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Fußball-WM 2006 in Deutschland

Erstellt von waschbaer, 10.12.2005, 14:30 Uhr · 469 Antworten · 20.059 Aufrufe

  1. #441
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie
    NOCHMAL WAS ZUM ENDSPIEL:FRANKREICH-ITALIEN
    http://portale.web.de/r/5507

    HIER SIEHT MAN DAS GANZE AUS EINEN SEHR GUTEN NEUEN WINKEL(UNTER ANDEREN KANN MAN DA AUCH GANZ KLAR ERKENNEN WIE -MATERAZZI-DIE GANZE ZEIT IHN BELEIDIGT)!
    http://youtube.com/browse?s=mp
    Zidane Headbutt/Great Exlusive Angle(16.sec)


    Ansonsten haben nach meiner Meinung die Italiener den Sieg nicht verdient gehabt(Stichwörterchwalbenkönige,schlecht gespielt und Arroganz)!

    und -Beckmann- ging mir auch auf den SA....k(entschuldigung,daß musste aber mal sein!)

  2.  
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  3. #442
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser

    Endlich wieder daheim am Main
    Bei all dem WM-Blues sollten die Frankfurter auch die schönen Dinge berücksichtigen / Fifa-Arena heißt wieder Waldstadion

    VON STEFAN BEHR (FRANKFURT)

    Aus, aus, das Spiel ist aus, und eine Frage bewegt alle: Was zur Hölle hat Marco Materazzi bloß zu Zinedine Zidane gesagt? Man möchte das auch mal gerne jemandem sagen. Etwa dem Pizzabäcker von nebenan. Oder dem Eisverkäufer. Wenn man da noch hinginge.

    Am Tag nach der WM beschleicht einen in Frankfurt ein irgendwie ungutes Gefühl. Irgendwas fehlt. Alles ist wieder so, wie es immer schon war. Hinter einem hupt's. Man hupt freundlich zurück und stellt dann erst fest, dass die Ampel längst grün ist. Muss ja nicht gleich hupen, der Vollidiot!

    Aber jetzt, wo der Alltag uns wieder hat und sich eine gewisse Leere breit macht, sollte man auch die schönen Dinge berücksichtigen, die das Ende der WM mit sich bringt. Endlich kann man wieder am Mainufer fürbass schreiten, ohne von johlenden Fans totgetreten zu werden und bei plötzlichen Durstattacken für Dünnbier aus dem Becher gesalzene Preise zu zahlen. Endlich kann man bei tropischen Temperaturen beherzt das Autofenster öffnen, ohne direkt darauf eine Vollbremsung hinzulegen und zehn Meter die Gasse zurückzulatschen, weil dort die blöde Fahne liegt. Endlich heißt die Fifa-WM-Blattersepp-TM-Arena wieder Waldstadion, auch wenn sie von manchen Commerzbank-Arena genannt wird. Solche Menschen aber sitzen tagsüber in Häusern, die hoch und kalt und hässlich sind und so ausgezeichnet zu den dort beheimateten Unternehmen passen, die während der WM mit Riesenpostern und Laserspektakeln vorgaukelten, sie hätten so etwas ähnliches wie menschliche Gefühle.


    Ungeile Zone

    Am schönsten aber das Gefühl, endlich wieder beim Wirt einen Ebbelwei ohne Handkäs' zu bestellen und sofort angeschnauzt und des Gartens verwiesen zu werden. "Nur für Leut', die wo was esse", brüllt einem der Wirt hinterher, man zeigt ihm den Effenberg, alles so wie immer, alles gut. Die Welt zu Gast bei Freunden, das war gestern. Jetzt sind wir endlich wieder daheim, wo wir gerne sind und uns auskennen.

    Vereinzelt hängen noch ein paar Deutschland-Fähnchen aus den Fenstern, aber das wird sich auch noch geben. Schließlich erinnern die an einen der beiden unerfreulichen nachhaltigen Aspekte dieser WM. Schuld ist Deutschlands führendes Boulevardblatt, das die unappetitliche Farbkombination "schwarz-rot-geil" erfunden hat. Und plötzlich ist alles geil: Klinsmann bedankt sich bei den geilen Fans, die bei ihrer geilen Elf, alles geil, man kann es nicht mehr hören. Ein zu Recht Ende der 80er verschrottetes Unwort feiert eklige Urständ. Frankfurt aber soll ungeile Zone werden. Wer dieses Schandwort dennoch im Mund führt, der wird beim ersten Mal an die Offenbacher Stadtgrenze verbracht und ausgesetzt, im Wiederholungsfalle nach Italien deportiert.

    Womit wir beim zweiten unerfreulichen Aspekt wären. Das einst innige Verhältnis zu unseren italienischen Mitbürgern wird wohl auch am Main etwas abkühlen. Das wird ein langer Sommer ohne Eis.


  4. #443
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    Das Treffendste, das ich in den letzten Wochen zum Thema WM las:

    http://www.spiegel.de/sport/fussball...426051,00.html

    Dschungel und Zivilisation

    Von Thomas Hüetlin

    Nur einer der großen Individualisten überlebte den Sicherheitsfußball des Turniers und schaffte es bis ins Finale. Dort verspielte Zinedine Zidane mit seiner Tätlichkeit Sympathien und den WM-Titel. Dennoch hatte dieser Kopfstoß eine seltsame Größe.


    Es war das erste Finale, bei dem ich anfing zu zappen, weil ich vor lauter Langeweile unruhig wurde. Zwei Mannschaften gingen da in Berlin auf dem Rasen spazieren statt zu laufen. Zwei Mannschaften wollten Tore verhindern statt sie zu kreieren. Zwei Mannschaften gingen davon aus, dass sie schon gewonnen haben, wenn sie nicht verlieren. Den Rest sollte der Trainer entscheiden und das Elfmeterschießen.

    Das Finale von Berlin war die konsequente Bilanz eines Turniers, das vor allem von einem großartigen Publikum verzaubert wurde und einer neuerdings sehr mutigen deutschen Mannschaft, weniger von denen, die von ihrer außergewöhnlichen Begabung her auf dem Feld eigentlich dazu bestimmt sind. Ronaldinho wurde von einem ängstlichen Sicherheitstaktiker erstickt, Lionel Messi kaum eingesetzt, Deco an die Leine gelegt - kurz jedem, der unter Genieverdacht stand, wurde das Leben schwer gemacht. Es war nicht erwünscht, dass jene einen eigenen Rhythmus für das Spiel erfinden. Auch sie wurden dazu erniedrigt, die drögen Überwachungskonzepte der Bankstrategen rasterfahndungs-mäßig umzusetzen.

    Am Ende blieb von den großen Individualisten des Fußballs nur noch einer übrig. Zinedine Zidane, der vielleicht beste Spieler der letzten zehn Jahre; ein Mann, der nicht nur Tore vorbereitete und schoss, sondern vor allem einer, der eine Mannschaft formen und führen konnte mit dem Takt seines Spiels und der Härte seines Geistes.

    In einem Spiel, das zunehmend von zugestellten Räumen bestimmt wird, war Zidane der beste Geometriker, eine Art Leonardo da Vinci des Rasens, einer, der Fluchtwege für den Ball fand und Perspektiven, um das eingeschlossene Spiel zu befreien mit Ideen, die den meisten seiner Berufskollegen niemals greifbar sein werden.

    Es sollte Zidanes letzter großer Auftritt werden am Sonntag vor einem Milliardenpublikum, weltweit, und jeder weiß, wie er endete.

    "Das Spielfeld ist ein Dschungel und damit dieser Dschungel weiter existieren kann, brauchen wir die Zivilisation, die Industrie, den Kommerz etc. Nur die Zivilisation darf nicht rauf auf das Spielfeld: Betreten verboten", hat der Fußballphilosoph Jorge Valdano meinem Freund Lothar Gorris und mir vor ein paar Monaten gesagt. In Berlin sahen wir gestern abend 109 Minuten das Gegenteil. Wir sahen, wie die Zivilisation den Dschungel eroberte, wir sahen die Abwesenheit von all dem, was diesen Sport groß gemacht hat - Mut, Risiko, der Hunger nach Neuem. Statt dessen sahen wir sich verschiebende Abwehrreihen und all den anderen Unfug, an dem sich Nerds erfreuen können, wie der US-Ermittler Ken Starr, der als Hobby Schuhe putzen angibt.

    Zidanes Kopfstoß war keine kluge Aktion, es sollte keine beispielhafte werden, und ich rate jedem davon ab, sie zu Hause oder in der Kneipe auszuprobieren, weil Leute wie Sie oder ich dafür zu Recht mit Handschellen, Geldstrafe und möglicherweise Gefängnis belohnt werden. Trotzdem hatte der Kopfstoß in seiner bizarren Ungezähmtheit und Rücksichtslosigkeit, auch gegen sich selbst, eine seltsame Größe. Er zeigte den Dschungel, der dem Spiel erst seinen Glanz verleiht, von seiner hässlichen Seite. Es war nicht schön, aber es war der Dschungel.

    Es gibt nun viele Leute, die rumjammern, wie Zidane sowas Dummes habe tun können, sich und das Spiel dermaßen zu erniedrigen und so weiter. Es sei diesen Leuten zum Trost gesagt, dass Zidane nicht bei der Allianz arbeitet. Als Materazzi ihm angeblich "Du bist der Sohn einer terroristischen Hure" hinterherrief, explodierte etwas in Zidane, was nicht hätte losgehen dürfen. Zum Verständnis sei gesagt, dass Zidanes Mutter Malika kurz vor dem Spiel ins Krankenhaus eingeliefert wurde und es das Allerletzte ist, jemanden wegen seiner Herkunft zum Terroristen zu stempeln.

    In 25 Jahren auf französischen Fußballplätzen muss Zidane eine Menge Beschimpfungen gehört haben, aber diese noch nicht. Trotzdem ist er kein Selbstmordattentäter. Zu den Paradoxien des modernen Sicherheitsfußballs gehört, dass seine Legende in ein paar Wochen, wenn das politisch korrekte Gezeter vorbei ist, größer sein dürfte statt kleiner.

    An "Zizou", den modernen Mönch des Spiels, dem Sohn algerischer Einwanderer, dem sein Vater die bis heute in Frankreich gültige Weisheit einbläute, dass ein "Immigrant doppelt so hart arbeiten muss wie ein normaler Mensch und niemals aufgeben darf", werden sich meine Töchter jederzeit erinnern. Von Marco Materazzis Karriere werden sie nur behalten, dass er seine Programmierung erfüllte (Ecke und Kopfball verwandelt) und "Zizou" Rot sehen ließ.

  5. #444
    Benutzerbild von Castor Troy

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    Klinsman will nicht mehr laut Bild.de

  6. #445
    Benutzerbild von musicola

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    Zitat Zitat von Castor Troy
    Klinsman will nicht mehr laut Bild.de
    Wenn das stimmt, dann hatte gerade die BILD einen gehörigen Anteil an dieser Entrscheidung. Da hilft dann auch keine inszenierte und geheuchelte Unterschriften-Aktion mehr...

  7. #446
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von musicola
    Wenn das stimmt, dann hatte gerade die BILD einen gehörigen Anteil an dieser Entrscheidung.
    Völlig wurscht, wer Anteil an dieser Entscheidung hat: Sie ist so erfreulich wie erwartungsgemäß. Den Wunsch und die Voraussagen, er würde weitermachen, habe ich in den letzten Tagen sehr amüsiert verfolgt.

    Den WM-Hype um Klinsmann, dessen charakterliche Defizite schon zu seinen Zeiten als Spieler offenbar wurden, habe ich ohnehin zu keinem Zeitpunkt verstanden. Seine Verdienste um das Abschneiden der deutschen Mannschaft werden maßlos überschätzt.

    Nun bleibt zu hoffen, dass nicht Waschlappen Löw, sondern ein erfahrener Hase à la Daum oder frisches Blut wie Kloppo den Job übernimmt.

  8. #447
    Benutzerbild von stoni

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    803
    So lange "Schnee" nicht legalisiert wird,hat's der schnupfende Daum bestimmt sehr schwer in Deutschland
    Laut Radio soll's der Jogi richten

  9. #448
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Meiner Meinung nach stand Klinsmanns Entscheidung schon seit langem fest. Er hat sich für 2010 nie eingeplant.
    Er wollte nur noch beweisen, daß sich im deutschen Fußball was entscheidend verändern muss, was er ja auch geschafft hat (das Beweisen und das Verändern) und hat Löw als bewusst als Nachfolger "eingeabeitet".

    Und wer weiss ? Vielleicht macht Löw den Job richtig gut ? Ihn jetzt Weichei zu nennen finde ich nicht fair.
    Aber es ist ja meistens so: gewinnt einer, ist er der Held und verliert er, haben es alle gewusst

  10. #449
    Benutzerbild von brandbrief

    Registriert seit
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    4.946
    Zitat Zitat von SonnyB.
    Meiner Meinung nach stand Klinsmanns Entscheidung schon seit langem fest. Er hat sich für 2010 nie eingeplant.
    Der Meinung bin ich auch. Die Entscheidung hat auch mit Sicherheit nichts mit den vorausgegangenen Kritiken zu tun.
    Für Klinsmann stand es bestimmt schon vor der WM fest. Diese Bitte, um einige Tage Bedenkzeit war wahrscheinlich nur ein Vorwand, um die Menschen in ihrer ganzen Euphorie nicht vor den Kopf zu stoßen.
    Irgendjemand sagte mal: Klinsmann weiß schon längst, welchen Weg er geht. Er ist ein Mensch, der alles weit im Voraus plant.

    ...und genau so wird's gewesen sein.

    Wer und was nun kommt?
    Achtung Kaiser-Phrase: Schaun mer mal.

  11. #450
    Benutzerbild von Darkmere

    Registriert seit
    12.04.2002
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    284
    Zuerst wollte ich dass er weitermacht... aber nun find ich es gut dass er aufhört. Warum? Weil er den ganzen Speichelleckern beim DFB und den Medien, die ihn früher so gebasht und haben und nun die Füsse küssen, so richtig den Finger damit zeigt. Ätsch, geschieht Euch recht. Bravo Klinsmann... Leute mit seinem Rückgrat, seinen Ideen und konsequenten Wegbeschreitungen könnten wir (vor allem bei den Pappnasen der Politik) echt mehr gebrauchen.

    Zurück zum Thema: Jürgen Klopp wäre mir sehr symphatisch und für mich der Einzige, der von der Art her irgendwie an Klinsmann rankommt. Zudem ist er ebenfalls sehr jung, aber hat schon einige Trainererfahrung. Aber ob man den von Mainz wegbekommt? ICh glaubs nicht so ganz...

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