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Fußball-Fans anwesend?

Erstellt von musicola, 09.11.2003, 23:53 Uhr · 4.103 Antworten · 263.366 Aufrufe

  1. #1271
    Benutzerbild von 666meng666

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    Mittwoch, 6. April 2005, 12.13 Uhr
    Der im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals in U-Haft sitzende Fußball-Schiedsrichter Dominik Marks wurde aus dem Gefängnis Berlin-Moabit entlassen. Das berichtet die Bild-Zeitung. Eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Tiergarten ordnete Haftverschonung an. Der 29jährige Marks war am 9. März festgenommen worden.

  2.  
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  3. #1272
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Der SC Feucht spielt diese Saison jetzt endgültig zu Ende. 2 neue Sponsoren bringen das nötige Geld. Zufällig (?) sind beide auch Sponsoren der Offenbacher Kickers....

    OFC-Sponsoren retten Feucht und Punkte
    Mittelfranken spielen Regionalliga-Saison zu Ende / Tabellenführer Offenbach behält damit sechs Zähler für zwei Siege

    Offenbach (joko) - Das Bangen beim SC Feucht und bei den Offenbacher Kickers hat ein Ende. Gestern Nachmittag hat der SC Feucht seinen vorläufigen Insolvenzantrag zurückgezogen. "Die drohende Zahlungsunfähigkeit ist abgewendet. Wir werden die Saison zu Ende spielen", erklärte Feuchts Manager Hans Grübler.

    Nach der Insolvenz seines Hauptsponsors Nürmont war der Regionalligist im Januar in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Hätte Feucht Insolvenz anmelden müssen und die Saison nicht zu Ende gespielt, wären alle Spiele aus der Wertung genommen worden. Davon wären besonders die Offenbacher Kickers mit dem Abzug von sechs Punkten betroffen gewesen. Nun aber bleibt die Tabelle unverändert, die Kickers behalten die sechs Punkte für ihre zwei Siege. "Wir freuen uns sehr, dass es beim SC Feucht weiter geht. Denn das ist natürlich auch für uns sehr gut", sagte Kickers-Vizepräsident Thomas Kalt.

    Mit Hilfe von zwei neuen Sponsoren konnten die Feuchter in den letzten Tagen die Etatlücke von 100 000 Euro schließen. Die entscheidende Hilfe zur Rettung kam aus dem Sponsorenkreis der Offenbacher Kickers. Am Samstag hatte die Firma CCSP, Hauptsitz in Offenbach und Mitglied im OFC-Sponsorenpool, einen Vertrag als neuer Trikotsponsor des SC Feucht bis zum Jahr 2006 unterzeichnet. Heute will der SC Feucht den zweiten neuen Sponsor auf einer Pressekonferenz bekannt geben. Es wird die Firma gloport sein. Seit November 2004 ist das Unternehmen aus Hamburg, das "Vorteilskarten" vertreibt, Sponsor der Offenbacher Kickers. "Nach Trikotsponsor EVO der bedeutendste Marketingvertrag", hatte OFC-Manager Rüdiger Lamm bei Vertragsunterzeichnung im November gejubelt.

    Direkte Offenbacher Hilfe durch ein Benefizspiel gegen Borussia Dortmund hatte bekanntlich der Deutsche Fußball-Bund verboten, weil der DFB "Wettbewerbsverzerrung" befürchtete. Ob der DFB nun etwas gegen neue Sponsoren einzuwenden hat?
    Quelle: Offenbach-Post online
    http://213.83.55.82/index_261_373335303034.htm

  4. #1273
    Benutzerbild von 666meng666

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    Der 1. FC Kaiserslautern und Trainer Kurt Jara haben ihr Vertragsverhältnis aufgelöst. Das gab der Traditionsklub bekannt. Nachfolger von Jara wird der bisherige Amateurtrainer Hans-Werner Moser. Laut Darstellung des FCK erfolgte die Trennung von Jara einvernehmlich. Zuvor hatte der Österreicher seine Entscheidung bekannt gegeben, seinen zum Ende dieser Saison auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

  5. #1274
    Benutzerbild von musicola

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    Trikot-Streit: Gericht sieht Willkür der FIFA


    Nürnberg (dpa) - Zum Auftakt des Schadenersatz-Prozesses zwischen dem Sportartikelhersteller Puma und der FIFA hat das Landgericht Nürnberg dem Fußball-Weltverband kartellrechtswidriges Verhalten vorgeworfen.
    Das Verbot der einteiligen Sporttrikots der Nationalmannschaft von Kamerun beim letztjährigen Afrika-Cup sei kartellrechtswidrig gewesen, befand die Vorsitzende Richterin der 3. Zivilkammer, Ingrid Kefer. Sie warf dem Verband zudem vor, im Fall Puma die Regeln zur Bekleidung von Fußballspielern willkürlich ausgelegt zu haben.
    Die FIFA hatte die Trikots der Kameruner Nationalmannschaft während des Afrika-Cups 2004 verboten und das Team mit sechs Punkten Abzug für die WM-Qualifikation belegt. Gleichzeitig sollte Kamerun eine Geldstrafe von 130 000 Euro bezahlen, die aber vom Ausrüster Puma übernommen wurde. Vor Gericht will Puma jetzt nicht nur zwei Millionen Euro Schadenersatz von der FIFA, sondern auch die Rehabilitation des smarten Einteilers durchsetzen.
    Schließlich, so erklärte Puma-Sprecher Ulf Santjer am Rande des Prozesses, habe die FIFA die Trikots schon ein dreiviertel Jahr vor dem Afrika-Cup gekannt und nicht interveniert. Das Verbot während des Spiels sei dann «sehr überraschend» gewesen, sagte Santjer.
    Auch die Zivilkammer des Landgerichts Nürnberg konnte das Trikot-Verbot nicht nachvollziehen. Die Einteiler entsprächen den Bestimmungen der FIFA, wonach die Fußballbekleidung aus einem Hemd und einer Hose zu bestehen habe, erklärte Kefer. «Da steht nirgends, dass Hemd und Hose nicht miteinander verbunden sein dürfen», betonte sie. Sie selbst halte die Trikots für äußerst «zweckmäßig». So verhinderten sie nicht nur, dass den Spielern etwa die Hose heruntergezogen werde - auch der «unappetitliche Hemdenwechsel» nach dem Spiel sei damit nicht mehr möglich. Im übrigen, betonte die Richterin, habe die FIFA nicht ausgeführt, was in ihren Augen gegen die Trikots der Herzogenauracher Firma spreche.
    Der von großem Medieninteresse begleitete Prozess hatte bereits im Vorfeld für Schlagzeilen gesorgt - und das nicht nur, weil es erstmals ein Sportausrüster wagte, den mächtigen Fußball-Verband vor ein Gericht zu zerren. Von weitaus größerem Interesse waren die Äußerungen von Puma-Anwalt Reinhard Stünkel, wonach der Hauptkonkurrent adidas an der Entscheidung der FIFA nicht unbeteiligt gewesen sein soll. Stünkel wollte im Prozess «handfeste Beweise» dafür vorlegen, dass adidas die FIFA beeinflusst habe.
    Doch so weit ließ es Richterin Kefer nicht kommen. Sie machte klar, dass sich die Kammer in ihrem Urteil auf das Kartellrecht stützen werde und nicht auf Vorwürfe der Einflussnahme durch Dritte - auch wenn die FIFA diese Einflussnahme in den vorliegenden Schriftsätzen bisher überhaupt nicht bestritten habe. Die FIFA hat nun vier Wochen Zeit, auf die Argumente des Gerichts zu reagieren. Ihre Entscheidung will die Zivilkammer am 1. Juni verkünden.

    (Quelle: dpa)


  6. #1275
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Wer`s noch nicht kennt:

    http://www.fanfilme.net/de/shop.htm

    Es erwartet sie ein Angebot von Filmen rund um die europäischen Fußball-Fanszenen.Ob Dokumentationen, Privatfilme oder Spielfilme, für jeden Geschmack und jedes Interessengebiet ist etwas dabei.Einige Produktionen stehen nicht im direkten Bezug zum Fußballsport, sie sind aber gerade in der jungen Fanszene absolute Kultfilme.Alle Filme sind FSK 16 und können somit frei über das Internet bezogen werden.

    Viel Spaß auf dieser Seite wünscht

    Harald Becker
    Sind ganz nette Sachen dabei

  7. #1276
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    @ musicola

    Stehe in der Angelegenheit voll und ganz auf der Seite des Klägers. Bei vielen Verbandsentscheidungen, und da gehört die zum einteiligen Trikot dazu, kann man sich wirklich nur noch an den Kopf fassen (nicht nur bei der FIFA...).

  8. #1277
    Benutzerbild von 666meng666

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    Weltmeister Brehme schmeißt in Haching hin

    Weltmeister Andy Brehme (44) ist wieder gescheitert. Diesmal in der 2. Liga. Heute schmiß er als Trainer bei der SpVgg. Unterhaching hin. Der Münchener Vorstadt-Klub hatte aus den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt, ist seit 476 torlos und stürzte in der Tabelle auf Abstiegsplatz 15 ab.

    Brehme: „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen.“

    Gestern hatte Haching 0:3 in Frankfurt verloren. Heute morgen traf sich Brehme zum Frühstück mit Manager Hartmann. Danach war die Zusammenarbeit vorbei. Co-Trainer Deutinger und Torwart-Coach Berg übernehmen vorerst.

    Der Mann, der uns mit seinem Elfmeter zum WM-Titel 1990 schoß – als Trainer hat er kein Glück.

    Brehme (wohnt in der Nähe in Straßlach) war vor der Saison nach Haching gekommen. Davor war der Ex-Nationalspieler (86 Einsätze) fast zwei Jahre arbeitslos. Am 26. August 2002 hatte ihn der 1. FC Kaiserslautern entlassen.

    Angebote aus der Bundesliga gab's danach keine. Brehme wollte einen Neuanfang in der Liga. Er ist gescheitert...

    Quelle: Bild

  9. #1278
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Und Erfurt hat (Mit-)Schuld...

  10. #1279
    Benutzerbild von 666meng666

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    Bundesliga bekommt zusätzlichen UI-Cup-Startplatz

    Frankfurt/Main (dpa) - Die Fußball-Bundesliga bekommt einen zusätzlichen Startplatz im UI-Cup. Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) nach einer Benachrichtigung durch die UEFA mitteilte, kann sich in dieser Saison ein dritter Verein für den Wettbewerb qualifizieren.

    Quelle: SZ

  11. #1280
    Benutzerbild von Kazalla

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    Wie werde ich ULTRA!?
    aus dem Magazin 11 Freunde:
    Kaltschale im Away-Sektor


    Um gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ultra zu sein ist kein Hobby, kein lustiger Zeitvertreib. Ultra zu sein bedeutet, immer für deinen Verein da zu sein, dein Leben lang. Oder zumindest bis zu achtzehn Jahre alt wirst und deine Freundin dich zum Badminton schleppt. Auch ein schöner Sport. Aber bis dahin ist es noch verdammt lang hin, du bist ja erst vierzehn, deine Eltern haben dich leider Rüdiger Strothans genannt, und willst erst einmal ein Ultra werden, zum harten Kern gehören, der König der Kurve sein.

    Und das geht so: Zunächst einmal braucht ein echter Ultra seine ganz private Gruppe, eine verschworene Sondereinheit, knallharte Burschen mit Vietnam-Erfahrung und Nahkampfausbildung. Und diese harten Jungs brauchen natürlich einen ordentlichen Namen, streng nach der Faustregel "Militärischer Kampfbegriff aus dem 2. Weltkrieg + Stadtteilname". Weil allerdings meistens schon 15 "Brigaden" und 28 "Kommandos" im Block rumlungern, bedient ihr euch am besten im Archiv "Katastrophenfilme der achtziger Jahre". Als Arbeitstitel gilt "Inferno Harsewinkel" schon prima. Auch wenn ihr streng genommen nur drei Jungs seid, du, dein kleiner Bruder, und dessen bester Freund, Kevin Lütkebohmert. Und die beiden sind noch in der fünften Klasse.

    Ist die Gruppe dann getauft, brauchst du nur noch einen ganz persönlichen Kampfnamen, der in der Szene schnell zum Begriff wird und von den anderen Halbwüchsigen ehrfurchtsvoll gehaucht wird. Deine schulischen Spitznamen "Rüdi", "Eutergesicht", "Eule" taugen allerdings überhaupt nichts, nenne dich stattdessen "Pyro-Psychopath" oder "Allesfahrer" oder "HWRudyonTour".

    Bis dir die anderen Jungspunde im Block ehrfurchtsvoll Platz machen, ist es allerdings noch ein bisschen hin. Bis dahin bringst du dich aktiv in die Gesamtgruppo ein, beispielsweise bei der Anfertigung dr neuesten Block-Choreographie in der Mehrzweckturnhalle hinter dem Stadion. Weil du aber in englisch zwischen ausreichend minus und mangelhaft plus stehst, überlässt du das Pinseln der Buchstaben für den flotten Spruch lieber den Kollegen von der Realschule, sonst liest am Wochenende das ganze Stadion deinen Versuch, "Schalke-Pauer" zu schreiben. Pauer ist englisch und heisst Kraft. Aua.

    Hast du dich dann lang genug mit niederen Hilfsarbeiten bei den Köpfen der Ultra-Szene eingeschleimt, ist es an der Zeit, auch überregional deinen Ruhm zu mehren. Der einfachste Weg: die eigene Homepage. Unter der altgedienten Adresse www.familie-strothans.de/kinder/inferno.html stellst du Bilder der ltzteen sechs Auswärtsspiele ins Netz., bei denen eure komplette Gruppe anwesend war. Stelle allerdings keine Gruppenfotos, sondern ausschliesslich Schnappschüsse auf dei Seite, auf denen ihr gerade die Kreissportanlage Espelkam oder den heimischen Garten mit drei Rauchgranaten aus Bundeswehrbesätnden völlig eingenebelt habt.

    Inmitten des ganzen Rauchs fälllt nicht auf, dass ihr in Wirklichkeit nur drei Leut seid und dein kleiner Bruder auch noch schrecklich husten muss. So kannst du unwidersprochen unter das Foto schreiben "Unser Höllenmob enterte den Away-Sektor und gab sich erst einmal Gerstenkaltschalen satt." Ausserdem stellst du natürlich noch ein Gästebuch bereit, in dem du gleich nach der Einweihung unter Pseudonymen bewundernde Kommentare vermeintlicher Besucher veröffentlichst, wie "Grandiose Show! Ihr seid die Macht!"

    Andersherum tummeslt du dich natürlich vor den Spielen auf den Seiten gegnerischer Ultras und pöbelst, was die Tastatur hergibt. Deine Argumentation ist zwar nicht immer ganz schlüssig ("Am Samstag werden wir eurem Kindergarten mal zeigen was eine Harke ist, ihr Rentner") und ebenfalls nicht immer frei von Rechtschreibfehlern ("Hura Hura die Schalker die sihnd da").
    Dafür plauderst du aber auch keine strengstens Gehütetetnn Geheimnisse der Szene aus, etwa wie die Choreographie am Wochenende aussehen wird. Nur hin und wieder rutscht dir was raus ("Euch erwartet einiges: Oben ein grosses Vereinswappen, darunter tausend blaue Fähnchen und der Spruch, wird richtig geil aussehen, ihr Lutscher"9 Am Wochenende dann, wenn die gegnerische Kurve auf euren Spruch mit einem lässigen Konter reagiert hat, moserst du mit den Kumpels über "den Schwachkopf, der mal wieder nicht dicht halten konnte".

    Aber du bist natürlich nicht nur ein Sprücheklopfer, du kennst auch die ehernen Gesetze der Ultras. So kannst du selbsverständlich das Ultra-Manifest auswendig. Das wurde einst von den Ultras des AS Rom geschrieben, zusammen mit Mama Miracoli und Enrico Parlazzo. Drin steht so einiges, vor allem aber, dass Ultras das ganze Spiel über nicht aufs Spielfeld blicken dürfen, sondern immer darauf achten müssen, das sich alle Hände im gleichen Takt von links nach rechts bewegen und umgekehrt, wenn der Vorsänger es befiehlt. Überhaupt, das weisst du inzwischen, müssen Ultras alles machen, was der Vorsänger (das ist der, der die ganze Zeit mit krebsrotem Kopf auf dem Zaun sitz und durchs Megafon blökt) anordnet. Und wenn das Spiel vorbei ist, fragen sich alle inclusive Vorsänger, wie das Spiel wohl ausgegangen sein mag.

    Aber zurück zu dir, Rüdiger Strothans. Du bist in der Kurve inzwischen richtig akzeptiert. Nun ja, was heisst akzeptiert, zumindest werden dir auf Auswärtsfahrten nicht mehr ständig mit dem Feuerzeug die Haare am Hinterkopf angesengt und dein anfänglicher Spitzname "ganz arme Haut" ist ebenfalls passé, man nennt dich stattdessen "Patient". Immerhin besser als nichts. Dafür kursieren allerlei lustige Geschichten über dich in der Szene und werden gerne weitererzählt. Zum Beispiel, wie du mal im Sonderzug ins Schaffnerabteil geschifft hast, weil du dachtest, es sei die Zugtoilette. Und wie du dier im England-Urlaub von einem besoffenen Tätowierer in Brighton das Vereinswappen auf den Oberarm hast tätowieren lassen., dir die ganze Sache allerdings sofort ein bisschen komisch vorkam und du jetzt ein Problem hast. Weil es eine Menge Geld kosten würde, "Schlake 05 Gessenkirch" via Laser entfernen zu lassen.

    Neben deinen Aktivitäten für den Heimatverein bist du natürlich auch immer unterwegs. Um den ultra-Gedanken auch in den letzten Winkel Europas zu bringen. Allein im Oktober 2004 warst du bei Spielen in Espelkamp, Hohenlohe, Worms, Steinhagen, Billerbeck, Passau und Neu-Ulm. Natürlich nie ohne den frisch gebastelten "Inferno Espelkamp" Doppelhalter, ordentlich Pyro und natürlich Gerstenkaltschalen im Away-Sektor. Und damit auch alle Welt von deinen Allesfahrer-Aktivitäten erfährt, schickst du Grüße von jedem Sportplatz an alle verfügbaren Ultra-Fanzines. Allein "Erlebnis Fussball" bekommt von dir täglich 9 Karten mit Grüssen von diversen Fussballspielen, nur, der Poststempel "Inferno Harsewinkel" auf allen Karten und der verräterische "Gruß von Boca-Fluminense und Westfalia Herne - Fichte Bielefeld", beides angeblich gesehen am 14. Oktober 2004 erregt Misstrauen.

    Weil du aber so ein bunter Hund bist, wirst du irgendwann zum Capo ernannt. Zunächst denkst du, es heisst "Kappo" und kommst ab sofort immer mit neuer Kappe zum Spiel. Ein Capo ist jedoch so etwas wie ein Riegenführer bei den Bundesjugendspielen, er muss Busreisen zu Auswärtsspielen organisieren und m, na klar, persönlich für den Schaden aufkommen, wenn die vollstrammen Milchbärte auf den hinteren Bänken wieder einmal die Schonbezüge vollgereihert haben. Aber für all die Mühsal wirst du entschädigt, denn wenn der Vorsäger krank ist, darfst du auch mal auf den Zaun klettern und entfesselte Gesänge durchs Megafon röhren. Allerdings fällt unschön auf, dass du noch immer im Stimmbruch weilst, deine Anfeuerungen erinnern an das Geblöke ungemolkener Kühe. Bessser also, du liest dir hinterher nicht die Kommentare im offiziellen Vereinsforum durch, die sind nämlich nicht wirklich aufbauend ("Holt den Irren vom zaun, aber zackig").

    Und dennoch: Du bist am Ziel deiner Träume. Du hast alles erreicxht. Du bist Ultra, ein Capo, schwerstens tätowiert, der König der Kurve. Du gibst alles für deinen Verein. Ein leben lang. Und morgen wirst du achtzehn Jahre alt. Badminton ist ja auch irgendwie ein toller Sport. Sagt jedenfalls deine Freundin.

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