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Dsds

Erstellt von schacki, 24.02.2007, 16:21 Uhr · 27 Antworten · 2.357 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von J.B.

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    AW: Dsds

    @djrene

    Ich meinte damit, die Leute, die im Vorcasting durchgewunken werden obwohl sie nichts können, nicht diejenigen, die sich selbst überschätzen und dort hingehen.

    Menschen also, denen vorgegaukelt wird, dass sie etwas köönen und deshalb schliesslich in den Genuss kommen von Herrn Bohlen niedergemacht zu werden.

    Genau diese Leute sollten ja eigentlich in der Vorauswahl raussortiert werden, wenn es denn um Musik und Können gehen würde.

    Gruß

    J.B.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von djrene

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    AW: Dsds

    Aber auch die stehen darauf sich öffentlich zu präsentieren (daher mein Verweis auf Youtube). Ob sie sich blamieren ist denen völlig egal. 5 Seconds of Fame. Alles andere ist denen schnuppe. Und deswegen habe ich auch kein Mitleid mit diesen Kandidaten, die einzig und alleine deswegen zu Bohlen durchgelassen werden, damit sich der durchschnittliche RTL-Glotzer an ihnen und ihrer Unfähigkeit ergötzen kann.

  4. #23
    Benutzerbild von Closelobster

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    AW: Dsds

    Ich finde es immer wieder toll, wie J.B. es schafft, mit wohlgesetzten Worten genau das auszudrücken, was ich denke. Tiefster Respekt.

  5. #24
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Dsds

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Und deswegen habe ich auch kein Mitleid mit diesen Kandidaten, die einzig und alleine deswegen zu Bohlen durchgelassen werden, damit sich der durchschnittliche RTL-Glotzer an ihnen und ihrer Unfähigkeit ergötzen kann.
    An diesem Elend haben alle Seiten ihren Anteil - aber keine so viel wie die Zuschauer. Treffend beschrieben in einem Kommentar von Ildikó v. Kürthy:
    Sind Sie doof? Vielleicht noch dazu dick? Frustriert und apathisch? Sind Sie oberflächlich, retardiert, schlecht ernährt? Tragen Sie Ihre Jogginghose nicht zum Sport, sondern damit der Hosenbund beim Liegen auf dem Sofa nicht spannt? Bedauerlich. Denn dann lümmeln Sie in diesem Moment höchstwahrscheinlich vor dem Fernseher rum und ärgern sich wie immer über das miese Programm - statt endlich mal über sich selbst.

    Natürlich lässt die Qualität des deutschen Fernsehens zu wünschen übrig. Aber die Qualität des deutschen Zuschauers ist wirklich auch unter aller Sau. Ein Haufen lahmarschiger Jammerlappen - Anwesende ausdrücklich eingeschlossen. Also ehrlich, ich möchte lieber gar nicht wissen, wie viele Stunden meines Daseins ich beim Betrachten von Spielfilmen verbracht habe, deren Ende mich schon am Anfang nicht interessiert hat. Und noch dazu geht der Genuss minderwertiger TV-Kost ja gerne mal einher mit dem Konsum minderwertiger Lebensmittel, die sich durch einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren auszeichnen. Das liest man nicht nur in Statistiken, sondern auch morgens auf der Waage.

    Davon hat man dann ganz viel Grund für miese Laune, die man ehrlich teilen kann mit den Kollegen, die auch wieder nicht Musil gelesen, sondern Kabel 1 geguckt haben. Ist das nicht der Wahnsinn, wie lang und wie oft sich Leute am nächsten Tag über Sachen unterhalten, die ihnen nicht gefallen haben? Wie sich empört wird über die Wiederholung eines Filmes, den man schon beim ersten Mal nicht gut fand? Wie beknackt der "Polizeiruf" gestern war. Dass man sich bei "Sabine Christiansen" wieder fast entleibt hat vor Langeweile. Dass der Fernsehsamstag sowieso eine Unverschämtheit ist und einem bei den romantischen Komödien auf Sat 1 regelmäßig nach fristloser Abschiebung der Hauptdarstellerin zumute ist, die irgendwie immer aussieht wie Sophie Schütt. Allabendliches Tiefpunkte-Hopping, bis einen endlich die Schlafenszeit erlöst.

    Man kann den Eindruck gewinnen, beim Fernsehen handele es sich nicht um eine freiwillige Tätigkeit. "Fernsehen ist ein Psychotikum fürs Volk. Entsprechend verordnet man sich leicht eine zu große Dosis", sagt zum Beispiel der Medienforscher Professor Winterhoff-Spurk. "Fernsehen macht süchtig, das ist die Chance der Macher von schlechtem Programm", meckert Dieter Wedel. Der Regisseur guckt viel und - wie es seine intensive Art ist - ärgert sich dabei ständig und furchtbar. Aha, es liegt also in der Verantwortung der Fernsehmacher, sich uns mit gutem Programm aufzudrängen. Wir können gar nichts dafür, dass wir unsere Lebenszeit mit Sophie Schütt verbringen. Und nicht selber schuld zu sein ist ja immer gut.

    Ja ja, natürlich muss Fernsehen nicht süchtig und dämlich machen, lieber ARTE-Zuschauer mit dem ausgeprägten Drang zur Weiterbildung und dem ansehnlichen IQ. Das berühmte Unterschichtenfernsehen schaust du dir an wie der Forscher eine fiese Bakterie auf dem Objektträger. Ironisch, ekelfasziniert - das sind deine bevorzugten Haltungen gegenüber allem, was du gerne "Trash" nennst. Und dazu isst du wahrscheinlich Möhrenrohkost. Auch irgendwie nicht sympathisch.

    Zurück zu uns dämlichen Zuschauern, von denen es ja viel mehr gibt und die deshalb die interessantere Zielgruppe sind, und der Frage: Wer war eigentlich zuerst doof? Ich oder RTL 2? Die Zielgruppe oder das Fernsehen? Ist der Zuschauer durch das Programm so verblödet, dass er es jetzt nicht mehr schafft abzuschalten? Zurückgelehnt in den Fernsehsessel, diese "Wiege für Erwachsene", wie Winterhoff-Spurk ihn nennt. Oder erfüllt das Fernsehen zuvorkommend und trendbewusst einen Anspruch nach Anspruchslosem? Dieter Wedel schimpft lauthals: "Das Fernsehen hat sich sein Publikum selbst verdorben. Wer dem Zuschauer hinterherrennt, sieht nur seinen A*sch! Zielgruppe, wenn ich das schon höre, das klingt doch nach Erschießungskommando."

    Es stimmt wahrscheinlich, was der Ex-RTL-Chef Helmut Thoma mal gesagt hat, dass es nämlich eine Illusion sei, "dass der Durchschnittsmensch, wenn's kein Fernsehen gäbe, mit Kant, Schopenhauer oder Schiller in der Ecke säße und Klavier spielte. Der würde in der Kneipe hocken. Und es gäbe sicher mehr Schlägereien." Professor Winterhoff-Spurk sagt dazu, nur wenig professoral: "Besser 'ne ordentliche Schlägerei als überhaupt keine sozialen Kontakte." Und da hat der Mann ja auch irgendwie Recht.

  6. #25
    Benutzerbild von J.B.

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    AW: Dsds

    Zitat Zitat von djrene Beitrag anzeigen
    Aber auch die stehen darauf sich öffentlich zu präsentieren (daher mein Verweis auf Youtube). Ob sie sich blamieren ist denen völlig egal. 5 Seconds of Fame. Alles andere ist denen schnuppe. Und deswegen habe ich auch kein Mitleid mit diesen Kandidaten, die einzig und alleine deswegen zu Bohlen durchgelassen werden, damit sich der durchschnittliche RTL-Glotzer an ihnen und ihrer Unfähigkeit ergötzen kann.
    Das mag alles sein, aber gestatte mir eine weitere Frage:

    Wer vermittelt all diesen Menschen immer wieder die "Jeder kann ein Star werden, solange er sich nur für keine Idiotie zu Schade ist und sein Selbstwertgefühl und seine Selbstachtung für immer dem Teufel verkauft", und sei es nur für 5 Sekunden zweifelhaftesten Ruhm?

    Gruß

    J.B.

  7. #26
    Benutzerbild von djrene

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    AW: Dsds

    Das ist extrem vielschichtig, fängt beim Freundeskreis an, erreicht bei myvideo noch lange nicht den Höhepunkt und endet erst recht nicht bei den Medien. Ist nicht auch schon das spielen mit einer Luftgitarre ein zur Schau stellen des eigenen "Könnens" obwohl man nichts kann? Ich denke schon. Dann geht's mit Karaoke weiter. Da kriege ich regelmäßig Brechreize wenn ich zufällig in sowas reinstolpere. Youtube und DSDS führt diesen Aspekt einfach noch einen Schritt weiter. Es gab zu jeglicher Zeit Leute die sich musikalisch gnadenlos überschätzen. Deren Zahl ist natürlich sprunghaft angestiegen, was natürlich mit Castingsshows und deren Auswüchsen zu tun hat, aber die Tendenz sich öffentlich zu blamieren gibt es schon viel länger. Daß sehr einfach gehaltene Musik dem "You can be a star" Vorschub leistet kommt natürlich noch dazu. Das Phänomen gibt es aber auch schon länger und quer durch alle Sparten. Oder hast Du jemals soviele Leute gesehen die eine E-Gitarre haben, aber nicht wirklich spielen können?

  8. #27
    Benutzerbild von Scheul

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    AW: Frage zu DSDS von heute Abend! Wichtig!

    Letztens im Radio (SWR 3) lief ein Lied des französischen Superstar Gewinners. Wirklich nicht schlecht!

    Christophe Willem - Double je

  9. #28
    Benutzerbild von chris74

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    AW: Frage zu DSDS von heute Abend! Wichtig!

    @Scheul:

    Al ich "Double je" zum ersten Mal gehört habe, dachte ich, es würde eine Frau singen; vielleicht der heimlich verschollene jüngere Bruder von Jimmy Somerville? Aber ich muß sagen: wirklich gut gelungen. War letztes Jahr für mich auch definitiv eine der besten Neuerscheinungen.

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