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Do you sprich denglish?

Erstellt von röschmich, 03.11.2005, 11:56 Uhr · 109 Antworten · 8.539 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von röschmich

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    Schlimm finde ich Vermanschung von Deutsch und Englisch in einem Wort.
    Lese ich doch an einem Laden in meiner Straße: "Musicladen".
    Auch finde ich "T-Mobile" richtig schlimm. Warum muss man eine deutsche Firma, die hauptsächlich in deutschland tätig ist, englisch aussprechen?
    Das Argument, dass man ja englisch können muss, will ich auch nicht gelten lassen: Woher soll ich den wissen, wenn mir ein "Brocken" Wort vorgesetzt wird, das dieses ein englisches sein muss.
    Ich habe da auch Probleme bei einigen Namen von Bands, wie man diese ausspricht. Z.b. "Status Quo" (ist wohl Latainisch), "Runrig" (Gaelisch) auch deutsche Namen versucht man bisweil englisch auszusprechen z.B. "Knorkator"

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von SonnyB.

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    röschmich postete
    .............
    Auch finde ich "T-Mobile" richtig schlimm. Warum muss man eine deutsche Firma, die hauptsächlich in deutschland tätig ist, englisch aussprechen?
    .............
    Ich habe da auch Probleme bei einigen Namen von Bands, wie man diese ausspricht. Z.b. "Status Quo" (ist wohl Latainisch), "Runrig" (Gaelisch) auch deutsche Namen versucht man bisweil englisch auszusprechen z.B. "Knorkator"
    T-Mobile (früher T-Mobil, davor T-D1, noch früher DeTeMobil) ist die Mobilfunksparte und eine der vier Hauptgesellschaften der Deutschen Telekom AG (DTAG). Der Firmensitz befindet sich gemeinsam mit T-Mobile International auf einem Gelände in Bonn.

    Die Mobilfunkgesellschaft ist vor allem mit seinem in Deutschland flächendeckend verfügbaren D1-Netz bekannt geworden. Zurzeit hat dieses Netz 28,2 Millionen Benutzer und ist damit Marktführer im deutschen Markt (38%). Der weitaus größte Teil der T-Mobile-Kunden beziehungsweise Kunden ihrer Tochtergesellschaften wohnt jedoch im Ausland (53,7 Millionen bei Beteiligungen über 51%).

    T-Mobile ist heute mit 81,9 Millionen Kunden der viertgrößte Mobilfunkbetreiber der Welt. Gegenwärtig werden Mobilfunkdienste des Unternehmens außer in Deutschland auch in den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Tschechien, Ungarn, der Slowakei, Kroatien, Mazedonien und Polen angeboten.


    Und zu KNORKATOR: Die spricht man (soweit ich informiert bin) so aus wie man es schreibt.

  4. #23
    Benutzerbild von musicola

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    Airplay postete
    Jedesmal, wenn ich einen (...) BACK SHOP sehe, sticht es schon ziemlich im Sprachzentrum ob soviel Dummheit.
    Noch geiler:

    BACK FACTORY

    Jeder Engländer oder Ami muss doch sicher schmunzeln, wenn er "Rücken-Fabrik" liest!

    Da war die Konkurrenz "Brotbäcker-Express" schon etwas schlauer!

  5. #24
    Benutzerbild von NovalisHH

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    Auch ich bin alles andere als ein besonderer Freund dieser verzerrten Anglizismen. Gerade im Musikbereich meinen aber viele Medien- und Plattenfirmen-Menschen, sich durch ein deutsch/englisches Mischmasch besonders interessant machen zu müssen...

    Als ich im Mai 1999 zu einem Interview (man kann und sollte auch lieber sagen: Fragestunde) mit Nik Kershaw verabredet war, fragte der zuständige (deutsche!) Manager mich: "Wird das recordet???"

    Ständig wird "gecastet", "performt", "gefeatured" - neulich hörte ich sogar das mir zuvor vollkommen unbekannte Worte "geoutscorst" oder so ähnlich...
    Oft verstehe ich meine Partner bei den Plattenfirmen und Managements (mit denen ich als Journalist zwangsläufig zu tun habe) nicht mehr.

    Franz Josef Strauß sagte im Bundestag einmal, als Helmut Schmidt einige Englische Formulierungen genutzt hatte, folgendes:

    "Darf ich auf diese englischen Feststellungen eine lateinische Antwort geben...
    sie besteht nur aus vier Worten...
    Das eine Wort ist: O misericordia
    Das zweite ist: O sancta Simplicitas"

    oder auch im Sinne Luis des Funes':
    "This puts me the Shoes out"
    (in "Brust oder Keule")

    Fast noch schlimmer, als diese englisch/deutschen Verirrungen, finde ich folgende neueste Sprach"errungenschaft" bei vielen Jugendlichen:

    Neulich fragte ich eine Chatbekannte, wo sie am Wochenende war. Als Antwort kam: "Ich war bei MEIN Freund" - also nicht, wie wir es kennen, bei "meinEM" Freund, sondern eben bei "MEIN" Freund - und diese grammatikalische Ungeheuerlichkeit lese ich bei Chatbekannten häufiger denn je in letzter Zeit.

    Dazu - Heinz Rudolf Kunze:
    "Nichts ist so erbärmlich, wie die Jugend von heute"

    Gruß aus HH

  6. #25
    Benutzerbild von amarok90

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    Das folgende "Memo" hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel, paßt aber wunderbar zum Thema und zur Jahreszeit. Vielleicht ist es für den einen oder anderen auch noch neu.



    Memo: Weihnachtsvorbereitung

    Wie Weihnachten 2004 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muß der Weihnachtsmann auch X-man sein! Da X-mas 2005 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens ab März höchste Zeit mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen - Verzeihung: das diesjährige Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in Time vorzubereiten.

    Hinweis: Die Kick-off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für das diesjährige SANCROS (SANta Claus ROad Show) findet bereits am 1. Dezember 2005 statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) schon am 6. Januar abgehalten.

    Erstmals haben wir ein Projektstatus-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte "To-Do-Liste" und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, "X-mas" als Brandname global zu implementieren.

    Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head Global Christmas Markets (Knecht Ruprecht) die Ablauf-Organisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Centers sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sogenannte Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

    Die Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competences vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separater Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture samt Identity zu entwickeln.
    Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelt. Statt dessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testbezirk als Pilotprojekt eine Hotline (0,69 Cent/Minute Legion) für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen.

    Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MISt) ist auch Benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich. Nachdem ein neues Literatur-Konzept und das Layout-format von externen Consultants definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 99.1) erstellt werden.

    Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating. Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahme. Ferner wurde durch intensives Brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.

    Es lautet "Let's keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten". Santa Claus hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate-Redesigns, akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

    In diesem Sinne noch erfolgreiche X-mas Preparations für das Jahr 2005.

  7. #26
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    und mich nervt, dass man z.Zt. alles "...to go" bekommt:

    - Coffee to go
    - News to go
    - Snacks to go

    irgendwann gibt es noch "was in die Fresse to go"
    na ja....gibt es ja schon in einigen Berliner Bezirken zu div. Uhrzeiten..

  8. #27
    Benutzerbild von brandbrief

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    NovalisHH postete
    oder auch im Sinne Luis des Funes':
    "This puts me the Shoes out"
    (in "Brust oder Keule")
    Spitze

    Da fällt mir grad ein Sketch, äh ich meine: eine kurze humoristische Darbietung mit Dieter Hallervorden ein. Dort ging es genau um diese Anglizismen. Didi spielte einen Arbeitssuchenden auf dem Amt, welcher grad ein Gespräch mit seinem Vermittler hatte. Letzterer warf ihm ständig verenglischte Wörter an den Kopf und Hr. Hallervorden verstand nur noch Bahnhof.
    Nach einigen Wortwechseln schloss er eine Erklärung gegenüber seinem Arbeitsvermittler mit der Bemerkung: So look that out, Baby! ab.
    Da hat er gar nicht mal Unrecht

    Genial ist auch Willy Astor, der mit den Worten nur so spielt
    Schon allein der CD-Name ist köstlich: Aloneunderholder
    Wörtlich übersetzt: Alleinunterhalter

  9. #28
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    NovalisHH postete
    Neulich fragte ich eine Chatbekannte, wo sie am Wochenende war. Als Antwort kam: "Ich war bei MEIN Freund" - also nicht, wie wir es kennen, bei "meinEM" Freund, sondern eben bei "MEIN" Freund - und diese grammatikalische Ungeheuerlichkeit lese ich bei Chatbekannten häufiger denn je in letzter Zeit.
    Dazu fällt mir spontan "Lutscht mein Schwanz" (Kool Savas) ein.

  10. #29
    Benutzerbild von SonnyB.

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    ihkawimsns postete
    NovalisHH postete
    Neulich fragte ich eine Chatbekannte, wo sie am Wochenende war. Als Antwort kam: "Ich war bei MEIN Freund" - also nicht, wie wir es kennen, bei "meinEM" Freund, sondern eben bei "MEIN" Freund - und diese grammatikalische Ungeheuerlichkeit lese ich bei Chatbekannten häufiger denn je in letzter Zeit.
    Dazu fällt mir spontan "Lutscht mein Schwanz" (Kool Savas) ein.
    DAS ist nun eher was für den "Dialektik im Forum" - Thread. Bei MEIN Freund ist eindeutig Ruhrgebietsplatt. Hört man im Pott an jeder Ecke

  11. #30
    Benutzerbild von amarok90

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    röschmich postete
    Auch finde ich "T-Mobile" richtig schlimm. Warum muss man eine deutsche Firma, die hauptsächlich in deutschland tätig ist, englisch aussprechen?
    Bei der Telekom wundert mich eher, daß der "T-Punkt" nicht schon lange zum "T-Point" geworden ist.

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