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Die 80er-Forum-User wählen den Bundestag!

Erstellt von Die Luftgitarre, 09.09.2005, 14:54 Uhr · 298 Antworten · 16.517 Aufrufe

  1. #151
    Benutzerbild von 80sgirl

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    War Schröder eigentlich gestern betrunken oder angetrunken? Und wieder vier Jahre Stillstand im Land. Aber egal welche Koalition, ich glaube nicht das es vier Jahre werden.

  2.  
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  3. #152
    Benutzerbild von Torsten

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    PostMortem schrieb
    Zu diesem Schluss kommt man, wenn man die alte Lagerdenke von gestern auf heute überträgt. Aber die politische Realität sieht doch allein unter Ministerpräsidenten schon ganz anders aus. Das Steinbrück und Müller in einer der letzten Duellrunden zwar inhaltlich hart gestritten, sich am Schluss im Hinblick auf einen gemeinsam zu verbringenden Wahlabend aber fast in den Armen gelegen haben, zeigt was ich meine.
    Zunächst mal möchte ich dem Eindruck widersprechen, ich hätte was gegen der Vernunft geschuldete Bündnisse über Parteigrenzen hinaus. Im Gegenteil, solche "Projekte" finde ich gut und spannend, wenn sie der Sache dienen. Denn diese ritualisierte Politik, bei der dem Gegner in der Öffentlichkeit auch dann widersprochen wird, wenn man eigentlich einer Meinung ist, ist meines Erachtens ein weiterer Grund für das schlechte Image unserer Volksvertreter.

    Aber solch vereinzelte Zusammenarbeit ist schon noch was anderes als die Behauptung, zukünftig müssten "alle mit allen" können. Dies schlösse ja beispielsweise auch die Linkspartei mit ein, und deren völlig gegensätzliches Gesellschaftskonzept ist mit den Programmen der anderen Parteien ja nun gar nicht zu vereinbaren. Und auch unter den anderen gibt es immer noch einige deutliche Unterschiede, auch in einer von mir zurzeit präferierten Großen Koalition könnte das schwierig werden. Und letztlich sind solche Bündnisse meist Notlösungen, die die Gefahr von halbgaren Kompromissen bergen.

    Nun ja, ich bin eben ein Befürworter von klaren Verhältnissen. Unter den jetzigen Umständen sind die aber nicht mehrheitsfähig, deshalb wird man sich nun ohnehin mit anderen Lösungen zufrieden geben müssen.

    PostMortem schrieb
    Du hast ja nun erklärt, dass mit Steinbrück der Neuanfang gemacht werden soll. Der Mann ist 58 und damit läppische 3 Jahre jünger als sein Vorgänger.... Bringts das?
    Ich beurteile die Eignung von Politikern nicht nach ihrem Alter. Steinbrück habe ich bisher als wohltuend unprätentiösen Politiker erlebt, so ganz das Gegenteil eines Schröders oder Münteferings. Von daher ist das Ganze für mich mehr eine Typ- denn eine Generationenfrage.

    PostMortem schrieb
    Ihm haftet das Image des Grünenfressers mittlerweile genauso stark an wie Clement. Ist das der Mann für den Weg zurück zu einer immer noch angestrebten Rot-Grünen Mehrheit?
    Die wird es nun ohnehin nicht geben. Zudem: Wie sehr er die Grünen auf Bundesebene "fressen" würde, ist da auch noch die Frage. Und machen wir uns nix vor - Leute wie Oswald Metzger stehen ihrer eigenen Partei genau deshalb so kritisch gegenüber, weil sie auch unter Schröder schon genügend Frösche geschluckt hat. Ob ein Wechsel zu Steinbrück da so einen großen Unterschied ausmachte?

    Übrigens - hier ein bemerkenswertes Interview mit Metzger auf "Die Welt.de":

    http://www.welt.de/data/2005/07/16/746337.html?s=1

  4. #153
    Benutzerbild von McFly

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    So jetzt kann ich mich auch mal in Ruhe dazu äußern:

    Die Wahl hat gezeigt, was ich (und viele andere natürlich auch) immer prophezeit haben: Die Menschen wollen dén schwarzgelben Horror nicht! Das war ein bespielloses und unmisverständliches Signal der Wähler. Jetzt gilt für Kanzler Schröder eine neue und stabile Regierung zu bilden. Denn das Hintertürchen "Jamaica-Koalition" ist völlig absurd und undurchführbar. Die drei parteien hätten sich schon zerstritten bevor alle am Koalitions-Verhandlungstisch Platz genommen hätten. Scheidet also aus (aber dieses irsinnige Szenario ist einfach nicht aus den Medien zu bekommen...)

    Bleibt also nur noch die Große Koalition oder Ampel. Mir persönlich wäre es lieber, wir hätten letzteres. Das wäre schneller realisierbar und auch stabiler. Bei einer Großen Koalition besteht die Gefahr, dass die verhandlungen daran scheitern, dass Angela partout nicht auf das Kanzleramt verzichten wil.

    Ein Bündnis mit dieser unsäglichen Linken.PDS - die Gott sei Dank weit weniger Stimmen bekam als wir befürchtet hatten - scheidet natürlich auch komplett aus, allein schon, weil Gregor und Oskar Angst vor einer Regierungsverantwortung haben.

    Tja, das war also der große Sieg. Der "kleine" war, dass ich noch in der letzten Nacht endgültig die Bestätigung erhalten habe, dass unser Direktkandidat unseres Wahlkreises es wieder in den Bundestag geschafft hat. Genau wie ausnahmlos alle anderen Wahlkreise unseres Landes.
    Der gestrige Abend war nahezu perfekt.

    Jetzt heißt es für alle erstmal abwarten. Für mich heißt es jetzt "Auf nach Dresden!" Der Wahlkampf ist noch nicht vorbei...

    Grüße
    McFly

  5. #154
    Benutzerbild von brandbrief

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    McFly postete
    Die Wahl hat gezeigt, was ich (und viele andere natürlich auch) immer prophezeit haben: Die Menschen wollen dén schwarzgelben Horror nicht! Das war ein bespielloses und unmisverständliches Signal der Wähler.
    Ich würde eher sagen: Das Volk will weder Hr.Schröder als Kanzler noch den von dir zitierten "schwarzgelben Horror". Beide großen Parteien Deutschlands feiern sich hier als Sieger, obwohl sie real alle beide die großen Verlierer dieser Neuwahl sind!

    Und zum Schluss bleibt zu sagen: Auch wenn es nur 0,9% Unterschied sind: Die Mehrheit hat sich für die CDU/CSU entschieden. Das ist nicht von der Hand zu weisen.

  6. #155
    Benutzerbild von Torsten

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    Hier noch TV-Tipps für heute Abend:

    Phonix, 21:00 - 21:45 Uhr: "Unter den Linden" mit Horst Seehofer und Ludwig Stiegler zum Thema "Deutschland nach der Wahl - wie geht es weiter?"

    ARD, 23:00 - 00:15 Uhr: "Beckmann" mit Christian Wulff, Horst Seehofer, Klaus Wowereit, Peer Steinbrück, Kurt Beck, Annemarie Renger, Hildegard Hamm-Brücher und Rita Süßmuth.

  7. #156
    Benutzerbild von PostMortem

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    brandbrief postete
    Und zum Schluss bleibt zu sagen: Auch wenn es nur 0,9% Unterschied sind: Die Mehrheit hat sich für die CDU/CSU entschieden. Das ist nicht von der Hand zu weisen.
    Jo, nur das "die CDU/CSU" als Partei eben schlichtweg nicht existiert. Was willst Du also dagegen unternehmen, dass die SPD sich (mit Recht) als stärkste Partei sieht?

    Es gibt da auch noch eine ganze Menge andere Zahlen, die nicht von der Hand zu weisen sind. Z. B., dass die CDU nur in drei Bundesländern gewonnen hat. Da hat die erdrückende Mehrheit der Bundesländer sich wohl für die SPD entschieden, blablabla usw. usf.

    PM

  8. #157
    Benutzerbild von McFly

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    brandbrief postete
    McFly postete
    Die Wahl hat gezeigt, was ich (und viele andere natürlich auch) immer prophezeit haben: Die Menschen wollen dén schwarzgelben Horror nicht! Das war ein bespielloses und unmisverständliches Signal der Wähler.
    Ich würde eher sagen: Das Volk will weder Hr.Schröder als Kanzler noch den von dir zitierten "schwarzgelben Horror". Beide großen Parteien Deutschlands feiern sich hier als Sieger, obwohl sie real alle beide die großen Verlierer dieser Neuwahl sind!

    Und zum Schluss bleibt zu sagen: Auch wenn es nur 0,9% Unterschied sind: Die Mehrheit hat sich für die CDU/CSU entschieden. Das ist nicht von der Hand zu weisen.
    Ich sehe das etwas anders: Frau Merkel hat sich mit Kirchhof ander linken Hand und Stiober ander rechten bereits als Sieger gefeiert. Vor dem Wahlkampf, während des Wahlkampfes. Und dann bekommt sie eine klare Absage erteilt. das bedeutet: Nein, Frau Merkel. Pustekuchen von wegen "40% oder mehr". Die Wähler wollten das offenbar verhindern und haben es geschafft.

    zu deinen "0,9 Prozent Unterschied" müssen drei Dinge erwähnt werden:

    - Dresden hat noch nicht gewählt
    - CDU getrennt betrachtet (da zwei Partein) bildet nicht die stärkste Fraktion
    - Da auch die Linkspartei mit über 8% abgeschnitten hat, wird irgendwo auch deutlich, dass die Bürger lieber Sozialdemokratische Politik wollen, als Kirchhoff-Merz-Tandem-Kahlschlag und außenpolitische Wild-West-Abenteuer usw...

    !
    McFly

  9. #158
    Benutzerbild von brandbrief

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    McFly postete

    zu deinen "0,9 Prozent Unterschied" müssen drei Dinge erwähnt werden:

    - Dresden hat noch nicht gewählt
    - CDU getrennt betrachtet (da zwei Partein) bildet nicht die stärkste Fraktion

    McFly
    Das Wählerpotenzial in Dresden würde ca. 0,34% ausmachen. Fehlt also immer noch etwas um die CDU/CSU zu überholen. Selbst mit Überhangmandaten würde es nicht reichen.

    Das jetzige getrennte Betrachten der CDU/CSU-Fraktion finde ich hochgradig albern. Die SPD versucht nun krampfhaft rechnerische Mehrheit zu erlangen. Warum kann man sich denn nicht eingestehen, dass man nicht mehr stärkste Partei ist?!

    P.S.: Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe nicht den "schwarzgelben" Horror gewählt

  10. #159
    Benutzerbild von PostMortem

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    brandbrief postete
    Das jetzige getrennte Betrachten der CDU/CSU-Fraktion finde ich hochgradig albern.
    Sag das Herrn Stoiber und Frau Merkel. Sollen die mal fusionieren, die Linken können das ja schließlich auch! Was kann denn die SPD dafür, dass die CDU nur in 15 und die CSU nur in einem Bundesland antritt? Und da gabs - das scheint man schon vergessen zu haben - bis vor ein paar Jahren immer wieder Drohungen, dass die CDU diese Vereinbarungen aufkündigt und in Bayern selbst antritt.

    Die SPD versucht nun krampfhaft rechnerische Mehrheit zu erlangen. Warum kann man sich denn nicht eingestehen, dass man nicht mehr stärkste Partei ist?!
    Weil SPD-Politiker der Wahrheit verpflichtet sind (hohohoho, nicht schlagen! ;-) und das doch nunmal eine Lüge wäre. Die CSU ist eine Partei, die bei der gestrigen Wahl ~7,5% mit Stimmen allein aus Bayern erreicht hat (für diese Selbstbeschränkung kann die SPD ja nichts), die CDU ~27,5%, wobei sie nicht in Bayern antritt (dafür kann die SPD auch nichts). Dadurch werden beide noch nicht zu einer Partei. Warum halten sie denn sonst getrennte Parteitage ab, haben getrennte Parteivorsitzende, getrennte Parteigremien und rechnen auch ihre Wahlkampfkostenerstattung getrennt ab?

    Der einzige Grund, warum das bei früheren Wahlen keine Rolle spielte, war die Tatsache, dass es entweder immer für Rot/Grün oder für Schwarz/Gelb gereicht hat. Es gab also keinen Anlass auf Parteistärken zu pochen. Die SPD hätte sich schließlich nichts dafür kaufen können.

    P.S.: Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe nicht den "schwarzgelben" Horror gewählt
    Na immerhin ;-)

    PM

  11. #160
    Benutzerbild von frasier

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    brandbrief postete
    Und zum Schluss bleibt zu sagen: Auch wenn es nur 0,9% Unterschied sind: Die Mehrheit hat sich für die CDU/CSU entschieden. Das ist nicht von der Hand zu weisen.
    Jo, nur das "die CDU/CSU" als Partei eben schlichtweg nicht existiert. Was willst Du also dagegen unternehmen, dass die SPD sich (mit Recht) als stärkste Partei sieht?
    Es ist schon ein kläglicher Versuch, mit solchen Begründungen an der Macht bleiben zu wollen. Wen soll das eigentlich interessieren?

    Als ob die Bayern nicht auch die CDU gewählt hätten, wenn es die CSU nicht gegeben hätte. Naja, vielleicht hätte man dann etwas weniger Stimmen bekommen, aber beweisen kann das niemand.

    Und wenn sich Rot-Schwarz nicht einigen können gibt es eben Neuwahlen. Ob das der SPD lieber ist, gegen einen anderen Unionskandidaten anzutreten mit Friedrich Merz als Finanzminister kann man abwarten.

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