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Der Computer Supergau oder die Todesliste

Erstellt von Lutz, 18.07.2003, 21:40 Uhr · 21 Antworten · 1.658 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Lutz

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    Hamburg, 25.6.2003

    Alle meine Klamotten sind gepackt - nur noch der Computer muß eingeladen werden, dann kann mein Trip nach Berlin losgehen. Doch dann fällt mir ein das ich den Computer doch noch mal kurz hochfahren muß um was nachzuschauen. Also verbinde ich ihn wieder mit dem Netzstecker, was mein Bigtower jedoch mit einem ungewohnten Bruzeln und Zischen gefolgt von einem leichten "Poff" quittiert.
    Irritiert ziehe ich sofort wieder den Stecker raus. Dann Stecker wieder rein - Power gedrückt - nichts passiert. Hmm - wird wohl das Netzteil gewesen sein vermute ich. Irgendwie riecht es auch leicht angebrannt. Optimistisch entschließe ich mich die Reparatur in Berlin durchzuführen und erstmal loszufahren.

    Berlin, 26.6.03

    Der nette Mensch vom Computershop meines Vertrauens deutet auf ein Loch im IC auf dem Mainboard:

    "Ick gloobe den Feela ham wa jefunden - sie brauchen wohl ein neues Mainboard"

    *SHIT*

    "Abba der Rest müßte eigentlich heile jeblieben sein" tröstet er mich.

    Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ist mein Rechner abgeraucht!

    Ich beschließe die Reparatur in Ruhe zu machen wenn ich wieder zurück in Hamburg bin.

    Hamburg, 7.7.03

    Das Ersatzmainboard, bei Ebay (sehr empfehlenswert) für 22 Euro ersteigert, ist angekommen. Ein Freund hilft mir beim Einbau. Doch der Rechner fährt immer noch nicht hoch. Also besorge ich mir noch eine neue CPU...

    Berlin, 18.7.03

    Um eine lange Story kurz zu machen:

    Nach endlosen Testsessions und laaanger Fehlersuche funktioniert der Computer wieder. Aber einiges hat ins Gras gebissen - und die Verlustliste ist leider *viel* länger als angenommen... Da muß wohl einiges an Saft durch den Rechner geschossen sein...

    Die "Todesliste":

    RIP

    Mainboad Asus P2B
    CPU Pentium 2/350
    2* PC100 SDRAM
    Hauppauge TV-Karte
    Soundblaster Live! Soundkarte
    LG 2410 16* CD Brenner
    DVD Laufwerk

    ...to be continued (konnte noch nicht alles testen)

    Aber einige Karten konnten der Stromattacke widerstehen:

    Hier die "Überlebenden":

    Meine Festplatte Quantum LCT15. Das grenzt fast schon an ein Wunder da ringsrum *alles* Schrott ist.
    Das wäre sehr übel geworden - ich hatte eben doch nicht alle wichtigen Daten gesichert. Schön das Murphys Gesetz nicht immer stimmt Außerdem ist diese superleise Platte nicht mehr zu bekommen...

    Was mich besonders freut: Meine Roland LAPC-1 hat's überlebt! Vielleicht die beste Midi-Karte die je für PCs gebaut wurde trotze mir ihrer soliden ISA-Architektur (volle Baulänge!) der Stromfolter. Um das zu feiern habe ich erstmal Jan Hammers (genau - der von Miami Vice) grandioses Titelthema vom Sierra Game "Police Quest" in voller Lautstärke über meine Anlage gejagt!

    Und meine Grafikkarte ist auch noch ok

    Irgendwie klasse das gerade die unersetzlichen Sachen heil geblieben sind!

    Unterm Strich ist es wohl der Supergau gewesen der mir in meinen 20 Jahren mit Computern bis dahin erspart geblieben war. Vorher hatte ich noch keinen einzigen Hardware schaden (C64, Amiga, diverse PCs) gehabt....

    Schön wenn man in solchen Momenten Freunde hat die einem super helfen alles wieder hinzubekommen! Besonders Michael sei hier genannt der u.a. mit seinem Hardware und Ebay Knowhow sehr sehr hilfreich war! Gruß auch an 2* Jens (Hamburg und Berlin) die mir ebenfalls halfen wo es ging...

    Was mich jetzt natürlich interessiert: Was waren eure größten Computer Pannen? War vielleicht auch so ein Supergau dabei?

    Lutz

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von DeeTee

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    "Computerpannen" ist ja relativ ...
    Ich hatte mal 220 Volt auf dem Computergehäuse ... und - kein Witz!!! - der Computer lief. Allerdings habe ich mächtig einen gepfiffen bekommen (und stand dann im Dunkeln). Der Computer hat es schadensfrei überlebt, das Netzteil allerdings nicht.

    Mein GAU war eine defekte HDD: Anschalten - pfeif - knister - knack - schrampel - pieppieppieppieppiep ... ... ... SCHEIßE!!!

    Nun ja, mitttlerweile habe ich ein ausgefeiltes Backup-System und finanziell beißt es mich auch nicht mehr so arg.

    Gute N8!
    DeeTee

  4. #3
    Benutzerbild von
    Tja, also bei mir war das so.......

    ich hatte ein paar neue Spiele für meinen Amiga 500, die mich richtig reizten (ich glaube da waren ein, zwei Cinemaware-Titel bei, It came from the desert und/oder Rocket Ranger), doch vom Umschalter meiner 1MB Speichererweiterung war ein Kabel lose. Leider liefen die nur mit 1MB.... Also kam mein Vater heimwerkerkönigmäßig mit seinem Lötkolben an und es passierte natürlich, was passieren musste:

    Ich frug noch, ob man denn nicht besser den Stecker rausziehen sollte, aber er meinte, es würde ja reichen, dass das Netzteil aus ist.

    Er setzte den Lötkolben an und POFF jagte ein kleiner schwaz-grau-blauer Atompilz aus dem Gehäuse des genialsten Homecomputers aller Zeiten (sorry an alle Atarianer, Eurer war natürlich auch so genial ;-).
    Mein Amiga war tot (

    Es hat dann geschlagene 3 Wochen gedauert, bis ich einen neuen bekam. Für einen Heranwachsenden, der so richtig heiss auf seine neuen Games war, eine unvorstellbar lange Zeit - und die Wonderboy-Sessions vor dem ollen C64 meines Kumpels damals kein besonderer Trost *g*

    Dave

  5. #4
    Benutzerbild von Stingray

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    04.10.2001
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    803
    Tja, da habe ich auch schon so einiges hinter mir :
    mein erster computer, mein guter alter c16 gab niemals den geist auf, aber dafür das netzteil. Ich konnte mir kein neues leisten, also musste ich warten, bis ich zu weihnachten dann einen c64 bekam (haben wollte ich da schon eigentlich einen amiga :-) ).
    Beim c64 das gleiche, das netzteil machte nicht sehr lange mit. Aber diesmal half mir mein stiefvater und kaufte mir für 70 dm ein (altes, vom c64 I) neues netzteil. Für mich damals eine menge geld, für meine eltern leider auch, aber ich konnte irgendwann nicht mehr ohne meinen compi, genau wie dave .
    Tja, darauf folgten noch diverse pannen, wie defekte cia's oder vic's im c64, wobei man sagen muss, ich habe ziemlich weit draussen gewohnt und wir hatten heftige stromschwankungen, somit also kein wunder, das bei mir sehr oft was kaputt ging.
    Einmal habe ich auch meine c64 floppy selbst kaputt gelötet beim wechseln eines defekten chips. Ich dachte : 'Das kann ich auch selbst' - pustekuchen, reparaturkosten 100 märker! Aber neu kostete das teil 400, also nützt ja nix.
    Mein amiga 600 überstand die zeit bis zum wiederverkauf unbeschadet und bleibt damit der einzige computer, der bei mir nie kaputt ging
    Mein erster pc machte auch wenig probleme, bis auf ein paar korrodierte speicherchips, die ich selber mit kontaktspray retten konnte, ja, ich habe damals die chips meiner gravis ultrasound (kenner sagen jetzt 'aaah' ) ausgehebelt und vom 'rost' befreit .
    Heutzutage habe ich dazugelernt, kein empfindliches gerät ist bei mir an die normale steckdose angeschlossen, es befindet sich mindestens ein ausreichender netzfilter dazwischen und seitdem ging eigentlich auch nie mehr was kaputt und wenn doch mal .... was solls, heute trifft es mich finanziel nicht mehr so doll, bzw dann hätte ich einen grund aufzurüsten

  6. #5
    Benutzerbild von Lutz

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    @Stingray

    Ja mit den Netzteilen scheints kniffelig zu sein. Bei meinem 1983er (!) C64 ists immer noch das erste Netzteil und die erste Floppy. Es ist noch *nix* kaputt gegangen!

    Lutz

  7. #6
    Benutzerbild von
    Apropo Netzteile: Mir ist letztens ein C16 Netzteil zerbröselt! Wirklich zerbröselt. Ich zog es aus der Steckdose, dann krümelte das Plastik um den Stecker weg und die beiden Stifte flogen auf den Boden...... sowas habe ich auch noch nicht erlebt *g*

    Dave

  8. #7
    Benutzerbild von icebomb_de

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    373
    Also bei mir war es ein Netzteil (zum Glück wirklich nur das Netzteil)
    und 3 IBMFestplatten - bei den Festplatten handelte es sich jedoch um eine def. Serie von IBM - das war echt zum schreien...

    Im Moment setze ich noch eine tolle Kombination ein:
    Ein ASUS A7V133 mit dem berühmt berücksichtigten VIA Bug - den habe ich aber von vornerein umgangen, da ich meine Platten über den onboard Raidcontroler laufen lasse.
    Darauf sitzt ein Athlon TB 1333 bei dem ein gutes Stück von der DIE abgebrochen ist, weil mal der Lüfter abgerutscht ist. Aber die CPU läuft immer noch einwandfrei, seit 2 Jahren ;.)

    Ach ja: seit der Sache mit dem Netzteil habe ich meine Steckdosen umgerüstet. Ich hab mir für 60€ 8er Steckdosenleisten mit eingebautem Überspannungsschutz und Sicherung gekauft. Wenn da ein Gerät durch Überspannung oder Blitzschaden abraucht, kommt eine Versicherung für den Schaden bis zu 3000€ pro Steckleiste auf. Das war mir dann doch ne nummer zu heiß, mit den 8,50 Aldi Steckdosen...

  9. #8
    Benutzerbild von Lutz

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    6.815
    @icebomb

    Gute Idee! Was fuer Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz kannst Du konkret empfehlen? Vielleicht haette mir das ja *einiges* an Aerger erspart....

    Lutz

  10. #9
    Benutzerbild von icebomb_de

    Registriert seit
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    373
    Hi Lutz,

    Ich schau heute Abend mal zuhause nach, wie die genau heißen - sind ziemlich gut verarbeit und bisher kann ich mich nicht beklagen.

    Ich schick Dir dann die Marke!

  11. #10
    Benutzerbild von
    Zum Thema Überspannungs- und Blitzschutz incl. Versicherung schaut doch auch mal hier rein:

    http://www.brennenstuhl.de/e_prodbe.htm

    Diese Modelle kosten zwar auch ganz gut, dafür können sich Qualität und inbegriffene Versicherungsleistung sehen lassen (in der Premium Line bis 5 Mio Euro - 8er Steckdose kostet 89 Euro).

    Dave

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