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Die 80er-Forum-User wählen den Bundestag!

Erstellt von Die Luftgitarre, 09.09.2005, 14:54 Uhr · 298 Antworten · 16.565 Aufrufe

  1. #111
    Benutzerbild von brandbrief

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    PostMortem postete
    Und in 3 Monaten posten wir hier dann vielleicht wieder Ergebnisse... Ich muss aber zugeben, dass ich eigentlich - trotz bisher großem Interesse - keine Lust auf weiteren Wahlkampf habe ;-(
    Genau dieser Gedanke schoss mir auch schon durch den Kopf. Was ist, wenn durch diese "Patt-Situation" wieder Neu-Wahlen in's Leben gerufen werden. Ich habe die Befürchtung, viele denken dann so wie PM (bitte nicht als Vorwurf auffassen ) und die Wahlbeteiligung geht rapide in den Keller.

  2.  
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  3. #112
    Benutzerbild von PostMortem

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    Torsten postete
    Um dir eine Meinung zur Stimmung in der Bevölkerung zu verschaffen, solltest du verstärkt auf entsprechende Debatten in Umfeld, TV oder Internet-Foren achten. Nach meiner Erfahrung geht's da seit einiger Zeit so heftig wie schon lange nicht mehr zur Sache.
    Prpffff..... Du beliebst zu scherzen ;-) Was glaubst Du wo ich mich sonst so rumtreibe und was ich für ein TV-Programm konsumiere ;-)

    Aber ich gebe Dir Recht, in den einschlägigen Foren gehts schon immer heftiger zur Sache. Allerdings sehe ich da eher eine Entwicklung hin zu einem Parteien-Fanboytum, das mich eher an Fußballweltmeisterschaften oder die Fußball-Bundesliga erinnert. Das mag man auch als Polarisierung deuten können, aber für mich steht da einfach letztendlich zu wenig glaubhafte inhaltliche Überzeugung hinter - und das ist ja auch kein Wunder, bei der immer größer werdenden Gruppe der schwankenden Wechselwähler. Da geht für mich viel eher die Entwicklung hin, vor allem seit 1990, weil die ehem. DDR-Bürger noch viel weniger gebunden sind.

    Die besonders radikalen Leute in einschlägigen Foren scheinen sich auch oft gerade erst letztes Jahr eine Partei nach der Farbe ausgesucht zu haben und verteidigen seitdem auf Teufel komm raus auch noch den allerletzten Mist den jemand aus dieser Partei gerade ausbrütet. Gerade die FDP scheint heute ausgerechnet vom Spaßwahlkampf 2002 zu profitieren und einen besonderen Vorteil aus den seitdem dazu gestoßenen jüngeren Anhängern zu ziehen.

    Und bei dieser Fanboy-Entwicklung, auch hier gebe ich Dir Recht, sehe ich tatsächlich dann auch Parallelen zu den USA: Die Leute die hierzulande wirklich noch jeden Mist den Bush verzapft mit haarsträubenden Argumenten rechtfertigen, sind natürlich auch die glühendsten Merkel-Anhänger und schaffen z. B. das Kunststück sowohl Kirchhoffs, als auch das aktuelle CDU-Steuerprogramm gleichzeitig zu vertreten (etwas woran nun offensichtlich selbst Merkel gescheitert ist).

    Die Linkspartei sehe ich übrigens in ihrer heutigen Stärke als reine Protestpartei. Gerade sie hat mit einer Richtungswahl für mich nichts zu tun (außer "dagegen", zählt auch als ernst zu nehmende Richtung). Wer im Wahlkampf mit dem Ziel antritt sein Programm nicht in der Regierung umzusetzen, sondern es in der Opposition bei dicken Bezügen vergammeln zu lassen und sich nur noch mit störenden Zwischenrufen am politischen Tagesgeschäft zu beteiligen, der kann eigentlich nicht mehr sein. Das werden die Leute auch erkennen und bei der nächsten Wahl weitaus weniger zahlreich die Linke wählen.

    "Sozialromantiker" war, wie erwähnt, eine überspitzte Formulierung. Dass aber die SPD bei den meisten Wählern für "humanere" Reformen steht, ist unbestritten.
    Ja... hätten sie sich das nur mal früher überlegt! Dann hätte es die o. g. Wechselwahleffekte im Land nicht gegeben. Käme da wirklich eine Polarisierung aus dem Volk, wäre sie ein langfristiger, gewachsener Prozess gewesen und es hätte keine Vertrauensfrage gegeben. So wird lediglich von oben nach unten eine Polarisierung verkauft. Heute, am 18.9.2005 sind die Leute da gerade mal drauf angesprungen. Noch vor ein paar Wochen in NRW und vielleicht in ein paar Wochen, Monaten oder Jahren kann es ganz schnell wieder zu ganz anderen Mehrheiten kommen. Deshalb sehe ich die Polarisierung nicht. Allein weil ein anderer Kopf an der CxU-Spitze beispielsweise alles ändern könnte. Mit Wulf (was gleichzeitig bedeutet hätte, dass Kirchhof nie gekommen wäre, weil Wulf sich den Luxus nicht hätte leisten müssen wegen persönlicher Probleme auf Merz zu verzichten) wäre die CxU m. E. für viel mehr Leute wählbar gewesen und wäre heute der haushohe Gewinner der Wahl. Richtungswahl sieht anders aus... Für mich geht der Trend deshalb eher ganz klar zur immer stärker personenabhängigen Wechselwahl. Da viele wegen der zu erwartenden Grausamkeiten immer weniger Unterschiede zwischen den großen Parteien sehen, machen sie es stärker als früher vom Kopf abhängig wen sie wählen. Die CDU war nur blöd genug, aus innerparteilichem Machtkalkül heraus, die letzten beiden Male mit die unbeliebtesten und am wenigsten aussrichtsreichen Köpfe an ihre Spitze zu setzen.

    PM

  4. #113
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich bin vorerst mit dem Wahlergebnis (hier in meinem Wahlkreis) zufrieden obwohl die Zukunft dieses Landes noch in den Sternen steht. neue Koalitionen kann ich mir nicht vorstellen, vor allem nicht nachdem, wie man sich vorher bekämpft hat. Ehrlich bei einer großen Koalition, so vernünftig sie vielleicht auch sein mag, sollte sich doch jeder, der den Wahlkampf ernsthaft verfolgt hat, sich verarscht vorkommen.
    Ich hoffe ja vielleicht noch auf eine noch nicht ganz vollzogene Mehrheit (Dresden, Überhangmandate) ansonsten plädiere ich für Neuwahlen.

  5. #114
    Benutzerbild von Torsten

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    brandbrief postete
    Also bei der Debatte in der Berliner Runde kam mir Gerhard Schröder teilweise sehr abstrus vor. Noch bevor es richtig los ging fiel er dem ZDF-Reporter schon während der Fragestellung ständig ins Wort.
    Edmund Stoiber ging nie auf die gestellten Fragen ein und schweifte mittels SPD-Konfrontation immer wieder von einer konkreten Antwort ab, selbst wenn die Moderatoren "nachhakten".
    Ein einziges "Selbst-auf-die-Schulter-Geklopfe". Es war teilweise unerträglich. Nur Sieger - keine Verlierer.
    Wenn unsere Volksvertreter demnächst wieder über "Politikverdrossenheit" schwadronieren, sollte man ihnen mal einige Interviews dieses Abends vorspielen. Was die Mehrheit der Verantworlichen da von sich gab, ist regelrechte Bürger-Verarsche.

    Die Härte war Stoiber, als er in der "Berliner Runde" allen Ernstes behauptete, die SPD habe im Vergleich zu 2002 "deutlich höhere Verluste" als die Union eingefahren. Wir erinnern uns: Vor drei Jahren lagen die beiden großen Volksparteien bei je 38,5%. Nach dem Stand zu Beginn der heutigen Gesprächsrunde kam die SPD auf ca. 34, die Union auf ca. 35 Prozent.

    Und dieses eine Prozentchen Differenz wertet der bayerische Einfaltspinsel als "deutlich mehr verloren". Da fragt man sich schon, für wie dumm solche Leute das Volk eigentlich halten.

  6. #115
    Benutzerbild von Gosef

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    synth66 postete
    Ich weiß nicht, was der Bundeskanzler vor der Sendung geraucht haben muss, aber ein solches Verhalten (wie im übrigen auch von manch einem seiner Parteigenossen) habe ich noch nie erlebt.
    Ich habe mir die Wiederholung der Elefantenrunde angesehen, ich finde auch, dass sich Schröder unmöglich benommen hat. Er ist auf arrogante Weise anderen ins Wort gefallen und hat unbotmäßig gegrinst. Ich gehe davon aus, dass er nicht unerhebliche Mengen Alkohol konsumiert hat, jedenfalls mehr als ihm gut tat.

    synth66 postete
    Was er sich aber heute abend geleistet hat, disqualifiziert ihn für mich für alle Zeiten je wieder ein repräsentatives Amt anzunehmen.
    Todesstrafe für peinliches Benehmen? Das entbehrt dann aber wohl jeder Verhältnismäßigkeit.

    synth66 postete
    Vielen Dank an alle, die die SPD und die Linke gewählt haben. Deutschland ist nun offensichtlich in der Situation, die es verdient.
    Ah, wohl CDU-Wähler? Daher weht der Wind...
    Zum Thema Wählerschelte hatten wir hier schon einen Beitrag.
    Gruß
    Gosef

  7. #116
    Benutzerbild von djrene

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    Man kann doch nicht allen Ernstes solange wählen wollen, bis man ein Ergebnis hat das einem gefällt. Da mutieren wir endgültig zur Bananenrepublik. Nicht genug, daß man in Dresden wegen eines schwachsinnigen Wahlgesetzes, erst geraume Zeit später wählt und in Berlin falsche Wahlzettel ausgibt, nein man macht Neuwahlen um danach Neuwahlen zu machen. Da ist ja die italienische Variante noch besser, die regelmäßig vor Ablauf eines Jahres die Regierung geschasst haben. Das Volk hat gewählt und jetzt sollen sich die Herrschaften mal zusammennehmen und eine Regierung bilden. Denkt jemand ernsthaft, daß bei einer erneuten Neuwahl ein derart unterschiedliches Ergebnis rauskommt, daß man eine eindeutige Mehrheit zugunsten eines Lagers erhält? Leidtragende wären auf alle Fälle die Grünen und Spaß-Guido, denn ein Stimmen-Splitting würde es weniger geben als diesmal. Und da die FDP traditionell eine Zweitstimmen-Kampagne fährt, würden die richtig absacken.

  8. #117
    Benutzerbild von djrene

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    Frage: Würde die CSU bundesweit unter 5% fallen (aktuell stehen sie bei 7,4), fliegen die dann raus, oder zählt man die Union einheitlich? Würde ja keinen echten Sinn machen, gibt ja genug Parteien die nur in bestimmten Bundesländern antreten.

    Frage ist natürlich rein theoretischer Natur, da Bayern nunmal schwarz ist und man sowieso über 3 Direktmandate rein käme.

  9. #118
    Benutzerbild von F.G.T.H.

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    Also Schröder hat doch nicht mehr alle Latten am Zaun, nun rechnet er CDU und CSU getrennt, so das er die absolute Mehrheit hat. In der Elefantenrunde hat er von mir die rote Karte bekommen, positiv fiel mir Fischer auf, selten so ruhig gesehen ohne Zwischengelaber.
    Es bleibt spannend!

  10. #119
    Benutzerbild von Darkmere

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    F.G.T.H. postete
    Also Schröder hat doch nicht mehr alle Latten am Zaun, nun rechnet er CDU und CSU getrennt, so das er die absolute Mehrheit hat. In der Elefantenrunde hat er von mir die rote Karte bekommen, positiv fiel mir Fischer auf, selten so ruhig gesehen ohne Zwischengelaber.
    Es bleibt spannend!
    Vollkommene Zustimmung!


    im übrigen....

    Deutschland hat gewählt, aber niemand weiss was..
    Das Wahlergebnis zeigt, wie zerissen das Land ist.

    Ich bin enttäuscht....

  11. #120
    Benutzerbild von KlarkKent

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    Es kann nur eine Koalition aus CDU/CSU, FDP und Grünen geben. Der grössenwahnsinnige Hannoveraner darf mit "seiner SPD" (O-Ton GS) auf keinen Fall in die Regierung zurückkehren.

    34% und er spricht davon, dass ihn die Deutschen als Kanzler behalten wollen. Was ist denn mit den 60%, die weder ihn noch seinen ehemaligen Koalitionspartner gewählt haben? Haben die alle im Geiste GS gewählt oder was? Tatsache ist, dass die CDU/CSU mit der FDP zusammen eine weit größere Stimmenanzahl hinter sich gebracht haben als SPD/Grüne. Es kann keine Regierung ohne Angela Merkel und ohne die FDP geben.

    Aber der kleine Mann aus Hannover spekuliert offensichtlich darauf, dass er auch mit den Stimmen der SED zum Kanzler gewählt wird.

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