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Die 80er-Forum-User wählen den Bundestag!

Erstellt von Die Luftgitarre, 09.09.2005, 14:54 Uhr · 298 Antworten · 16.517 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von compagnies

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    Ich habe mich erstmals in meiner Wahlentscheidung von den Umfrageergebnissen beeinflussen lassen: Ich muss diesmal die SPD wählen, weil es schon genügend Schwachköpfe gibt, die dem Linksbündnis ihre Stimme geben und ich auf eine "Nach-Schröder-SPD" baue, die sich hoffentlich wieder auf ihr Grundsatzprogramm besinnen wird.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Darkmere

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    ich wähle Gelb.

    Hier noch ein schöner Artikel aus dem SPIEGEL-Forum, dem User kann ich an sich auch in grossen Teilen zustimmen:

    Die Situation ist groteskt, läßt sich aber eindeutig analysieren.

    Was geschieht denn seit Tagen?
    Schröder und seine SPD legen zu.

    Was hat sich eigentlich seit den Zeiten, als Sie mit 27% dahindümpelten geändert? Programmatisch, konzeptionell und personell - gar nichts. Es ist noch immer die gleiche.

    Was hat sich seit den reihenweisen Abstrafungen in den Landeswahlen geändert - nichts.

    Nach NRW hat Schröder zugegeben, dass er mit/an seiner Partei gescheitert ist bzw. er persönlich - wg. der Linken in seiner Partei - keine Mehrheit mehr für sich sah. Was hat sich seit dieser Zeit geändert? Programmatisch, konzeptionell und personell - gar nichts.

    Hat die SPD plötzlich neue, zukunftsgerichtet Konzepte gegen die Arbeitslosigkeit und alle anderen Probleme - nein!

    Warum legen Sie zu?

    Weil die Wähler, die noch vor Wochen für den Wechsel waren, plötzlich vor genau diesem Wechsel Angst bekommen.

    Alle wissen/ahnen, was in D eigentlich getan werden müsste, und das das für Alle schmerzlich sein würde/wird.
    Deswegen wagt es auch kein Politiker zu sagen, denn er weiss, er würde gnadenlos abgestraft.
    Die Ankündigung der MWSt-Erhöhung war schon mutig, mehr Mut hat aber auch die CDU nicht und warum sehen wir ja jetzt.

    Also klammern sich alle, die zu den Verlierern gehören, oder befürchten, noch zu den Verlieren hinzustossen zu werden, an Versprechungen bzw. den Glauben mit der SPD wird es zwar auch schlimm, aber immer noch weniger schlimm.

    Die Verlierer und die die Angst vor dem Verlieren wird die Wahl entscheiden.

    Die wirklichen Veränderungen sind in diesem Land nicht mehrheitsfähig. Ein Kartell der "Verweigerer aus Veränderungsangst" regiert D. Die sitzen in den
    Gewerkschaften, in der Linkspartei.PDS in Ost und West und auch eine gewisse Fraktion in der CDU/CSU.

    Die haben den Kampfbegriff "Neoliberal" besetzt und schüren damit bewußt noch mehr Ängste, angefeuert aus Ihrer eigenen Angst.
    Die verteufeln jeden Veränderungsvorschlag als "unsozial", ihrem zweiten Kampfbegriff mit dem man in Deutschland noch alles abwürgen kann, was einem nicht gefällt.

    Und unser Wahlsystem und damit der große Einfluss der kleinen Parteien verhindert eine klare bürgerliche Mehrheit. Wir brauchen ein Mehrheitswahlrecht. Die größte Partei bestimmt, die anderen Parteien gehören gesammelt in die Opposition.
    Mittlerweile haben wir schon drei kleine Parteien, die für sich allein genommen marginal sind, zusammen aber 2o - 25 Prozent der Wähler auf sich vereinen.

    Die nächsten Wochen werden spannend.
    Und meine deutschen Landsleute wählen wieder den weiteren Stillstand.
    mfg kzeu

    PS: Es sei denn die SPD hält dass, was auf Sie zukommt nicht aus und zerfällt, dann haben wir eine ganz andere Situation. Denn die Linken in der SPD schweigen z. Zt. aber sie werden sich wieder melden. Ob in der Opposition oder in einer großen Koalition. Dann war es ihr und Schröders letzter (Wahl-)Erfolg. Und Lafontaine hat seine späte Rache.

    mfg kzeu

  4. #23
    Benutzerbild von Torsten

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    Darkmere zitierte
    Die haben den Kampfbegriff "Neoliberal" besetzt und schüren damit bewußt noch mehr Ängste, angefeuert aus Ihrer eigenen Angst.
    Die verteufeln jeden Veränderungsvorschlag als "unsozial", ihrem zweiten Kampfbegriff mit dem man in Deutschland noch alles abwürgen kann, was einem nicht gefällt.
    Dem Autoren dieses Beitrags sei folgendes Interview aus der "taz" empfohlen, das DeeTee kürzlich erwähnte:

    http://www.taz.de/pt/2005/08/29/a0180.nf/text

    Und dann soll er sich mal fragen, warum große Teile der Bevölkerung mittlerweile vor nichts größere Angst haben als einer noch kälteren sozialen Atmosphäre, in der Maßnahmen wie Mehrwertsteuer-Erhöhung - deren Finanzierung ohnehin mehr als zweifelhaft ist - vor allem die treffen, die eh schon am Existenzminimum vegetieren.

  5. #24
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Torsten postete
    ...in der Maßnahmen wie Mehrwertsteuer-Erhöhung - deren Finanzierung ohnehin mehr als zweifelhaft ist - vor allem die treffen, die eh schon am Existenzminimum vegetieren.
    In dem Zusammenhang würde ich mal bei Herrn Eichel nachfragen, warum er einige Produkte aus dem ermäßigten Steuersatz rausnehmen und dem vollen Umsatzsteuersatz von 16% unterwerfen will? Dem ermäßigten Steuersatz unterliegen doch gerade die Produkte, die für alle "lebensnotwenig" sind, während mit 16% nur die "Luxusartikel" besteuert werden....

  6. #25
    Benutzerbild von falkenberg

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    Kinderfresser postete
    In dem Zusammenhang würde ich mal bei Herrn Eichel nachfragen, warum er einige Produkte aus dem ermäßigten Steuersatz rausnehmen und dem vollen Umsatzsteuersatz von 16% unterwerfen will? Dem ermäßigten Steuersatz unterliegen doch gerade die Produkte, die für alle "lebensnotwenig" sind, während mit 16% nur die "Luxusartikel" besteuert werden....
    Da sollte man weniger nach dem "Warum" fragen, sondern eher danach, welche Artikel das sein sollen. Der Anwendungsbereich des ermäßigten Steuersatzes ist sowieso sehr eng begrenzt, das umfasst nur Lebensmittel und Bücher. Bei den Lebensmitteln sind Getränke ausgenommen. Da könnte man höchstens Luxuslebensmittel und Süßwaren rausnehmen, wie es in anderen Ländern auch gemacht wird. Die Abgrenzung dürfte Probleme aufwerfen (wenn auch nicht ganz so heftig wie bei der vor einigen Wochen von der CDU kommenden bescheuerten Forderung nach dem ermäßigten Steuersatz für alle Kinderartikel), der Ertrag wird nicht so ganz groß sein.

  7. #26
    Benutzerbild von Darkmere

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    Torsten postete
    ... Maßnahmen wie Mehrwertsteuer-Erhöhung - deren Finanzierung ohnehin mehr als zweifelhaft ist - vor allem die treffen, die eh schon am Existenzminimum vegetieren.
    Nun, aber die, welche am Existensminimum vegetieren, dürften sich schon heute kaum Luxusgüter leisten, sondern im Wesentlichen Miete und Lebensmittel bestreiten. Und da gibts gar keine Mwst (Miete) bzw, den reduzierten Satz von 7% (Lebensmittel) der gleich bleibt.

  8. #27
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    falkenberg postete
    Da sollte man weniger nach dem "Warum" fragen, sondern eher danach, welche Artikel das sein sollen. Der Anwendungsbereich des ermäßigten Steuersatzes ist sowieso sehr eng begrenzt, das umfasst nur Lebensmittel und Bücher. Bei den Lebensmitteln sind Getränke ausgenommen. Da könnte man höchstens Luxuslebensmittel und Süßwaren rausnehmen, wie es in anderen Ländern auch gemacht wird. Die Abgrenzung dürfte Probleme aufwerfen (wenn auch nicht ganz so heftig wie bei der vor einigen Wochen von der CDU kommenden bescheuerten Forderung nach dem ermäßigten Steuersatz für alle Kinderartikel), der Ertrag wird nicht so ganz groß sein.
    Das ist natürlich richtig. Aber umso verlogener halte ich es, wenn sich die SPD hinstellt und behauptet, daß es keine Mehrwertsteuererhöhung geben wird.

  9. #28
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    compagnies postete
    Ich habe mich erstmals in meiner Wahlentscheidung von den Umfrageergebnissen beeinflussen lassen: Ich muss diesmal die SPD wählen, weil es schon genügend Schwachköpfe gibt, die dem Linksbündnis ihre Stimme geben und ich auf eine "Nach-Schröder-SPD" baue, die sich hoffentlich wieder auf ihr Grundsatzprogramm besinnen wird.
    Ich fühle mich geehrt, als Schwachkopf zu gelten!

    Warum ich die wähle? Ganz einfach, weil der Osten eine starke Stimme in der Opposition braucht, damit dieser Landtrich nicht noch mehr zum Entwicklungs- und Billiglohnland verkommt! Und wer sonst außer dem Linksbündnis ist denn dazu in der Lage? Der Rest greift diese Problematik, wenn überhaupt, doch nur am Rand auf!

  10. #29
    Benutzerbild von frasier

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    just music postete


    Warum ich die wähle? Ganz einfach, weil der Osten eine starke Stimme in der Opposition braucht, damit dieser Landtrich nicht noch mehr zum Entwicklungs- und Billiglohnland verkommt! Und wer sonst außer dem Linksbündnis ist denn dazu in der Lage? Der Rest greift diese Problematik, wenn überhaupt, doch nur am Rand auf!
    Die PDS ist nun das schlechteste für Ostdeutschland. Eine investitionsfeindlichere Politik kann es gar nicht geben, eine wahre Kapitalflucht würde einsetzen, wenn die was zu sagen hätten.

    So einfach ist es auch nicht, grosse Sozialleistungen zu versprechen und die einfachsten wirtschaftlichen Zusammenhänge zu ignorieren.

    Ich hab sie nie gewählt und werde es auch nie tun.

  11. #30
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    Tut mir leid, sehe ich anders, die greifen nämlich auch Themen auf, die die anderen gar nicht sehen (wollen), Themen, die den Leuten hier am Herzen liegen!

    Als Regierungspartei will ich die auch nicht, um gottes Willen, aber in die Opposition gehören sie wohl rein, und nicht nur mit 5 Mann, weil man vielleicht irgendwo ein Direktmandat errungen hat!

    Investitionsfreundlich sind die anderen ja nun auch nicht unbedingt, oder hat es bisher merklich was gebracht?
    Okay, BMW in Leipzig, Infineon und AMD in Dresden (wobei diese Ansiedlungen mehr auf Steuervorteile bei der Gewerbesteuer zurückzuführen sind, und die wird von der Stadt erhoben), aber davon kann sich z.B. die Lausitz oder Mecklenburg auch nix kaufen! Sollen diese Landstriche denn aussterben? Gegenden mit überwiegend ländlicher Bevölkerung, die nie eine Chance haben, dass sich eine große industrielle Firma dort ansiedelt!
    Aber auch diese Landstriche haben Potenzial, Tourimus wäre nur ein Beispiel, aber sowas wird nicht gefördert, weil es von den kleinen Bürgern ausgehen würde, große Firmen werden bezuschusst und subventioniert, damit sie sich im Osten ansiedeln, was aber nur in den Ballungszentren geschehen wird! Der kleine Hans Müller, der vielleicht einen Hof sein eigen nennt und diesen gerne als Pension ausbauen möchte, der braucht nicht auf Unterstützung zu hoffen!

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