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Fantasy-Rollenspiele in den 80ern

Erstellt von Die Luftgitarre, 26.09.2003, 21:26 Uhr · 22 Antworten · 2.691 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    (Ich weiß nicht wohin sonst mit dem Thema *g*)

    Eine spezifische 80er-Innovation waren ja auch die Fantasy-Rollenspiele ("Das Schwarze Auge", "Dangons & Dreagons", "Mittelerde"; Für Wer´s-nicht-kennt: Man sitzt mit Freunden am Tisch und spielt bei Kerzenschein und mit "Charakter-&-Talent-Werte-Bogen" in der Hand eine Mittelalter-Abenteuer-Handlung durch, deren Hintergrund nur der Spielleiter weiß; jeder der Spieler schlüpft verbal und in der Vorstellung in die Rolle eines der Fantasyhelden; eher was für Jungs *g*). Das ganze kam damals zusammen mit oder kurz nach der Fantasy-Film-Welle auf.

    Heute gibts da ja 100.000 konkurrierende und z. T super-ausgearbeitete Spiele sowie Fachgeschäfte und Fachzeitschriften (von websites ganz zu schweigen!), aber in den 80ern war das noch mehr Insider-, Pionier- und Improvisiert-mäßig.

    Ich hab 1988/89 mit "Das Schwarze Auge" (DSA) angefangen, gehöre also nicht ganz zu den DSA-Spielern der ersten Stunde, denn die ersten Regel- und Abenteuerhefte kamen schon 1984 auf den Markt. Gleichwohl war das ganze auch 1988/89 noch Meilen entfernt von den geradezu wissenschaftlich wissenschaftlich durchgearbeiteten heutigen DSA-Abenteuern und irgendwie von einem noch mal ganz eigenem, leicht trashigen Charme.

    Ist hier jemand im Forum, der das mit den Fantasy-Rollenspielen wirklich von Anfang an mitbekommen hat?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Naja, die "Anfänge" lägen ja wohl irgendwann in den 70ern, als Herrn Gary Gygax die militärischen Strategiespiele zu langweilig wurden. Aber auf Deutschland bezogen kann ich von mir behaupten, so ziemlich ab Anfang dabeigewesen zu sein. Genauer gesagt: ab 1985, als DSA in Deutschland rauskam. Ich habe noch die erste Ausgabe gespielt. Natürlich ist das nicht wirklich der Anfang, aber zumindest der Start des Rollenspielbooms. (Eigentlich müßte man hier ja das "ewige Spiel" Armageddon, den Vorläufer von Midgard, nennen, das es schon ab Anfang der 80er gab.)
    Vorher hatte ich bereits mehrere Fantasy-Karten gezeichnet und mir auf D&D-Basis ein kleineres Spiel zusammengestückelt.
    Mittlerweile bin ich immer noch dabei, schreibe ab und zu für die Nautilus (Rollenspielzeitung) und kenne nach wie vor keine besseres Hobby.
    Ähhh, wolltest Du irgendwas wissen? Oder nur einen Gleichgesinnten treffen?

    Solltest Du nächstes Jahr auf dem Nordcon zu finden sein (größtes Rollenspielertreffen Deutschlands), dann sehen wir uns bestimmt.

  4. #3
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    "Feenwelt" ... hät mir ja denken können bei dem Namen *g*

    Feenwelt postete
    Ähhh, wolltest Du irgendwas wissen? Oder nur einen Gleichgesinnten treffen?
    Zum einen: Findest Du auch, daß die frühen DSA-Abenteuern aus den 80ern einen sehr skurillen, trashigen Charme haben (wenn mal die trans-aventurische Monster-Arten-Vielfalt in nur einzelnen Kellergewölben bedenkt! Oder die grobschlächtigen Stories. Oder die z. T. sehr eigenwilligen Zeichnungen.*g*). Und verbindest Du mit den DSA-Spielabenden damals in den 80ern, als man noch Teenager war und das ganze ja sooo insider-mäßig, auch eine ganz eigene Nostalgie?

    Zum anderen: Kannst Du mir mal einen ganz knappen Überblick geben was es eigentlich vor DSA´84 so Rollenspiel-mäßig gab? Ich weiß nur, daß Ulrich Kiesow u. Co. 1981 schon mal eine deutschsprachige, ironischere D&D-Version ausgebracht haben, und daß es D&D in England schon in den 70ern gab; und daß der ganzen Rollenspiel-Idee diese Romane mit alternativen Handlungsoptionen vorrausgegangen sind; und das ganze soll doch aus England kommen und sich aus der dortigen "Herr-der-Ringe"-Community entwickelt haben. Oder?

    [b]
    Solltest Du nächstes Jahr auf dem Nordcon zu finden sein (größtes Rollenspielertreffen Deutschlands), dann sehen wir uns bestimmt.
    Ich hatte auch schon mal überlegt, dorthin zu gehen. Ist das jedes Jahr in Hamburg? Ich hab gehört, der "Fanatiker"-Anteil soll dort sehr hoch sein. Ich meine: Komme ich dort auch ohne Ritterrüstung und königlichem Freibrief rein?*g*

  5. #4
    Benutzerbild von The Mad Hatter

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    Die Luftgitarre postete
    Zum anderen: Kannst Du mir mal einen ganz knappen Überblick geben was es eigentlich vor DSA´84 so Rollenspiel-mäßig gab? Ich weiß nur, daß Ulrich Kiesow u. Co. 1981 schon mal eine deutschsprachige, ironischere D&D-Version ausgebracht haben, und daß es D&D in England schon in den 70ern gab; und daß der ganzen Rollenspiel-Idee diese Romane mit alternativen Handlungsoptionen vorrausgegangen sind; und das ganze soll doch aus England kommen und sich aus der dortigen "Herr-der-Ringe"-Community entwickelt haben. Oder?
    Also diese Romane, sind eher parallel zu den RPG's im Stil von D&D oder DSA aufgekommen. Sind dann auch Anfang bis Mitte der Neunziger durch die Pen&Paper- und Computer-RPG's vom Markt gedrängt worden. Der Urvater dieser Romane war wohl Der Hexenmeister vom Flammenden Berg der 1982 in England von Steve Jackson und Ian Livingstone rausgebracht wurde

  6. #5
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Zum einen: Findest Du auch, daß die frühen DSA-Abenteuern aus den 80ern einen sehr skurillen, trashigen Charme haben (wenn mal die trans-aventurische Monster-Arten-Vielfalt in nur einzelnen Kellergewölben bedenkt! Oder die grobschlächtigen Stories. Oder die z. T. sehr eigenwilligen Zeichnungen.*g*). Und verbindest Du mit den DSA-Spielabenden damals in den 80ern, als man noch Teenager war und das ganze ja sooo insider-mäßig, auch eine ganz eigene Nostalgie?
    *hüstel* Naja, ich war 1985 nicht mehr wirklich Teenager, nur noch sehr knapp.

    Aber Du hast schon Recht, die ersten Module waren ganz bestimmt Trash. Und Dein Beispiel (eine Familie Gobbos wohnt neben 6 Höhlenspinnen, 3 Ogern, ein paar Kobolden als Untermietern, und dem Drachen gleich nebenan) stimmt auch.
    Wenn ich aber etwas wirklich trashiges spielen möchte, dann nehme ich die ersten D&D-Module, die sind wirklich extremes Dungeon-Crawling. Und die Cover sind sogar noch bunter und ekelhafter. Von denen hat DSA ja auch abgeschaut.

    Die Zeichnungen, insbesondere die weiblichen, gingen direkt auf Uli Kiesows Anregungen zurück, soweit ich hörte. Die Namensgebung finde ich allerdings weitaus schlimmer, und die zieht sich ja teilweise noch bis heute durch.

    Zum anderen: Kannst Du mir mal einen ganz knappen Überblick geben was es eigentlich vor DSA´84 so Rollenspiel-mäßig gab?
    Nicht wirklich umfangreich. Aber ein paar wichtige Spiele gabs schon:
    D&D seit Januar 1974
    AD&D seit 1978
    Rolemaster seit 1980
    Runequest, Tunnel & Trolls, und vor allem Traveller (seit irgendwann Ende der 70er / Anfang der 80er). Traveller war lange Zeit das beliebteste RSP überhaupt.
    Call of Cthulhu: 1981
    Midgard natürlich ab 1981, entstanden aus Armageddon, dem "ewigen Spiel" des Vereines FOLLOW. (Fellows of the lords of the lands of wonder... was für ein dämlicher Name für einen Verein)
    Auch MERS gab es schon recht früh, aber da weiß ich keine Jahreszahl.
    Für Deutschland ist das alles sowieso kaum relevant, denn RSP kam einfach erst mit DSA auf, vor allem, weil DSA bei Schmidt Spiele erschien, die eigentlich alle bekannten Brettspiele in Deutschland verkauften (Mensch ärgere Dich nicht, Kniffel, Halma...) und deshalb die Marktmacht des Verlages nutzen konnte - DSA kam schnell in die großen Warenhäuser.

    Ich weiß nur, daß Ulrich Kiesow u. Co. 1981 schon mal eine deutschsprachige, ironischere D&D-Version ausgebracht haben,
    Du meinst "Schwerter und Dämonen", die deutsche Ausgabe von Tunnels & Trolls. Richtig, das war eine Persiflage auf D&D.

    und daß es D&D in England schon in den 70ern gab;
    Ganz sicher. In Deutschland wurde es auch schon 1976 zum ersten Mal auf einem Spieletreffen in Marburg vorgestellt.

    und daß der ganzen Rollenspiel-Idee diese Romane mit alternativen Handlungsoptionen vorrausgegangen sind; und das ganze soll doch aus England kommen und sich aus der dortigen "Herr-der-Ringe"-Community entwickelt haben. Oder?
    Was meinst Du? Ob die Romane aus der HdR-Gemeinde hervorgegangen sind? Kann sein, das weiß ich nicht. Die RSP kommen ganz sicher nicht aus der HdR-Gemeinde, sondern aus der Wargame-Gemeinde, also das, was man heute mit Tabletop bezeichnet. D&D ist eine Weiterführung des amerikanischen Tabletops "Chainmail" und Midgard entstand aus "Armageddon".

    Zum Nordcon:
    Ich hab gehört, der "Fanatiker"-Anteil soll dort sehr hoch sein. Ich meine: Komme ich dort auch ohne Ritterrüstung und königlichem Freibrief rein?*g*
    Aber locker.

    Natürlich ist der Fananteil dort hoch, auch der der Liverollenspieler. Aber obwohl ich LARPER bin, gehe ich da auch nicht mit Rüstung rein, sondern stinknormal. In Acht nehmen muß man sich - meiner Meinung nach - nur vor klischeehaften Vampire-Spielern, die sind mir ein echtes Greuel. Ansonsten macht dort ein ganz netter Mensch ein Fantasy-Quiz im Stil von G. Jauch, wobei man zum Beispiel auch solche Fragen beantworten muß, welches das 1. RSP von Uli Kiesow war.

    Und lohnenswert sind immer wieder die "workshops", die Diskussionsrunden zu bestimmten Themen. Ufff, soweit die Werbung.
    Und ja, der Nordcon ist jedes Jahr, meist im Mai oder Juni.
    Bis dann,
    Feenwelt (der Jauch des RSP)

  7. #6
    Benutzerbild von J.B.

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    Cooooool ich liebe dieses Thema

    Ich selbst habe glaube ich nie DSA gezockt, ausser am PC .

    Dafür habe ich 1981 mit D&D angefangen. Ja ich habe mich wie es sich für einen anständigen D&Dler gehört durch hunderte von Dungeons gekämpft, bin durch tausende Liter Goblinblut gewatet und habe meine Spanferkel von Drachenfeuer rösten lassen .

    In jungen Jahren fand ich es unheimlich spannend durch die Dungeons zu laufen um Schätze aufzuspüren und mich mit Monstern zu messen. Diese Art von Spielen war so ganz anders und völlig neu für mich. Man durfte sich den Charakter erstellen, den man immer in seinen Träumen, nach Abenteuer- oder Fantasyfilmen, vor Augen hatte, wenn man sich selbst in diese Welt hineinwünschte. Und auf einmal ging das!

    Mit der Zeit lernte ich dann vor allem auch durch AD&D die Aussenwelten und Städte schätzen und lieben. Es geht eben nichts über eine anständige Kneipenschlägerei, bei der ich mich immer im Hintergrund hielt, mehr darauf bedacht meiner Beschäftigung als Eigentumsumvertreiler nachzugehen . Ich habe so einige Charakterklassen ausprobiert, die waren aber bei D&D und auch bei AD&D ziemlich limitiert.

    Also hab ich mich an Midgard gewagt und habe für mich festgestellt, dass ich keine Lust habe für einen einfachen Kampf 3 Stunden würfeln zu müssen. Also wieder zurück zu D&D mit eigens modifizierten Regeln .

    Auch die Rolle des Masters habe ich mehr als Regisseur ausgelegt, denn als jemand der sich hinter seinem Sichtschutz zu Tode würfelt, nur um einen Kleriker einen Hobgoblin besiegen zu lassen, damit es endlich weitergeht. Sehr streng habe ich allerdings die ungeschriebenen Gesetze "Der Meister hat immer Recht" und "Sein Wort ist Gesetz" befolgt und vertreten. Unglaublich wie es manchmal aus heiterem Himmel Felsen regnen kann, wenn ein querulanter Kämpfer mal wieder der Meinung ist, das eine Gruppe von 15 Ogern allenfalls eine Frühsportübung für die Gruppe (1 Magier, 1 Kleriker, 1 Dieb und noch ein Kämpfer) ist und ungeachtet aller Warnungen aus der sicheren Deckung heraus auf die Bande zurennt. Erstaunlich auch, wo in einem Dungeon nicht überall Fallen sind oder gar Drachen .

    Mit der Zeit habe ich auch mehr und mehr von den Gruppen verlangt, so finde ich es eher vollkommen idiotisch, dass sich Charaktere, allesamt Level 10 und mehr, in eine Höhle begeben und dabei keine Fackel anmachen. Interessant wie auf einmal Menschen zu Elfen und Zwergen mutieren. Oder Proviant und Kleidung! Wer braucht das schon, wenns auf Abenteuer geht. Auf jeden Fall jeder der heil zurückkommen will .

    Nach langen Jahren und mehr und mehr Systemen, Charakteren, Monstern und Möglichkeiten habe ich angefangen mein eigenes System zu kreieren. Ich habe mir einfach die besten Dinge aus anderen Systemen zusammengesucht und einige Neuheiten im Bezug auf Abläufe u.ä. eingebaut. Es gibt soviel zu bedenken und zu beachten, was man anfangs gar nicht für möglich hält. Daher sitze ich auch heute noch, 8 Jahre nach der Idee für ein eigenes System, daran ihm immer mehr Konturen zu verleihen, die logischen Fehler auszumerzen und immer und immer wieder Charakterklassen, Waffenarsenal und Ausrüstung sowie Monsterspezies zu erweitern, überarbeiten und verändern. Irgendwie eine Lebensaufgabe .

    BTW: Kennt von Euch jemand die Systeme "Midgard 1880" (oder so) und "7th Sea"?

    Gruß

    J.B.

  8. #7
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Midgard 1880 habe ich nur mal kurz angelesen...
    7th sea aber habe ich ein paar Monate in einer Runde gespielt - ich mag es sehr gerne. Mit dem richtigen SL kann man hübsch das klassische Piratenthema verwursten. Die Welt an sich finde ich aber arg von Castle Falkenstein abgeguckt. (Feenmagie, die deutschen "Eisenlande" etc.). Wenn Du gerne Steampunk spielst, kann ich Castle F. nur empfehlen, zumal es interessante Regeln gibt (Verwendung von normalen Spielkarten anstatt Würfeln - zumindest teilweise).
    Trotzdem: 7th sea gefiel mir sogar besser, weil die Technik dort nicht so extrem dominiert, auch die Magie nicht unbedingt. Straighte Helden, der rote Korsar, elegantes RSP - das bietet 7th sea. Empfehlenswert!

  9. #8
    Benutzerbild von J.B.

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    @ feenwelt

    Klasse Vielen Dank für die Infos! 7th Sea werde ich wohl mal antesten .

    Castle Falkenstein sagt mir leider so gar nichts. Ebenso wenig Steampunk .

    Gruß

    J.B.

  10. #9
    Benutzerbild von Feenwelt

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    Mit "Steampunk" bezeichnet man die Stilrichtung von RSP, die eine Mischung aus einem Setting im 19. Jahrhundert und magischer Fantasywelt bietet.
    Bei Castle Falkenstein regiert Ludwig II. zwar Bayern, ist aber mit mächtigen Feen im Bunde. (Die kommen aus der Feenwelt. )
    Alles wird aber beherrscht von der Dampftechnik. Riesige dampfgetriebene Luftschiffe transportieren die Menschen quer durch Europa. Auch mächtige Artefakte funktionieren teils mit Magie, teils sind sie dampfgetriebene Maschinen, die aussehen, als hätte sie Leonardo da Vinci während eines schlechten LSD-Trips entworfen.
    Man spielt also eine Verquickung aus industriellem Zeitalter und Fantasy. Das klingt erstmal ziemlich merkwürdig, aber wenn man es spielt, ist es völlig glaubwürdig.
    Castle Falkenstein ist zwar der bedeutendste Vertreter dieser Gattung, aber nicht der einzige und nicht der erste.
    Bekannt wurde das Genre auf dem RSP-Sektor mit dem Spiel "Cyberpunk". Auch "7th Sea" zählt dazu.
    Für solche und ähnliche Fragen empfehle ich übrigens das große Rollenspiel-Portal www.drosi.de. Dort ist auch ein geschichtlicher Abriss, außerdem wird jedes (!) bekannte Rollenspielsystem kurz vorgestellt.

  11. #10
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Feenwelt postete
    Mit "Steampunk" bezeichnet man die Stilrichtung von RSP, die eine Mischung aus einem Setting im 19. Jahrhundert und magischer Fantasywelt bietet.
    Fällt dann auch die HarryPotter-Filmwelt darunter? Ist ja auch ne Mischung aus viktorianischem England und Märchen-/Zauber-Welt.

    ------

    Generell finde ich witzig, wie unterschiedlich man an Fantasyrollenspiele herangehen kann. Damals, Ende 80er, in der Pubertät und mit den Klassenkameraden, war das noch ziemlich "Powergaming"-lastig; dann kam so ne Phase, wo die Regeln und Würfeltabellen gar nicht kompliziert genug sein konnten ("professionell"!); meine jetzige DSA-Runde besteht fast nur aus studierten Soziologen, Ethnologen und Historikern. "Powergaming" ist verpönt, Regeln und Würfelprozedere werden eher locker gesehen, dafür gibt es oft stundenlange Exkurse über Themen wie diese:

    - Das Manufakturwesen und die Krise der Zunftverfassung in der Stadt Havena
    - Religionssoziologische Hintergründe des Zwöflgötterglaubens
    - Muster kollektiver Identitätsbildung in der Mythologie der verschiedenen Völker Aventuriens
    - Die Verschuldung des bornländischen Landadels bei den Kaufleuten der Stadt Festum
    - Münzprägung und Inflation
    - Die geostrategischen Interessen Al Anfas in den Tulamiden-Lande

    Darüber hinaus nehmen Besuche von Magierbibliotheken, Tavernengespräche und 5exuelle Abenteuer der Helden großen Raum ein.

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