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Fischmarkt bald ohne Cd ????

Erstellt von ICHBINZACHI, 22.02.2004, 14:30 Uhr · 10 Antworten · 1.156 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    Quelle IFPI Webseite

    Pressemitteilung - Berlin, 11.02.2004


    Polizei in Zivil nahm polnische Musikpiraten auf Bochumer Flohmarkt fest

    Ermittlungserfolge der proMedia GmbH in Osnabrück, Münster, Bochum und Hamburg - "Musikpiraterie lohnt in Deutschland nicht."


    "Der Ermittlungsdruck ist eine wichtige Voraussetzung, um Musikpiraterie in Deutschland wirksam in Schach zu halten", erklärt Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. "Die proMedia GmbH betreibt im Auftrag der Deutschen Landesgruppe der IFPI mit Nachdruck die Pirateriebekämpfung und erzielt konsequent Ermittlungserfolge. Musikpiraterie lohnt deswegen in Deutschland nicht."

    In den vergangenen Wochen wurden u.a. folgende Ermittlungserfolge erzielt:

    Mehrere tausend Raubkopien wurden von einem Hersteller in Wuppertal produziert und vertrieben. Dem setzte die Hamburger proMedia GmbH ein Ende. Per einstweiliger Verfügung unterband sie das illegale Treiben und erwirkte außerdem die Beschlagnahme einiger hundert Bootlegs (illegale Konzertmitschnitte) in einem Geschäft in Osnabrück.

    Ebenfalls auf das ganz falsche Pferd hatte ein Mann in Münster gesetzt, der bei eBay einen schwunghaften Handel mit Raubkopien und Bootlegs geführt hatte. Bei der Hausdurchsuchung wurden mehrere hundert Raubkopien sowie drei PC-Brenner beschlagnahmt. Die Unterlagen ergaben, dass der Mann nicht nur hohe Einnahmen in Höhe von ca. 8.000 Euro im Monat aus dem Verkauf der Raubkopien zog, sondern zusätzlich auch noch Sozialhilfe bezogen hat. Den Mann erwarten nun Verfahren wegen Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz, Steuerhinterziehung und Sozialhilfebetrugs.

    Auf einem Flohmarkt an der Ruhruniversität in Bochum fielen den proMedia-Ermittlern mehrere polnische Händler mit Raubkopien auf. Die Bochumer Polizei reagierte schnell und schlug mit einer zivilen Einsatzgruppe zu. Drei Frauen und ein Mann wurden festgenommen, knapp tausend Raubkopien und etwa 1.000 Euro beschlagnahmt.

    In einer Aktion auf einem Hamburger Flohmarkt entdeckten die Ermittler der IFPI mehrere hundert Raubkopien von aktuellen Alben. Die alarmierte Hamburger Polizei nahm einen Händler aus Osteuropa fest und beschlagnahmte neben den Raubkopien auch noch große Mengen gefälschter Markenuhren. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

    Die Deutsche Landesgruppe der IFPI und die Hamburger proMedia GmbH danken den Mitarbeitern der beteiligten Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden für die gute Kooperation.
    Ich war zwar heute nicht selbst in Hamburg auf dem Fischmarkt.
    Allerdings soll laut Aussage eines Verwandten praktisch gesehen nix
    von CD´s und Spielen zu sehen gewesen sein.

    Ganz ehrlich mir geht es langsam an die Hutschnur mit den CD-Raubkopien
    gerade auf Floh-und Secondhandmärkten. Weil wer kann denn wirklich behaupten, daß eine CD wirklich ein Original ist ???

    Woran sieht man es ???

    Ich habe 90 Prozent meiner CD´s als Original im Laden gekauft.
    Bei den Platten ist es einfacher. Da dürfte es wohl keine "illegalen Kopien"
    geben.

    Was sagt Ihr zu den Aktionen ? Ich finde es jedenfalls gut, daß endlich mal
    aufgeräumt wird.

    Gruss
    Zachi

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von DeeTee

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    Ich habe 90 Prozent meiner CD´s als Original im Laden gekauft.
    Schön blöd

    Mal im Ernst. Ich bin schlicht nicht mehr bereit, die CD-Ladenpreise zu bezahlen. Daher kaufe ich meine CDs nur noch per Internet-Händler bzw. bei Ebay (macht bei mir mittlerweile den weitaus größten Anteil aus). Anders könnte ich mir das gar nicht leisten (bzw. würde das schlicht nicht wollen). Und wenn Leute CDs kaufen, sich kopieren und dann die Originale bei Ebay weiterverkaufen, mache ich das nicht zu meinem Problem. Warum auch? Ich habe dann legale Tonträger. Und ich habe bei Ebay noch nie eine CDR bekommen.

    Wer selbstgebrannte Kopien auf Flohmärkten verkauft (oder sonstwo), ist halt wirklich blöd und muss mit dem Risiko leben. Völlig okay.
    Allerdings kann man auf dem Polenmarkt jenseits Frankfurt/Oder natürlich auch schöne MP3-Sammlungen kaufen. Gepresste CDs mit anständigem Booklet und allem. Wahrscheinlich auch unlizensiert - wie wir in einem anderen Thread besprochen haben. Leider ist die Anfahrt da etwas weit, aber ich kenne jemanden in F./O.

    Ich warte auf das Gesetz, dass den Besitz nicht ausdrücklich lizensierter Musik unter Strafe stellt. Und ich bin ziemlich sicher, dass man das versuchen wird - mit welchem Argument auch immer.

    Grüße!
    DeeTee

  4. #3
    Benutzerbild von DeeTee

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    Ergänzung zum letzten Satz meines vorangegangenen Beitrags:

    Zitat aus der Telepolis von heute:

    "Gegenüber der Öffentlichkeit wird bisher wohlweislich verschwiegen, was DRM-Firmen wie die Bertelsmann-Tochter DWS in den Werbebroschüren für ihre gewerblichen Kunden offen zugeben: Dass ihre DRM-Systeme dem "Rechteinhaber" die Möglichkeit bieten, Konsumentenrechte jederzeit nach Bedarf zu ändern oder wieder zu entziehen.
    Rechteinhaber können sich durch DRM mit entsprechenden Lizenzen aller urheberrechtlichen Schranken entledigen. Dadurch entsteht statt einer Marktökonomie, in der Produkte ge- und verkauft werden, eine Abhängigkeitsökonomie, in der die Benutzer feudaler Willkür ausgeliefert sind."


    Link: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/konf/16808/1.html


    DeeTee

  5. #4
    Benutzerbild von falkenberg

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    @ MWMFL

    Kann es denn wirklich passieren, dass man ubeabsichtigt Raubkopien kauft, wenn man die CD direkt ansehen kann? Es geht doch eher um die typischen Flohmarkt-Bootlegs.

    @ DeeTee

    Wenn Du Dir die Originale woanders als im normalen Einzelhandel beschaffst, ist dagegen natürlich nix einzuwenden. Bleibt natürlich die Frage, ob sich der Aufwand lohnt, jeder einzelnen CD hinterherzurennen, um dann vielleicht 5 Euro zu sparen. Eine wirklich gute CD ist mir weitaus mehr als 15 Euro wert.

  6. #5
    Benutzerbild von Topas12

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    bist du Millionär@ falkenberg könnte ich in dem Falle vielleicht was abhaben für original CDs und so
    und die Kollegen aus Osteuropa und sonstwo kriegen alles perfekt gefälscht, hier geht es wohl eher um die Abgaben von GEMA und sonst wem die wech sind und dass BMG und Co ihren überteuerten Kram nicht unters Volk kriegen, demzufolge weniger Steuern bezahlen usw. in der Spirale

    Topas12

  7. #6
    Benutzerbild von falkenberg

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    Nu übertreib mal nicht, dafür muss man doch nicht Millionär sein. Natürlich achte ich auf den Preis, dafür kaufe ich bei Mediamarkt oder Müller oder bestelle bei Martz. Ich hab doch keine Lust, mir schmuddelige Gebraucht-CDs zuzulegen (außer es geht nicht anders) oder womöglich Raubkopien.

  8. #7
    Benutzerbild von ICHBINZACHI

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    [quote]falkenberg postete
    @ MWMFL

    Kann es denn wirklich passieren, dass man ubeabsichtigt Raubkopien kauft, wenn man die CD direkt ansehen kann? Es geht doch eher um die typischen Flohmarkt-Bootlegs.

    [quote]Die Bootlegs sind wohl eher ein kleiner Teil.

    Ich gehe davon aus, daß exakte Kopien der Chart-Cd´s auf Flohmärkten in ganz Deutschland vertrieben werden.
    Nicht die ganz aktuellen, sondern eben aus den 80ern vor allem, damits vielleicht nicht so auffällt.

    Mir sind bereits Alben untergekommen, die im Grunde aussahen wie das Original
    Nur beim Vergleich mit einem "Laden-Original" gibt es mitunter markante Unterschiede zwischen der Beschriftung auf der CD. Die Stanzung oder wie man das bezeichnet, ist entweder total anders oder es fehlen Zahleneinträge
    bzw es stehen ganz andere darauf.

    Ich weiß nicht, was man mit einem mittelprächtigen Presswerk alles machen
    kann. Aber ich traue es denjenigen zu, daß sie es schaffen "fast perfekte" Clone-Cd´s zu erstellen.

    Natürlich ist es total schwer, etwas was wie ein Original aussieht als Fälschung zu erkennen, da es ja weltweite releaeses der CD´s gibt. Man kennt es ja von den Schallplatten (Beispiel Brian Ice "Talking to the night" oder K.O.T.O. "Japanese War Game"), soll heißen in jedem Land gibt es mitunter eine oder mehrere verschiedene Layouts und Re-Releaeses.

    Fragwürdig wird ein Stand, wenn er zuviele SUPER-CD´s im Angebot hat, die
    man sonst nicht sieht, bzw ein Ebay-Erwerb unerschwinglich scheint und man diese für knappe 6 bis 10 Euro angeboten bekommt.

    Die Stände auf denen zum Beispiel Kopien von allen möglichen Deep Dance/Deep Fox/Depeche Mode Live Sets angeboten werden, meide ich von vornherein.

    Mir sind bereits mehrere freche Händler untergekommen mit PC nachgedruckten Hüllen. Die sind dann aber selber Schuld, wenn sie sich
    irgendwann einer Kontrolle gegenüber verantworten müssen.

    Einzige Ausnahme sind wohl die Maxi-Cd´s, die sich vielleicht nicht lohnen,
    obwohl mitunter der Aufwand beim Inlay an geringsten wäre.

    >>>>>Um die Preisfrage auch nochmal aufzugreifen. Ich bezahle auch mal etwas mehr für Cd´s. Es ist nur die Frage, ob ich diese wirklich haben möchte.
    Dabei verschiebt sich dieses sowieso zurück in den Vinylsektor, weil ich ganz
    einfach "kopiergeschützte CD´s" hasse und definitiv keine Russen oder Japan-
    pressungen haben möchte. Eher versuche ich die Originalmaxi oder Single zu bekommen. Dafür bezahle ich dann auch mal mehr. Wenn denn mal nen bisschen über zu sein scheint aber nur Sonst nich
    Ciao
    zachi

  9. #8
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Die im Beitrag genannte Form der Musikpiraterie finde ich auch schon etwas heftig. Gegen solche Leute sollte auch vorgegangen werden.

    Ansonsten finde ich die Sache mit dem Kopieren bzw. das illegale Herunterladen gar nicht so schlimm. Ich kenne auch ein paar Leute, die da fleißig sammeln und ein paar Tausend Dateien auf diversen Festplatten haben. Die Vermarktung findet, wenn überhaupt, auch nur unter engen Bekannten und Freunden statt, und wenn die CD's nicht gleich ganz verschenkt werden, gibt es maximal 2-3 Euro "Aufwandsentschädigung".

    Diese Leute hätten sich aber auch niemals alle Lieder legal gekauft. Einmal abgesehen davon, dass das bei irgendwelchen Alternative-Geschichten gar nicht immer so einfach ist, hat man dazu schlicht und einfach nicht das Geld. Vielleicht kauft man sich mal ein oder zwei Alben, weil man sie halt im Regal stehen haben will, ansonsten hätte man eben auf die Musik verzichtet. So gesehen machen bei dieser Form der Piraterie die Plattenfirmen auch kaum einen Verlust. Wenn überhaupt.

    Diesen Leuten geht es nicht um Einnahmen, die betrachten das Herunterladen und Kopieren als Möglichkeit, eine möglichst vollständige Sammlung zu bekommen (und erweitern so nebenbei ihr Wissen über bestimmte Musikrichtungen und -äras gewaltig). Bei ihnen wird das Sammeln quasi zum Hobby.

  10. #9
    Benutzerbild von Torsten

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    Als ich das letzte Mal auf dem Flohmarkt war und dort an zwei oder drei Ständen lange Boxen mit Hunderten von kopierten CDs vorfand (die gebrannten Scheiben lagen mit Farbkopien von Front- und Backcover jeweils in transparenten Plastiktaschen), hab' ich mir nur gedacht: "Unglaublich - überall diskutiert man sich im Netz zum Thema Musikpiraterie die Köpfe heiß, und diese Gauner hier bieten so unverfroren Massen von Kopien der aktuellsten Alben und Sampler an..."

    Dabei kommt mir unweigerlich der Gedanke, ob man sich am PC nicht einfach mal einen einigermaßen eindrucksvoll anmutenden Phantasie-Ausweis mit dem Aufdruck "GEMA-Fahnder" zusammenschnippeln sollte. Dann mit 'nem körperlich besonders präsenten Kumpel (hab einen, der 2 m groß ist und 130 kg wiegt) beim nächsten Mal an diesen Ständen aufkreuzen und den Jungs hinter der Auslage mal einen gehörigen Schrecken einjagen. Und als Krönung noch unter Androhung von polizeilicher Unterstützung den ganzen Kladderadatsch "beschlagnahmen", einkassieren und sich von dannen machen...

    Mal sehen, was mein großer Kumpel von der Idee hält...

  11. #10
    Benutzerbild von DeeTee

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    Und als Krönung noch unter Androhung von polizeilicher Unterstützung den ganzen Kladderadatsch "beschlagnahmen", einkassieren und sich von dannen machen...


    Deetee

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