Umfrageergebnis anzeigen: Nehmt ihr auf der Straße liegendes Pfand mit?

Teilnehmer
36. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    12 33,33%
  • Nein

    24 66,67%
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Die Pfand-Schand'

Erstellt von musicola, 27.07.2008, 17:54 Uhr · 81 Antworten · 9.343 Aufrufe

  1. #71
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Die Pfand-Schand'

    In einem der Supermärkte, in denen ich einkaufe, wird die Flasche nicht gedreht, sondern die beiden Führungsschienen spreizen sich nur mal kurz auseinander, irgendwie wird also der Flaschenumfang gemessen. Aber Rückgabeautomaten, die die Flasche drehen, kenne ich auch.

  2.  
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  3. #72
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Die Pfand-Schand'

    Zitat Zitat von Muggi Beitrag anzeigen
    In einem der Supermärkte, in denen ich einkaufe, wird die Flasche nicht gedreht, sondern die beiden Führungsschienen spreizen sich nur mal kurz auseinander, irgendwie wird also der Flaschenumfang gemessen. Aber Rückgabeautomaten, die die Flasche drehen, kenne ich auch.
    Ich kenne nur solche...

  4. #73
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic

    AW: Die Pfand-Schand'

    Steht auf den Flaschen nicht drauf "Für Pfanderstattung Etikett nicht entfernen"?

  5. #74
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser

    AW: Die Pfand-Schand'

    Auf der Flasche, die grad neben mir steht, steht's nicht drauf, aber ich würd das Etikett lieber dran lassen, denn sonst besteht kein Anspruch auf Pfanderstattung.

    Bei Automatenrücknahme müssen EAN UND DPG-Kennzeichen lesbar sein. Bei manueller Rücknahme reicht es zwar auch, wenn sich aufgrund der Verpackung ergibt, daß Pfand drauf war, aber bei welcher (Einweg-)Flasche erkennt man das ohne Etikett? Eine durchsichtige Plastikflasche ohne Aufdruck/Einstanzung etc. kann doch sowohl pfandpflichtig als auch -frei sein....


    Nachzulesen übrigens hier: http://www.dpg-pfandsystem.de/servle...rpackungen.pdf

  6. #75
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Die Pfand-Schand'

    Muss das Thema doch mal wieder hochwuchten!

    Ich frage mich nämlich immer mehr, warum man nicht auf das Einweg-Zwangspfand ganz verzichtet und einfach eine Mehrweg-Pflicht eingeführt hat! Das hätte sicher mehr gebracht. Wer Getränke abfüllen und an den Handel verkaufen will, muss Mehrwegbehälter nutzen. Punkt! Und Bier oder Cola in Dosen braucht echt kein Mensch. Die hätte man verbieten können.

  7. #76
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Die Pfand-Schand'

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Muss das Thema doch mal wieder hochwuchten!

    Ich frage mich nämlich immer mehr, warum man nicht auf das Einweg-Zwangspfand ganz verzichtet und einfach eine Mehrweg-Pflicht eingeführt hat! Das hätte sicher mehr gebracht. Wer Getränke abfüllen und an den Handel verkaufen will, muss Mehrwegbehälter nutzen. Punkt! Und Bier oder Cola in Dosen braucht echt kein Mensch. Die hätte man verbieten können.
    Für mich ist diese Unversöhnlichkeit von Mehrweg und Einweg nicht die richtige Vorgehensweise. Es sollte doch nicht um Einweg oder Mehrweg gehen, sondern um die Ökobilanz. Wenn man schwere Mehrwegflaschen hunderte Kilometer zum Waschen und Neuabfüllen durch Deutschland karrt, ist das durch Ressourcenverbrauch, CO2-Ausstoß, Feinstaub, Wasserverbrauch etc. umweltschädlicher als eine leichte PET-Flasche im Umkreis zu recyclen. Das hat letztes Jahr auch das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg festgestellt und dafür von Umweltschützern mächtig Prügel bezogen und wurde als Verräterverein hingestellt. Das ist das Problem wenn Dinge ideologisch werden und es nicht mehr um nüchterne Fakten geht. Das Ziel "100% Mehrweg" ist rein ideologisch! Um die Ökobilanz muss es aber gehen und da kann Einweg in manchen Fällen ökologischer sein, gerade bei größeren Flaschen und kürzeren Transportwegen.

    Eigentlich ist der Flop mit Dosenpfand&Co doch nur eine Warnung, dass solche Symbolpolitik nichts bringt und oft nach hinten losgeht. Die Mehrwegquote wäre wahrscheinlich höher (damals 64%, heute trotz Einwegpfand erheblich weniger), wenn man das Ganze gelassen hätte. Wen sollte es auch wundern, dass den Leuten egal ist wofür sie Pfand zahlen wenn der Inhalt gleich ist. Und statt Dosen liegen nun eben die Colabecher vom Meckes überall in der Landschaft rum. Wahnsinns Verbesserung, Danke Angie und Jürgen

  8. #77
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Die Pfand-Schand'

    Gilt die Enwegpfandverpflichtung eigentlich nur für den Einzelhandel/Tankstellen oder warum hat so gut wie jeder Dönerverkäufer seine Coke- und RedBull-Dosen als pfandfreie Importe?

  9. #78
    Benutzerbild von Tap09

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    AW: Die Pfand-Schand'

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Gilt die Enwegpfandverpflichtung eigentlich nur für den Einzelhandel/Tankstellen oder warum hat so gut wie jeder Dönerverkäufer seine Coke- und RedBull-Dosen als pfandfreie Importe?
    Schau dir die Dosen einfach mal genauer an. Hier in OF zumindest, sind das meistens Dosen aus Polen oder der Tschechei und die unterliegen natürlich nicht dem Einwegpfand.

  10. #79
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Die Pfand-Schand'

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist der Flop mit Dosenpfand&Co doch nur eine Warnung, dass solche Symbolpolitik nichts bringt und oft nach hinten losgeht.
    Ich denke die Flopursache ist viel banaler. Den Verbraucher interessiert die Symbolpoilitik und das ökologische Ziel dieser Maßnahme recht wenig. Deshalb wurde ja für Einwegverpackungen ein deutlich höherer Pfand erhoben, als für Mehrwegflaschen. Ziel war es, den Verbraucher aufgrund des Preisunterschiedes zu den Mehrwegerzeugnissen hinzuführen und nicht durch das Appellieren an das ökologische Bewußtsein. Das ging aber nach hinten los, da der Kunde lieber leichte PET-Flaschen nach Hause trägt und der höhere Pfand plötzlich eine sekundäre Rolle spielt.
    Aber wie so oft in der Politik: Wenn eine beschlossene Sache nicht den gewünschten Effekt erzielt, wird nicht etwa nachgessert.... nein... der ganze Mumpitz wird einfach konsequent fortgeführt.

    Und überhaupt: Das waren dann ja sowieso die anderen. Da waren wir noch gar nicht in der Regierung.

  11. #80
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Die Pfand-Schand'

    Zitat Zitat von brandbrief Beitrag anzeigen
    Ich denke die Flopursache ist viel banaler. Den Verbraucher interessiert die Symbolpoilitik und das ökologische Ziel dieser Maßnahme recht wenig. Deshalb wurde ja für Einwegverpackungen ein deutlich höherer Pfand erhoben, als für Mehrwegflaschen. Ziel war es, den Verbraucher aufgrund des Preisunterschiedes zu den Mehrwegerzeugnissen hinzuführen und nicht durch das Appellieren an das ökologische Bewußtsein. Das ging aber nach hinten los, da der Kunde lieber leichte PET-Flaschen nach Hause trägt und der höhere Pfand plötzlich eine sekundäre Rolle spielt.
    Ganz meine Meinung! Wobei ich mich wundere, warum die Belastungen durch aus dem PET in die Getränke übergehende Stoffe kaum eine Rolle in der Berichterstattung und öffentlichen Diskussion spielen.

    Aber wie so oft in der Politik: Wenn eine beschlossene Sache nicht den gewünschten Effekt erzielt, wird nicht etwa nachgessert.... nein... der ganze Mumpitz wird einfach konsequent fortgeführt.
    Und überhaupt: Das waren dann ja sowieso die anderen. Da waren wir noch gar nicht in der Regierung.
    Wenn Politiker noch ein wenig im normalen Leben unterwegs wären, würde ihnen der Irrsinn spätestens an einem Altglas-Container klar: Da holen Flaschensammler Unmengen Mehrweg-Bierflaschen raus. Warum? Weil durch den hohen Einwegpfand vermutlich das Gefühl beim Verbraucher entstanden ist, dass sich lumpige 7 Cent Pfand kaum noch lohnen. So werden die Einwegflaschen zum Schredder und recyclen durch volle Innenstädte und über überfüllte Autobahnen gekarrt, während die Mehrwegflaschen aus dem Altglas-Container ebenfalls eingeschmolzen werden. Entweder weil sie von dort zum Schmelzen gefahren werden oder erstmal wieder in einer Mehrwegannahme landen, aber durch die unsanfte Landung im Container durch die Prüfverfahren der Abfüllanlage fallen.

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