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Der Türck-Prozess, die BILD und die Frauen.....

Erstellt von PostMortem, 11.08.2005, 18:19 Uhr · 23 Antworten · 1.722 Aufrufe

  1. #21
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    raabi2000 postete
    Du willst doch wohl nicht allen Ernstes die Richter des Nazi Regimes mit den Richtern heute vergleichen, oder? Selbst wenn die Richter damals nicht befangen waren, so konnten sie kein anderes Urteil fällen. Dieser Vergleich ist, aus meiner Sicht, pervers und krank!
    Allen Ernstes war dieser Hinweis derart kommentiert, dass wir heute ein Glück in anderen Zeiten leben. Pervers und krank ist m. E. die mögliche ideologische Verblendung von Richtern und Richterinnen und auch von Staatsanwälten und Staatsanwältinnen. Du sagst, die Richter damals konnten kein anderes Urteil fällen. Genau darauf will ich doch hinaus und deshalb ist der Vergleich nicht krank, sondern zeigt nur, dass Ideologien stärker sind als Gerechtigkeit und Zivilcourage. Wenn Du nun eine in Volkesmund als "Kampflesbe" bezeichnete Richterin im Richterstuhl sitzen hast, wird auch sie nicht anders urteilen können, als den Mann immer als Täter zu sehen. Wenn Du nun einen verklemmten Opi im Richterstuhl sitzen hast, der in seinem Leben nie bei einer Frau ran durfte, dann wird er nicht anders urteilen können, als die Frau immer als "selbst Schuld!" anzusehen. Wenn man sich dann noch gescheiterte Existenzen wie "Richter Gnadenlos" alias Roland Barnabas Schill anschaut, will mir doch keiner ernsthaft Glauben machen, Juristen wären über jeden Zweifel erhabene Existenzen die niemals in einem schiefen Weltbild verhaftet sein können. Und es tut mir leid, aber ich muss es deshalb wohl nochmal wiederholen: In unserer Gesellschaft (mal abgesehen von aktuellen Bedrohungen durch Islamisten), gibt es keinen gewaltigeren Kampf als den Geschlechterkampf und nichts, wo mittlerweile mehr Ideologie und Verblendung drin steckt. Ein Glück brauche ich dafür keine Beispiele anführen, denn die bekommt man hier ja immer schnell auf dem Silbertablett serviert...


    Eure Idee im generellen ist ja auch nicht verkehrt, sie geht nur völlig an der Realität vorbei. Um nach euren Maßstäben die Befangenheit auszuschließen, müsste die Privatsphäre von Richtern völlig aufgehoben werden. Nur dann kann man genau überprüfen, ob er nicht vielleicht doch in einem Prozess befangen sein könnte weil er lieber mit Matchbox als mit HotWheels gespielt hat.

    Aber macht euren Vorschlag doch mal beim Bundesinnenministerium, sowohl der aktuelle Minister wie auch sicher sein Nachfolger, werden ihre helle Freude an der Reduzierung der Persönlichkeitsrechte haben.
    Ich weiss nicht, was es mit der Beschränkung von Persönlichkeitsrechten zu tun haben soll oder warum es an der Realität vorbeigeht, wenn ich im Laufe eines Prozesses als Angeklagter bemerke, dass meine Richterin offenbar befangen ist. Das ist in den vergangenen 46 Jahren Bundesrepublik schon immer möglich gewesen. Das Problem ist nur, dass wohl tatsächlich so eine Obrigkeitsgläubigkeit und Political Correctness Sucht vorherrscht, dass man einer Frau niemals vorwerfen würde einen Mann ungerecht zu behandeln und umgekehrt - da das letztendlich in den Grabenkämpfen endet, wie wir sie hier vorfinden. Das ist aber kein Grund es nicht zu tun, sondern im Gegenteil ein Grund es zu tun.

    PM

  2.  
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  3. #22
    raabi2000
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    PostMortem postete
    raabi2000 postete
    Du willst doch wohl nicht allen Ernstes die Richter des Nazi Regimes mit den Richtern heute vergleichen, oder? Selbst wenn die Richter damals nicht befangen waren, so konnten sie kein anderes Urteil fällen. Dieser Vergleich ist, aus meiner Sicht, pervers und krank!
    Allen Ernstes war dieser Hinweis derart kommentiert, dass wir heute ein Glück in anderen Zeiten leben. Pervers und krank ist m. E. die mögliche ideologische Verblendung von Richtern und Richterinnen und auch von Staatsanwälten und Staatsanwältinnen. Du sagst, die Richter damals konnten kein anderes Urteil fällen. Genau darauf will ich doch hinaus und deshalb ist der Vergleich nicht krank, sondern zeigt nur, dass Ideologien stärker sind als Gerechtigkeit und Zivilcourage. Wenn Du nun eine in Volkesmund als "Kampflesbe" bezeichnete Richterin im Richterstuhl sitzen hast, wird auch sie nicht anders urteilen können, als den Mann immer als Täter zu sehen. Wenn Du nun einen verklemmten Opi im Richterstuhl sitzen hast, der in seinem Leben nie bei einer Frau ran durfte, dann wird er nicht anders urteilen können, als die Frau immer als "selbst Schuld!" anzusehen. Wenn man sich dann noch gescheiterte Existenzen wie "Richter Gnadenlos" alias Roland Barnabas Schill anschaut, will mir doch keiner ernsthaft Glauben machen, Juristen wären über jeden Zweifel erhabene Existenzen die niemals in einem schiefen Weltbild verhaftet sein können. Und es tut mir leid, aber ich muss es deshalb wohl nochmal wiederholen: In unserer Gesellschaft (mal abgesehen von aktuellen Bedrohungen durch Islamisten), gibt es keinen gewaltigeren Kampf als den Geschlechterkampf und nichts, wo mittlerweile mehr Ideologie und Verblendung drin steckt. Ein Glück brauche ich dafür keine Beispiele anführen, denn die bekommt man hier ja immer schnell auf dem Silbertablett serviert...
    Die Motivation der Richter während des Nazi Regimes lag aus meiner Sicht zum überwiegenden Teil an der Erhaltung des eigenen Lebens. Und heute wird in Deutschland wohl kaum ein Richter getötet, "nur" weil er Recht spricht. Daher sehe ich diesen Vergleich als unangebracht.

    Ob nun der Geschlechterkampf nach dem Kampf gegen Terror der größte Kampf unserer Zeit ist mag für dich zutreffen, aber daraus ein juristisches Problem zu machen welches ggf. die Gesellschaft bedroht (So kommt es für mich rüber), sehe ich absolut nicht.

    PostMortem postete
    raabi2000 posteteEure Idee im generellen ist ja auch nicht verkehrt, sie geht nur völlig an der Realität vorbei. Um nach euren Maßstäben die Befangenheit auszuschließen, müsste die Privatsphäre von Richtern völlig aufgehoben werden. Nur dann kann man genau überprüfen, ob er nicht vielleicht doch in einem Prozess befangen sein könnte weil er lieber mit Matchbox als mit HotWheels gespielt hat.

    Aber macht euren Vorschlag doch mal beim Bundesinnenministerium, sowohl der aktuelle Minister wie auch sicher sein Nachfolger, werden ihre helle Freude an der Reduzierung der Persönlichkeitsrechte haben.
    Ich weiss nicht, was es mit der Beschränkung von Persönlichkeitsrechten zu tun haben soll oder warum es an der Realität vorbeigeht, wenn ich im Laufe eines Prozesses als Angeklagter bemerke, dass meine Richterin offenbar befangen ist. Das ist in den vergangenen 46 Jahren Bundesrepublik schon immer möglich gewesen. Das Problem ist nur, dass wohl tatsächlich so eine Obrigkeitsgläubigkeit und Political Correctness Sucht vorherrscht, dass man einer Frau niemals vorwerfen würde einen Mann ungerecht zu behandeln und umgekehrt - da das letztendlich in den Grabenkämpfen endet, wie wir sie hier vorfinden. Das ist aber kein Grund es nicht zu tun, sondern im Gegenteil ein Grund es zu tun.
    Hallo???? Jemand zu hause???? Das von dir beschriebene Szenario habe ich bereits als ausreichend bezeichnet. Du schließt dich also meiner Meinung 100%ig an. Und ich beziehe ich mich in meinem Post nicht auf ein Geschlecht, sondern sehe dies für beide Geschlechter als zutreffend an.

    raabi2000 postete
    ...
    Und wenn einer der beteiligten Personen in dem Verfahren Befangenheit nachgewiesen werden kann, dann soll und muss sie auch ersetzt werden, nicht früher und nicht später.
    ...
    Es erschien mir jedoch, dass deiner Idee folgend schon vor Beginn eines Prozesses diese Prüfung intensiv erfolgen sollte, und dann kommen selbstverständlich auch Persönlichkeitsrechte ins Spiel.

  4. #23
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    raabi2000 postete
    Die Motivation der Richter während des Nazi Regimes lag aus meiner Sicht zum überwiegenden Teil an der Erhaltung des eigenen Lebens. Und heute wird in Deutschland wohl kaum ein Richter getötet, "nur" weil er Recht spricht. Daher sehe ich diesen Vergleich als unangebracht.

    Ob nun der Geschlechterkampf nach dem Kampf gegen Terror der größte Kampf unserer Zeit ist mag für dich zutreffen, aber daraus ein juristisches Problem zu machen welches ggf. die Gesellschaft bedroht (So kommt es für mich rüber), sehe ich absolut nicht.
    Jepp und es mag für Dich zutreffen, dass sich die Nazi-Ideologie quasi über Nacht vom 29. auf den 30. Januar 1933 durchsetzte und Hitler der einzige Nazi war, während das gesamte untergebene System lediglich aus Leuten bestand die ihre Haut retten wollten.... Schade, dass ich darauf extra hinweisen muss: Es ging mir hier um die Stärke von Ideologien und deren Einfluss auf Entscheidungen! Ich weiss nicht was daran unangebracht sein sollte. Ich finde es albern, wenn jeder Vergleich der Bezug auf die Nazi-Zeit nimmt sofort mit dem pawlowschen Hund für unmöglich und krank erklärt wird. Schließlich habe ich hier nicht Individuen oder Personengruppen gleichgesetzt, sondern lediglich den Einfluss des Weltbildes auf das objektive Urteilsvermögen herausarbeiten wollen. Wenn Du allerdings allen Ernstes davon ausgehst, dass es damals möglich war, dass lediglich Marionetten in den Gerichten oder auch im Volks- und Reichsgerichtshof saßen, dann kannst Du das natürlich nicht begreifen. Es passt aber zum gepflegten Märchen nahezu jeder Sippe, dass fast niemand Großeltern hat, die im 2. Welktrieg aus Überzeugung irgendwas böses getan hätten.

    Hallo???? Jemand zu hause????
    Endlich kommt mal etwas Niveau in die Diskussion...

    Und wenn einer der beteiligten Personen in dem Verfahren Befangenheit nachgewiesen werden kann, dann soll und muss sie auch ersetzt werden, nicht früher und nicht später.
    ...Es erschien mir jedoch, dass deiner Idee folgend schon vor Beginn eines Prozesses diese Prüfung intensiv erfolgen sollte, und dann kommen selbstverständlich auch Persönlichkeitsrechte ins Spiel.
    Das muss gewesen sein, bevor vergessen wurde, dass es mir nicht um ein "Berufsvebot" weiblicher Richterinnen bei männlichen Angeklagten ging, sondern darum, dass ich es für fragwürdig halte, wenn in einem Prozess mit 5exuellem Hintergrund Staatsanwaltschaft UND Richter BEIDE vom jeweils anderen Geschlecht sind (also diejenige die das Strafmaß fordert und die Anklage führt und diejenige die darüber urteilt). Wie Muggi hier mal eingeworfen hat, ist die Dame dann auch mal Gleichstellungsbeauftragte gewesen. Leider sehe ich es mittlerweile so, dass die meisten HEUTE in diesem Bereich tätigen Damen permanent mit haarsträubenden Forderungen übers Ziel hinausschießen und m. E. nicht vom Drang nach Gleichberechtigung, sondern aus gewissen Motiven vom Hass auf Männer getrieben sind. Wenn ich dann sehe, dass eine Ministerien Ulla Schmidt auf Anfrage erklärt, dass im Bereich der Sorgerechtsproblematiken von Vätern kein Handlungsbedarf besteht und es dann noch gewisse CDU-Landesfamilienministerinnen gibt, die das lustig und ungeniert im privaten Bereich ausnutzen (dazu hatten wir hier mal ein Posting) und natürlich im Traum nicht dran denken zum eigenen Nachteil daran etwas zu ändern, weiss ich wie objektiv und neutral Frauen in solchen Ämtern handeln können. Da stehen sie ihren männlichen Kollegen nämlich in nichts nach.... was übrigens ja auch der Grund war, warum ich diese Frage in beide Richtungen gestellt habe.

    Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum ein Angehöriger des jeweils anderen Geschlechts nicht richten bzw. nicht anklagen sollte. So würde ich als unschuldig Angeklagter z. B. höchst ungern von einer Richterin verknackt werden, die gerade dabei ist ihre eigene Vergewaltigung zu verarbeiten. Da dies aber keiner weiss und ich auch keine Eingriffe in die Privatsphäre fordere, würde ich a) diese Konstellation (4 Frauen verhandeln den Fall eines angeklagten Mannes) gar nicht zulassen und wenn doch, dann sollte der Angeklagte b) die Möglichkeit haben dagegen Beschwerde einzulegen (eine Richterin oder ein Richter, der sich irrational verhält, fällt im Prozess ja nunmal irgendwann auf und es steht jedem Angeklagten frei auf eigene Rechnung ermitteln zu lassen, ob da was "im Busch" ist) OHNE das ihm daraus der Strick gedreht wird, dass er wohl was zu befürchten habe und "das Dreckschwein" sich von einem Geschlechtskollegen wohl erwartet aus der Patsche geholt zu werden. Soweit sind wir aber eben offensichtlich noch nicht.

    PM

  5. #24
    raabi2000
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    PostMortem postete
    raabi2000 postete
    Die Motivation der Richter während des Nazi Regimes lag aus meiner Sicht zum überwiegenden Teil an der Erhaltung des eigenen Lebens. Und heute wird in Deutschland wohl kaum ein Richter getötet, "nur" weil er Recht spricht. Daher sehe ich diesen Vergleich als unangebracht.

    Ob nun der Geschlechterkampf nach dem Kampf gegen Terror der größte Kampf unserer Zeit ist mag für dich zutreffen, aber daraus ein juristisches Problem zu machen welches ggf. die Gesellschaft bedroht (So kommt es für mich rüber), sehe ich absolut nicht.
    Jepp und es mag für Dich zutreffen, dass sich die Nazi-Ideologie quasi über Nacht vom 29. auf den 30. Januar 1933 durchsetzte und Hitler der einzige Nazi war, während das gesamte untergebene System lediglich aus Leuten bestand die ihre Haut retten wollten.... Schade, dass ich darauf extra hinweisen muss: Es ging mir hier um die Stärke von Ideologien und deren Einfluss auf Entscheidungen! Ich weiss nicht was daran unangebracht sein sollte. .
    Deine Vermutung trifft nicht zu, ich kenne mich zu Genüge mit der deutschen Geschichte aus. Du siehst, ich stelle mich anstatt auszuweichen.

    Aber reden wir hier über die Ungleichbhandlung aufgrund des Geschlechts oder über die Ungleichbhandlung aufgrund einer Ideologie? Wobei ich hoffentlich nicht betonen muss, dass ich im Kampf der Geschlechter nicht den Kampf von Ideologien sehe.

    PostMortem postete
    Ich finde es albern, wenn jeder Vergleich der Bezug auf die Nazi-Zeit nimmt sofort mit dem pawlowschen Hund für unmöglich und krank erklärt wird. Schließlich habe ich hier nicht Individuen oder Personengruppen gleichgesetzt, sondern lediglich den Einfluss des Weltbildes auf das objektive Urteilsvermögen herausarbeiten wollen. Wenn Du allerdings allen Ernstes davon ausgehst, dass es damals möglich war, dass lediglich Marionetten in den Gerichten oder auch im Volks- und Reichsgerichtshof saßen, dann kannst Du das natürlich nicht begreifen.
    Ich darf mich noch mal selber zitieren:
    Raabi2000 postete
    Die Motivation der Richter während des Nazi Regimes lag aus meiner Sicht zum überwiegenden Teil
    Ich redete von der breiten Masse der Richter, die evtl. nicht aus ideologischen gründen so gehandelt hat. Da ich zu der Zeit nicht gelebt habe, kann ich mich auch nur auf Bücher und Erzählungen meiner Großmutter berufen, dass es auch Menschen gab, die lediglich um zu überleben, nach außen die Nazi-Ideologie vertreten haben. Wenn du andere Informationen hast, würde ich mich freuen mehr darüber zu erfahren.

    PostMortem postete
    Es passt aber zum gepflegten Märchen nahezu jeder Sippe, dass fast niemand Großeltern hat, die im 2. Welktrieg aus Überzeugung irgendwas böses getan hätten.
    Ich nehme an, du meinst u.a. die deutschen Familien, die nichts von den Machenschaften der Nazis mitbekommen haben wollen und auch nicht selber oder im familiären Umfeld selber daran beteiligt waren. Aber du hast recht, wenn niemand ideologisch dabei gewesen ist, dann muss das alles ein schlechter Traum gewesen sein. Aber daraus lässt sich auch schließen, dass es Menschen gab, die nicht der Ideologie gefolgt sind, und dazu musste man nicht im Widerstand sein, finde ich zumindest.

    PostMortem postete
    Raabi2000 postete
    Hallo???? Jemand zu hause????
    Endlich kommt mal etwas Niveau in die Diskussion...
    Warum nur habe ich diesen ... Kommentar vorhergesehen ...
    Und auch mein ... wirst du wieder kommentieren. Oder auch nicht, weil ich es ankündige. Wie auch immer, über Niveau kann man auch streiten.


    PostMortem postete
    Raabi2000 postete
    Und wenn einer der beteiligten Personen in dem Verfahren Befangenheit nachgewiesen werden kann, dann soll und muss sie auch ersetzt werden, nicht früher und nicht später.
    ...Es erschien mir jedoch, dass deiner Idee folgend schon vor Beginn eines Prozesses diese Prüfung intensiv erfolgen sollte, und dann kommen selbstverständlich auch Persönlichkeitsrechte ins Spiel.
    Das muss gewesen sein, bevor vergessen wurde, dass es mir nicht um ein "Berufsvebot" weiblicher Richterinnen bei männlichen Angeklagten ging
    Ich habe nie behauptet, du würdest ein „Berufsverbot“ fordern. Ich sehe lediglich die von mir beschriebene Gefahr, der du ja anscheinen wie folgt zustimmst:

    PostMortem postete

    ...
    Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum ein Angehöriger des jeweils anderen Geschlechts nicht richten bzw. nicht anklagen sollte. So würde ich als unschuldig Angeklagter z. B. höchst ungern von einer Richterin verknackt werden, die gerade dabei ist ihre eigene Vergewaltigung zu verarbeiten. Da dies aber keiner weiss und ich auch keine Eingriffe in die Privatsphäre fordere,
    Da dies aber keiner weiss und ich auch keine Eingriffe in die Privatsphäre fordere, würde ich
    a) diese Konstellation (4 Frauen verhandeln den Fall eines angeklagten Mannes) gar nicht zulassen und wenn doch, dann sollte der Angeklagte
    b) die Möglichkeit haben dagegen Beschwerde einzulegen (eine Richterin oder ein Richter, der sich irrational verhält, fällt im Prozess ja nunmal irgendwann auf und es steht jedem Angeklagten frei auf eigene Rechnung ermitteln zu lassen, ob da was "im Busch" ist) OHNE das ihm daraus der Strick gedreht wird, dass er wohl was zu befürchten habe und "das Dreckschwein" sich von einem Geschlechtskollegen wohl erwartet aus der Patsche geholt zu werden. Soweit sind wir aber eben offensichtlich noch nicht.
    Da auch bei unterschiedlichen Geschlechtern eine Befangenheit vorliegen kann (Wie du ja auch anmerkst), kommt aus meiner Sicht eben nur b) in Frage.

    Und dann sind wir doch absolut einer Meinung. Und die deutsche Justiz steht uns auch zur Seite. Denn im aktuellen Prozess gibt es eben einen solchen Antrag vom Angeklagten, und die Begründung ist absolut ok. Er wird übrigens auf Anraten der Anwältin Türcks eingereicht und wird nun geprüft.


    Teile des Berichts aus der FAZ vom 09.08.2005
    ...
    Türck lehnte zu Beginn des Prozesses die Vorsitzende Richterin der Großen Strafkammer, Bärbel Stock, und einen Beisitzer wegen der Besorgnis der Befangenheit ab. Die Verteidigerin Türcks, Susanne Wagner, begründete dies mit Defiziten der staatsanwaltlichen Ermittlungen, welche die Kammer im sogenannten Zwischenverfahren nicht ausgeräumt habe.
    In Zwischenverfahren wird darüber entschieden, ob die Anklage zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird. Die Staatsanwaltschaft habe sich damals zu Lasten ihres Mandanten „gegen die Sicherung der Beweismittel entschieden”, sagte die Anwältin. Unter anderem gewinnt die Verteidigung den Eindruck, das Gericht habe sich schon auf eine Verurteilung festgelegt, aus der Ablehnung einiger Beweisanträge. Die Verteidigung will untersucht wissen, in welchem Grad die Hauptbelastungszeugin womöglich durch den Konsum von Alkohol oder Rauschgift in ihrer Wahrnehmungs- und Erinnerungsfähigkeit beeinträchtigt war.
    Die Anwälte knüpfen an die Feststellung einer Psychologin an, die in ihrem Gutachten zur Glaubwürdigkeit der Zeugin von der Möglichkeit einer „unbewußten Falschaussage” gesprochen hatte. Eine andere Kammer des Landgerichts wird über den Befangenheitsantrag entscheiden. Der Prozeß, in dem dreizehn Zeugen aussagen sollen und der bis zum 8. September terminiert ist, wird fortgesetzt, bis über den Befangenheitsantrag entschieden ist.
    Link zur FAZ: http://www.faz.net/s/Rub21DD40806F83...~Scontent.html

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