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Die besten Rezepte aus den einzelnen Bundesländern

Erstellt von Rosalie, 14.11.2004, 13:38 Uhr · 65 Antworten · 3.921 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Chaparral

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    @Kinderfresser,
    daß mit den Kräutern war ein kleiner Kalauer, deswegen der am Ende...

    Ein Rezept hab ich übrigens doch, und zwar für Nachtisch. Erdbeeren in Essig mit Sahne auf Kopfsalat - die Zeit für Erdbeeren ist zwar vorbei, aber es schmeckt fantastisch, daher für nächstes Jahr merken, es lohnt sich! Ist zwar meines Wissens nach nicht bundeslandspezifisch, hab aber sonst keine lohnenswerte Rezepte auf Lager.

    Man braucht:
    400g Erdbeeren
    3 EL Balsamicoessig
    2-3 EL Zucker
    Kopfsalat (nicht zu groß)
    Süße Sahne (flüssig)

    Erdbeeren zuckern und 2 Stunden im Balsamicoessig kaltstellen. Dann auf Salat anrichten, Sahne drüber - fertig. Einfach zu machen und schmeckt wirklich UMWERFEND !!!

    Winni

  2.  
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  3. #22
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Chaparral postete
    @Kinderfresser,
    daß mit den Kräutern war ein kleiner Kalauer, deswegen der am Ende...
    Das war mir schon klar, bei Babooshka bin ich mir da aber nicht so sicher...
    (@ babooshka: )

  4. #23
    Benutzerbild von djrene

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    Na ja, da hätten wir z.B. einmal aus meiner schwäbischen Heimat Käs'spätzle



    Als gebürtiger Augsburger war ich eigentlich immer der orthodoxen Käsespätzlefraktion zuzurechnen. Das verhielt sich ähnlich wie beim Reinheitsgebot für das bayrische Bier. Es wurden: Mehl, Eier, Wasser, Salz, Käse und Zwiebeln verwendet. Und nichts anderes, basta.

    Nun nachdem ich bereits 11 Jahre im befreundeten Oberfranken weile *g* und mir dort von Bratwurst mit Ketchup bis hin zu Knödeln (Verzeihung Klößen), die eigentlich mehr Kartoffelpüree ähneln, allerlei kulinarische Ungereimtheiten begegneten, habe ich mir eine gewisse Abgebrühtheit zugelegt, die nun auch die am Ende folgenden Variationen von Käsespätzle zuläßt.


    *******************

    DAS GRUNDREZEPT (3-4 Personen):

    375g Weizenmehl (es gibt eine Sorte 403, die ist ideal, es tut aber auch das normale 405)
    ¼ Liter Leitungswasser (ja ja, wir Schwaben)
    3 mittelgroße Eier
    1 EL Salz (wir brauchen wirklich soviel)
    300 g geriebener Allgäuer Emmentaler
    2 Speisezwiebeln

    Aus dem Mehl (gesiebt), den Eiern, dem Wasser und dem Salz fertigen wir unter Zuhilfenahme eines Handrührgerätes mit Knethaken einen homogenen Teig. Der Teig wird solange geknetet, bis er Blasen wirft. Danach muß er ca. 15 Minuten ruhen, damit das Mehl ausreichend Kleber entwickeln kann. Man kann den Teig auch in der Maschine fertigen, allerdings mit dem Nachteil, daß man eben schlecht sieht, wann er blasen wirft. Und die ganz harten unter Euch dürfen auch gerne die komplette Elektronik weglassen *g*

    Inzwischen setzen wir einen großen (und wenn ich groß sage, dann meine ich wirklich groß) Topf mit Wasser auf und bringen selbiges zum kochen. Eine Prise Salz dazu und es kann losgehen.

    Nun muß ich zu meiner Schande gestehen, daß ich, oh welch Blamage, leider die Spätzle nicht vom Brett schaben kann. Wir greifen also zu einem sogenannten Spätzlehobel, z.B. von Fackelmann für ca. 7,- €. Es gibt davon 2 verschiedene Versionen, deren einziger kleiner Unterschied ein ganz entscheidender für die Form der Spätzle ist. Es gibt die schwäbisch-allemannische (Baden-Württemberg) Version mit kleinen „Nasen“ unter den Löchern, die bewirken, daß die Spätzle lang und dünn werden und die bayrisch-schwäbische ohne eben diese Teile. Dann erhalten wir die typischen Knöpflespätzle. Die erste Version ist natürlich kategorisch abzulehnen *g*.

    Wir befüllen nun also das Gerät über dem kochenden Wasser und fangen das hobeln an. Ist der Vorratsbehälter leer, warten wir bis das Wasser wieder kocht und die Spätzle an die Oberfläche kommen. Dann kann man sie mit einem Schaumlöffel abschöpfen. Je nach weiterer Verwendung werden die Knöpfle nun abgeschreckt (wenn man sie aufhebt, einfriert, oder mit Butter ausläßt) oder in eine feuerfeste Form gefüllt. Für die Käsespätzle nun eine dünne Schicht Käse (wirklich dünn, wir sind sparsame Leute) darüberstreuen. Der Vorgang wird solange wiederholt, bis der Teig aufgebraucht ist. Nun den restlichen Käse darüberstreuen und bei 200°C ca. 15 Minuten lang ab in den Backofen.

    Die Zwiebeln werden nun geschält, in Ringe geschnitten und in reichlich Öl herausgebacken. Wenn man sie noch in Mehl wendet (gut abschütteln), werden sie noch knuspriger. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, legt man sie zum abtropfen auf ein Stück Küchenkrepp.

    Die Spätzle werden nun aus dem Ofen geholt und auf die angerichteten Teller verteilt. Die Zwiebeln kommen oben drauf.

    Dazu paßt hervorragend ein grüner Salat und ein trockener Weißwein. Vergeßt nicht Salz auf den Tisch zu stellen, denn es kommt vor, daß der Käse nicht salzig genug ist, dann muß nachgeholfen werden.


    ********************

    DIE VARIATIONEN:


    Man kann die Spätzle ganz einfach grün einfärben, indem man 2 EL Rahmspinat in den Teig rührt. Man nimmt dann entsprechend weniger Wasser, da es sonst zu flüssig wird. Orange bekommt man sie mit gekochten und pürierten Karotten (sieht echt eklig aus).

    Pikant kann man sie zubereiten indem man beim schichten je nach Geschmack rohen oder gekochten Schinken, Champions und Pepperoni dazugibt. Ich rate jedoch aus gegebenem Anlaß dringend davon ab, Knoblauch mit hinein zu mischen.

    Wer es gerne etwas saftiger mag, kann über die fertig befüllte Auflaufform noch 3 EL süße Sahne träufeln.

    Etwas festere Spätzle erhält man (die zudem auch sehr gut aussehen), wenn man in den Teig noch zusätzlich 1 Eigelb dazu gibt.

    Sehr gut eignet sich anstelle des Emmentalers auch Butterkäse.

    Petersilie oder Schnittlauch erhöhen die Würzigkeit des Gerichtes.


    *******************

    WICHTIGER HINWEIS:


    Es ist nicht gestattet, gell liebe Oberfranken, Käsespätzle als Beilage zu Hähnchen, oder gar mit Ketchup zu verzehren. Zudem kann man KEINESFALLS Spätzle aus der Packung verwenden. Die taugen nur für den Mülleimer. Jeder der einmal selbstgemachte gegessen hat, wird das bestätigen.




    Wünsche wohl zu speisen und allen die keine Spülmaschine haben viel Spaß beim Abwasch. Eihaltige Mehlspeisenreste sollten übrigens mit kaltem Wasser entfernt werden.

  5. #24
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    djrene postete
    Zudem kann man KEINESFALLS Spätzle aus der Packung verwenden. Die taugen nur für den Mülleimer. Jeder der einmal selbstgemachte gegessen hat, wird das bestätigen.
    Dann will ich das gleich mal bestätigen!

  6. #25
    Benutzerbild von Rosalie

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    @Babooshka : mmmhhh das ist ja soooo lecker, dein Rezept mit Leber und der Gurkensalat...das muss man unbedingt probieren !

    Hier in Rheinland-Pfalz wird Salat ja meistens mit Essig/Öl Dressing zubereitet...also eher sauer, wer aber einmal einen Salat aus Mecklenburg-Vorpommern (wir waren in Leussow bei Neustrelitz) probiert hat wird wohl sich verwundert fragen wie er je so einen sauren Salat- je hat genießen können!
    Ich schwärme für diesen Salat aus Mecklenburg habe aber leider kein Rezept. Zucker ist auf jeden Fall drin ....köstlich! So was von gut

    Hat jemand ein Rezept?

  7. #26
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Ich koche auch sehr gern, kann aber nicht so recht mit bundeslandsspezifischen Gerichten aufwarten. Selbst komme ich ja aus Thüringen, meine Mutter, die mir im Wesentlichen das Kochen beigebracht hat, jedoch aus Sachsen. Aufgrund einer gewissen Kochfaulheit meiner Oma musste sich meine Mutter aber fast alles selbst beibringen, wodurch die Küche meiner Mutter und somit auch die meine weder typisch sächsisch noch typisch thüringisch ist.

    Aber natürlich kenne ich trotzdem einige Gerichte, die vielleicht nicht jeder kennt oder bei denen nicht jeder weiß, wie sie zubereitet werden, weshalb auch ich mit einigen Rezepten dienen will. Aber das braucht noch etwas Zeit, ich weiß nicht, ob ich heute schon so sehr in Schreiblaune bin.

  8. #27
    Benutzerbild von Babooshka

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    Kinderfresser, du hast heute wieder den Charme einer Kreissäge!

    Rosalie, wenn du "süße" Salate magst, dann ist "mein" Gurkensalat genau richtig für dich. In der Tat dürfte er von der Ostseeküste zu uns nach Berlin gekommen sein, denn meine Mutter und ihre Familie sind olle Westpreußen von der Danziger Bucht. Im übrigen hat's bei uns nie was Anderes als süße Salate gegeben. Meine Mutter hat früher auch ab und zu Kopfsalat gemacht, der war auch immer in gezuckertem Zitronensaft mariniert. Saure Salate mit viel Essig und Öl, Pfeffer und Salz habe ich erst viel später kennen gelernt und das war wirklich erst mal gewöhnungsbedürftig. Sauren Gurkensalat kann ich bis heute nicht haben. Im Restaurant eines früheren Berliner Kaufhauses (Bilka für die Kenner) gab es Kopfsalat in einem süßen Sahnedressing, muss wohl auch was mit Zitrone und Zucker gewesen sein. Auch sehr, sehr lecker, aber das Rezept dafür habe ich nie gesehen. Ich werde mal meine Mutter fragen, wie die Marinade für den Kopfsalat geht, dann hast du bald noch einen süßen Salat!

    Der Gurkensalat passt übrigens auch gut zu Käsespätzle, damit habe ich ihn schon häufig erfolgreich kombiniert. Ich trau's mich gar nicht zu sagen, aber ich, Nicht-Schwäbin und darüber hinaus Single, nehme immer Spätzle aus der Tüte *rotwerd* Das Originalrezept von René klingt superlecker, wäre aber für mich alleine viel zu aufwändig.

    Ich koche leidenschaftlich gerne, wenn ich Besuch habe (für mich alleine ist es mir meistens zu langweilig und eben aufwändig), aber da ich's nicht so wirklich mit herzhaft-deftigem deutschem Essen habe, gibt's bei mir meistens Exotisches aus aller Welt. Am liebsten Asiatisches, vor allem aus Indonesien, und marokkanische Tajines. Aber dazu können wir ja bei Interesse einen eigenen Thread aufmachen.

  9. #28
    Benutzerbild von Pallas

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    Süßer Salat, hmmm!! So was hat es bei uns zu Hause auch gegeben! Das habe ich sehr gerne gegessen!
    Babooshka, vielleicht hat das wirklich was mit Westpreußen zu tun, meines Vaters Familie stammt auch aus Danzig...

  10. #29
    Benutzerbild von waschbaer

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    djrene postete
    Na ja, da hätten wir z.B. einmal aus meiner schwäbischen Heimat Käs'spätzle



    Als gebürtiger Augsburger war ich eigentlich immer der orthodoxen Käsespätzlefraktion zuzurechnen.
    Ich bin ja auch gebürtiger Augsburger und Kässpatzn sind so ziemlich das einzige mit Käse, was ich esse. Ich bin jemand, der Käse nicht sonderlich mag, aber das esse ich ab und an.

    Nun nachdem ich bereits 11 Jahre im befreundeten Oberfranken weile *g* und mir dort von Bratwurst mit Ketchup bis hin zu Knödeln (Verzeihung Klößen), die eigentlich mehr Kartoffelpüree ähneln, allerlei kulinarische Ungereimtheiten begegneten, habe ich mir eine gewisse Abgebrühtheit zugelegt, die nun auch die am Ende folgenden Variationen von Käsespätzle zuläßt.
    VERRÄTER!!! Wie kannst du nur? Komm wieder zurück und wir essen welche zusammen.

    Und die ganz harten unter Euch dürfen auch gerne die komplette Elektronik weglassen *g*
    ... und dann die Blasen an den Händen haben. Honi soit qui mal y pense.

    ... Spätzlehobel, z.B. von Fackelmann für ca. 7,- €. Es gibt davon 2 verschiedene Versionen, deren einziger kleiner Unterschied ein ganz entscheidender für die Form der Spätzle ist. Es gibt die schwäbisch-allemannische (Baden-Württemberg) Version mit kleinen „Nasen“ unter den Löchern, die bewirken, daß die Spätzle lang und dünn werden und die bayrisch-schwäbische ohne eben diese Teile. Dann erhalten wir die typischen Knöpflespätzle. Die erste Version ist natürlich kategorisch abzulehnen *g*.
    Vollste Zustimmung bezüglich der Ablehnung. Mein Bruder hat mal in England gewohnt (siehe auch Nena-Thread) und ich habe ihn besucht. Dabei hat er mich gebeten, ihm einen Spätzlehobel mitzubringen. Diesen habe ich im Handgepäck transportiert. Schon in Frankfurt war es ein Drama, den Leuten der Flugabfertigung zu erzählen, was das für ein Teil sei, aber in London beim Umsteigen am Flughafen war das einfach nur noch unmöglich. Wahrscheinlich dachte man, dass sei ein neues Terrorgerät. Die Krönung war wirklich, dass einer der englischen Flugsicherer sich einen seiner Finger in dem Teil einquetschte.

    Es ist nicht gestattet, gell liebe Oberfranken, Käsespätzle als Beilage zu Hähnchen, oder gar mit Ketchup zu verzehren. Zudem kann man KEINESFALLS Spätzle aus der Packung verwenden. Die taugen nur für den Mülleimer. Jeder der einmal selbstgemachte gegessen hat, wird das bestätigen.
    Vollste bärenartige Unterstützung.

  11. #30
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Babooshka postete
    Kinderfresser, du hast heute wieder den Charme einer Kreissäge!
    Wieso denn nur heute? Eigentlich doch immer!


    @ waschbär & djrene: wenn die selbstgemachten spätzle nicht so zeitaufwendig wären, würd ich die ja immer machen, weil sie eben einfach besser schmecken...

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