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Formel-1-Fans anwesend?

Erstellt von Lutz, 10.03.2004, 21:35 Uhr · 231 Antworten · 21.318 Aufrufe

  1. #131
    Benutzerbild von brandbrief

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    Zitat Zitat von schubser
    sehr passend dargelegt PM....mehr ist dazu nicht zu sagen...außer evtl. das in keinem Land sonst die Großverdiener immer so belallt werden wie in D (siehe Torsten) nur weil sie eben für ihre Klasse die entsprechende Kohle bekommen....
    Wenn ich Torsten richtig verstanden habe, hat er versucht, die menschliche Seite Schumachers zu beleuchten.
    Da ist es unerheblich, wieviel Geld jemand verdient.

  2.  
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  3. #132
    Benutzerbild von new-waver

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    Also ich kann Leve42 nur beiplichten. Auch die DTM erfordert köperlicher Fitness und ist keineswegs ein Abstellgleis für ausgediente F1-Fahrer.
    Ich würde Schumacher allerdings ungerne in der DTM sehen, da diese Serie in meinen Augen Recht langweilig ist. Es wäre mit mehr Herstellern viel Interessanter....
    Ist Geschmacksache!

    @Torsten
    Wieso sollte Schumacher Alsonso Rückstufung kritisieren???
    A betrifft es ihn nicht und B hat Renault sich mal auf die Seite Ferraris geschlagen, als eine Entscheidung gegen Ferrari gefallen ist. Die FIA hat so entschieden, und Renault muß die bittere Kröte schlucken. Am Rennergebnis hätte es eh nichts geändert, da Alonsos Motos sich ja in Rauch aufgelöst hat.

    Renault zeigt sich als unfairer Verlierer - da sind es bewegliche Spoiler, verbotene Chemikalien in den Reifen oder gar Manipulation der FIA, was sie Ferrari vorwerfen.
    Alonso ist ja nicht das erste mal wegen solcher Vorkommnisse aufgefallen und nicht nur bei Ferrari.
    Der Spitzname "Schummelschumi" ist absolut idiotisch. Jeder Fahrer hat Fehler gemacht und wenn diese einem Michael Schumacher passieren ist das natürlich ein gefundenes Fressen für die Medien. Zudem ist Schumache länger als jeder andere aktive Fahrer in der F1. Logisch, dass sein Punktekonto größer ist, als das der anderen Fahrer.
    Schumacher versichtige öffentliche Äußerungen in der Vergangenheit kann ich voll verstehen. Jedes Wort wird von den Medien ausgeschlachtet, aus dem Zusammenhang gerissen und dreimal verdreht. Deshalb sind seine Äußerungen und die Art und Weise so ok gewesen. Er wollte zudem seine Famillie aus dem Rampenlich raus halten - auch das finde ich ok.
    Gegentei ist sein Bruder, welcher mit seinem "Boxenluder" Cora stets im Rampenlicht stehen will um offenbar aus dem Schatten seines großen Bruders ein wenig hervorzuscheinen.

    Fazit: für mich ist und bleibt Schumi der Größte!

  4. #133
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von brandbrief
    Wenn ich Torsten richtig verstanden habe, hat er versucht, die menschliche Seite Schumachers zu beleuchten.
    Da ist es unerheblich, wieviel Geld jemand verdient.
    Danke für die richtig stellende Unterstützung, aber mit Einfaltspinseln, die aus blinder Antipathie oder mangelnder Lesekompetenz heraus komprimierten Unsinn in die Tasten hauen, beschäftige ich mich ohnehin nicht weiter.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Mein Thema war, dass wir Deutschen einen Fehler immer wieder machen. Das heisst nicht, dass diesen Fehler z. B. Dänen und Weissrussen nicht auch machen. Aber wenn Dir nicht auch in Deinem Leben schonmal aufgefallen ist, dass es einige international anerkannte Stars deutscher Herkunft gab und gibt, die im eigenen Land nichts zählten oder permanent runter gemacht (vergrault!) wurden, dann würde ich das nicht verstehen...
    Gut und schön, aber mir gefällt nicht, dass du abweichenden Meinungen oft mit dem Verweis auf angeblich deutsche Marotten begegnest, weil du damit automatisch unterstellst, man hätte sonst keine individuell begründeten Motive.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Es gibt eben auch andere Mentalitäten, wo der der so einen dominanten Schweineerfolg hat einfach der Größte ist und basta, kein automatisch eingebautes "aber..." kein gar nichts.
    Ich glaube kaum, dass unkritisches Hochjubeln deiner Mentalität entspricht. Meiner jedenfalls schon gar nicht. Und wenn das typisch deutsch ist - so what?

    Es muss schließlich erlaubt sein, zwischen fachlichen und charakterlichen Qualitäten zu unterscheiden. Ich halte es sogar für eine besondere Stärke, wenn Menschen das können und andere nicht komplett verdammen (oder in den Himmel loben). Wie ich schrieb: Für mich war Schumacher immer ein Neutrum, denn seine sportlichen Verdienste sind trotz gewisser Schönheitsflecken unbestritten und haben seinen Fans über viele Jahre hinweg unterhaltsame Stunden bereitet. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich sein sonstiges Auftreten sympathisch finden muss, da bin ich nunma anders gestrickt.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Der Bezug zu Michael Stich geht so m. E. aber nicht auf. Michael Schumacher hat den F1-Sport erst zu der Beliebtheit getrieben, die er heute hier hat. Die schon Tage vor einem GP feucht fröhlich campierenden Schumi-Fans sprechen auch eine deutliche Sprache.
    Die Voraussetzungen, unter denen Stich und Schumacher in die Spitze ihres Sports vordrangen, waren unterschiedlich - an ihren charakterlichen Parallelen und den entsprechenden Auswirkungen ändert das nichts. Wer statt Selbstironie und Herzenswärme zumeist kühle Distanz ausstrahlt, ist beim neutralen Publikum naturgemäß nicht allzu beliebt. Da gibt's auch nix weiter zu relativieren.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Michael Schumacher hat den F1-Sport erst zu der Beliebtheit getrieben, die er heute hier hat. Die schon Tage vor einem GP feucht fröhlich campierenden Schumi-Fans sprechen auch eine deutliche Sprache.
    Um auch mal die Pauschalisierungskeule rauszuholen: Wenn mir eines im Laufe der Jahre aufgefallen ist, dann die Tatsache, dass Schumi-Fans häufig typische Erfolgsfans sind, die einfach nur im Jubel über die Siege eines deutschen Formel-1-Fahrers baden - so was hatten sie ja vorher nicht. Wären ein Heidfeld oder Rosberg demnächst ähnlich erfolgreich, würden die ganz schnell ihre Ferrari-Kappen absetzen und sich an den nächsten deutschen Gewinnertypen hängen.

    Genau da liegt ein gewichtiger Unterschied zu einem Boris Becker. Natürlich, der Tennisboom wurde durch seine anfänglichen Titelgewinne ausgelöst, aber die Faszination ging in der Folge vornehmlich von der Person Becker aus, erst sekundär von seinen Erfolgen. Kommentator-Legende Gerd Szepanski hat das in einem Sonderheft kurz vor Ende Beckers Karriere treffend beschrieben:



    Zitat Zitat von PostMortem
    Die Emotionen hat er ganz eindeutig transportiert.
    Bis auf seine Erfolge und zwei, drei andere kleinere Momente kann ich mich nicht entsinnen, dass mich Schumacher in irgendeiner Weise bewegt hätte (und ich bin verdammt empfänglich für Emotionen im Sport). Damit stehe ich erfahrungsgemäß auch nicht allein. Selbst unter prominenten Sportkollegen ist er, wie schon erwähnt, vielfach respektiert, aber nicht übermäßig beliebt.

    Wobei ich ausdrücklich darauf hinweise, dass es mir hier um den öffentlichen Schumacher geht. Denn ich glaube, dass er privat deutlich mehr Facetten aufweist, als es seine Auftritte vor der Kamera vermuten lassen. Nur bedauerlich, dass manche da eine so strikte Trennlinie ziehen.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Dabei darf man nicht vergessen, dass F1 sich vom Tennis auch ganz erheblich in seinem Publikumsnähe unterscheidet. Tennisspieler und Rennfahrer sind zwar beide Einzelkämpfer, aber ein Rennfahrer spürt, hört und sieht das Publikum nur sehr gedämpft und umgekehrt ist mehr als Winken und später auf dem Podium hopsen auch nicht drin.
    Mag sein, aber was hat das mit dem Verhalten bei Pressekonferenzen, in Interviews, bei anderen öffentlichen Auftritten zu tun? Gerade hier böten sich ausreichend Gelegenheiten, emotionale Nähe zum Publikum herzustellen. Das ist Schumacher abseits seiner eingefleischten Fans nie gelungen.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Rennfahrer haben wenig Möglichkeiten Faxen zu machen oder überhaupt irgendein extrovertiertes Image zu transportieren, dass sie abseits der Rennstrecke weiter pflegen können.
    Wie erklärst du dir dann, dass ein Mann wie Villeneuve gemeinhin als einer der ganz wenigen Typen im Formel-1-Zirkus galt? Abseits der Rennpiste scheint es denn doch Möglichkeiten zu geben, seiner öffentlichen Wahrnehmung Profil zu verleihen. Es sei auch mal an einen Gerhard Berger oder Eddie Irvine erinnert.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Und wenn man sich mal umschaut, haben die meisten erfolgreichen F1-Fahrer auch ein eher arrogant-introvertiertes Image.
    Da "die meisten" ja auch "nicht alle" bedeutet, scheint das kein Naturgesetz zu sein. Aber was weiß ich - vielleicht erfordert der Rennsport eine solche Charakterhärte, um besonders erfolgreich zu sein. Sympathisch ist es mir dennoch nicht.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Der Becker den Du zudem als großes Vorbild skizzierst, ist doch ausserdem so nicht im Tennis-Zirkus aufgetaucht. Der ist erst sehr spät durch fremde Unterstützung entstanden und in diesem Fall hatte vielleicht kein angestellter Anstands-Wauwau seine Hände im Spiel, aber ganz klar Barbara Becker. Boris Becker bekam immer sportlichen Respekt, aber ausserhalb des Platzs hatten viele nur Hohn und Spott für diesen unbeholfen plappernden Trampel übrig.
    Mit Verlaub, aber das ist Unsinn. Der "plappernde Trampel" war er spätestens seit Beginn der 90er nicht mehr (sein legendäres "ähhh" wurde noch Jahre, nachdem es schon längst nicht mehr von ihm zu hören war, von einfältigen Kabarettisten strapaziert), seine Sympathien erwarb er sich durch die schon genannten Eigenschaften. Barbara sorgte nur für einen noch entspannteren Umgang ihres Mannes mit dem Tennis, weil er als Familienmensch den Stellenwert des Sportes zunehmend relativierte.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Das heutige Medienprodukt Becker ist zu großen Teilen später bzw. sogar erst nach seiner Tenniskarriere entstanden.
    Mir ging es bei meinen Ausführungen ausschließlich um sein Auftreten während seiner Tenniskarriere. Nach deren Ende hat er in der öffentlichen Wahrnehmung durch diverse Geschichten sein Image deutlich ramponiert - und nicht, wie du behauptest, seine Sympathien noch gesteigert. Sein Denkmal hat in den letzten Jahren einige Kratzer abbekommen, und man kann ihm nur raten, im Umgang mit den Medien zukünftig ein wenig vorsichtiger zu sein. Seinen ausschweifenden Lebensstil nehme ich ihm nicht übel, der soll sein Leben genießen, solange er damit anderen nicht auf die Zehen tritt.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Aber Erik Zabel und Jens Voigt sind auch keine siebenmaligen Tourgewinner.
    Das ist kein plausibles Argument. Ein Becker hatte schon etliche Erfolge aufzuweisen, als er auf Pressekonferenzen nach Niederlagen immer noch Klartext redete ("Ich hätte heute fünf Stunden weiterspielen können und kein Land gesehen."), Fehler eingestand oder den Gegner ausdrücklich für dessen imposante Leistung lobte (genau hier liegt die Parallele zu Zabel oder Voigt). Solche Äußerungen habe ich in dieser Deutlichkeit von Schumacher niemals zu hören bekommen.

    Ein schönes Beispiel für das, was ich meine, lieferte mal der für seinen Klartext bekannte Ex-Torwart des SC Freiburg, Richard Golz. Nach einer Niederlage seiner Mannschaft, an der er mit zwei kapitalen Schnitzern erheblichen Anteil hatte, antwortete er auf die Frage eines Reporters, wie es zu der Niederlage kommen konnte: "Tja, ohne Torwart kann man eben kein Spiel gewinnen." Und auf irritiertes Nachfragen, wie das gemeint sei: "Na, haben Sie etwa heute einen Torwart bei uns gesehen? Ich nicht."

    Ich kenne kein vernünftiges Argument, das dagegen spräche, dass sich auch ein Sportler vom Rang eines Michael Schumacher so unverkrampft und selbstironisch präsentieren könnte. Zumal doch jedem gescheiten Zeitgenossen klar sein muss, dass man auf solche Weise wesentlich mehr Anerkennung erntet als mit drögen Allgemeinplätzen oder uneinsichtigen Schuldzuweisungen.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Ab einem gewissen Level wollen alle großen Champions nicht mehr mit harscher Selbstkritik an ihrem eigenen Titanen-Image sägen.
    Erstens bezweifle ich die Allgemeingültigkeit dieser Aussage, zweitens liegt zwischen "harscher Selbstkritik" und gelassener Selbstironie noch ein gewisser Unterschied. Und selbst das größte Idol bricht sich doch keinen Zacken aus der Krone, wenn es sich mal selbst auf die Schippe oder in die Kritik nimmt.

    Übrigens lief kürzlich die Wiederholung einer einstündigen Dokumentation über Torwart-"Titan" Oliver Kahn. Bemerkenswert, wie selbstkritisch er sich gegenüber früherem Verhalten äußerte und eigene Prioritäten und Zielsetzungen in Frage stellte.

    Zitat Zitat von PostMortem
    Aber gerade an diesem Rumgezerre, wie man es momentan überall liest, sieht man eben doch unseren Umgang mit unseren größten Deutschen. Und wenn er in 16 Jahren 16 mal die WM geholt hätte, es würde immer noch was zu nörgeln geben und es müsste mit irgendwelchen Defiziten immer noch irgendwas an dieser "Größe" relativiert werden. "Uns" ist sowas nicht geheuer...
    Solange nicht niedere Motive wie Neid im Spiel sind, ist mir diese zurüchhaltende und "relativierende" Haltung deutlich sympathischer als unreflektiertes Hochjubeln, denn darin liegt immer auch ein gerüttelt Maß an Übertreibung. Und die empfinde ich als peinlich.

  5. #134
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von new-waver
    Der Spitzname "Schummelschumi" ist absolut idiotisch.
    Das sieht ein gewisser Alonso natürlich ein wenig anders...
    "Zinedine Zidane ist mit größerem Ruhm abgetreten als Schumacher. Schumacher ist der unsportlichste Pilot der Geschichte. Es gibt niemanden, der öfter bestraft wurde als er", sagte der Spanier in einem Interview mit Radio Marca.
    Quelle

  6. #135
    Benutzerbild von frasier

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    Zitat Zitat von brandbrief
    So sehe ich es auch und ich bin immer der Meinung, dass die erzielte Leistung eines Formel-Eins-Fahrers überwiegend vom zur Verfügung stehenden Fahrzeug abhängt.
    Setze Schumi mal in einen Minardi (ich weiß, dass dieses Team in der laufenden Saison nicht dabei ist ). Ich bin sicher, da würde er auch nicht viel reißen.
    Dann müßte man Ferrari fragen, warum sie ihm 75 Mio Euro im Jahr zahlen, wenn ein anderer Fahrer eine vergleichbare Leistung für einen Bruchteil des Schumi-Gehalts gebracht hätte.

  7. #136
    Benutzerbild von new-waver

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    @Torsten
    Das sieht ein gewisser Alonso natürlich ein wenig anders...

    Zitat:
    "Zinedine Zidane ist mit größerem Ruhm abgetreten als Schumacher. Schumacher ist der unsportlichste Pilot der Geschichte. Es gibt niemanden, der öfter bestraft wurde als er", sagte der Spanier in einem Interview mit Radio Marca.
    Wenn Alonso so weitermacht, dann hat er diesen Schumacher-Rekord bald geknackt!
    Ich glaube, der gute Mann und Renault werden langsam nervös....
    Andererseits muss man immer in Betracht ziehen, dass die Medien Interviews, Sätze und Wörter nicht wirklich wahrheitsgemäß weitergeben.
    Da wird des öfteren etwas aus dem Zusammenhang gerissen und zusammen gebastelt. Man braucht halt eine Schlagzeile. Nur allzuoft werden Aussagen relativiert und korrigiert.
    Letztendlich ist die F1 doch eine große Famillie und keiner der mitfährt ist wirklich eine Niete im Motorsport.

    Ciao
    Frank

  8. #137
    Benutzerbild von Torsten

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    Meine Fresse. Das Fünkchen Mitleid, das ein neutraler Zuschauer wie ich angesichts Schumachers Pech heute mit ihm hatte, verflog mit seinem Interview mal wieder schlagartig: Einmal mehr demonstrierte er eindrucksvoll, wieso er als Mensch niemals Begeisterung wecken konnte - wer nach einer solchen Enttäuschung derart kühl und roboterartig auf die Fragen antwortet und nicht mal den Ansatz von Emotion zeigt, ist so charismatisch wie ein Steuerfachbuch.

    Für mich gibt es jedenfalls keinen Grund, Schumacher künftig zu vermissen. Echte Faszination entsteht nun mal nicht nur aus kühler Perfektion und langjährigem Erfolg.

  9. #138
    Benutzerbild von Muggi

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    Schon sehr seltsam: Genau zu der Zeit, in der hier über Schumacher diskutiert wurde, gab es das auch anderswo und ich äußerte mich diesbezüglich wie folgt:

    Zum Schumacher-Rücktritt:
    Ich hab den ganzen Schumi-Hype nie ganz nachvollziehen können, weil ihm trotz seiner Titel etwas ganz Entscheidendes fehlt, um zum Sportidol aufzusteigen: Ausstrahlung. Und wenn er noch zwanzigmal Weltmeister werden würde, er wird niemals in einer Reihe mit Ayrton Senna, Jackie Stewart oder Juan Manuel Fangio stehen. Und das gilt auch im Vergleich zu deutschen Sportlern. Was ist ein Michael Schumacher gegen einen Franz Beckenbauer, einen Uwe Seeler, Max Schmeling oder Fritz Walter? Selbst ein Boris Becker hat trotz seines turbulenten Privatlebens mehr Charisma als der ewige Kerpener.

    Zitat Zitat von VioL
    Zum thema Schumacher und Charisma: Ich denke wer Millionen von Menschen über 15 Jahre fasziniert mit seiner Leistung, vor die Fernseher und an die Rennstrecke holt, so dass die Straßen Sonntagsmittags um 2 wie leergefegt waren, kann ja nicht so ganz gar keine Ausstrahlung haben.
    Und das wundert Dich im Land der Sonntagsautoputzer und Tuningprolls?
    Ich schlage mich bei dieser Thematik also eindeutig auf Torstens Seite: Noch einmal, weil das Neid-"Argument" ja so schnell als Keule hervorgeholt wird: Es ist völlig unerheblich, wieviel Geld ein Sportler verdient. Wenn es einen Markt dafür gibt, soll es halt so sein. Das ist mir völlig gleich. Aber für mich zählt ein wenig mehr als nur die pure Erfolgsleistung. Damit bei den immer wieder angeführten positiven Gegenbeispielen kein falscher Eindruck entsteht: Mir sympathische Champions müssen nicht unbedingt fluchen und in der Gegend rumvögeln um mich zu begeistern. Ich möchte hier als ein perfektes Beispiel eines meiner größten Idole aufführen, den Skispringer Jens Weißflog. Der wurde selbst nach einer grundlegenden Veränderung, dem Wechsel vom Parallel- zum V-Sprungstil noch einmal Olympia- und Vierschanzen-Tourneesieger, was gar nicht hoch genug anzurechnen ist, sprang er doch so seit dem Kindesalter mit der alten Methode. Dabei bleib er immer bescheiden, ja fast verhuscht und reizte mit seinem tiefsten Erzgebirgs-Sächsisch eher zum Lachen als zur Heldenverehrung. Und trotzdem wird er immer mein Idol bleiben. Das er sich kürzlich von seiner Frau getrennt hat, ist unerheblich.

    Ich stelle im Allgemeinen einen verstärkten Trend zum von PR-Managern glattgebügelten und mit Maulkorb versehenen Sportler fest. Das ist ganz schlimm im Tennis (vor allem bei den Damen!), verbreitet in der Formel 1 bzw. Skispringen und in zunehmendem Maße auch im Fußball und in der Leichtathletik zu beobachten. Ich ertappe mich immer mehr dabei, wie mich Sportereignisse im Gegensatz zu früheren Zeiten nicht mehr interessieren.


  10. #139
    Benutzerbild von Lutz

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Rennfahrer haben wenig Möglichkeiten Faxen zu machen oder überhaupt irgendein extrovertiertes Image zu transportieren, dass sie abseits der Rennstrecke weiter pflegen können.
    Oh Oh - Dann hast du diesen Herren hier aber nicht mehr fahren sehen?



    Abt.: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...

    Aus den 80ern und 90ern fällt mir dann noch ein gewisser Nelson Piquet ein...

    Lutz

  11. #140
    Benutzerbild von Level 42

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    Hallo Lutz, da bist Du ja wieder...

    Mir fällt da ein noch sehr aktiver Fahrer ein.
    Mr. Iceman, Kimi Räikkönen ist ja auch mal mit einem Glas in der Hand von seiner Yacht gefallen und Eddie Irvine, hat bestimmt auch nicht in den Bart
    gespuckt wenn er mal Durst hatte.

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