, die haben sich ihre Arbeit ausgesucht als bekannt war, welche Öffnungszeiten es gab. Aber diese Öffnungszeiten haben sich die meisten (ausser den jüngeren Mitarbeitern) eben nicht ausgesucht.
    Da muss man sich allerdings mal entscheiden: Wenn es so ist, fällt ja die Kritik flach, dass jede Menge von solchen Gewohnheits"rechten" "unbelasteten" 400-Euro-Kräfte neu eingestellt wurden um flexibler zu werden und lange Öffnungszeiten abzudecken. Meine Beobachtung in den aktuell besonders kritisierten 24-Uhr-Supermärkten ist aber eine andere. Da sitzen neue und junge Hinzuverdiener, studentische Aushilfen etc. in auffallend gelockerter Atmosphäre.

    Aber auch mit einer rein besitzstandswahrenden Argumentation müssten wir konsequenterweise ja den Atomausstieg gleich wieder kippen: Es gibt Leute, die haben sich ihre Arbeit ausgesucht als bekannt war, dass Atomenergie die saubere Zukunftsenergie ist. Dann müssen wir auch den Ausstieg aus der Steinkohlesubvention kippen: Es gibt Leute, die haben sich ihre Arbeit ausgesucht haben als bekannt war, dass es einen Kohlepfennig und einen klaren politischen Willen zur Sicherstellung der Energiesicherheit durch die Steinkohlesubvention gibt. Wo sich die Arbeitswelt für alle wandelt, viele sich umorientieren, anpassen und flexibler arbeiten müssen gibt es klare Bedarfe sich zu den bestehenden liberalisierten Öffnungszeiten zu versorgen. Der Einzelhandel sollte sich nicht einfach abkoppeln und in Verbote zu Zeiten der seeligen alten Bonner Repbulik hinein flüchten. Es wird nicht funktionieren und Öffnungsverbote und Eingriffe in das Unternehmertum können nicht das Mittel der Wahl sein um Probleme der sozialverträglichen Arbeitsorganisation zu lösen.

    Klar: Öffnungszeit weg = Organisationsbedarf weg. Aber das ist auch nur wieder diese schnelle Schein-Lösung über Verbote die eigentlich keine ist.

  6. #25
    Benutzerbild von Soundfeile

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Ich weiß es nicht genau, aber in der BRD wurden ja Zigaretten beworben. Irgendwann, ob's die 80er waren, weiß ich nu nicht, wurde dies verboten.



    PS. Ich bin ein absoluter und kompromissloser Öffnungszeitenwahn-Gegner.

    PS. Im Übrigen hab' ich mich im Ausland einmal dazu hinreißen lassen Nachts einzukaufen. Da hat mich die Security durch den ganzen Markt begleitet.

  7. #26
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Wie oft will/kann man denn tauschen?

    Wir sind 4 Leute auf der Etage plus Fremdazubi 2-3 Tage in der Woche, 2M/3W, da möchte jeder gerne wenigstens einen freien Samstag im Monat, da sind wir also Samstags zu dritt. Manchmal zu viert. Im Schichtbetrieb!!

    MA 1 beginnt um 9.30 Uhr, geht um 16.00 Uhr
    MA 2 beginnt um 9.30 Uhr, geht um 17.00 Uhr
    MA 3 beginnt um 11.00 Uhr, geht um 19.00 Uhr
    MA 4 frei
    Azubi beginnt um 9.30 Uhr, geht um 19.00 Uhr

    Da kann jetzt der musicola nicht verlangen, zwei oder mehr Samstage frei zu bekommen. Da ist dann auch schlecht mit tauschen...

    Der musi ist schon froh und happy, dass er bei den weiter o.g. Spielansetzungen unter der Woche 'ne Frühschicht bekommt und Samstags manchmal, seine Pausen zusammen nimmt um wenigstens HZ2 zu sehen!
    Variante 2:

    Mit Sonny sind wir 5 Leute im Laden. Öffnungszeit von 10 - 20 Uhr jeden Tag. Samstag: Umsatzstärkster Tag. Anwesend ab 12 Uhr: Alle 5 Mitarbeiter. Geht gar nicht anders. 1 MA in der HAKA, 1 MA in der DOB, 2 MA an den Kabinen, 1 MA an der Kasse. Pause muss auch sein (2x eine halbe Stunde am Samstag)... tada... nix mit frei am Samstag. In der Woche einen freien Tag (manchmal auch zwei, ist aber nicht die Regel). Bei einer täglichen Arbeitszeit von 8,75 bzw. ab und an mal nur 7 Stunden (dann fange ich um 12 an) und einer Öffnungszeit von 10 Stunden kann sich jeder meine Monatsstunden ausrechnen. Samstags frei? Pfff.... nur im Urlaub.

    P.S.: Ich bin seit gerade mal einer Stunde zu Hause. Heute morgen um 08:20 aus dem Haus um 9 Uhr im Laden gewesen. Wischen, saugen bis 10 Uhr, dann Laden auf. 20 Uhr Schluss, um 20:45 den Zug erwischt, 21:15 zu Hause. Da ist auch nix mehr mit Aktivität. Nicht mal waschen oder kochen.

  8. #27
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Zitat Zitat von SonnyB. Beitrag anzeigen
    Heute morgen um 08:20 aus dem Haus um 9 Uhr im Laden gewesen. Wischen, saugen bis 10 Uhr, dann Laden auf. 20 Uhr Schluss, um 20:45 den Zug erwischt, 21:15 zu Hause. Da ist auch nix mehr mit Aktivität. Nicht mal waschen oder kochen.
    Arbeitszeitgesetz § 3

    Arbeitszeit der Arbeitnehmer
    Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn
    Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im
    Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.


    Ich habe diese Schilderungen ja schon öfter gelesen. Wenn das Personal im Einzelhandel so selbstverständlich gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt (klar, man fühlt sich quasi dazu gezwungen weil der Laden ansonsten (angeblich) ja Pleite geht), wieso sollten Chefs dann nicht Personal abbauen? Versuchen kann mans ja mal und offenbar funktioniert es ja auch.

    Es geht mich im Grunde nichts an. Aber ich verstehe nicht wieso es ein Ladenschlussgesetz richten muss, wenn das Arbeitszeitgesetz über Jahre so selbstverständlich mit Füßen getreten wird. Soll man im Handel doch erstmal darauf pochen, dass bereits bestehende Gesetze auch eingehalten werden. Das geht in anderen Branchen auch und wird durch Zwangsgelder ansonsten sehr teuer bei Verstößen. 20 Uhr wird der Gesetzgeber im Handel ohnehin nicht mehr unterschreiten, minimal 22 Uhr wirds werden wenn sich da überhaupt etwas ändert. Es wird also für 90% der klagenden Einzelhandelsbeschäftigten gar kein Weg daran vorbei führen sich der Durchsetzung ihrer Arbeitnehmerinteressen auf andere Weise anzunehmen.

    Ich bin auch flexibel, arbeite auch oft mehr oder weniger inoffiziell nachts und am WE für meinen Arbeitgeber. Das ist nicht im Sinne des Tarifvertrags und der BR würde es auch gar nicht mögen. Aber ich bekomme entsprechend vom Chef Kohle dafür und die Zeit gut geschrieben. Ansonsten würde ich das auch nicht machen, egal ob dann die ganze Schei..e vor die Wand fährt oder nicht (und das würde sie bis hin zur GF). Ich bin nicht die Wohlfahrt und auch kein Lückenbüßer. Geben und nehmen müssen schon stimmen, ansonsten ist es dem Arbeitgeber wohl auch nicht so wichtig und den Einsatz offensichtlich nicht wert.

  9. #28
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    ...Aber ich bekomme entsprechend vom Chef Kohle dafür und die Zeit gut geschrieben. Ansonsten würde ich das auch nicht machen, egal ob dann die ganze Schei..e vor die Wand fährt oder nicht (und das würde sie bis hin zur GF). Ich bin nicht die Wohlfahrt und auch kein Lückenbüßer. Geben und nehmen müssen schon stimmen, ansonsten ist es dem Arbeitgeber wohl auch nicht so wichtig und den Einsatz offensichtlich nicht wert.

    Überstunden mache ich als Teilzeitkraft nicht, bekomme jede gearbeitete Stunde (zwischen 10 und 20 Uhr) bezahlt. Auch die Stunden vorher und nachher, sofern sie vom Chef verlangt wurden (Inventuren). Pleite geht der Laden davon nicht, aber ich kann den Laden nur putzen wenn der zu ist. Es hilft mir nicht wenn mir der Kunde um den Schrubber läuft und gefällt der Kundschaft ja auch nicht.
    Stunden bezahlt hört sich brutto ja auch toll an bei 170 Stunden im Monat. Aber nach Steuern macht das nicht viel aus.
    Aber darum geht es mir ja gar nicht. Es sollte nur einfach mal genügen, 10 Stunden einkaufen zu können. Die Belastbarkeit ist erreicht. Ich kann mich nicht beschweren, daß alles teurer wird und dann trotzdem 24 Stunden offen bei vollem kompetenten Service verlangen. Länger offen bedeutet auch mehr kosten (Personal, Strom, Heizung z.B.). Der Kunde kauft aber nicht mehr.
    Wird z.B. auf 22 Uhr verlängert und sind dann noch 2 MA im Laden, bedeutet das 4 Stunden mehr Personal(kosten) + 2 Stunden mehr Strom + 2 Stunden mehr Heizung. Täglich. Macht nach Adam Riese und Eva Zwerg im Monat 96 Stunden mehr Personalkosten, 48 Stunden länger die Lampen an und 48 Stunden länger die Heizung an. Pro Filiale. Bei 250 Filialen kommen da schöne Summen raus. Wer zahlt das?

  10. #29
    Benutzerbild von musicola

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Schade, jetzt habe ich mir soviel Mühe gegeben und dann wird ein m.E. ganz wesentlicher Punkt bei der ganzen Öffnungszeitendiskussion überhaupt nicht aufgegriffen:

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Außerdem ist es doch mit den z. Zt. bestehenden Möglichkeiten der Ladenöffnung schon verwirrend genug. Die Händler entscheiden innerhalb des gesetzlichen Rahmens frei, von wann bis wann sie geöffnet haben. Und du wirst in keiner Stadt in Deutschland die Situation vorfinden, dass die Öffnungszeiten einheitlich sind.

    Geh mal eine Einkaufsstraße lang, da wird im Halbstundentakt morgens zwischen 8.30 Uhr und 10.30 geöffnet und abends schließen die Läden beginnend von 18.00 Uhr bis Mitternacht alle 30 Minuten ein Anderer...


    Was heißt das im Endeffekt für den Kunden? Hundertprozent überall rein komme ich nur zwischen 10.30 Uhr und 18.00 Uhr. Es sei denn, ich präge mir alle Öffnungszeiten ein und gehe dann nach sorgfältig erstelltem Plan shoppen!
    Gerade von den Befürwortern längerer Öffnungszeiten, kommt doch immer wieder das Argument, lasst die Händler selbst entscheiden. Ich hab oben dargelegt, wie das in der Realität bei bestehenden Gesetzen von den großen Unternehmen bis zu den kleinen Inhabergeführten Läden gehandled wird.

    @ PostMortem & Laschek

    Euere Meinung dazu? Ist das wirklich das was ihr wolltet? Oder isses nicht in Wahrheit so, dass ihr euch eigentlich durch die völlige Freigabe der Öffnungszeiten eine 24H-Öffnungspflicht erhofft? So kommt das rüber, denn erst dann wäre es einheitlich und man müsste sich egal zu welcher Uhrzeit, keine Gedanken machen: "äh... haben die noch offen?"

    Aber wie überall geht es auch im Handel um Wirtschaftlichkeit. Der gemeine Händler reagiert beim bestehenden Ladenöffnungszeitrahmen auf bestehende Nachfragen, bzw. probiert erst mal 'ne Zeitlang aus, an welchen Tagen sich welche Öffnungszeiten eher rechnen und wo man lieber früher schließt.

    Unser örtlicher Woolworth hatte jetzt ein ganzes Jahr durchgehend von 9.30 Uhr bis 20.00 Uhr offen und ist nun seit Anfang des Jahres auf 19.00 Uhr runter. Sicherlich nicht, um seine Mitarbeiter (fast durch die Bank Teilzeitkräfte zum Auffüllen und Kassieren, die man leider oftmals nix fragen kann) zu schonen, sondern wahrscheinlich eher weil der Umsatz für diese eine Stunde nicht hoch genug war.

    Geht mal auf Galeria-kaufhof.de und vergleicht die Öffnungszeiten einzelner Fillialen. Das ist nicht einheitlich in jedem Haus gleich. Da gibt es meist zwei verschiedene Öffnungs- und/oder Feierabendzeiten in der Woche in einer Filiale.

    Und sie haben Recht, dass sie es so machen. Wo mir die eine Stunde länger offen mehr Kosten als Umsatz verursacht, lasse ich es. Und das zieht sich durch sämtliche Läden, ob Rewe, Penny, Bauhaus, Obi, Kaufland uswusf und logischerweise auch die kleinen Läden die vom Inhaber und seiner Familie geführt werden.

    Im Übrigen gehe ich davon aus, dass es inzwischen eine ganze Menge "fester" Internetstammkunden gibt, die auch dann nicht im Laden kaufen würden, wenn dieser vor Ort eine Filiale hätte oder 24/7 geöffnet wäre!

    @ SonnyB.

    So sehr ich deinen Einsatz für deinen Brötchengeber schätze, ich glaube nicht dass Putzfrauentätigkeiten in deiner Stellenbeschreibung als Fachverkäuferin stehen. Gerade Filialisten sollten diese Aufgaben vor Ladenöffnung durch Putzfirmen erledigen lassen.

    Ich meine damit jetzt nur das Großreinemachen mit Wischmop und Staubsauger. Mit 'nem feuchten Tuch über die Kassentheke oder die vollgefingerten Spiegel wischen ist 'ne Tätigkeit, die auch ich zwischendurch mache.



    Gruß
    musicola

  11. #30
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: In den 80ern erlaubt - heute verboten!?

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen

    @ SonnyB.

    So sehr ich deinen Einsatz für deinen Brötchengeber schätze, ich glaube nicht dass Putzfrauentätigkeiten in deiner Stellenbeschreibung als Fachverkäuferin stehen. Gerade Filialisten sollten diese Aufgaben vor Ladenöffnung durch Putzfirmen erledigen lassen.
    Zu teuer Kostet ja auch wieder und müsste auf die Preise gelegt werden. Da käme dann zu meiner Rechnung oben auch noch für 250 Filialen die Putzfirmen dazu (je Filiale dann ca. 1 Stunde, macht 250 Stunden an nur einem Tag. Wird mehrmals im Monat geputzt, vervielfacht sich das nochmal.)

    Zur Stellenbeschreibung gehört auch Warenpflege. Dazu gehört auch ein sauberer Boden. Die Ware will ja gepflegt sein und nicht durch nen dreckigen Boden verschmutzt. Also gehört das auch dazu.

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