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Einbürgerungstest

Erstellt von waschbaer, 04.04.2006, 22:13 Uhr · 30 Antworten · 2.126 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

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    Ich habe heute über den Newsletter eines Schulbuchverlags einen Einbürgerungstest bekommen (laut Newsletter ist es der des Bundeslandes Hessen). Ich wünsche euch viel Spaß bei den 100 Fragen und bin mir 100&-ig sicher, dass - wenn dieser Fragebogen die Grundlage dafür wäre, ob man generell Deutscher werden dürfte - selbst ein gewisser Teil der Deutschen die deutsche Staatsangehörigkeit nicht erhalten würde.

    Ach so: Bei der Frage nach dem Bild auf Rügen hatte ich auch geraten.

    http://www.verlagruhr.de/userfiles/e...eutschtest.pdf

    Edit: Ich weiß jetzt allerdings nicht, wie "streng" korrigiert werden würde, z.B. also gleich bei Frage 1, da wäre ich auch um ca. 0,8 Millionen daneben gelegen.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von murmel

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    habs nur mal durchgelesen.
    nach dem test müssten locker 80% unserer bevölkerung das land verlassen.

  4. #3
    Benutzerbild von waschbaer

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    murmel postete
    habs nur mal durchgelesen.
    nach dem test müssten locker 80% unserer bevölkerung das land verlassen.
    ... und dann würde die Antwort auf Frage 1 ja nicht mehr stimmen.

  5. #4
    Engel_07
    Benutzerbild von Engel_07
    Hier gibt es die Fragen noch mal als Multiple-Choice-Version:
    http://www2.onnachrichten.t-online.d...6/7299368.html

  6. #5
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Engel_07 postete
    Hier gibt es die Fragen noch mal als Multiple-Choice-Version:
    http://www2.onnachrichten.t-online.d...6/7299368.html
    Gemacht und: "Sie haben 35 von 43 Fragen richtig beantwortet."

    Darf ich bleiben ?

  7. #6
    Benutzerbild von waschbaer

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    SonnyB. postete
    Engel_07 postete
    Hier gibt es die Fragen noch mal als Multiple-Choice-Version:
    http://www2.onnachrichten.t-online.d...6/7299368.html
    Gemacht und: "Sie haben 35 von 43 Fragen richtig beantwortet."

    Darf ich bleiben ?
    Von mir aus gerne.

    Ich habe mich auch durchgeklickt und hatte 42 Richtige. Einmal bei der EU daneben gelegen.

  8. #7
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Grundsätzlich finde ich die Idee der Einbürgerungstests interessant und unterstützenswert. Allerdings würde ich das ganze vollkommen anders organisieren:

    1. Kein pures Auswendiglernen von Fakten, die man danach wieder vergisst, sondern dies lediglich auf wenige Punkte beschränken und den Rest in Stellungnahmen etc. verpacken (zu allgemein- oder auch tagespolitischen Problemen).

    2. Kein Abfragen von weltfremdem Wissen. Ich habe zum Beispiel keine Ahnung, welches Gemälde Caspar David Friedrich auf Rügen gemalt hat und meine auch nicht, dass dies meinen Lebenskomfort schmälert.

    3. Kein Verfassungsbekenntnis (geschweige denn -eid), sondern lediglich ein Bekenntnis zu den Grundrechten. Über alles andere kann (und soll) man durchaus diskutieren dürfen.

    4. Deutschlandweit einheitliche Aufgabenstellungen, festgesetzte Termine (meinetwegen einmal pro Monat), jedes Mal andere Aufgaben.

    5. Auch die sprachliche Leistung sollte in die Bewertung einfließen, u. U. mit ärztlichem Attest bei Legasthenikern.

    6. Innerhalb von fünf Jahren muss jeder, der sich hier aufhält und die deutsche Staatsbürgerschaft nicht besitzt, einen solchen Test ablegen, bei Nichtbestehen wird der Besuch eines Integrationskurses Pflicht, beim zweiten Durchfallen entfällt die Aufenthaltsgenehmigung. Bei geistig Behinderten oder Lernbehinderten tritt eine gesonderte Regelung in Kraft (die ich allerdings spontan nicht erläutern kann, möglicherweise Aufenthaltsgenehmigung auf Basis eines ärztlichen Gutachtens oder ähnliches).

    All dies macht natürlich nur Sinn, wenn insgesamt wieder mehr für die Bildung getan wird, sowohl bei Deutschen als auch bei Nichtdeutschen. Eine Orientierung am skandinavischen System erscheint ratsam. Strukturell hat dies übrigens in vielerlei Hinsicht Ähnlichkeiten mit dem der ehemaligen DDR - die Finnen übernahmen dies in den 70ern weitestgehend (ohne Einimpfen von Ideologie, versteht sich)! In Deutschland wird viel zu früh aussortiert. Nach der vierten, aber auch nach der sechsten, wie in einigen Bundesländern praktiziert, ist eine Ausdifferenzierung der Schularten definitiv zu früh. Vielmehr sollten alle Schüler bis zu einem ersten Abschluss (8. oder 9. Klasse) gemeinsam lernen. Etwas überspitzt formuliert: Wenn man die "Blöden" unter sich lässt, führt dies früher oder später zu Selbstüberschätzung. Gepaart mit einer nicht wegzuredenden Perspektivlosigkeit führt dies zu der Misere, die heute vor dem Hintergrund der Rütli-Affäre diskutiert wird.

    Ferner sollte Bildung nicht mehr Länder-, sondern Bundesangelegenheit sein, um einheitliche Standards zu garantieren. Der Bildungssektor gehört zu den wenigen Bereichen, in denen ich mir einen starken Staat wünsche.

  9. #8
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    43 richtige. Allerdings mußte ich beim Sitz des EU-Parlamentes ein bißchen raten, weil das nämlich sowohl in Straßbourg als auch in Brüssel tagt....

  10. #9
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    Ich hab mir nur den ersten angetan, der wurde ja immer schlimmer und schlimmer. Ich hab's nicht bis zum Schluß ausgehalten, so schlacht gemacht war das Ganze.
    Von meiner Schulbildung her muß ich sagen: "Sozialkunde" wurde mir nur von sehr langweiligen Nieten versucht beizubringen, entsprechend unterdurchschnittlich (gemessen an meinem sonstigen Schulwissen) ist mein aktuelles Wissen. Der Geschichtsunterricht endete bei mir zweimal (in der 10. und der 12. Klasse) vor Ende des 2.WK bzw. zwischen den Weltkriegen, Schande für beide Schulen - erklärt aber weitere Wissenslücken.
    Woher sollen im Ausland aufgewachsene Leute DIESES Wissen haben, außer mit Auswendiglernen?

    Ein Test ist vielleicht nicht schlecht, SO EIN Test aber schon.

  11. #10
    Benutzerbild von waschbaer

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    Ich habe ja mal eine Zeit in England gelebt und mir bei mancher Frage gedacht, ob ich das die entsprechende Antwort für Großbritannien wissen würde (und ganz ehrlich mit "Nein" antworten müsste).

    Generell halte ich die Idee eines Einbürgerunstests - so ähnlich wie Buchstabenwirbel schon geschrieben hat - für begrüßenswert, aber ob ich dazu wissen muss, welche Landschaft auf Rügen gemalt wurde? Ich habe über 30 Jahre ganz gut ohne dieses Wissen in diesem Land gelebt.

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