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Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

Erstellt von PostMortem, 13.03.2013, 16:35 Uhr · 29 Antworten · 1.742 Aufrufe

  1. #1
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    Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Ich habe vorgestern etwas erlebt worüber ich heute noch nachdenke und mich würden dazu mal Eure Meinungen interessieren.

    Meine Freundin und ich suchen gerade einen neuen Standort für ihr Geschäft und so waren wir trotz Schneetreiben und Verkehrschaos im Großstadtverkehr unterwegs. Das kostet natürlich Nerven und nach stundenlangem Stop&Go im Auto und literweise Schnee immer von vorne in die Fr...e hat man dann auch irgendwann keine Lust mehr. Es war früher Nachmittag, wir hatten Hunger und es ist normalerweise keine so schlechte Zeit um sich einigermaßen in Ruhe beim Meckes reinzusetzen und direkt was zu Futtern auf dem Tablet zu haben.

    Das wäre eigentlich auch der Fall gewesen, allerdings saß in einer Ecke ein größerer Kindergeburtstags-Pulk. Wir haben uns unseren Kram dann innerhalb von 10 Minuten reingezogen und ich war permanent damit beschäftigt selbst ruhig zu bleiben und darauf aufzupassen, dass meiner zunehmend rot im Gesicht werdenden Freundin nicht die Halsschlagader platzt. Die war kurz vorm Ausrasten. Es war aber auch der Hammer! Die Kinder stürmten den kompletten Laden. Es wurde sich gegenseitig mit den Meckes-Ballons auf den Kopf gehauen, sich quer durchs Restaurant mit Spielzeug beworfen, kreuz und quer und an allen Tischen entlang durch den Raum gerannt und gebrüllt und gequiekt. Sogar die Toiletten "terrorisierte" diese Rasselbande - immer wieder liefen Gruppen mit ihrem Ballonbündel dort hinein und kamen wieder raus. Auch in die als "Privat" kegennzeichneten Räume wollten die Kids sich lautstark Zugriff verschaffen und letztendlich gings dann auch immer wieder quiekend, Gegenstände werfend, Haare ziehend, mit den Ballons am Stil hauend an unserem Tisch vorbei (was natürlich dazu führte, dass auch immer wieder ein Ballon mit einem lauten Knall platzte). Und natürlich musste auch regelmäßig beim Toben eine Tür nach außen geöffnet werden, damit es nochmal so richtig schön kalt durchzog bis die nächsten Gäste kamen.

    Nun ist ein Schnell-Restaurant niemals ein Quell der Ruhe. Aber so einen Affenzirkus muss man in diesem Extrem dann auch nicht hinnehmen und eigentlich ist die Sache doch klar. Aber weder das Restaurant-Personal machte irgendwelche Anstalten mal um eeeeeeetwas Ruhe für die anderen Gäste zu bitten, noch die fünf Anwesenden Mütter anzusprechen schien viel Sinn zu machen. Denn in unseren Augen hätte man entweder gar nicht kommunizieren können oder hätte Ruckzuck neben dem Kinderfreind auch direkt wieder den Ausländerfeind vorgeworfen bekommen. Denn alle Kinder und alle Mütter verständigten sich ausschließlich auf türkisch - die Mütter im übrigen untereinander über einige Meter auseinander liegende Tische hinweg genauso laut wie die Kinder im gesamten Restaurant. Niemand der noch rund zehn anwesenden anderen Gäste sagte auch nur ein kritisches Wort.

    Ja, "die Südländer" sind lauter als wir, anderer Kulturkreis, Toleranz, kulturelle Bereicherung, bla..........

    Was soll man da denn machen? Ist man in diesem Land heutzutage wirklich gezwungen solchen Ärger runterzuschlucken, nur weil Kinder heute aufgrund ihrer Seltenheit fast schon die goldenen Kälber sind und Zuwanderer immer eine durch nichts und niemanden zu kritisierende Bereicherung (sonst Nazi!)? Hat man in diesem Land nur vergessen, dass auch Deutsche (ohne Migrationshintergrund) laut sein können? Muss man sich "gerade als Deutscher" (Vergangenheit und so) vielleicht sogar demütig alles gefallen lassen?

    Was hättet Ihr gemacht? Ich ärgere mich immer noch schwarz (Ups! Darf man das überhaupt noch?), dass selbst ich - der sonst immer ohne große Angst vor negativen Konsequenzen seine Meinung sagt - aufgrund diffuser Ängste (über hysterische Nazi-Verunglimpfungen bis hin zum handgreiflichen Tumult per Handy herbeigerufener Familienmitglieder, Väter, Brüder etc.) mir lieber meinen Burger hastig reingezogen habe und mit meiner Freundin schnellstmöglich nach Hause geflohen bin. Und ehrlich gesagt ärgere ich mich auch darüber, dass uns Deutschstämmigen ständig was von Toleranz und Integration erzählt wird und dann hast Du da so eine Gruppe Menschen vor der Nase die sich ganz bewusst in diesem Land von Dir abgrenzt und komplett in einer fremden Sprache spricht, auch mit den Kindern die hier doch mal etwas werden sollen.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    (...) die Mütter im übrigen untereinander über einige Meter auseinander liegende Tische hinweg genauso laut wie die Kinder im gesamten Restaurant.

    Ja, "die Südländer" sind lauter als wir, anderer Kulturkreis, Toleranz, kulturelle Bereicherung, bla..........

    Was soll man da denn machen? Ist man in diesem Land heutzutage wirklich gezwungen solchen Ärger runterzuschlucken, nur weil Kinder heute aufgrund ihrer Seltenheit fast schon die goldenen Kälber sind und Zuwanderer immer eine durch nichts und niemanden zu kritisierende Bereicherung (sonst Nazi!)? Hat man in diesem Land nur vergessen, dass auch Deutsche (ohne Migrationshintergrund) laut sein können? Muss man sich "gerade als Deutscher" (Vergangenheit und so) vielleicht sogar demütig alles gefallen lassen?
    Gerade eben nicht - unabhängig von der Herkunft brauchen Kinder IMO Grenzen. Da wird natürlich ganz schnell die Kinderfeind-Keule "Kinder sind eben laut" rausgeholt wenn man was sagt. Dass die Kinder von o.g. lautstarken Müttern besonders nerven dürfte IMO keine Zufall sein - da schaukelt sich was auf. Ich kenne den Laden "Meckes" nicht, aber ich denke man braucht sich auch da nicht grenzenlos alles gefallen lassen.

  4. #3
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Gerade eben nicht - unabhängig von der Herkunft brauchen Kinder IMO Grenzen. Da wird natürlich ganz schnell die Kinderfeind-Keule "Kinder sind eben laut" rausgeholt wenn man was sagt. Dass die Kinder von o.g. lautstarken Müttern besonders nerven dürfte IMO keine Zufall sein - da schaukelt sich was auf. Ich kenne den Laden "Meckes" nicht, aber ich denke man braucht sich auch da nicht grenzenlos alles gefallen lassen.
    Meckes ist der Laden mit dem goldenen "M"

    Klar, eigentlich muss man Grenzen setzen. Aber ich musste gerade in dieser Situation an solche Fälle hier denken. Es ist natürlich total rassistisch, dass man lieber die Klappe hält um auf jeden Fall mit heiler Haut wieder nach Hause zu kommen... Daniel S. und Jonny K. kamen es nicht und die wollten nur schlichten. Ich kanns nicht ändern, ich habe bei solchen Anlässen mittlerweile immer im Hinterkopf mit welchen Bevölkerungsgruppen harmlose Streitigkeiten auffallend oft in Handgreiflichkeiten ausarten und sogar noch leblos am Boden liegenden Opfern immer weiter gegen den Kopf getreten wird. Also hält man es aus, die Klappe und macht Platz.

  5. #4
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Meckes ist der Laden mit dem goldenen "M"
    Ach sööö - wäre ja fast was für diesen Thread

    Ich kenne es ansonsten nur als McDoof *g*

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Klar, eigentlich muss man Grenzen setzen. Aber ich musste gerade in dieser Situation an solche Fälle hier denken. Es ist natürlich total rassistisch, dass man lieber die Klappe hält um auf jeden Fall mit heiler Haut wieder nach Hause zu kommen... Daniel S. und Jonny K. kamen es nicht und die wollten nur schlichten. Ich kanns nicht ändern, ich habe bei solchen Anlässen mittlerweile immer im Hinterkopf mit welchen Bevölkerungsgruppen harmlose Streitigkeiten auffallend oft in Handgreiflichkeiten ausarten und sogar noch leblos am Boden liegenden Opfern immer weiter gegen den Kopf getreten wird. Also hält man es aus, die Klappe und macht Platz.
    Waren denn in dem McDoof auch noch die Väter mit dabei? Die zweite Ebene ist ja die von Dir angesprochene political correctness. Tja und eine Gleichbehandlung beinhaltet IMO halt auch, dass man auch denen die Meinung geigt: "Könnt ihr euren Blagen nicht mal Bescheid sagen?" (etwas überspitzt gesagt).

    Ich kann aber sehr gut nachvollziehen, dass man in der Situation dann doch nichts sagt. Ich hätte wahrscheinlich gleich auf dem Absatz kehrt gemacht und mir einen anderen Laden gesucht - bei McDoof ziehe ich mir deshalb meist nur was vom Auto aus (McDoofDrive)

  6. #5
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Waren denn in dem McDoof auch noch die Väter mit dabei? Die zweite Ebene ist ja die von Dir angesprochene political correctness. Tja und eine Gleichbehandlung beinhaltet IMO halt auch, dass man auch denen die Meinung geigt: "Könnt ihr euren Blagen nicht mal Bescheid sagen?" (etwas überspitzt gesagt).

    Ich kann aber sehr gut nachvollziehen, dass man in der Situation dann doch nichts sagt. Ich hätte wahrscheinlich gleich auf dem Absatz kehrt gemacht und mir einen anderen Laden gesucht - bei McDoof ziehe ich mir deshalb meist nur was vom Auto aus (McDoofDrive)
    Ja, direkt wieder gehen hätte man machen können. Aber wie weit ist es dann eigentlich gekommen? In der Hoffnung, dass die nur untereinander türkisch reden, hätte ich die Damen (Männer/Väter nicht anwesend) auch ansprechen können. Doch erstens gab es ja offenbar kein Unrechtsbewusstsein und sowas artet dann ja fast automatisch in Stunk aus und zweitens (was viele offenbar nicht wissen bzw. ignorieren): Eine muslimische/sunnitische Frau darfst Du als Mann nicht einfach anquatschen und Augenkontakt darfst Du schon gar nicht mit ihr aufbauen. Manche werden jetzt wieder aufjaulen. Aber das sind nunmal die Regeln des Islam (den lt. Studien immerhin 90% der in Deutschland lebenden Muslime stark oder sehr stark praktizieren) und welcher muslimischen Frau steht denn auf der Stirn geschrieben, ob sie sich diese Regeln hält oder nicht? Fragen bringt nichts, denn dazu hast Du Dich ja ggf. schon unangemessen verhalten. Viele Frauen die bei uns im Unternehmen putzen halten sich jedenfalls dran. Die kannst Du grüßen bis Du blöde wirst: Die gucken ausweichend die Wand an und erwiedern es nicht. Mancher kapiert irgendwann mal warum und lässt das Grüßen sein, andere nicht. Ich bin seitdem vorsichtiger geworden, denn draußen stehen die Damen nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis zu meinem Arbeitgeber und sind die Herren oft nicht weit. Ich weiss, dass viele islamische Frauen und Mädchen da draussen ganz europäisch leben und bestens integriert sind (jedenfalls wenn die Eltern nicht zuschauen). Aber es steht eben nicht drauf. Ich weiss nicht wie man sich da richtig verhält, denn auch beim Nicht-mehr-Grüßen der Putzkräfte auf der Arbeit komme ich mir eigentlich eher blöd und unhöflich vor.

    Wie auch im obigen Artikel beschrieben, rechne ich mittlerweile damit, dass die hitzigeren und konservativeren aus diesem Kulturkreis aus nichtigstem Anlass ruckzuck die Schläger aus der Familie als Verstärkung herbeirufen könnten um die angeknackste Ehre zu verteidigen - und das ist eben eine Besonderheit, die man mit kaum einer anderen Bevölkerungsgruppe im Konfliktfall riskiert.

    Ich weiss, dass das rechts klingt: Aber ich fühle mich mittlerweile in solchen Situationen wirklich fremd im eigenen Land und sehe mich zähneknirschend dazu genötigt gewisse Bezirke als No-Go-Area zu meiden.

  7. #6
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Ich weiss, dass das rechts klingt: Aber ich fühle mich mittlerweile in solchen Situationen wirklich fremd im eigenen Land und sehe mich zähneknirschend dazu genötigt gewisse Bezirke als No-Go-Area zu meiden.
    Vielleicht ist es in NRW noch anders als hier in Hamburg? Ich bin momentan mal wieder am anderen Ende der Stadt und fühle mich hier wirklich wohl (Altona - wo auch Gegen die Wand gedreht wurde, was o.g. Thema streift).
    Ich würde allerdings auch nicht in irgendeinen verrauchten türkischen (?) "Telefon-Wettbüro-Shop" gehen, genauso wenig wie in ne prollige .de Astra-Stube... Bei der Kindererziehung sehe ich auch nervige Unterschiede. Mich würde mal bei manchem "Kinder sind nun mal laut" Prediger interessieren, wie er/sie reden würde wenn er/sie eine besonders "lebhafte" Familie als unmittelbare Nachbarn hat (mal unabhängig davon ob .de oder nicht).

  8. #7
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Ich bin gerade auf der Arbeit, daher nur eine kurze Antwort:

    1. Ja, mich nerven laute Kinder mittlerweile auch. Ich wechsel auch den U-Bahn-Wagon, wenn eine Schulklasse hereinkommt. Das ist wohl so, dass man "im Alter" lärmempfindlicher wird.

    2. Kinder sind in Tat von Natur aus laut, wenn sie in Gruppen auftreten. Vermutlich haben sie das Gefühl, dass man sonst in der Gruppe nicht gehört wird, und so entwickelt sich ein Kindergeburtstag in aller Regel schnell zum Schreiwettbewerb. Man sollte daher Kindergeburtstage nicht in Restaurants oder gemütlichen Cafes veranstalten (das wäre in der Tat unzumutbar), aber bei McDo ... da muss man schon mit sowas rechnen. Die werben doch gezielt mit der Möglichkeit, dort Kindergeburtstage zu veranstalten.

    3. Dass die Bitte um etwas weniger Lärm zu Nazi-Vorwürfen oder dem Hinzuziehen der Brrrüder geführt hätte, ist erstmal reine Spekulation.

  9. #8
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    aber bei McDo ... da muss man schon mit sowas rechnen. Die werben doch gezielt mit der Möglichkeit, dort Kindergeburtstage zu veranstalten.
    Habe die z.T. nicht sogar so einen schallisolierten "Blagen Raum" (scnr)?

    Ansonsten muss ich irgendwie gerade an Big Bang Theory denken


  10. #9
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    2. Kinder sind in Tat von Natur aus laut, wenn sie in Gruppen auftreten. Vermutlich haben sie das Gefühl, dass man sonst in der Gruppe nicht gehört wird, und so entwickelt sich ein Kindergeburtstag in aller Regel schnell zum Schreiwettbewerb. Man sollte daher Kindergeburtstage nicht in Restaurants oder gemütlichen Cafes veranstalten (das wäre in der Tat unzumutbar), aber bei McDo ... da muss man schon mit sowas rechnen. Die werben doch gezielt mit der Möglichkeit, dort Kindergeburtstage zu veranstalten.
    Die Zeiten des großen Kindergeburtstags-Angebots bei Mc Donald's sind dann doch schon eine ganz schöne Weile her. Mc Donald's ist heute grün und nicht mehr rot und die offenen Kinderecken sind in den allermeisten Restaurants schon vor Jahren den gediegenen Mc Cafés gewichen. So hat das nicht mehr ins Konzept gepasst und es gibt heute nur noch sehr wenige große Filialen die in der Richtung offensiv was anbieten. Besagte Filiale hat nie dazu gehört, die gibt es von Anfang an mit Café-Lounge-Atmosphäre. Ich kann mich aber auch nicht erinnern, dass man bei Kindergeburtstagen gezwungenermaßen jedes Fehlverhalten zu erwarten hätte und das es ganz normal ist, wenn Kinder sich ungebremst mit Spielzeug bewerfen, Haare ziehen, hauen, mit Gegenständen auf der Toilette einfallen, Durchzug veranstalten... Aber gut, vielleicht bin ich da auch spießig und habe veraltete Vorstellungen von Geschenken, Kuchen, Geburtstags-Spielen, Pommes und Erziehungsberechtigten die auch mal Bremsen wenns einfach zu viel wird.

    3. Dass die Bitte um etwas weniger Lärm zu Nazi-Vorwürfen oder dem Hinzuziehen der Brrrüder geführt hätte, ist erstmal reine Spekulation.
    Manche Frauen verschwinden aus Schutzinstinkten nachts kurzzeitig irgendwohin, wenn man als Mann zufällig über mehrere hundert Meter den gleichen Weg wie sie hat hat. Hast Du dafür Verständnis oder heisst es da dann auch "Pure Spekulation! Hättest ja erstmal gucken können was passiert!". Vermutlich nicht, denn man weiss ja das schon das eine oder andere passiert ist. Da hat man als Mann eben Pech und schämt sich seiner Geschlechtsgenossen die solche Ängste verursachen und Dich mit unter Generalverdacht stellen. Wo ist der Unterschied, wenn die Integration eines großen Teils von Zuwanderern aus einem bestimmten Kulturkreis offenkundig misslungen ist und nicht nur Studien auch ganz klar das erhöhte Gewaltpotenzial anzeigen (Studie über Muslime in Deutschland - Der Islam und die Gewalt - Politik - Süddeutsche.de / Islam in Deutschland: Muslimische Jugendliche = gewalttätige Jugendliche? | Gesellschaft | ZEIT ONLINE), sondern
    gemessen am Bevölkerungsanteil auch tatsächlich überproportional viel passiert (was die Medien nach wie vor nur mit der Kneifzange anfasssen, aber wehe es passiert mal was andersherum).

    Mittlerweile sagen das doch sogar schon gut integrierte türkischstämmige Deutsche und ziehen aus typischen Zuwanderer-Vierteln nach Möglichkeit weg, weil sie von strenger muslimischen Zuwanderern dafür verachtet werden, wenn sie sich deutschen Werten und Bräuchen zuwenden und ihre Kinder offen erziehen. Es lässt sich langsam nicht mehr übersehen, dass Europa ein echtes Problem mit der Integration eines großen Teils der Zuwanderer islamischen Glaubens hat. Ich weiss, dass das nicht mit allen so ist und es wäre wunderbar wenn alle so wären wie Nazan Eckes, Cem Özdemir, Kaya Yanar oder Sibel Kekilli. Aber es gibt eben auch die ganz andere, hässliche und brutale Seite und ich kann doch nichts dafür, dass ich den Damen und Herren nicht ansehen kann, ob sie zu den Problem-Zuwanderern gehören oder friedlich sind. Umgekehrt verlangt man von Migranten ja auch nicht sich im Zweifelsfall doch lieber erstmal beim Bordstein-Surfen den Kiefer zertrümmern zu lassen, um auch ganz sicher zu sein einen waschechten Neo-Nazi vor der Nase gehabt zu haben und bloß niemanden wegen seines spärlichen Haupthaares vorzuverurteilen. Meine Schutzinstinkte funktionieren noch, die habe ich mir nicht politisch korrekt wegerziehen lassen. Aber es ist doch traurig, dass man über sowas überhaupt nachdenken und drüber diskutieren muss.

    Was hättest Du denn gemacht und in wessen Verantwortung liegt es dafür zu sorgen, dass ein Bevölkerungsteil von einem anderen nicht als feindlich oder gar als Bedrohung empfunden wird? Wirkt es freundlich, offen und integriert in Deutschland permanent in einer fremden Sprache zu sprechen?

  11. #10
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Manche Frauen verschwinden aus Schutzinstinkten nachts kurzzeitig irgendwohin, wenn man als Mann zufällig über mehrere hundert Meter den gleichen Weg wie sie hat hat. Hast Du dafür Verständnis oder heisst es da dann auch "Pure Spekulation! Hättest ja erstmal gucken können was passiert!"
    Der Vergleich hinkt. Ìhr wart nicht in einer dunklen Gasse, sondern bei McDo. Und außer den Kindern waren doch nur deren Mütter da, die wohl auch nicht auffallend aggressiv auftraten, oder doch? Die Vorstellung, dass wegen Bitte um weniger Lärm gleich das Handy gezückt wird und Minuten später mit qietschenden Reifen ein paar krasse Messerstecher vorgefahren kommen, ist doch etwas weit hergeholt, finde ich.

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