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Die am meisten überschätzten Filme

Erstellt von Torsten, 04.12.2003, 15:14 Uhr · 140 Antworten · 16.938 Aufrufe

  1. #91
    Benutzerbild von bubu

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Es war und ist mir ein absolutes Rätsel, warum die Top 250 der Internet Movie Database von – jetzt nicht aufregen Torsten – "The Shawshank Redemption" ("Die Verurteilten") angeführt wird (immerhin punktgleich mit "Der Pate"). Noch unglaublicher: Über 600.000 Abstimmer haben ihn auf diesen Platz gewählt. So viele wie bei keinem anderen Film in dieser Liste.

    Ohne Frage, "Shawshank" ist ein großartiger Film. Toller Plot (ich mag fast alle der Stepehen-King-Geschichten aus dem "Jahreszeiten"-Zyklus), tolle Darsteller, tolle Regie - alles stimmt hier.

    Aber ist er wirklich sooo großartig? Ist er wirklich ein Klassiker, der auch noch in 10, 30, 50 Jahren als Klassiker gelten wird? Spielt er wirklich in einer Liga mit dem "Paten", war genauso episch wie dieser? War er etwa besonders stilprägend, wie z.B. "Alien" (Platz 44) oder "Matrix" (Platz 22)? Hat er einen Nerv getroffen, wie vielleicht "Einer flog übers Kuckucksnest" (Platz 8). War er so cool wie "Pulp Fiction" (Platz 5)?

    Ich meine nicht.

    Meine gefühlte Wahrnehmung: Wenn man Feldforschung betreibt und Leute nach wirklich großen Filmen fragt, dann ist "Shawshank" da meist nicht dabei.

    Aber woher kommen dann diese 600.000 Leute?

  2.  
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  3. #92
    Benutzerbild von bubu

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    No country for old men

    Auch wenn mich manche jetzt steinigen werden: Ich finde das den wohl miesesten Film der Cohen-Brüder. Erinnert mich mehr an Tarantino (und dass ich mit dessen Werken so meine Schwierigkeiten habe, dürfte ja bekannt sein) als an irgendwas anderes. Die Geschichte finde ich nicht sonderlich prickelnd und auch den vielzitierten Grad "zwischen Skurilität und Abgründigkeit" kann ich nicht sonderlich erkennen. Vier Oscars meines Erachtens für nichts und wieder nichts.
    Den fand ich auch blöd.

    Ach ja, wurde hier eigentlich schon mal "Der Untergang" genannt? Der hat mich echt genervt.

  4. #93
    Benutzerbild von lärmbär

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Zitat Zitat von BigDaddy0297 Beitrag anzeigen

    2.) "Pulp Fiction"
    Für mich einer der besten Filme von Qentin Tarentino. Die Idee, viele Stars in einem gemeinsamen Film unterzubringen, die einzelnen Episoden, die durch diese Stars in irgendeiner Richtung miteinander verknüpft und zu einer einzigen Handlung zusammengeführt werden...hier stimmt einfach alles.

    Ironie/Sarkasmus, schwärzester Humor und gutaufgelegte Schauspieler, machen diesen Film zu einem Klassiker, den man sicher nicht "unterschätzen" sollte.
    Naja Pulp Fiction ist für mich wie ein kommerzieller Aufguss aus Schlingensief-Trash und frühem Peter-Jackson-Splatter, zumindest erzielt er eine ähnliche Wirkung auf mich, nur halt etwas glattgeschliffener.

    Was mir aufgefallen ist: Es wurden seit Thread-Start Streifen wie "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast", "Starship Troopers", "Departed" oder sogar "Funny Games" in den Bereich "überschätzte Filme" gezogen.

    Zu diesen Filmen könnte ich ganze Romane an Kritik schreiben, nur frage ich mich, was man an diesen Filmen überschätzen könnte? Das sind meiner Meinung nach reine Unterhaltungsfilme aus den Bereichen "Horror", "Action" oder "Psychothriller", denen man keine tiefere Bedeutung zusprechen kann.
    Einspruch bei "Funny Games". Fast Schon eine Unverschämtheit den in dieser Liste zu finden. Dieser Film soll nicht unterhalten. Ansonsten seh ich das genauso wie Du.

  5. #94
    Benutzerbild von lärmbär

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Beim Trashkracher "Starship Troopers" vergisst man allerdings ganz gerne, dass der Streifen sich in Bezug auf Action und Besetzung selbst nicht ernst nimmt und noch ein paar satirische Elemente zum Thema Faschismus einstreut. Diese ironische Distanz geht z. B. einem pseudo-philosopischen Geseire wie "Matrix" völlig ab.
    Sehe ich ganz genauso. Starship Troopers ist ein lustiger Film.

    Wenn's Anspruch sein soll, kann man sich von Filmen ja mittlerweile größtenteils verabschieden. Das findet man seit Ende der 90er vornehmlich in den Top-Serien, die mit ihrer romanhaften Erzählweise wesentlich komplexer sind, als es selbst die besten Filme sein können.
    Das trifft aber nur zu, wenn man sich fast ausschließlich auf den U.S.-amerikanischen Filmmarkt beschränkt (was hier wohl auch die meisten tun). Es gibt so viele wundervolle, anspruchsvolle und / oder unterhaltsame Filme aus anderen Ländern. Frankreich oder Großbritannien oder auch Mexiko z.B. Großes Manko ist natürlich, daß man diese Filme hierzulande kaum zu sehen bekommt, und wenn doch, dann nur wenige Wochen in irgendwelchen Off-Kinos oder nachts auf Arte. In den meisten Medien gilt leider die Formel Kino = Hollywood.

    Zu Monty Python kann ich nur sagen, daß die Sketche und insbesondere die Filme auf deutsch einfach nicht funktionieren. Da langweile ich mich auch. Vielleicht ist das eine Erklärung, warum sie hier nicht sehr beliebt sind.

    Und zu David Lynch möchte ich sagen, daß, jetzt da "Twin Peaks" auf arte wiederholt wurde, ich mich wirklich bemüht habe, diese Serie zu schauen, aber irgendwie ist die wie Denver Clan auf LSD.

  6. #95
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Zitat Zitat von lärmbär Beitrag anzeigen
    Zu Monty Python kann ich nur sagen, daß die Sketche und insbesondere die Filme auf deutsch einfach nicht funktionieren. Da langweile ich mich auch. Vielleicht ist das eine Erklärung, warum sie hier nicht sehr beliebt sind.
    Was meinst Du mit "hier"?

    Lutz

  7. #96
    Benutzerbild von lärmbär

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Na hier im Thread.

  8. #97
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Zitat Zitat von lärmbär Beitrag anzeigen
    Na hier im Thread.
    Ach so - muss ich dann nochmal den Thread überfliegen. Sowohl in meiner 80s-Clique als auch aktuell sind die Teile bei uns äußerst beliebt!



    BTW: Mein Versuch obiges auf einer Straßenfete in München nachzustellen endete damit, daß mir ein Dackel (Köter) am Bein hing. Der hat meinen Silly Walk (ist als förderungswürdig anerkannt!) wohl als Bedrohung gesehen

    Lutz

  9. #98
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    jetzt nicht aufregen Torsten
    Keine Sorge. So toll ich den Streifen finde, muss ich sogar einem Nutzer des "cinefacts"-Forums zustimmen: "Was der Polo für den Autofahrer ist, die Currywurst für den Hungrigen und der Mallorca-Urlaub für den Tourist, das ist 'The Shawshank Redemption' für den Kinogänger: solide, ohne Experimente und leider ohne ein Fünkchen Genialität und Mut."

    Klingt zwar etwas beleidigend, aber im Kern ist es ja tatsächlich eine sehr konventionell erzählte Geschichte. Die Erklärung für Platz 1 der IMDB liegt wohl eher darin, dass er mit dem urmenschlichen Wunsch nach Freiheit und Gerechtigkeit spielt. Und dabei von einer überzeugenden Besetzung und der melancholischen Atmosphäre getragen wird (allein beim Kapitel "Brooks was here" bekomme ich jedes Mal einen Frosch im Hals). Entscheidend für die Abstimmungen bei einer Zuschauerumfrage wie der IMDB ist ja letztlich, wie sehr der jeweilige Film auf emotionaler Ebene anspricht - unabhängig von Aspekten wie Bedeutung oder Qualität der Inszenierung.

    Diesen Unterschied finde ich z. B. sehr treffend am Ende einer Rezension zu "Citizen Kane" beschrieben, der ja vom "British Film Institute" seit Jahrzehnten auf Platz 1 geführt wird.

    (...) Dank seiner schier unglaublichen Dichte, seiner künstlerischen Perfektion und seinem enormen Einfluss (...) gilt "Citizen Kane" gerechterweise als bester Film aller Zeiten; als Lieblingsfilm - und hier setzt das Problem mit solcherlei Bezeichnung ein - wird ihn aber kaum ein Filmfan anführen. Er verfügt über keine Identifikationsfigur, lässt emotionale Anteilnahme vermissen und gibt seinem Zuschauer keine Weisheiten mit auf den Weg - außer vielleicht der Erkenntnis, dass Geld nicht glücklich macht, aber das ist auch nicht gerade neu. Ebert bezeichnete "Citizen Kane" abschließend als "shallow masterpiece" und trifft damit den Nagel auf den Kopf: Jeder Cineast wird zugeben, dass der Film in jeder Hinsicht schlichtweg genial ist - aber wenn es darum geht, sich einen schönen Abend mit dem persönlichen Liebling zu machen, wird "Citizen Kane" im Regal liegen bleiben. Ein Meisterwerk, das so weit oben schwebt, dass der Kontakt zum Gehirn des Filmfreunds noch besteht, zum Herzen aber bereits abgerissen ist.
    Citizen Kane

    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    Meine gefühlte Wahrnehmung: Wenn man Feldforschung betreibt und Leute nach wirklich großen Filmen fragt, dann ist "Shawshank" da meist nicht dabei.
    Meine gefühlte Wahrnehmung: Ich kenne in meinem Umfeld niemanden, der den nicht gut bis großartig findet. Und von solchen Beispielen gibt's nicht allzu viele.

    Zitat Zitat von lärmbär Beitrag anzeigen
    Einspruch bei "Funny Games". Fast Schon eine Unverschämtheit den in dieser Liste zu finden. Dieser Film soll nicht unterhalten.
    Danke, dieser Kommentar lag mir auch schon auf der Zunge. Wobei ich finde, dass "Mann beißt Hund" noch eine etwas gelungenere Kritik am Voyeurismus von Medien und Zuschauern ist.

    Zitat Zitat von lärmbär Beitrag anzeigen
    Das trifft aber nur zu, wenn man sich fast ausschließlich auf den U.S.-amerikanischen Filmmarkt beschränkt (was hier wohl auch die meisten tun). Es gibt so viele wundervolle, anspruchsvolle und / oder unterhaltsame Filme aus anderen Ländern.
    Deshalb schrieb ich ja "größtenteils". Allerdings bleiben die herausragenden Serien wegen ihrer Länge und romanhaften Erzählweise dennoch jedem Film überlegen - so zeigen z. B. "Allein gegen die Mafia" oder "Die Sopranos" selbst einem episch erzählten Meisterwerk wie dem von bubu erwähnten "Paten" die glorifizierenden Grenzen auf. Wobei ich mir in dieser Sparte auch mal italienische Filmklassiker von Francesco Rosi oder Damiano Damiani ansehen möchte, die ich leider noch nicht kenne (z. B. "Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert").

  10. #99
    Benutzerbild von BigDaddy0297

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Zitat Zitat von lärmbär Beitrag anzeigen
    Naja Pulp Fiction ist für mich wie ein kommerzieller Aufguss aus Schlingensief-Trash und frühem Peter-Jackson-Splatter, zumindest erzielt er eine ähnliche Wirkung auf mich, nur halt etwas glattgeschliffener.


    Einspruch bei "Funny Games". Fast Schon eine Unverschämtheit den in dieser Liste zu finden. Dieser Film soll nicht unterhalten. Ansonsten seh ich das genauso wie Du.
    Puuuuh, "Pulp Fiction" bzw. Tarantino mit Schlingensief oder Jackson zu vergleichen, ist ein hartes Brot für viele Movie-Fans. Allein Schlingensief's Trash und Jackson's Erstlingswerke in einem Atemzug zu nennen...es wäre schön, wenn Du das ein wenig erklären könntest, damit ich den Vergleich verstehe.

    Bitte verstehe mich nicht falsch, aber für mich stehen auf der einen Seite "Menu Total" oder "Terror 2000", auf der anderen Seite "Bad Taste" und "Braindead". Nicht einmal "Das deutsche Kettensägen-Massaker" würde ich auch nur ansatzweise mit Peter Jackson's -sehr unterhaltsamen- Werken vergleichen können.

    Was den Streifen "Funny Games" angeht, ganz gleich, ob als amerikanische oder deutsche Version: Hier gebe ich Dir vollkommen Recht bei Deinem Einspruch. Allerdings handelt es sich hier um ein kleines Mißverständnis.
    Solange es sich nicht um eine Dokumentation oder einen Aufklärungsfilm handelt, gehe ich grundsätzlich mit dem Wunsch nach Unterhaltung an einen Film heran, egal ob es sich dabei um einen Horror-, Action- oder auch Liebesfilm handelt. Jedes Genre unterhält auf seine Weise.

    Nachdem ich "Funny Games" gesehen hatte *beide Versionen*, bekam ich eine unbeschreibliche Wut im Bauch, ja, ich hätte mich am Liebsten in den Film reingebeamt und meinem inneren Paul Kersey freien Lauf gelassen.

    Aber ich wollte mich von einem guten "Psycho-Thriller" unterhalten lassen, deswegen habe ich ihn in meiner Aufzählung aufgeführt. Großes !

    Es gibt aber Filme, die sind mindestens genau so schlimm, wie "Funny Games", wenn nicht sogar noch schlimmer. Beispielsweise "Eden Lake" oder "Chaos"...und um dem Ganzen noch die Krönung aufzusetzen, der jetzt erschienene "Serbian Film", der selbst mich als hartgesottenen Genre-Alrounder, geschockt hat.


    BigDaddy

  11. #100
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die am meisten überschätzten Filme

    Also man muss Pulp Fiction nicht mögen, aber auch dieser - nein - *der* stilbildende Streifen der 1990s hat hier IMO nun *gar nichts* zu suchen.

    Lutz!

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