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EURO 2012 Polen/Ukraine

Erstellt von musicola, 21.11.2011, 09:19 Uhr · 64 Antworten · 4.140 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Der Erfolg gibt (fast) grundsätzlich Recht..... Aber deshalb ist es ja noch nicht gleich legitim sich bei Kritik an den Gründen für Mißerfolg auf möglich gewesenen Erfolg zu berufen. Mir geht es allerdings auch auf den Sack, dass nach Erfolgen immer absolut geniale Entscheidungen und Fähigkeiten (in diesem Fall von Löw) konstruiert werden müssen, die gar nichts anderes als Misserfolg zuließen. Aber diese musikunterlegten Heldenstücke müssen heutzutage in der TV-Landschaft wohl einfach sein.

    Eigentlich kann man zufrieden sein. Unter den besten vier Mannschaften in Europa zu stehen ist nicht das Schlechteste. Aber ausgerechnet wieder gegen Italien rauszufliegen und diesen Nimbus mit so einem unbeholfen und unsicher wirkenden Spiel weiter zu zementieren, tut einem schon weh. Deutschland hat nicht kämpfend verloren, sondern eine tragische, ja fast lächerliche Figur gemacht.

    Die Aufstellung von Löw gestern war einfach nix und um das zu beurteilen, muss man nur heranziehen was für einen Spielertypen Löw mit Gomez gegen Italien in den Sturm gestellt hat. Ausgerechnet eines der wenigen Male wo er völlig richtig lag, wurde Mehmet Scholl für seine Gomez-Kritik runtergeputzt. Aber er hatte Recht. Gomez spielt fast nie mit und so lange er immer nur vorne zum Einknipsen wartet, spielt Deutschland nur mit 10 Mann (berücksichtigt man Schweines Formschwäche waren es nur 9 1/2).

    Ich dachte Löw hätte das eingesehen und deshalb gegen die Griechen Klose gebracht. Davon gegen Italien wieder abzurücken - wo die Defensive vorne bei einem richtig mitspielenden Stürmer hätte anfangen müssen - und dann noch zwei große Änderungen vorzunehmen war mehr als riskant. Allein die Idee hinter Kroos habe ich verstanden und es hätte ohne die weiteren Änderungen vielleicht sogar ganz gut funktioniert. Aber wer sollte die schlechte Arbeit nach hinten auffangen? Schweini, der schon damit ausgelastet war seiner Form hinterher zu laufen?

    Ich mochte Löw zugegenermaßen nie und emfinde sein Ansehen aufgrund bisher fehlender NM-Titel als überhöht. Die EM-Quali gab ihm allerdings Recht und die Mannschaft hat viel versprochen. Leider haben sie alle zusammen nicht so viel gehalten. Da spielt aber sicherlich auch die Situation der Bayernspieler mit ihrer Dreifach-Belastung und neuen Versagensängsten eine Rolle. Manche gehen deshalb nun schon so weit zu sagen, dass man nicht auf die Bayern-Spieler hätte setzen sollen. Aber ob das weiter geführt hätte, darf durchaus bezweifelt werden. Grundsätzlich spielt aber Löws Hang zu leicht formbaren Charaktern eine Rolle. Die Leute mit eigenem Kopf und Führungsqualitäten hat er aussortiert / nicht berufen. Solche Leute hätte man gegen Italien gebraucht. Da war von Führung nichts zu sehen... nicht nur beim Zwischenstand nach Toren. Mit Reus und Klose von Anfang an, hätten wir m. E. ein anderes Spiel gesehen. Das der erneute Wechsel der Aufstellung Löw nun durch die ganze Medienlandschaft auf die Füße fällt, finde ich deshalb völlig gerechtfertigt. Eine historische Chance wurde vertan und hat Strahlkraft bis weit über dieses Turnier hinaus - mindestens bis zum nächsten Spiel dieser Art in einem Turnier.



    In einem Interview mit dem Abendblatt sprach Löw davon, dass er gerne Risiken eingeht und auch seine Spieler darin bestärkt.

    Mir ist Löw sympathisch und ich halte ihn für kompetent. Gestern hätte ich mir aber die viel gescholtenen "Arbeiter" gewünscht. Oft wurde das .de Team früher ja für den "Zweckfußball" kritisiert, der zu wenig Ballzauberei bot. Ich hab das eigentlich nie so gesehen, und freute mich darüber, dass ich 2/3 aller WM-Titel der .de Mannschaft live am Bildschirm verfolgen konnte. Wir spielten nicht wie die Spanier oder Italiener, waren dafür aber irrsinnig erfolgreich im Titelkampf!

    Und was ich noch vermisse: Einen Typen wie Gerd Müller, der in den unmöglichsten Situationen den Ball immer irgendwie "reinmüllerte". Oder gibt es sowas mit der heutigen Spielweise nicht mehr?

    Gestern hatten wir beim Spiel z.T. das Fenster auf, man hörte dann von nebenan, immer diese im TFT-Thread angesprochene Zeitverzögerung (erst dachte ich die schauen ein anderes Spiel *g*). Bei Torchancen (am Anfang ) des .de Teams kam die Reaktion von drüben etliche Sekunden später. Ich wollte dann schon ordentlich "spoilern" durch lautes "Tor!11!" Rufen aus dem Fenster bei den .de Treffern, leider spielte da unsere Mannschaft nicht mit.

    Lutz

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Mir ist Löw sympathisch und ich halte ihn für kompetent.
    Das ist (außer vielleicht in der Enttäuschung nach gestern) sogar ziemlich breiter Konsens in Deutschland. Ich frage mich nur immer: Warum eigentlich?

    Natürlich war er im Gespann mit Klinsmann offenbar das wahre Hirn und ein Glück ist der Schwätzer und Blender Klinsmann fort. Doch Löw ist auch ein kleiner Blender und seine Bilanz ist, nach dem wirklich messbaren, im Prinzip auf einer Ebene mit dem bisher erfolglosesten Bundestrainer Erich Ribeck. Löw und sein Stab verstehen es allerdings vorzüglich sich gut zu verkaufen. Sie wirken smart und schaffen es den Eindruck zu vermitteln, dass man nun kurz davor steht mit der N11 ganz nach oben zu kommen. Doch der Erfolg bleibt seit Jahren aus und es geht mit den Platzierungen in Wahrheit bergab und nicht bergauf. Einer der Hauptgründe dafür sind m. E. Löws Defizite im zwischenmenschlichen Umgang mit Spielern die eine eigene Meinung und einen eigenen Willen haben. Danach hat er den Kader umgebaut.

    Es gibt heute nur noch brav spurende Gefolgsleute. Das Löw dazu nicht steht und im Gegenteil darauf besteht rein nach dem "Leischtungsprinzip" zu handeln, habe ich ihm immer schon übel genommen. Genauso wie er schäbig Ballack und Frings abserviert hat, so wie zuvor schon Kahn. Was so eine Liebster-Schwiegersohn-Kaderplanung in Not bedeutet hat man vorgestern gesehen... Sie rennen alle herum wie die aufgescheuchten Häschen und fangen an um den Preis von Ballverlusten ohne Sinn und verstand irgendwie konzeptlos den Ball nach vorn zu bolzen - wenn sie nicht dran vorbei stolpern. Keine Ruhe, keine Souveränität, nix mit "absoluter Dominanz".

    Das Ganze entwickelt sich seit 2006 mehr und mehr zu einer Nationalmannschafts-Soap, geschrieben für seichte "Sommermärchen". In der Realität reichts so aber eben nicht für Titel. Die N11 mit Löw agiert auf dem Niveau von "54 Jahre kein Meister"-Schalke04 und Vizekusen. Ich habe keine Ahnung wieso sich das 2014 und 2016 ändern sollte. Die Alten werden dann irgendwann wieder titellos ihre Karriere beenden. Die Jungen werden wieder als Alibi herhalten warum es noch nicht, aber bestimmt ganz bald für einen Titel reicht. Vielleicht klappt es dann auch, denn spätestens dann bekommen wir einen neuen Bundestrainer, der hoffentlich im Ligabetrieb zuvor wirklich mal über längere Zeit was gerissen hat. Löw hatte und hat da ja auch nicht so viel vorzuweisen. Aber eigentlich wärs auch gar nicht so schlimm ohne Titel von der EM heimzukommen, wenn die Mannschaft wenigstens 90 Minuten das Messer zwischen den Zähne gehabt hätte. Hatte sie aber nicht und das ist am Ende etwas wofür der Trainer die Verantwortung übernehmen muss.

  4. #53
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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Aber eigentlich wärs auch gar nicht so schlimm ohne Titel von der EM heimzukommen, wenn die Mannschaft wenigstens 90 Minuten das Messer zwischen den Zähne gehabt hätte. Hatte sie aber nicht und das ist am Ende etwas wofür der Trainer die Verantwortung übernehmen muss.
    Ja, das Wie fand ich auch wenig erbaulich. Da war das berühmte 1970er WM-Spiel (hab ich gerade live on DVD auf dem Schreibtisch liegen) ein anderer Schnack...

    Interessant sind Deine Ausführungen zu Löw. Ich bin in dem Thema ja nicht so en detail drin. Was sagen die anderen Fußball Spezis hier?

    Lutz

  5. #54
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Nachtrag - was ich immer sehr abgefahren beim Fußball finde, ist wie "digital" beurteilt wird - es gibt nur 0 oder 1.

    Nach dem Erfolg gegen Griechenland war der Bundestrainer der Größte: "Die Umstellungen von Joachim Löw waren auf den ersten Blick überraschend. Aber bei genauerer Betrachtung sehr durchdacht, fundiert und auch berechtigt" (G.Netzer)

    Hätte .de verloren wäre er nach den risikoreichen Umstellungen (in der Presse) sicher der größte Depp gewesen...
    Tja in der Mopo kam dann gestern punkto Löw als Aufmacher auf dem Titel auch gleich das Obligatorische:

    RÜCKTRITT?


    Hätte der Italiener am Anfang in letzter Sekunde nicht auf der Linie gerettet, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen (Poser Mario hätte einen Dämpfer bekommen) und Löws risikoreiche Umstellungen wären dann "sehr durchdacht, fundiert und auch berechtigt" (s.o.) gewesen? ;->

    "Viele vergessen, dass man bei einem Turnier auch Glück braucht" (Berti Vogts nach dem Titelgewinn bei der EM 1996)

    Lutz

  6. #55
    Benutzerbild von musicola

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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen

    Hätte der Italiener am Anfang in letzter Sekunde nicht auf der Linie gerettet, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen (Poser Mario hätte einen Dämpfer bekommen) und Löws risikoreiche Umstellungen wären dann "sehr durchdacht, fundiert und auch berechtigt" (s.o.) gewesen? ;->

    "Viele vergessen, dass man bei einem Turnier auch Glück braucht" (Berti Vogts nach dem Titelgewinn bei der EM 1996)

    Lutz
    +1


    So sieht's aus!

  7. #56
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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Hätte der Italiener am Anfang in letzter Sekunde nicht auf der Linie gerettet, wäre das Spiel vielleicht anders verlaufen (Poser Mario hätte einen Dämpfer bekommen) und Löws risikoreiche Umstellungen wären dann "sehr durchdacht, fundiert und auch berechtigt" (s.o.) gewesen? ;->

    "Viele vergessen, dass man bei einem Turnier auch Glück braucht" (Berti Vogts nach dem Titelgewinn bei der EM 1996)

    Lutz
    Wenn man sich dran stört, dass Einzelne für Misserfolg verantwortlich gemacht werden: Warum stört man sich nicht dran, wenn Einzelne im Erfolgsfall als Macher des Erfolgs benannt werden? Da sagt ja auch niemand: "Hätte der Gegner das erste Tor geschossen, hätten wir ein anderes Spiel gesehen und verloren. Unser Sieg war nur Glück!". Ich finde es auch in Ordnung, denn Erfolg und Misserfolg haben immer Väter, Mütter und Gründe. Manchmal gewinnt auch der Falsche, dann wars ein unverdienter, dreckiger Sieg. Aber das ist auf diesem Niveau eher selten. Es gab sichtbare Gründe für das verlorene Spiel und eine optimal eingestellte und aufgestellte Mannschaft irrt nicht wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen beeindruckt über den Platz. Die reisst sich ein Bein aus und frisst Gras. Lediglich im ersten Teil der zweiten Halbzeit und nach dem Elfer wurde angedeutet, was eine meisterliche Mannschaft ausmacht - zu selten, zu unkonstant für den Finaleinzug.

    Letztendlich gönne ich Italien dieses Mal das erste Mal von Herzen den Titel. Diese Mannschaft wurde unterschätzt, spielt aber das erste Mal seit Ewigkeiten richtig fair und schönen Fußball. Sollen Sie die Spanier heute abend wegfegen!

  8. #57
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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Ich kann mich noch nicht genau entscheiden für wen ich bin. Auf Poser Mario habe ich kein Bock, und auf die Spanier eigentlich auch nicht

    Ich hab mir vorhin nochmal Deutschland - Holland und das Spiel gegen die Engländer bei der WM 1990 reingezogen - war kämpferisch beeindruckend. Und auch, dass Völler nach der zweimaligen Lamadusche (und der roten Karte!) nicht komplett ausgerastet ist.

    Magath hat der aktuellen EM Elf übrigens fast körperloses Spiel vorgeworfen - da ist was dran - insbesondere wenn man es mit der WM 1990 vergleicht...

    Lutz

  9. #58
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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Hier noch was passend zu dem Thema (BLÖD haut wohl auch wieder drauf):

    -snip-

    Offener Brief von Arnd Zeigler:

    "Wenn ich mal eben offen reden darf: Dieses unglaubliche Rumgeflenne überall über die Niederlage gegen Italien ist erbärmlich und unwürdig.

    Wer jetzt so tut als seien die deutschen Spieler nach der ersten Niederlage nach 16 Siegen hintereinander (oder wieviele waren es?) plötzlich alles Vollpfosten, Totalversager und Nullen und ihr Trainer ein Nichtskönner, der hat den Fußball nicht mal im Ansatz verstanden.

    Wer es nach Siegen gegen Portugal, Holland, Dänemark und Griechenland nicht ertragen und akzeptieren kann, dass andere an manchen Tagen vielleicht einfach mal besser sind, der sollte möglicherweise Sport ganz allgemein meiden.

    Wer jetzt ganz genau weiß, dass die Wechsel alle verkehrt waren, hat das möglicherweise schon nach dem Griechenland-Spiel posten wollen, aber da haben wir ja dann dummerweise gewonnen.

    Wer jetzt Spieler wie Schweinsteiger, Gomez oder Lahm hinstellt wie hoffnungslose Nulpen, die einfach zu schlecht sind - wer nicht ein Grundmaß an Respekt dafür aufbringen kann, wie ein Sportler (= Mensch) funktioniert, der liebt in Wirklichkeit nicht den Fußball, sondern setzt sich bräsig vor die Glotze und will ein möglichst gutes Preis-Leistungsverhältnis, und so einen blöden Europameistertitel kann man doch schon mal voraussetzen.
    Das Gerede von unserer angeblich „zu netten“ Elf und den fehlenden Schweinehunden ist eine populistische Scheißdebatte ohne jeden Nährwert. An irgendwas muss es jetzt liegen, weil es so schwer zu ertragen ist, dass da einfach jemand an einem Abend ganz banal etwas besser Fußball gespielt hat. Und deshalb werden jetzt solche Kackthesen an den Haaren herbeigezogen.

    Hätte Deutschland gegen Italien verloren, wenn eine der großen Chancen der Anfangsviertelstunde genutzt worden wäre? Ziemlich sicher nicht. Aber so geht Hummels Schuss nach fünf Minuten eben NICHT rein und die italienische Hintermannschaft murmelt sich den Ball fünf Zentimeter neben das eigene Tor, und schon stellt man hilf- und phantasielos Dinge in Frage, die über Jahre großartig waren.

    Nach 9 Punkten in der Todesgruppe, übrigens ausnahmslos gegen Teams, in denen ausgemachte Schweinehunde standen (Pepe! Van Bommel! Agger!), waren unsere Jungs noch nicht zu nett. Nun sind sie es plötzlich.

    Die Italiener wiederum, die bei einem minimal anderen Spielverlauf gegen uns möglicherweise ausgeschieden wären, wären in diesem Fall wahrscheinlich als überalterte, fußballerisch limitierte Elf abgekanzelt worden, die gegen eine moderne deutsche Elf verliert, die aufgrund ihrer technischen Überlegenheit ohne Fouls auskommt. Wäre so gekommen, glaubt mir. Und deshalb ist so eine Diskussion Kinderkram und reines Medien-Tamtam. Und hochgradig albern.

    Und heute nun ballert also unvermeidbarerweise die BILD noch mal ordentlich dazwischen und füttert die Diskussionen am Stammtisch und anderswo mit Schlagzeilen wie: "BILD rechnet ab: Schweini wird nie ein Chef - Gomez hat nur die Haare schön - Lahm labert wie ein Politiker - Luxus-Versager - SO verhätschelt der DFB die Stars - Das Schreiben die BILD-Leser: Fan-Wut auf Nationalelf". Das geht jetzt wieder, weil Robert Enke schon lange genug tot ist.
    Es ist wirklich interessant zu beobachten, dass es für ein Abschneiden wie diesmal bei der BILD (und überraschenderweise auch bei vielen Fußball-Konsumenten) gar keine Kategorie mehr gibt. Es gibt nur "Europameister" oder "Vollversager". Die merken gar nicht, dass Deutschland vorher Portugal, Holland, Dänemark und die Griechen geschlagen hat, mit zum Teil phantastischem Fußball. Und gegen Italien nicht sang- und klanglos eingegangen ist und deklassiert wurde, sondern durch zwei Abwehrfehler gegen einen an diesem Tag einfach starken Gegner verloren hat, der im Gegensatz zu uns seine Chancen verwertet hat.

    Das alles rechtfertigt jetzt scheinbar einen Frontalangriff auf die Würde der Spieler. 2004 haben wir gegen Tschechiens B-Mannschaft verloren, gegen Lettland unentschieden gespielt und sind sieglos in der EM-Vorrunde gescheitert. Unsere Mannschaft diesmal wird von der BILD exakt genauso behandelt wie die Mannschaft damals. Und wir leben jetzt scheinbar in einer Zeit, wo zweite, dritte oder vierte Plätze bei Weltklasse-Turnieren nicht mehr ausreichen, um das Abschneiden positiv einzuordnen. Ich glaube, wenn man die Schlagzeilen der BILD in England, Holland, Frankreich oder Argentinien liest, lacht man sich tot über die Art und Weise, wie hier mit der Leistung der deutschen Elf umgegangen wird.

    (...)

    https://www.facebook.com/permalink.p...d=273426262942

    -snap-

  10. #59
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Und gegen diese Italiener haben wir so schwach verloren?

    Was für eine Packung....

  11. #60
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: EURO 2012 Polen/Ukraine

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Und gegen diese Italiener haben wir so schwach verloren?

    Was für eine Packung....
    Tja was hats den Italienern genützt uns zu schlagen? Die 1. Halbzeit kam mir irgendwie bekannt vor... *g*

    Wo war Poser Mario?

    Die Spanier haben ja jahrzehntelang nix gewonnen - wenn sie dann auch mal 3 WM Titel haben reden wir weiter

    BTW: Eben lief das grandiose EM-Finale 1972 auf Sport1. Die Zuschauer stürmten das Feld! Die Spieler (der Kaiser fast mit Afrolook, Netzer nicht von dieser Welt) musste sich nach dem Abpfiff in Sicherheit bringen - heute undenkbar...

    Jetzt das EM Finale '76 - Hoeneß anyone?

    Hat das daaamals (TM) jemand hier wie ich am TV verfolgt, oder seid ihr wieder alle zu jung? *g*


    Lutz

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