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Eklat im sächsischen Landtag

Erstellt von ihkawimsns, 22.01.2005, 22:39 Uhr · 33 Antworten · 2.033 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von astrid

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    Hitler ist legal an die Macht gekommen und war offiziell legitimirt. Aber man dachte doch dass er auch nur wenige Tage an der Regierung bleiben würde.

  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von Mikesch1

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    Die Luftgitarre postete


    Für diese Kräfte war Hitler gewiss nicht der Traumkandidat für das Amt des Reichskanzlers (Hitler war ihnen erstens zu vulgär und zweitens zu eigensinnig und unberechenbar), aber es gab in den politischen Inhalten halt eine große Schnittmenge: Zerschlagung der Gewerkschaften im Innern, Aufrüstung und Großmachtspolitik nach außen.

    Diese Kräfte hatten schon seit den späten 20ern verstärkt auf die Aushöhlung der Weimarer Verfassung hingebarbeitet hatten, doch was sie aus ihren eigenen Reihen nicht hervorbringen konnten, war ein populäres Aushängeschild für ihr Programm. Und ganz ohne jede Massenbasis zu putschen war ihnen dann doch zu riskant. Also rang man sich dazu durch, den populären Emporkömmling Hitler mit ins Boot zu nehmen. Nur das der anschließend gar nicht daran dachte, sich mit der ihm zugedachten Rolle zufireden zu geben.
    womit man mit einem weiteren Mythos aufräumen muss: Dass Hitler den 2.Wk angezettelt hat. Die Pläne für einen Revanchekrieg/Revision von Versaille/Aufrüstung der Wehrmacht waren nämlich schon Mitte der 20er Jahre von der Planungsgruppe des Obersten von Seeckt in der Reichswehr fertig. Nachzulesen in. "Der Krieg der Generäle" von A. Dirks . Es fehlte nur jemand , der das auf der politischen Bühne durchzog und nicht A. H. hat den Krieg vergeigt, sondern der deutsche Generalstab in seiner arroganten Selbstüberschätzung und Unterschätzung der Gegner. Nach dem Abgang von A.H. ist dieser natürlich hervorragend geeignet, als Sündenbock für alles herzuhalten

    Im übrigen hat A.H. weite Teile seines Antisemitismus einfach von Henry Ford abgeschrieben, aus dessen Buch " Der Internationale Jude" . Dieser hat auch Hitler tatkräftig unterstützt, im Gegenzug blieben die Fordwerke in Köln verschont

    Mikesch1

  4. #33
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    [b]
    womit man mit einem weiteren Mythos aufräumen muss: Dass Hitler den 2.Wk angezettelt hat.
    Na Moment! Es war ja schon Hitler, der die Angriffsbefehle gab! Und Hitler war 1939 keineswegs mehr die machtlose Marionette, als die ihn sich die Konservativen gedacht hatten.

    [b]
    Die Pläne für einen Revanchekrieg/Revision von Versaille/Aufrüstung der Wehrmacht waren nämlich schon Mitte der 20er Jahre von der Planungsgruppe des Obersten von Seeckt in der Reichswehr fertig. Nachzulesen in. "Der Krieg der Generäle" von A. Dirks . Es fehlte nur jemand , der das auf der politischen Bühne durchzog
    Da muss man zwei Dinge auseinander halten: Der relativ nüchtern kalkulierenden konservativen Reichswehr/Industriellen-Clique ging es um die Revision/Revanche, ihre Augen waren auf Frankreich und Polen gerichtet; in Hitlers (wesentlich abgedrehterer!) Gedankenwelt aber war dieser Revanche-Krieg nur ein Zwischenschritt. Ihm ging es um die Weltherrschaft, mindestens aber Eurasien! Und das Risiko der totalen Niederlage nahm er mit wagnerianischem Pathos in Kauf.

    Diese im Laufe des Krieges immer stärker zutage trendende Grenzenlosigkeit und bizarre Weltenbrand-Romantik waren ja die die Gründe dafür, daß sich die Allierten (trotz aller internen Interessensgegensätze) alle Verhandlungen ausschlossen und nur noch die bedingungslose Kapitulation forderten.



    [b]
    und nicht A. H. hat den Krieg vergeigt, sondern der deutsche Generalstab in seiner arroganten Selbstüberschätzung und Unterschätzung der Gegner.
    Die meisten Generäle haben Hitlers ja eher abenteuerhhafte Außenpolitik 1938/39 mit wachsendem Unbehagen verfolgt - nicht aus ethischen, sondern aus strategischen Erwägungen heraus wohlbemerkt! - und sich erst nach dem Sieg über Frankreich 1940 von der Begeisterung für den "Größten Feldherrn aller Zeiten" mitreißen lassen. Aber auch danach gab´s immer wieder Differenzen, die mit den oben genannten unterschiedlichen Prioritäten zusammenhingen: Die konservativen Militärs erkannten, daß Rußland genug mit sich selbst beschäftigt war, und wollten v. a. erstmal England zum Einlenken zwingen; Hitler aber dachte "rassenbiologisch" und in "Lebensraum"-Kategorien! Er wollte mit dem Krieg gegen Rußland einfach nicht mehr länger warten.

    Im Übrigen bin ich froh, daß Hitler den Krieg vergeigt hat!



    [b]
    Im übrigen hat A.H. weite Teile seines Antisemitismus einfach von Henry Ford abgeschrieben, aus dessen Buch " Der Internationale Jude" . Dieser hat auch Hitler tatkräftig unterstützt, im Gegenzug blieben die Fordwerke in Köln verschont
    Man brauchte als Deutscher oder Österreicher in den 20ern keine US-Autoren, wenns um Antisemismus ging. Da gab´s hierzulande schon massenhaft Schriften auf dem Markt (und das schon seit Kaisers Zeiten).

    Und auch wenn es im Ausland ebenso NS-Freunde und Antisemiten gab, sollte man nicht den Eindruck entstehen lassen, eigentlich wären vielmehr die Amis Schuld am Judenmord. Denn tödliches Staatsprogramm ist der Antisemtismus eben dochn nur in Deutschland geworden (selbst die italienischen Faschisten haben sich in diesem Punkt von den deutschen Nazis unterschieden).

  5. #34
    Benutzerbild von frasier

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    Sehe ich auch wie Luftgitarre, die Generäle werden sich der strategischen Bedeutung Englands sehr wohl bewußt gewesen sein. Hitler wird wohl nach dem Sieg über Frankreich in England kein Problem mehr gesehen haben(zum Glück).

    Man möchte sich garnicht vorstellen, wenn das anders gewesen wäre.

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