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Die 80er und der Spocht, Vol. 1

Erstellt von Torsten, 28.01.2002, 18:41 Uhr · 16 Antworten · 2.342 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Gosef

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    Alles klar, dann warte ich das ab.
    Bis dann
    Gosef

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Torsten

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    Tsss... War nur'n Joke, Gosef.. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, also immer raus damit...

  4. #13
    Benutzerbild von J.B.

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    Oh Leute wenn ich mir das hier durchlese treibts mir glatt die Tränen der Rührung ins gesicht!

    Ich war schon immer jemand der sich gerne Spocht im Fernsehen gegeben hat. Mein Vater hat mich Ende der 70er mit der Spochtschau infiziert. Seitdem war ich Fussballfan, kein fanatischer zwar, aber ich hab mir die Bundesliga angeschaut wann immer ich konnte. Die WMs in Spanien und Mexiko waren unvergessliche Erlebnisse. jaja das JHalbfinale '82 gegen Frankreich! Was ein Spiel! Da war alles dirn, sogar ein Rambo, der nich Kahn sondern Toni Schumacher hieß. Der Franzose (Botteron?) tut mir heut noch leid, wenn ich die Bilder von damals sehe. Und dann dieser Superfallrückzieher von Klaus Fischer(hat der eigentlich auch mal andere Tore ausser Fallrückziehern gemacht ). Stieleke verschiesst einen Elfer und bricht zusammen. Was für eine Spannung. Dann 1986 in Mexiko und nächtelanges Fernsehen war angesagt! Und wieder ein torwart der Schlagzeilen macht, diesmal Uli Stein. Seit diesem Zeitpunkt denk ich, jedesmal wenn ich Franz B. sehe, an einen Suppenkasper ! Ich war in den frühen 80ern Fan des HSV und erinnere mich an solch geniale Spieler wie Kaltz, Kopfballungeheuer Hrubesch (ich sag nur Bananenflanke Kaltz, Kopfball Hrubesch...Toooor!), Ronny Kargus (mit DER 80er Frisur schlechthin), Kevin Keegan und Felix Magath (unvergessen sein Tor gegen Juve!!). Dann wurde ich so um '85 zum erklärten Fan der Eintracht aus Frankfurt (JA DAZU STEH ICH!). Schließlich spielte da der Mann des "tödlichen Passes" Uwe Bein! Leider sind sie nie Meister geworden. Auch Dortmunder und Schalker Spiele waren immer wieder genial. Aus einem der Spiele von Borussia Dortmud resultiert die für mich kurioseste Szene die ich je in einem Fußballspiel sah. Frank Mill, seines Zeichens Stürmer bei Dortmund umkurvt 4 Spieler und den herausgelaufenen Torwart, läuft lässig auf das leere Tor zu und bleibt stehen! Dann dreht er sich um, grinst die Gegenspieler, die zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben haben an und wartet!! Dann bequemt sich der ausgespielte Torwart langsam auf ihn zuzugehen. Frankie dreht sich um und schießt den Ball lässig...............an den Pfosten!!! Ich konnte es nicht fassen. Überhaupt war Herr mill ja für das eine oder andere Kabinettstückchen zu haben. Er war der erste, der einem Torwart den Ball aus der hand köpfte und ein Tor, das gewertet wurde schoß. Naja und dann war da noch mein Lieblingstorwart der 80er: Ronnie Hellstöm von Kaiserslautern. Er war der erste, von dem die Firma Reusch Handschuhe mit Initialen herausbracht und zwar in den typischen 80er Farben: Gelb, orange, hellblau und dunkelblau, also sehr grell!

    Auch Formel Eins und Tourenwagen hab ich mir damals sehr gerne angeschaut und hab bei so manchem spannenden Kampf zwischen Größen wie Pironi, Cheever, Prost, Lauda, Piquet, de Angelis, Berger, Mansell und nicht zu vergessen Ayrton Senna(R.I.P) mitgefiebert! Unvergessen sicherlich solche Sachen, wie der Lotus im schwarz-goldenen John-Player Design oder der tyrell mit 6 Rädern. Bei den Tourenwagen war gerade die Turboära angebrochen und ich werde nie die genial lackierten Mampe-Halb und Halb Turbo Capris vergessen. Fahrer wie Niedzwiez, Heyer, Stuck und Ludwig sind für mich für immer mit dieser Ära verbunden.

    Naja ich denke tennis hat wohl jeder geschaut. Klar hab ich Bobbele und Steffi bei ihren Spielen die Daumen gedrückt, aber auch unvergessene Duelle von solchen Spielern wie Conners, McEnroe, Lendl, Noah, Evert-Lloydt, Navratilova und Sukowa zählen zu meinen Erinnerungen. Und waren da nicht auch ein paar legendäre Davis-Cup Begegnungen dabei. Dazu im hoffentlich kommenden 2. Teil mehr! Mein Lieblingsspieler war übrigens Henry Leconte (Mr. Comedy im Tennis - KULT!!!!)

    Dann gab es da noch Skispringen, das ich seit Georg Waldvogel Zeiten verfolgte. Oder Golf mit Bernhard Langer!

    Olympische Spiele, Leichtathletik WMs und EMs waren ebenfalls Pflicht. Ich sag nur Willi Wühlbeck, Patriz Ilg, Jürgen Hingsen, Ulrike Meyfarth und Harald Schmitt (so hies doch unser Hürdenmann über die 800m aus Gellnhausen oder?).

    Es gab noch andere Sportarten die ich mir gern angeschaut hab und für alle die jetzt glauben ich sei ein TV-Junkie like MM himself, denen sei gesagt: Ich hab zwar gern fern geschaut, aber ich hatte auch so noch jede menge anderes zu tun ausser mich dem TV hinzugeben !

    Ich freu mich schon auf den zweiten Thread dazu und Eure Reaktionen auf meine Ergüsse was den Spocht angeht.

    In diesem Sinne

    J.B.

  5. #14
    Benutzerbild von Lutz

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    Ich habe in den 80ern mit großer Begeisterung die Formel 1 verfolgt. Leider kann ich nicht von großartigen Sportübetragungen schwärmen, das es sie in der BeeErrDee einfach nicht gab, wie man unlängst auch unschwer in dem Special "40 Jahre Sportstudio“ erkennen konnte. Dort wurde Motorsport (bei einer drei Stunden Sendung) in insgesamt 60 Sekunden abgehakt.

    Anyway – ich hatte also nicht die Gnade in Österreich geboren zu sein und dort jedes (!) Rennen live serviert zu bekommen. Trotzdem war es 1986 soweit – im Urlaub in .at durfte ich eine von Heinz Prüllers großartigen F1-Live-Uebertragungen auf ORF erleben.

    12.10. 1986 - Großer Preis von Mexiko

    Ich sitze in der „Hütten“ vor der Glotze während die anderen (F1? Wie langweilig fährt da überhaupt ein Deutscher mit? (1)) kopfschüttelnd voller Unverständnis ob meiner F1-Leidenschaft wieder auf Tour sind.
    Ich genieße es ganz allein vor der Mattscheibe zu kleben – meine Kumpels werden erst in Stunden wieder kommen.
    Heinz Prüller begrüßt stimmungsvoll die Zuschauer „guten Abend meine sehr verehrten Damen und Herren – ich begrüße sie zum Gossen Preis von Mexiko dem 15 Lauf zur F1 Automobilweltmeisterschaft“
    Noch drei Piloten können Formel 1 Weltmeister werden: Nigel Mansell, Nelson Piquet und Alain Prost. Aber nur einer kann schon beim GP von Mexiko den WM-Titel ins Trockene bringen. Die Atmosphäre ist gespannt, der Kurs in Mexiko City bedeutet für alle Neuland

    Gegen die 80er-Turbo-Monster sind die heutigen F1 schwachbrüstig. Gerhard Bergers Benetton-BMW leistet im Quali Trim 1300 (!) PS. Die Pisten sind noch echte Mutkurse wo diese bärenstarken Monoposti genug Auslauf haben. Die Boliden laufen trotz fetter Slicks und riesiger eßtischgroßer Heckflügel 340 km/h auf der Geraden!

    Die 80er - als F1 noch wie F1 aussahen



    START

    Das Feld rollt über die überhöhte Peralta, einer Mutkurve, langsam zum Start. Einige Fahrer fixieren ihren Sturzhelm mit Lederriemen damit es ihnen in der Peralta später bei Tempo 230 nicht den Kopf abreist.

    It’s go go go! Die Ampel geht auf grün. Nigel Mansell bleibt wie angeschraubt stehen. Heinz Prueller brüllt ins Mikro „ Wo ist der Gerhard?– wo ist Gerhard Berger?“. Das Feld fährt Slalom – nix passiert. Piquet und Senna liegen sich in den Haaren dahinter Berger. 32. Runde: Piquet wechselt Reifen. Berger ist zweiter (trotz 38 Grad Fieber verkündet Prüller stolz!)
    In der 36. Runde liegt Berger vorn. Gerhard Berger führt, meine sehr verehrten Damen und Herren! Heinz ist aus dem Häuschen! 44 Runde. Der Österreicher führt immer noch mit 27 Sekunden auf Senna! „Langsam glaube ich das Berger überhaupt keine Reifen wechseln muß“ frohlockt das Kommentatoren Urgestein. 52 Runde – Berger führt immer noch komfortabel vor Senna . 68 und letzte Runde – Der Benetton Pilot fährt mit 26 Sekunden vor Prost durch Ziel!

    „Gerhaaaaard Berger gewinnt seinen ersten Grand Prix!“ Prüller rastet jetzt völlig aus.



    Ich sitze selig mit breitem Grinsen vor dem Fernseher – das ich das erleben durfte

    Lutz

    (1) ja - Christian Danner – er landete in seinem Arrows-BMW auf Platz 9

  6. #15
    Benutzerbild von goaly

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    Ja Sport war damals noch was besonderes. Ich kann mich noch genau an das Halbfinale Deutschland - Frankreich erinnern. Schuhmachers Attake gegen Batiston und dann diese Verlängerung 3:1 lagen die Deutschen schon hinten und dann kommt Rummenige (Karl Heinz Rummenige Rummenige what a knie träller) und Fischer. Heute gab es so eine Tramatik gar nicht mehr da es ja so was beknacktes wie Golden oder Silver Goal gibt. Na ja das Elferschiessen war wirklich der Hammer. Ich kann mich noch daran erinnern, dass man nach dem verschossenen Elfer nur Stieleke sah wie er von Littbarski getröstet wurde und Litti dann auspflippte und wie wild aufs Tor zeigte weil Toni gehalten hatte.
    Aber auch sonst gab es schon Hammer Dinger, ich denke nur an die drei Fehlstarts von hingsen bei Olympia (und ich bin extra da für aufgeblieben).

    Aber auch ehre unbeachtete Ereignisse haben sich mir eingeprägt: Olympia in LA. Ringen. Ein Deutscher im Endkampf führt ganz knapp ab ist in die Rückenlage geraten und hält sich knapp 1,5 Min vor Ende in der Brücke um nicht geschultert zu werden.
    Der Kommentator meint schon das ist nicht zu schaffen 90 sek die Brücke halten.... ca. noch 80 Sek. Der Sprecher wird langsam nervös noch kämpft Pasquale (ich glaub so hieß er) kämpft immer noch verzweifelt. ....70 Sek langsam verliert der Sprecher die Fassung und feuert nur noch Pasquale an. Ca. 60-20 Sek. vor dem Ende. aus einem ruhigen Kommentar ist ein fanatisches Anfeuern geworden. Junge halt die Brücke, Du schaffst es, kämpf weiter und so. Kurz vor Schluss ist es im sogar gelungen aus der Brücke zu kommen und er hat Gold geholt. Das war das erste und letzte mal, dass ich wegen Ringen laut schreiend durch die Wohnung gehüpft bin.

  7. #16
    Benutzerbild von compagnies

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    @ J.B. = Rudi Kargus sah zwar aus wie eine "Wende-Ronny", war es aber nicht.

    Botteron (René) war aus der Schweiz und da wäre er auch besser geblieben: Frage mal einen Anhänger vom ehemaligen fränkischen Aushängeschild!

    Der Burgsmüller hat das legendäre "Torwart-Tor" gemacht; aber er und Frankie haben viele Ähnlichkeiten; das stimmt schon!

    @ Goaly: Noch besser fand ich, daß der Litti den Didier Six dann auch noch getröstet hat; seitdem hatte ich immer menschliche Hochachtung vor dem kleinen Zwiebelbein.

    @ Alle:

    TENNIS - HSV - FORMEL 1

  8. #17
    Benutzerbild von J.B.

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    @ compagnies

    Schande über mich!

    Da habe ich wohl Ronnie Helström und Rudi Kargus durcheinandergebracht

    Und bei dem legändaren Torwart Tor wußte ich nur noch, dass es ein kleiner Spieler war und hatte irgendwie Franky Mill vor Augen, der damals ja immer für etwas Spektakuläres gut war .

    Na wenigstens hat Botteron gestimmt *Puh*

    Tja Litti und Didier Six.....Bundesliga vebindet eben

    Gruß

    J.B.

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