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Dumm in Deutschland

Erstellt von bubu, 26.09.2005, 21:44 Uhr · 107 Antworten · 8.809 Aufrufe

  1. #81
    Benutzerbild von Torsten

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    falkenberg postete
    Da gibt es wohl schon Schwierigkeiten mit dem Begriff "Halbwissen".
    "Halbwissen" ist für gewöhnlich das, mit dem der Normalbürger seinen Alltag begreift. Das reicht vom banalen Smalltalk über das Verständnis von Satire bis zur Fähigkeit, einer Diskussion des "Philosophischen Quartetts" folgen zu können.

    "Vollwissen" ist der Bereich, für den Experten verantwortlich sind und von denen Halbwissende bei Bedarf noch was lernen können. Und bekannterweise können sich solche Fachleute nur mit wenigen Themengebieten beschäftigen, um in ihnen umfassend informiert zu sein.

    Insofern auch meine Zustimmung zu Gosefs Einwand.

  2.  
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  3. #82
    Benutzerbild von Gosef

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    Kinderfresser postete
    Allen gemein ist die OH-Gruppe.
    ... und der OHa-Effekt am nächsten Morgen...

    Kinderfresser postete
    frasier postete
    Die Farbkontraktion sagt mir auch nichts.
    Einfach gesagt, sehen bei Lichtgeschwindigkeit Farben anders aus. Bspw. sieht für Dich eine rote Ampel von der Du Dich mit Lichtgeschwindigkeit wegbewegst Grün aus...
    Wenn diese Farbkontraktion das Gleiche ist, wie der Doppler-Effekt, also relative "Stauchung" (Bewegung zur Lichtquelle) oder "Streckung" (Entfernung von der Lichtquelle), dann müsste sich das mit der Ampel genau umgekehrt verhalten. Das rote Licht wird durch Bewegung zur Ampel grün (oder blau oder ultraviolett...), grünes Licht aber durch Entfernung von der Ampel rot (oder gelb oder infrarot...)
    Den Doppler-Effekt kennt jeder von uns von vorbeifahrenden Fahrzeugen, wo sich die Tonhöhe des Huptons oder der Sirene verändert.
    falkenberg postete
    Gosef postete
    Richtig! Aber an diese Grenzen stoßen Du und ich in unserem Leben genausowenig, wie die gebildetsten und gelehrigsten Menschen der Welt.
    Bist Du da sicher? Ich kann mir jedenfalls nicht alles merken, was ich für merkenswert halte.
    Ja, da bin ich mir sicher. Und natürlich kenne ich den Effekt auch. Das hat aber nichts mit den Begrenzungen des "Speicherplatzes" im Gehirn zu tun.
    Gruß
    Gosef

  4. #83
    Benutzerbild von frasier

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    Kinderfresser postete
    Zugegeben Mathe und Physik sind oberflächlich betrachtet alltagstauglicher. Aber auch Chemie begegnet Dir überall im Alltag. Beim Kochen, Auftauen oder Einfrieren z.B..
    Wie du schon sagst, liegt die Chemie etwas tiefer als die anderen Wissenschaften. Es stellt sich dann halt die Frage, ob es überhaupt notwendig ist, jedesmal so "tief" zu denken.

    Beim Einfrieren z.Bsp. denke ich wirklich nicht an Chemie (oder meinst du das Essen damit ) sondern ich haue das Zeig einfach ins Gefrierfach und gut is.

    Natürlich hat man mit Bewegungen, Kraft, Strom und Nahrungsmitteln ständig zu tun, aber die Physik dahinter blendet man im Alltag vollkommen aus.
    Und ich blende die Chemie weitgehend aus. Was aber nicht heisst, dass die Physik ständig präsent wäre.

    Wenn ein Ball einen Berg runterrollt, denkst Du dann an die Hangabtriebskraft?
    Wenn Du den Lichtschalter betätigst, denkst Du sofort daran, daß Du den Stromkreislauf geschlossen hast?
    Wenn Du den Rückspiegel im Auto einstellst, denkst Du dann an "Einfallswinkel = Ausfallswinkel"?
    Ab und zu schon. Wenn ich zum Beispiel bei der Tour de France Lance Armstrong sehe, wie der eine riesige Frequenz tritt, fällt mir das Gesetz
    ein, nach dem man an Kraft spart, was man an Weg hinzusetzt.

    Oder wenn jemand ohne Gurt Auto fährt, sehe ich sofort das Risiko selbst bei geringer Geschwindigkeit wegen der Trägheit grosse Verletzungen zu erleiden.

    Beim Rückspiegel würde ich nicht an das entsprechende Gesetz denken, beim Billard aber schon.

    Beim Lichtschalter denkt man wirklich nicht nach, weil man es zu regelmässig macht.

    frasier postete
    Die Farbkontraktion sagt mir auch nichts.
    Einfach gesagt, sehen bei Lichtgeschwindigkeit Farben anders aus. Bspw. sieht für Dich eine rote Ampel von der Du Dich mit Lichtgeschwindigkeit wegbewegst Grün aus....
    [/quote]Das glaube ich jetzt mal so, überprüfen kann ich es ja nicht.

  5. #84
    Benutzerbild von frasier

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    Kinderfresser postete
    frasier postete
    Mir reicht es zu wissen, welche Wirkungen bspw. Alkohol mit sich bringt. Dabei wüsste jetzt nicht mal die Formel für Alkohol.
    Kein Wunder, weil es nämlich nicht einen Alkohol, sondern eine ganze Vielzahl von Alkoholverbindungen gibt. Allen gemein ist die OH-Gruppe. Übrigens sind wir bei den Alkoholen in der Organischen Chemie.
    Diese OH-Gruppe sagt mir noch irgendwas. Alkohol gabs es übrigens in der HO.

    Aber die ganzen Begriffe wie Alkane, Alkene oder Alkine kann doch kein Mensch auseinanderhalten. Und dann noch diese Säurerestionen, Hilfe.

    Ich erinnere mich noch, wie wir mal zu Hause aus Salzwasser Natrium "herstellen" wollten. Unter Strom sollte sich das Natriumchlorid trennen.

    Leider verwendeten wir den Strom aus der Steckdose, der mittels irgendwelcher Kabel in den vorbereiteten Eimer mit dem Salzwasser führte. Es gab einen kurzen lauten Knall, es blitze und die Sicherung flog raus. Sinnlose Aktion.

  6. #85
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    frasier postete
    Kinderfresser postete
    Zugegeben Mathe und Physik sind oberflächlich betrachtet alltagstauglicher. Aber auch Chemie begegnet Dir überall im Alltag. Beim Kochen, Auftauen oder Einfrieren z.B..
    Wie du schon sagst, liegt die Chemie etwas tiefer als die anderen Wissenschaften. Es stellt sich dann halt die Frage, ob es überhaupt notwendig ist, jedesmal so "tief" zu denken.

    Beim Einfrieren z.Bsp. denke ich wirklich nicht an Chemie (oder meinst du das Essen damit ) sondern ich haue das Zeig einfach ins Gefrierfach und gut is.

    Natürlich hat man mit Bewegungen, Kraft, Strom und Nahrungsmitteln ständig zu tun, aber die Physik dahinter blendet man im Alltag vollkommen aus.
    Und ich blende die Chemie weitgehend aus. Was aber nicht heisst, dass die Physik ständig präsent wäre.
    Wie Du selbst sagst, wirst Du auch die Physik in 99% aller Fälle ausblenden. Die meisten Sachen im Alltag nimmt man eben als "gegeben" hin...



    frasier postete
    Kinderfresser postete
    frasier postete
    Die Farbkontraktion sagt mir auch nichts.
    Einfach gesagt, sehen bei Lichtgeschwindigkeit Farben anders aus. Bspw. sieht für Dich eine rote Ampel von der Du Dich mit Lichtgeschwindigkeit wegbewegst Grün aus....
    Das glaube ich jetzt mal so, überprüfen kann ich es ja nicht.
    Doch kannst Du. Du mußt Dir nur ein Buch über Einsteins Relativitätstheorie kaufen, lesen und natürlich auch verstehen...

  7. #86
    Benutzerbild von falkenberg

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    Torsten postete
    falkenberg postete
    Da gibt es wohl schon Schwierigkeiten mit dem Begriff "Halbwissen".
    "Halbwissen" ist für gewöhnlich das, mit dem der Normalbürger seinen Alltag begreift. Das reicht vom banalen Smalltalk über das Verständnis von Satire bis zur Fähigkeit, einer Diskussion des "Philosophischen Quartetts" folgen zu können.

    "Vollwissen" ist der Bereich, für den Experten verantwortlich sind und von denen Halbwissende bei Bedarf noch was lernen können. Und bekannterweise können sich solche Fachleute nur mit wenigen Themengebieten beschäftigen, um in ihnen umfassend informiert zu sein.

    Insofern auch meine Zustimmung zu Gosefs Einwand.
    Das würde ich eher als Laienwissen bzw. Expertenwissen sehen. Halbwissen hat immer so was abwertendes an sich. Ich glaub, inhaltlich liegen wir gar nicht so weit auseinander, das scheint wirklich eher eine Begriffsfrage zu sein. Mein Deutschlehrer hatte eine ganz eigene Definition: Halbgebildet ist demnach, wer das Große Latinum hat. Für die Vollbildung braucht man Großes Latinum und Großes Graecum. Und er hatte auch kein Problem, zuzugeben, dass er selbst nur halbgebildet war.

    Noch mal: Ich habe nix gegen unvollendetes Wissen (Halbwissen nach Deiner Definition). Niemand kann alles wissen. Ich plädiere aber auch für den Mut zur Lücke unterhalb des Niveaus des Halbwissens. Wer sich (abgesehen von der Ausbildung) für etwas absolut nicht interessiert, muss sich auch nicht damit abmühen, widerwillig ein bisschen Stichwortwissen anzuhäufen. Man kann das machen, weil man es für Kreuworträtsel braucht, weil man im Fernsehen bei den einschlägigen Shows mitmachen will oder auch nur um andere zu beeindrucken (was ich für ziemlich untauglich halte). Aber man muss es nicht tun.

    Gosef postete
    Ja, da bin ich mir sicher. Und natürlich kenne ich den Effekt auch. Das hat aber nichts mit den Begrenzungen des "Speicherplatzes" im Gehirn zu tun.
    Ob es nun der Speicherplatz ist oder die mangelnde Fähigkeit, das Wissen da reinzukriegen, macht für meinen Laienverstand aber keinen Unterschied. Von Neurologie hab ich keine Ahnung. Die Möglichkeiten der Wissensanhäufung und Wissensabrufbarkeit sind nun mal begrenzt, warum auch immer.

  8. #87
    Benutzerbild von bubu

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    Ich halte den Versuch, den Wert von Wissen zu messen, für sinnlos. Vor allem diese leidige Diskussion - das brauche ich doch ohnehin nie. Was man braucht, oder was nicht, das muss jeder selbst entscheiden und ist abhängig von der jeweiligen Umwelt. Wissen sollte man wie Geld betrachten. Ohne einen Bezug ist Geld sinn- und wertlos. Wenn ich auf einer einsamen Insel bin, kann ich mir mit Geld nichts kaufen. Vielleicht aber freut mich ganz einfach der Anblick eines 100-Euro-Scheines. Oder ich freue mich dann auf der Insel darüber, dass ich weiß, wie der Ameisenbau organisiert ist. Das ist doch auch schon mal ein Gut an sich.

    Das erinnert mich an die ebenso leidige Diskussion über den Sinn und Nutzen von Grundlagenforschung.

    Ich denke auch wie Gosef - Halbwissen ist was. Genau so wie wenig Geld besser ist als gar kein Geld, ist natürlich viel Geld noch mehr als wenig Geld.

    Auch wenn man nur einige Stichworte kennt - es ist immerhin ein Bezugspunkt, dient dazu, sich auf der weiten weiten Landkarte des Wissens und in unserer Welt ein wenig besser zurecht zu finden.

    Daher halte ich es auch für völlig absurd, irgendwelche Versuche zu unternehmen ein Ranking des Wissens einzuführen - z.B: Physik ist wichtiger als Chemie, oder Mathe weniger wichtig als Biologie, etc.

    Kennt ihr das, wenn sich JPEG-Bilder - der schnelleren Ladezeit wegen - manchmal auf Internet-Seiten erst grob und dann immer feiner aufbauen? Meist ergibt sich schon ziemlich schnell - obwohl noch gar nicht feinpixelig - der Gesamteindruck des kommenden Bildes. Genau so sollte man das mit dem Aufbau seines Wissensschatzes machen: Möglichst erst einmal das Grundlegende in so vielen Wissensgebieten wie möglich breit gestreut und gleichmäßig sich aneignen. Der schnelleren Annäherung an das Gesamtbild wegen. Und dann die einzelnen Wissensgebiete, natürlich auch je nach Möglichkeit und Interessenslage, immer feiner vertiefen.

  9. #88
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    musicola postete
    Kinderfresser postete
    Einfach gesagt, sehen bei Lichtgeschwindigkeit Farben anders aus. Bspw. sieht für Dich eine rote Ampel von der Du Dich mit Lichtgeschwindigkeit wegbewegst Grün aus....
    Jahaaa! Das wär doch mal 'ne Ausrede, wenn man beim überfahren einer roten Ampel erwischt wird:

    "ich war da so mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und da sah die Ampel für mich Grün aus. Das ist höhere Physik, Herr Wachtmeister!"

    Damit würdest du ja praktisch zugeben, zu schnell gewesen zu sein!

    Erinnert mich an einen Schulfreund, der immer dann, wenn er zu spät kam, trocken meinte, dass seine Uhr vorgehe...

  10. #89
    Benutzerbild von Gosef

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    @ikea und musicola:
    Oh, und zu schnell mit Lichtgeschwindigkeit, das wird teuer, da muss ich mal schnell hochrechnen... Führerscheinentzug für ca. 2,7 Mio Jahre!
    @ikea:
    Hmm, wenn die Uhr des Schulfreunds aber vorgeht, dann müsste er eigentlich zu früh da sein. Oder war genau das der Gag? Oder dass er schon vorher wusste, dass seine Uhr wie auch immer falsch geht, er sich aber trotzdem danach richtet?
    Schönes Smilie mit dem Hammer!
    Gruß
    Gosef

  11. #90
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Gosef postete
    Hmm, wenn die Uhr des Schulfreunds aber vorgeht, dann müsste er eigentlich zu früh da sein. Oder war genau das der Gag?
    Exakt. Und den Smiley hat Torsten schon diverse Male verwendet.

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