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Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

Erstellt von PostMortem, 13.03.2013, 16:35 Uhr · 29 Antworten · 1.737 Aufrufe

  1. #11
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Der Vergleich hinkt. Ìhr wart nicht in einer dunklen Gasse, sondern bei McDo. Und außer den Kindern waren doch nur deren Mütter da, die wohl auch nicht auffallend aggressiv auftraten, oder doch? Die Vorstellung, dass wegen Bitte um weniger Lärm gleich das Handy gezückt wird und Minuten später mit qietschenden Reifen ein paar krasse Messerstecher vorgefahren kommen, ist doch etwas weit hergeholt, finde ich.
    Da hinkt gar nichts, weil es ortsunabhängig ist, dass man anderen Menschen nur VOR den Kopf gucken kann. Und es ist ja nicht so, dass genau das was Du weit hergeholt findest nicht regelmäßig in Großstädten in NRW praktiziert wird und so langsam auch das Umland erreicht. Die Einschläge kommen näher und häufiger. Die Medien schweigen nur oder halten die Hintergrunde bewusst im Dunkeln. Abgesehen davon wird immer wieder jovial übergangen, dass Du als Mann eine den Islam praktizierende Frau weder anzugucken, noch anzusprechen hast. Und woher weiss Mann das vorher? Für mich ist der sofort im Raum stehende Vorwurf, dass jeder Brand in Deutschland bei dem Ausländer umkommen ein Akt rechtsradikalen Terrors sein muss, auch weit hergeholt. Das hindert die Regierungen und Oppositionen anderer Länder trotzdem nicht daran sofort entsprechende Verlautbarungen von sich zu geben (wenn auch mit einem diplomatischen Schleifchen drum) und Delegationen zu entsenden. Die Medienaufmerksamkeit ist ihnen sicher. Der nach brutalen Tritten mit irreparablen Hirnschäden ins Krankenhaus eingelieferte Daniel S. ist heute von der Öffentlichkeit fast unbemerkt verstorben. Keine Lichterketten, keine Mahnwachen, kein Ministerpräsidenten-Besuch, nichts. Niedersachsen : Er wollte schlichten und wurde totgeprügelt - Nachrichten Panorama - DIE WELT

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Bei dem von Dir genannten Fall scheint es sich ja um einen "normalen" (i. S. v. nicht politisch oder ethnisch motivierten) Fall von Totschlag zu handeln. In solchen Fällen gibts ja auch für türkische Opfer keine Mahnwachen, Politikergesten o. ä.

    Und sowohl der Weltartikel als auch der BILD-Artikel machen kein Geheimnis daraus, dass der Haupttatverdächtige türkischer Herkunft ist. Das hier aus political correctness Tatsachen verschwiegen würden kann man also nicht sagen.

  4. #13
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon wird immer wieder jovial übergangen, dass Du als Mann eine den Islam praktizierende Frau weder anzugucken, noch anzusprechen hast. Und woher weiss Mann das vorher?
    Also ich wusste das bis jetzt noch nicht. Und wenn man es doch macht?

  5. #14
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Bei dem von Dir genannten Fall scheint es sich ja um einen "normalen" (i. S. v. nicht politisch oder ethnisch motivierten) Fall von Totschlag zu handeln. In solchen Fällen gibts ja auch für türkische Opfer keine Mahnwachen, Politikergesten o. ä.
    Selbst wenn die Tat "nur" ein "normaler" Totschlag war: Die verhöhnenden Kumpels und Glaubensbrüder im Netz (wer suchet der findet!), geben dem ganzen eine ganz andere Dimension und müssen aufrütteln. Nazis die das zugewanderte Opfer einer "normalen Gewalttat" verhöhnen würdest Du auch bedenklich finden und wären Ruckzuck DAS beschämende Titelthema in ganz Deutschland und darüber hinaus. "Und was heisst überhaupt "normal"? Es ist eben nicht normal wie oft das passiert. Zitat: "Ähnlich steht es um die alte Streitfrage, ob der Zuwanderungshintergrund von Straftätern erfasst werden soll. Nachdem aus Berlin bekannt geworden war, dass dort 81 Prozent der jungen Intensivtäter Zuwanderungsgeschichte besitzen (fast ausnahmslos türkische oder arabische), forderten CDU und Polizeiverbände, auch in NRW die Zuwanderungsgeschichte zu erfassen, weil man Probleme nur lösen könne, wenn man ihr Ausmaß kenne." => Kriminalität : Wie die Polizei-Statistik Verbrechen verheimlicht - Nachrichten Regionales - Düsseldorf - DIE WELT

    Ist es weit hergeholt oder schlichte Mathematik, dass das amtliche Risiko in diversen Großstädten Opfer von Gewalttaten zu werden Dank dieser Tatsache mittlerweile um den Faktor 5 erhöht ist? Ist das dann jetzt eben einfach die neue Normalität und unbesorgt hinzunehmen?

    Und sowohl der Weltartikel als auch der BILD-Artikel machen kein Geheimnis daraus, dass der Haupttatverdächtige türkischer Herkunft ist. Das hier aus political correctness Tatsachen verschwiegen würden kann man also nicht sagen.
    Zwei nennen das Kind beim Namen, die erdrückende Mehrheit bis heute Morgen nicht. Es geht erst so langsam und versteckt rum und blöderweise bemächtigt sich der recht5extreme braune Mob wieder komplett des Themas. Das ist aber auch einfach, weil man es den Recht5extremen ja auch komplett überlässt. Die etablierten Parteien schweigen diese Vorfälle tot, hängen weltfremde Image-Kampagnen in Bushäuschen auf und riskieren es, dass alle Migranten-Gruppen irgendwann pauschal Probleme bekommen (was die anderen Zuwanderer-Gruppen auch langsam selbst immer lauter beklagen), weil man das Kind in Deutschland nicht beim Namen nennen will und einfach nichts unternimmt. Und wenn Du dann im Meckes sitzt und weisst, dass Du im Zweifelsfall so oder so der Angeschmierte bist, übertreibst Du und bist irgendwie ja auch sowieso selbst Schuld... Klasse!

  6. #15
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon wird immer wieder jovial übergangen, dass Du als Mann eine den Islam praktizierende Frau weder anzugucken, noch anzusprechen hast.
    Ja, es gibt Hardcore-Muslime, die das so sehen. Aber die würden dann auch "ihre" Frauen sowieso nicht unbeaufsichtigt durch die Stadt spazieren und bei Satans Fastfood-Kette Schweinefleischburger bestellen lassen.

    Sieh es doch mal so: Das waren einfach irgendwelche Muttis mit einer lärmende Kindermeute bei McDonalds. Und weil sie türkisch gesprochen haben hast Du gedacht: Wenn ich die frag, ob's auch etwas leiser geht, sprechen die eine Fatwa gegen mich aus.

  7. #16
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Also ich wusste das bis jetzt noch nicht. Und wenn man es doch macht?
    Da die Integration ja so gut geklappt hat, werden uns das die hier wie immer zahlreich mitpostenden koranfesten Foren-Mitglieder aus erster Hand erklären können. Grundsätzlich darfst Du auch einer muslimischen Frau beim Bezahlen o. ä. in die Augen schauen und sie ansprechen. Es kommt auf den Anlass an ob Du es nicht darfst. Aber in Konflikten hat man immer ganz schnell was falsch gemacht. Das ist religionsunabhängig und dann bist Du eben deswegen dran. Ich bin auch schon von Türken angepfiffen worden, weil ich in "ihrer Straße" Fotos gemacht habe und das verboten wäre. Ist es natürlich nicht, aber wen interessiert das schon alles so genau.

  8. #17
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Da die Integration ja so gut geklappt hat, werden uns das die hier wie immer zahlreich mitpostenden koranfesten Foren-Mitglieder aus erster Hand erklären können. Grundsätzlich darfst Du auch einer muslimischen Frau beim Bezahlen o. ä. in die Augen schauen und sie ansprechen. Es kommt auf den Anlass an ob Du es nicht darfst. Aber in Konflikten hat man immer ganz schnell was falsch gemacht. Das ist religionsunabhängig und dann bist Du eben deswegen dran. Ich bin auch schon von Türken angepfiffen worden, weil ich in "ihrer Straße" Fotos gemacht habe und das verboten wäre. Ist es natürlich nicht, aber wen interessiert das schon alles so genau.
    Klingt ja heftig nach ner latenten Bedrohung - hab ich so in HH noch nicht erlebt...

  9. #18
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat: "Ähnlich steht es um die alte Streitfrage, ob der Zuwanderungshintergrund von Straftätern erfasst werden soll. Nachdem aus Berlin bekannt geworden war, dass dort 81 Prozent der jungen Intensivtäter Zuwanderungsgeschichte besitzen (fast ausnahmslos türkische oder arabische), forderten CDU und Polizeiverbände, auch in NRW die Zuwanderungsgeschichte zu erfassen, weil man Probleme nur lösen könne, wenn man ihr Ausmaß kenne." => Kriminalität : Wie die Polizei-Statistik Verbrechen verheimlicht - Nachrichten Regionales - Düsseldorf - DIE WELT
    Ich fasse das mal so zusammen: Seit 20 Jahren suggerieren Medien, Polizeiverbände und konservative Politiker der Bevölkerung, wir wären mit einer steigenden Gewaltkriminalität konfrontiert, um härtere Gesetze, mehr Überwachung und einen höheren Polizei-Etat durchsetzen zu können. Mittlerweile fällt aber immer mehr Leuten auf: Die Polizeistatistik selber (!) dokumentiert ja seit 20 Jahren eine sinkende Gewaltkriminalität! Tja ... dann muss eben auch die Polizeistatistik der verzerrenden Medienberichterstattung angepasst werden. Der Trick: Wir befragen ab jetzt Leute gezielt nach allen möglichen Vorfällen, die sie nicht anzeigen, und erfassen diese anders als bisher in der Gewaltstatistik und schon haben wir gegenüber den Vorjahren endlich mal wieder einen "Anstieg".

    Speziell zu dem Thema Migrationshintergrund: Polizeiverbände und CDU wollen die Bevölkerung in der Wahrnehmung bestärken, dass Herkunft aus islamischen Ländern irgendwie eine erhöhte Gewaltbereitschaft mit sich bringen, dass das wenn schon nicht im Blut, dann zumindest in der Kultur, in der Ethnie liegt. Dass Gewaltkriminalität ethnienübergreifend eine Frage sozialer Deklassierung ist (weil sich die Leute mangels Geld, Bildung und Beziehungen dann eben über ihre Muskeln und einen archaischen Ehrbegriff definieren), dass ein wohlsituierte Geschäftsmann aus den Ölemiraten sich kaum zu einer Schlägerei hinreißen ließe (bloß weil ihn jemand "blöd angeglotzt hat"), ein ethnisch deutsche Schulabbrecher und Erwerbsloser aber schon eher, das wäre statistisch leicht zu belegen - aber eine solche Statistik wäre nicht im Interesse der Eliten und der sie stützenden Parteien und Verbände.

  10. #19
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Die verhöhnenden Kumpels und Glaubensbrüder im Netz (wer suchet der findet!), geben dem ganzen eine ganz andere Dimension und müssen aufrütteln.
    Hier stimme ich insoweit zu, als das man ruhig thematisieren sollte, dass es auch unter Leuten mit Einwanderungshintergrund solche gibt, die ethnisch-rassisch definierten Feindbildern anhängen und sich in ihrem persönlichen Umfeld entsprechende Opfer suchen. Aber das wurde ja auch schon diskutiert, z. B. von der Bundesfamilienministerin Schröder (CDU), aber vorher auch schon innerhalb der Lehrergewerkschaft GEW (sehr 68er-geprägt) und in der ZEIT. (Deutschenfeindlichkeit: "Schweinefresser" | Gesellschaft | ZEIT ONLINE). Ein Kartell des politischen-korrekten Schweigens kann ich da nicht sehen (allerdings eine übertriebene Furcht mancher Grüner oder Linker, durch die schiere Benennung dieses Phänomens einem fremdenfeindlichen Populismus Auftrieb zu geben).

  11. #20
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    AW: Die Grenzen der Toleranz - und was dann?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Der Trick: Wir befragen ab jetzt Leute gezielt nach allen möglichen Vorfällen, die sie nicht anzeigen, und erfassen diese anders als bisher in der Gewaltstatistik und schon haben wir gegenüber den Vorjahren endlich mal wieder einen "Anstieg".
    Es ist natürlich total abwegig, dass Vorfälle heutzutage in Duisburg oder Berlin gar nicht erst angezeigt werden, weil man vor der Rache ganzer Clans Angst hat oder weil die Clans untereinander selbst Gesetz und Polizei spielen.

    Speziell zu dem Thema Migrationshintergrund: Polizeiverbände und CDU wollen die Bevölkerung in der Wahrnehmung bestärken, dass Herkunft aus islamischen Ländern irgendwie eine erhöhte Gewaltbereitschaft mit sich bringen, dass das wenn schon nicht im Blut, dann zumindest in der Kultur, in der Ethnie liegt. Dass Gewaltkriminalität ethnienübergreifend eine Frage sozialer Deklassierung ist (weil sich die Leute mangels Geld, Bildung und Beziehungen dann eben über ihre Muskeln und einen archaischen Ehrbegriff definieren), dass ein wohlsituierte Geschäftsmann aus den Ölemiraten sich kaum zu einer Schlägerei hinreißen ließe (bloß weil ihn jemand "blöd angeglotzt hat"), ein ethnisch deutsche Schulabbrecher und Erwerbsloser aber schon eher, das wäre statistisch leicht zu belegen - aber eine solche Statistik wäre nicht im Interesse der Eliten und der sie stützenden Parteien und Verbände.
    Das gehört für mich in den Bereich der Verschwörungstheorien. Müsste eigentlich nur noch die Vokabel "Bullenschweine" irgendwo untergebracht werden, dann wärs - sorry! - als link5extremes Flugblatt fast rund. Aber das Gegenteil passiert doch: Die CDU schaut genauso tatenlos weg wie alle anderen sog. Volksvertreter und es wird beschwichtigt, beschönigt, kleingeredet. Im Gegenteil versucht man doch sich als konservative Partei attraktiv zu machen, sich mit türkischen Vorzeigeleuten und Dialogen aufzuhübschen, um irgendwie auch an die Stimmen der letztendlich auch konservativen muslimischen Migranten zu kommen. Die CDU möchte diese Wähler nicht mehr den Grünen oder der SPD überlassen. Da passt es überhaupt nicht in Konzept dieser mittlerweile umworbenen Wählergruppe eins reinzuwürgen und das findet auch so offensichtlich nicht statt. Im Gegenteil lässt man alles durchgehen und um die Ausstattung der Polizei vor Ort in den sozialen Brennpunkten misslungener Integration kümmert man sich schon gar nicht. Die Schuld wird auf die EU geschoben und fertig. Mit der Wirklichkeit hat diese Verschwörungstheorie nur insoweit noch was zu tun, als dass die Vorwände für die Anti-Terror-Gesetze vorgeschoben wurden um ALLE Bürger besser überwachen zu können. Das wars dann aber auch schon.

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