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Der Niedergang der Hörkultur

Erstellt von Torsten, 02.08.2004, 17:04 Uhr · 22 Antworten · 1.317 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Torsten

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    Und wieder mal ein "Spiegel"-Artikel, der mir aus dem Herzen spricht:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzk...310997,00.html

    Der Niedergang der Hörkultur

    Von Holger Biermann

    Als wir Mitte der Achtziger die Schallplatte verabschiedeten, dachten fast alle, das wäre ein Schritt nach vorn. Dem Charme der rauschfreien, unzerstörbaren CD konnte sich kaum jemand entziehen. Doch in Wahrheit leitete die CD den Niedergang der Hörkultur ein, der heute von MP3 & Co vollendet wird.

    Schon damals wurde allerdings ein Verlust an Information als Fortschritt gefeiert: Das so genannte PCM-Signal (Pulse Code Modulation) der CD ist prinzipbedingt auf den Frequenzumfang von 20 bis 20.000 Hertz beschränkt. Das entspricht in etwa dem Bereich, den die Mediziner unserem Ohr zutrauen. Reicht das? Ich glaube nicht, die japanischen und holländischen CD-Entwickler meinten Ja. Geräusche, die im Spektrum darunter oder darüber liegen, fallen bei der CD also rigoros dem Filter zum Opfer. Eine gut aufgenommene LP bietet da einiges mehr.

    Die Entwicklung rief freilich auch Mahner auf den Plan. Leute, die einfach ein bisschen genauer hinhörten und feststellten: "Nein, nein Freunde, die LP klingt eindeutig besser!" Das aber wollte damals keiner hören. Bitteschön! Man war in den Achtzigern, und das Credo dieser Umbruchzeit lautete: Ist doch alles digital - da kann es doch gar keine Klangunterschiede geben.

    Es gab sie trotzdem, und sie waren zum Teil riesig. Die CD-Player der ersten Generationen klangen harsch und künstlich, doch die Industrie lernte schnell. Bereits Anfang der Neunziger gab es exzellente CD-Player, die auch anspruchsvolle Musikhörer zufrieden stellten. Der Qualitätsfanatiker Herbert von Karajan jedenfalls befand: "Im Vergleich zur CD ist alles andere wie Gaslicht." Zu Beginn der Neunziger hatte sich die CD endgültig durchgesetzt.

    Die Lizenzgeber Philips und Sony werden gern an die Mittneunziger zurückdenken: Wer die aktuellste Musik hören wollte, kaufte eine CD - es war DAS Medium für Neuveröffentlichungen. Wer hochwertig Musik hören wollte, kaufte eine CD - Platten gab es ja kaum noch. Und wem die Qualität egal war, kaufte ebenfalls die CD - die billigere CompaktCassette war viel zu umständlich. Es gab eine Plattform, auf der sich fast alle Musikfreunde trafen: die CompactDisc.

    Nicht alle Musikliebhaber konnten ihr Misstrauen gegenüber der CD ablegen: Die Geräte wurden immer besser, doch das elementare Software-Medium sollte klanglich limitiert bleiben? Es traf sich, dass Ende der Neunziger die CD-Patente (nach 25 Jahren) ausliefen und das Philips/Sony-Konsortium händeringend nach einem lizenzträchtigen Nachfolger suchte. Man fand es in Form der Super Audio CD (SACD), die nicht nur Musik auf fünf Kanälen, sondern auch einen viel größeren Frequenzbereich (20.000 - 100.000 Hertz) versprach. "Klingt wie eine gute Schallplatte" meinten selbst engagierte Analogverfechter.

    Und plötzlich kam Schwung in die Sache: Auch der Mitbewerber Panasonic brachte - den Blick auf das Lizenzgeschäft gerichtet - mit der DVD-Audio einen höchst anspruchsvollen Tonträger auf den Markt. Die DVD-A bietet die Musik ebenfalls auf bis zu fünf Kanälen, einen Frequenzumfang von 20.000 bis 96.000 Hertz und sogar ein Standbild.

    Beide Lager liefern sich seitdem einen reichlich unsinnigen Systemstreit, aber die Audiophilen waren trotzdem heilfroh: Na und? Dann hat der Musikliebhaber halt die Auswahl zwischen zwei hoch überlegenen CD-Alternativen. Klanglich traumhafte Zeiten schienen ins Haus zu stehen.

    Wir hatten alle die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Den meisten Verbrauchern ist die Qualität der CD nämlich genug. Sie ist ihnen nur zu teuer. Die Plattenfirmen verlangen ja zum Teil unverschämt hohe Preise. Und natürlich kosten die neuen Superscheiben gleich noch ein bisschen mehr...

    Die Folgen: SACD und DVD-A dümpeln im Brackwasser der Belanglosigkeit, die CD-Verkäufe gehen drastisch zurück, und die wichtigste Zielgruppe der Pop-Branche ist weitgehend aus dem legalen Konsum ausgestiegen: Die Jugendlichen, so gut wie alle im Besitz eines Computers mit Internet-Anschluss, laden ihre Musik meist kostenlos aus dem Netz oder überspielen ganze Festplatten bei Kumpels per Laptop. In Kinderzimmern entstehen so gigantische Musikarchive, schnell zugänglich und schnell mal kopiert. Neulich traf ich einen 13-Jährigen, der bereits respektable 15.000 Titel auf seinem Rechner gehortet hat. Dafür hätten wir damals ziemlich lange Cassetten bespielen müssen...

    Mit etwas Verzögerung zieht nun auch die Musikindustrie nach. Auf Musikplattformen bieten die Platten-Label ihre Musik gegen kleine Münze zum Download an. Plötzlich steht ein gigantisches (und legales!) Angebot im Netz, mit dem sich kein noch so gut sortierter Plattenladen messen kann. Selbst Raritäten werden so problemlos zugänglich. Das ist für alle Musikfreunde interessant - nicht nur für Kids.

    Doch es gibt einen Nachteil: Die Musikdateien sind, um sie schnell und günstig herunterladen und archivieren zu können, stark datenkomprimiert. Das übliche Format heißt MP3 und kommt mit einem Zehntel der CD-Datenrate aus; eine geschickte Psychoakustik verzichtet hier auf verdeckte Töne, die man angeblich sowieso nicht hört. Die Idee scheint zu stimmen: Auf der IFA 2003 in Berlin hat "stereoplay" einen großen Test verschiedener Komprimierungsverfahren gemacht: Ergebnis: Die meisten MP3-Hörer waren absolut zufrieden.

    Und dennoch droht hier ein echter Kulturverlust. Wenn Musik vor allem im datenreduzierten Format angeboten wird, wäre es nur logisch, sie auch mit reduziertem Aufwand aufzunehmen. Das würde Speicherplatz und Geld sparen. Und hören kann das doch eh keiner, oder? Die Sache hat nur einen Haken: Was nicht aufgenommen wird, kann später auch nicht mehr zu rekonstruiert werden.

    Eine solche Entwicklung wäre bitter. In Langzeit-Versuchen innerhalb der Redaktion "stereoplay" haben wir festgestellt, dass der Konsum datenreduzierter Musik schneller ermüdet und stärker stresst als der von unkomprimierter. Unsere These: Weil das Hirn ständig die verdeckten Signale ergänzen muss, wird es mehr gefordert. Bislang haben alle Mediziner bei dem Thema abgewinkt: wissenschaftlich nicht haltbar. Egal. Wenn ich nach langem Konsum von Internet-Radio oder anderer MP3-Musik spürbar matt werde, lege ich eine schöne alte Platte auf: Da knistert es zwar ein bisschen, aber es ist alles drauf. Und es ist lebendig...
    Ich erwähnte es vor einiger Zeit schon an anderer Stelle: Gegen einen Vertrieb von Musik über's Internet hätte ich prinzipiell nix einzuwenden - wenn die technischen Voraussetzungen denn mindestens CD-Qualität bieten. Alles andere ist für mich nicht akzeptabel...

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von musicola

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    Drei Punkte, die mir im Artikel negativ auffielen:

    Man fand es in Form der Super Audio CD (SACD), die nicht nur Musik auf fünf Kanälen, sondern auch einen viel größeren Frequenzbereich (20.000 - 100.000 Hertz) versprach.
    Das sollte wohl "20 - 100.000 Hertz" heissen, wenn ich nicht schon alles
    aus meiner Ausbildung vergessen habe!

    Die DVD-A bietet die Musik ebenfalls auf bis zu fünf Kanälen, einen Frequenzumfang von 20.000 bis 96.000 Hertz und sogar ein Standbild.
    Wieder geschlampt...
    "20 - 96.000 Hertz" wäre wohl korrekt...

    Mit etwas Verzögerung zieht nun auch die Musikindustrie nach. Auf Musikplattformen bieten die Platten-Label ihre Musik gegen kleine Münze zum Download an. Plötzlich steht ein gigantisches (und legales!) Angebot im Netz, mit dem sich kein noch so gut sortierter Plattenladen messen kann. Selbst Raritäten werden so problemlos zugänglich.


    musicola

  4. #3
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    musicola postete
    Mit etwas Verzögerung zieht nun auch die Musikindustrie nach. Auf Musikplattformen bieten die Platten-Label ihre Musik gegen kleine Münze zum Download an. Plötzlich steht ein gigantisches (und legales!) Angebot im Netz, mit dem sich kein noch so gut sortierter Plattenladen messen kann. Selbst Raritäten werden so problemlos zugänglich.


    musicola
    So lächerlich ist das gar nicht. Wenn ich sehe was meine Freundin momentan an Geld bei iTunes lässt.... Und die hat nun wirklich null Interesse an alltäglichem Allerweltsgedudel.

    Persönlich habe ich heute mit den aus dem AAC Format gebrannten CDs im Vergleich zu früher jedenfalls einen fantastischen Klang in Verbindung mit einem Sound System im Auto. Da ich meinen Ohren den Gebrauch von Kopfhöhrern bei lauter Musik nicht mehr so gerne zumute und ich als pflegeleichter Mieter den Begriff "Zimmerlautstärke" auch kaum überstrapaziere (wodurch beim Heimgebrauch bei gemäßigter Lautstärke ehrlich gesagt selbst bei 128k MP3s kaum ein Qualitätsverlust zu spüren ist), ist das Auto im Grunde der Ort, wo ich am ehesten Musik bei vollem Klang genießen kann.

    Dort scheidet ein Vergleich zur LP zwar ohnehin aus. Aber ungeachtet dessen, kann ich auch dort damit mehr als gut leben. Die meisten lieferbaren Sound Systeme der 80er und 90er oder gar MC-basierte Autoradios sind trotz heute datenreduziertem Quellformat m. E. qualitativ schlechter gewesen. Ich halte den Unterschied zwischen einer schlecht und einer gut abgemischten CD jedenfalls teilweise für gewaltiger als den zwischen einer guten CD und einem guten AAC/MP3 File.

    Das ist natürlich nur meine bescheidene Meinung und ich glaube jedem, der Unterschiede heraushören kann.

    Dave

  5. #4
    Benutzerbild von musicola

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    Mein Lachkrampf bezog sich auf den fett hervorgehobenen Satz:

    Selbst Raritäten werden so problemlos zugänglich.



    Ich kenne zwar das Angebot von iTunes nicht, kann mir aber nicht so recht vorstellen, dass dort wesentlich mehr zu bekommen ist, als die üblichen aktuellen Chartstitel und frühere Megahits die man eh' auf den meisten 60er,
    70er, 80er und 90er Samplern nachgeschmissen bekommt!

  6. #5
    Benutzerbild von
    musicola postete
    Mein Lachkrampf bezog sich auf den fett hervorgehobenen Satz:

    Selbst Raritäten werden so problemlos zugänglich.



    Ich kenne zwar das Angebot von iTunes nicht, kann mir aber nicht so recht vorstellen, dass dort wesentlich mehr zu bekommen ist, als die üblichen aktuellen Chartstitel und frühere Megahits die man eh' auf den meisten 60er,
    70er, 80er und 90er Samplern nachgeschmissen bekommt!
    Jepp und darauf bezog sich meine Antwort. ;-) Ich kann ja nachher mal fragen und ein Beispiel nennen, was sie dort ausgegraben hat. :-) Klar ist nicht zu erwarten, dass iTunes schon jeden Super-Spezial-Plattenladen übertrifft. Aber es ist schon mal nicht schlecht was man dort bis jetzt über den Standardkram hinaus so alles findet.

    Dave

  7. #6
    Benutzerbild von Peter

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    Ich denke für den Normalverbraucher ist es vielleicht angenehmer und einfacher, sich die datenreduzierten Songs entweder per Download oder halt als MP3- Kopie via Beziehungen zu besorgen. Auch mag es stimmen, dass man somit auch an sog. Raritäten kommt. Toll für den "Normalo".

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann einmal auf diesen Zug der modernen "Musik- Normalität" aufspringe.

    Ich bevorzuge das Original, primär wegen der Musik (ist wohl logisch), sekundär wegen des Covers. Ich stehe sozusagen auf "Musik zum anfassen". Zur Musik gehört für mich eine vernünftige Verpackung dazu. Bei den CDs kommt diese aus Platzgründen leider zu kurz.
    Am liebsten sind mir noch die guten alten 12er- Maxis. Da weiss man, was man hat.
    Und Musikalisch? Es gibt keine "lebendigere" Musik als von einer schönen 12er mit einer schöen breiten Rille. Das Cover dazu macht die Sache perfekt.

    Ich habe viel Verständnis für jemanden, der sich einen Platten- oder CD Player für eine Menge geld kauft um in den Genuss eines guten Sounds ohne Datenreduzierung zu kommen. Ich habe auch Verständnis für den "Normalo", der sich bequem die datenreduzierte Musik saugt, um einfach nur Musik zu hören.

    Ich verstehe jedoch nicht, was ein 13- Jähriger mit 15.000 Titeln will, die er
    mit Sicherheit zum größten Teil gar nicht kennt und die ihm (wahrscheinlich) zum größten Teil gar nicht gefallen.

  8. #7
    Benutzerbild von Torsten

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    musicola postete
    Drei Punkte, die mir im Artikel negativ auffielen:

    Man fand es in Form der Super Audio CD (SACD), die nicht nur Musik auf fünf Kanälen, sondern auch einen viel größeren Frequenzbereich (20.000 - 100.000 Hertz) versprach.
    Das sollte wohl "20 - 100.000 Hertz" heissen, wenn ich nicht schon alles
    aus meiner Ausbildung vergessen habe!

    Die DVD-A bietet die Musik ebenfalls auf bis zu fünf Kanälen, einen Frequenzumfang von 20.000 bis 96.000 Hertz und sogar ein Standbild.
    Wieder geschlampt...
    "20 - 96.000 Hertz" wäre wohl korrekt...

    Mit etwas Verzögerung zieht nun auch die Musikindustrie nach. Auf Musikplattformen bieten die Platten-Label ihre Musik gegen kleine Münze zum Download an. Plötzlich steht ein gigantisches (und legales!) Angebot im Netz, mit dem sich kein noch so gut sortierter Plattenladen messen kann. Selbst Raritäten werden so problemlos zugänglich.


    musicola
    Hast du auch eine Meinung zur Kernaussage des Artikels?

  9. #8
    Benutzerbild von musicola

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    Stimmt, hätte ich meine Meinung auch gleich zum Besten geben können...

    Dann tu ich das mal.


    Solange Tonträger wie SACD & DVD-A wesentlich teurer sind als herkömmliche CDs (Bei den Abspielgeräten für SACD gehe ich auch mal von einem höheren Preis aus) sehe ich keine Chance darauf, dass sich diese bei der breiten Masse durchsetzen!

    Die Charts-hörende Jugend fällt als Kunde eh weg. Die können sich ja nicht mal genug normale Original Audio-CDs leisten um die Musikindustrie aus ihrem Tal der (Umsatz)Tränen zu hieven. Die saugen sich das lieber. Geht ja aus dem Artikel hervor und ist auch deckungsgleich mit meinen eigenen Erfahrungen in meinem Umfeld!

    Bleiben die Erwachsenen - mit der verfügbaren Kohle, also wir zum Beispiel!

    Ich finde zwar auch, dass Vinyl besser klingt als CD, SACD & DVD-A mit dem notwendigen Equipment sowieso. Bin aber mit den Ergebnissen die meine nicht unbedingt teuere, über die Jahre zusammengestellte Stereoanlage liefert,
    recht zufrieden.

    Und solange ich zufrieden bin besteht für mich kein Grund, mich wie ausgehungert nach endlich richtig gutem Sound, darauf zu stürzen und eine Menge Geld dafür auszugeben!

    Sollte die Musik-Industrie aus eigenem Antrieb auf den Trichter kommen,
    SACDs wenigstens so "günstig" anzubieten wie Standard CDs könnte es mit einem Siegeszug der neuen Tonträger doch noch etwas werden...

    musicola

  10. #9
    Benutzerbild von MaxiMan

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    Zitat Ausgangsposting: "In Langzeit-Versuchen innerhalb der Redaktion "stereoplay" haben wir festgestellt, dass der Konsum datenreduzierter Musik schneller ermüdet und stärker stresst als der von unkomprimierter. Unsere These: Weil das Hirn ständig die verdeckten Signale ergänzen muss, wird es mehr gefordert...."

    Ich kann mich dieser Vermutung aus eigenen Erfahrungen heraus nur anschließen. Bei mir läuft sehr häufig den ganzen Tag Musik im Hintergrund, wahlweise CD oder MP3. Es ist dann auch so, dass ein und dieselbe CD zigfach durchläuft, ohne dass mir dies wirklich bewußt wird (man hat ja "nebenbei" noch etwas zu tun). Allerdings habe ich festgestellt, dass ich das Dauerhören einer MP3-CD (mit immerhin bis zu 80 Titeln) eher als nervig empfinde, als das selbe Spielchen mit einer x-beliebigen CD.

    Noch krasser ist mein subjektives Empfinden beim bewußten ZUhören oben angeführter Beispiele. Ich vermute, dass neben dem Fakt der Komprimierung auch Elemente wie Dynamik und "Wohlklang" bei einer MP3-Aufnahme ein bisserl zu kurz kommen.

  11. #10
    Benutzerbild von Babooshka

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    Hm. Mir wurde zwar einst das absolute Gehör nachgesagt und einer meiner ersten Musiklehrer hätte gerne eine zweite Anne-Sophie Mutter aus mir gemacht, aber ich kann mich all dem nicht ganz anschließen. Klar klingt eine CD mit mp3s nicht ganz so gut wie eine "echte" CD oder eine LP. Die Titel, die man sich "besorgt" hat, sind ja auch oft von unterschiedlicher Qualität. Aber die Cassetten, die wir früher (also damals, in den 80-ern) hatten und teilweise immer noch haben (ich jedenfalls werde meine nie aufgeben), klangen doch qualitativ gesehen noch schlechter als mp3. Hat sich da jemals wer drüber aufgeregt?

    Ich für meinen Teil konnte noch nicht feststellen, dass mich stundenlanges Hören von mp3s, sei es per "getoasteter" CD oder per Webradio genervt hätte, mehr genervt hätte als stundenlanges Hören "richtiger" CDs oder LPs. Ich merke da keinen Unterschied. Ich bin nur genervt, wenn die Musik an sich schlecht ist und mir nicht gefällt. Aber vielleicht ist das auch, weil ich eine Frau und deshalb soundmäßig nicht so anspruchsvoll bin. Ich vertrete die Theorie, dass Männer mehr Wert auf lupenreinen Musiksound legen. Sie sind es, die immer die besten Anlagen haben, bessere als viele Frauen (und als ich schon mal sowieso). Sie sind es, die damals schon als Jungen meine von den Eltern geerbte Anlage aus den 70-ern (mit Kugelboxen wie Insektenaugen!) mit abschätzigen Blicken bedacht haben, weil sie stets die modernsten Supertower bei sich zu stehen hatten. Sie sind es auch, die Unsummen in High End-Geräte stecken. Wenn's schee macht...

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