Umfrageergebnis anzeigen: Lieber Verzicht auf Freiheit oder auf Feiertag?

Teilnehmer
8. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Wenn es mir mehr Freiheit gibt, verzichte ich lieber auf einen Feiertag

    2 25,00%
  • Wenn ich dafür einen Feiertag verliere, verzichte ich lieber auf die Freiheit

    3 37,50%
  • Mir doch egal!

    3 37,50%
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Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

Erstellt von PostMortem, 09.06.2011, 19:01 Uhr · 21 Antworten · 1.481 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von PostMortem

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    Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Eben hörte ich einen Beitrag der katholischen Kirche im Radio. Es ging um die sog. Tanzverbote vor hohen christlichen Feiertagen. Nun bin ich selbst kein Christ (ich bin meine Konfession los), bin aber mit verhaftet und finde solche Feiertage oft zum Gähnen langweilig. Alles hat zu, nirgends findet irgendwas statt, selbst im Radio läuft oft nur sehr verhaltene Musik und die Fernsehsender senden den größten BenHur-Murks und sonstige alte Schinken. Ich hasse es:

    Das „Tanzverbot“ an christlichen Feiertagen betrifft entgegen der Bezeichnung in der Regel nicht nur Tanz-, sondern auch andere öffentliche Veranstaltungen wie beispielsweise Sportveranstaltungen, da auch diese über den „Schank- und Speisebetrieb hinausgehen“ und damit nach dem Gesetzeswortlaut verboten sind. Zudem gibt es einige Sonderregelungen: So gilt beispielsweise in Bayern am Karfreitag über das allgemeine Tanzverbot hinaus ein generelles Verbot von musikalischen Darbietungen jeglicher Art in Räumen mit Schankbetrieb. Quelle:Wikipedia
    Lt. Kirchentante gehört das aber so und auch Nicht-Christen würden ja schließlich vom Feiertag profitieren und könnten sich dann dafür auch an gewisse Regeln dieses Feiertages halten.

    Also Hand aufs Herz: Hättet Ihr für die Freiheit, auch am 22.4.2011 tun und lassen zu können was ihr wollt, lieber auf den Karfreitag verzichtet oder lasst ihr Euch lieber diverse Aktivitäten verbieten und pennt dafür aus?

    Ich sags ganz offen: Ich wäre am 22.4.2011 lieber arbeiten gegangen, wenn die an sich im Grundgesetz verankerte Trennung von Kirche und Staat damit sauberer werden würde.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von lastninja

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Ehrlich gesagt:
    Damals (tm) als Jugendlicher fand ich Feiertage sterbenslangweilig...
    Grad zu Weihnachten, Ostern.....alle Kumpels mussten auf Familie machen und keiner konnte/durfte sich verabreden....
    Bei mir war ja genauso...
    Ich war Katholik und MUSSTE damals (70er und Anfang der 80er) sogar noch in die Kirche...
    Bis ich irgendwann den Glauben echt verloren habe..
    Ok, geglaubt habe ich eh noch nie so richtig.
    Ich fand/finde das bei den Katholiken immer alles so steif.....so richtig altbacken..
    Boah...und wie ich damals immer den Beichttag (1x im Jahr) gehasst habe...
    Der Pfarrer hat sich alle gemerkt, die nicht gekommen sind.....gab´s gleich einen Anschiss bei den Eltern...
    Furchtbar......was haben mir meine Eltern da nur angetan


    Mit 18 war ich ja schon malochen...
    Mein erster Gang war auch zum Amtsgericht Wedding und mal gleich aus der Kirche austreten...

    Ich hatte meine eigene Butze und man konnte mit Kollegen und Freundschaften selbst entscheiden, was an Feiertagen abging....
    Zur der Zeit interessierte ich mich noch für die Dröhnschuppen...
    Da diese aber zu hatten, traf man sich bei irgendeinen Kumpel und killte zu unchristlicher Mucke ein paar Sixpacks...
    Oft mussten wir junge Leute auch an den Feiertagen malochen (Nachtdienst)..
    Ich machte es oft freiwillig, damit die alten Säcke auf Familie machen konnten...
    Hab die Feiertage oft verpennt...


    Heute:
    Als Familienmensch genieße ich jeden Feiertag...
    Dröhnschupppen ist eh out...
    Das Treffen mit Gleichgesinnten ist geblieben...
    Nur die jungen Kollegen machen es nicht mehr so, wie wir damals.....die wollen auch nicht mehr an Feiertagen arbeiten....(am liebsten gar nicht mehr, aber das ist jetzt ne andere Baustelle)
    Logisch.....ist ja auch heutzutage alles lockerer geworden.....

    Ben Hur....und den ganzen TV-Schmerz lassen wir grundsätzlich aussen vor.
    Klingt vielleicht doof, aber wir haben Spielabende (Brettspiele) zu Feiertagen eingeführt. Kommt derzeit noch gut an...
    Vielleicht noch 3-4 Jahre, dann sind unsere Kids so alt, wie ich damals....

    Verbieten lasse ich mir doch am Karfreitag nix...
    Wie oben steht, ich genieße den freien Tag.....kein Stress, kein Einkaufen müssen....
    auspennen und dann ganz ruhig angehen lassen....
    Mich stört es nicht, dass irgendwie Totentanz da draußen ist.......

    Ach ja...
    ich habe ja sogar die Möglichkeit am Karfreitag arbeiten zu gehen..
    Aber ich will das nicht mehr......
    Das liegt aber nicht an meiner derzeitigen Familiensituation........
    Selbst als Single würde ich so denken....

  4. #3
    Benutzerbild von SportGoofy

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Es soll so bleiben wie es ist - es könnten auch mehr Feiertage sein

    Ich bin nicht in allem religiösen firm, aber finde den Gedanken an bestimmten
    Feiertagen etwas mehr der Besinnung und Einkehr (und ich meine nicht die
    nächste Kneipe )zu frönen schon in Ordnung.

    Ich persönlich finde, dass die Menschen ihre religiösen/christlichen Wurzeln auch wieder
    mehr ausleben sollten. Man redet davon, dass so viele Werte nicht mehr eingehalten/gelebt
    werden. Aber selber möchte man damit nicht anfangen. Das wäre allerdings ein eigenes Thema.


    Ich will nicht sagen, dass mir damals in den 80ern nie langweilig an Feiertagen war,
    aber als der C116/C 64 im Zimmer stand - war das Thema durch was ich dann machen
    würde

    Bei der Umfrage finde ich keine passende Antwort für mich.

  5. #4
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Als Freiberuflerin unterscheide ich oftmals nicht zwischen Feiertag und Werktag. Ich arbeite häufig an Feiertagen, dafür kann ich dann mal an einem Werktag frei machen und z. B. in dieser Jahreszeit an den Strand fahren, wenn alle anderen arbeiten. Auch wenn ich nicht arbeite, weiß ich meistens an Feiertagen was mit mir anzufangen, schließlich habe ich Eltern, Freunde und ein Pferd.

    Früher, vor allem als Kind, habe ich mich an Feiertagen oft zu Tode gelangweilt. Die Freundinnen waren bei ihren Eltern und man durfte sich nicht gegenseitig besuchen, um "nicht zu stören, die Eltern wollen ihre Ruhe haben", aus demselben Grund war auch draußen spielen nicht unbedingt gerne gesehen. Zu Abizeiten ging ich manchmal am Abend vor dem Feiertag weg und pennte am Feiertag gründlich aus, viel unternommen habe ich dann meistens auch nicht. Das mit dem Tanzverbot beispielsweise an Karfreitag, gibt's das im protestantischen Berlin überhaupt? Ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, dass das hier überhaupt durchsetzbar wäre. Ich bin einmal in Bayern an Allerheiligen in einer Disco gelandet, dort herrschte Tanzverbot und ich fand's zum Kotzen... aber andererseits auch wieder lustig. Die Anwesenden versuchten nämlich dauernd, das Tanzverbot zu umgehen, indem sie trotzdem irgendwelche Tanzbewegungen NEBEN der Tanzfläche machten, und der DJ versuchte seinerseits, dies durch Auflegen von untanzbarer Musik zu verhindern.

    Also meinetwegen kann alles so bleiben, wie es ist. Ich muss mich lediglich drauf einstellen, dass da ein Feiertag kommt, was wegen meines Arbeitsrhythmus manchmal etwas überraschend passiert ("wie jetzt - Donnerstag ist Feiertag? Echt? Was denn für einer?"), damit dann auch was zu essen da ist. Tanzen gehen tue ich ohnehin nicht mehr so oft, also brauche ich das nun nicht gerade auf einen "traurigen" Feiertag zu legen (sofern es das Tanzverbot in Berlin überhaupt gibt).

  6. #5
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Ich wähle die Freiheit, ausschlafen und den Tag über tun und lassen zu können, was ich will (außer eben tanzen gehen)! Wenn man an bestimmten freien Tagen mal nicht tanzen gehen kann, naja, dann schaut man halt Filme, liest ein Buch, macht einen Ausflug, grillt o. ä.

    Denn was nützt theoretische Freiheit, wenn ich den ganzen Tag auf Arbeit und abends zu müde und zu genervt bin, um noch was zu unternehmen.

    (Dass das Tanzverbot gegen die Trennung von Staat und Kirche verstößt, ist zwar richtig, für meine Bewertung hier aber nebensächlich. Man kann an dem Tag ja auch auf andere Weise profan sein. *g*)

  7. #6
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Das mit dem Tanzverbot beispielsweise an Karfreitag, gibt's das im protestantischen Berlin überhaupt? Ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, dass das hier überhaupt durchsetzbar wäre.
    Berlin ist tatsächlich das am wenigsten tanzverbietende Bundesland. Nur an drei Tagen - u. a. Karfreitag - gilt ein Tanverbot tagsüber. Aber der Berliner als solcher steht an Feiertagen wahrscheinlich eh nicht vor Sonnenuntergang auf.

    Tanzverbot

    An Platz 2 folgt, wenig überraschend, Hamburg. Auch hier drei Tage, mit dem Unterschied, dass am Karfreitag tatsächlich auch abends die Discos geschlossen bleiben. Ansonsten gilt an 364 Tagen im Jahr:
    "Aaaauf deeer Reeperbahn nachts im halb eeeins" ...

  8. #7
    Benutzerbild von lastninja

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Hab da in Berlin was das Tanzverbot nicht so drauf geachtet..
    Karfreitag war mir jedoch noch im Sinn, weil da auch keine Dröhnschuppen (Ex-Joe Hasenheide, Ex-Joe am Wedding etc.) geöffnet hatten.

    Aber in Berlin steht man an Feiertagen nicht wirklich auf den Schlauch....

    In meinem Heimatdorf (schwarze christliche Gegend) wurden an Feiertagen nicht nur die nicht vorhandenen Bürgersteige hochgeklappt, sondern gleich noch Gras drüber angesät.
    Da lief überhaupt nichts mehr...
    Schön zu Hause abkeimen.....wehe dem, der kein Commdore hatte.
    Stell ich mir grad so vor: Feiertag, Langeweile und dann haste du nur einen Atari.......wie grausam.

    Meine Jungs können sich an Feiertagen ruhig verabreden.
    Andere Eltern sehen das heutzutage wohl genauso locker.
    Unser Großer (13) hat sich letztes Jahr Weihnachten verabredet......ich hatte nichts dagegen...
    Ist ja für Jugendliche eh langweilig, wenn die bucklige Verwandtschaft kommt.

  9. #8
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Meine Jungs können sich an Feiertagen ruhig verabreden.
    Andere Eltern sehen das heutzutage wohl genauso locker.
    Unser Großer (13) hat sich letztes Jahr Weihnachten verabredet......ich hatte nichts dagegen...
    Ist ja für Jugendliche eh langweilig, wenn die bucklige Verwandtschaft kommt.
    Da denke ich ein bißchen konservativ. Bei aller Party-Begeisterung denke ich, es schadet nicht, wenn Jugendliche ab und zu auch noch mal ihre Großeltern sehen. Irgendwie ist es in unserer Generation üblich geworden, sich nur noch auf Gleichaltrige zu beziehen, so als hätte es kein Leben vor MTV gegegeben, so eine Art "Generationismus".

  10. #9
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Berlin ist tatsächlich das am wenigsten tanzverbietende Bundesland. Nur an drei Tagen - u. a. Karfreitag - gilt ein Tanverbot tagsüber. Aber der Berliner als solcher steht an Feiertagen wahrscheinlich eh nicht vor Sonnenuntergang auf.
    Genau. Der Berliner ist ja schlau und geht an dem Abend VOR/in der Nacht ZUM Feiertag Party machen Tanzverbot tagsüber also, danke für die Information. Gottseidank wird dann ja wohl nicht pünktlich um 00:01 Uhr die Tanzmusik zur nur-noch-Musik bzw. ganz abgeschaltet.

  11. #10
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Gewagt gefragt: Verzicht auf Freiheit oder Verzicht auf Feiertag?

    Zitat Zitat von Die Luftgitarre Beitrag anzeigen
    Da denke ich ein bißchen konservativ. Bei aller Party-Begeisterung denke ich, es schadet nicht, wenn Jugendliche ab und zu auch noch mal ihre Großeltern sehen. Irgendwie ist es in unserer Generation üblich geworden, sich nur noch auf Gleichaltrige zu beziehen, so als hätte es kein Leben vor MTV gegegeben, so eine Art "Generationismus".
    Stimmt, sehe ich genauso. Zumindest Heiligabend und am 1. Feiertag wäre ich früher nie auf die Idee gekommen, mich mit irgendwelchen Freunden zu verabreden. Manchmal war mir dann auch ein bisschen langweilig (aber zumindest gab es ja Bücher, Musik, Strickzeug usw.), manchmal waren aber auch gleichaltrige Franzosen oder Italiener zu Besuch, das war dann recht lustig. Gar nicht verstehen kann ich junge Leute, die Heiligabend gleich nach der Bescherung noch in die Kneipe/Disco u. ä. wollen. Sofern die Familie in Ordnung ist, kann man doch wohl mal verlangen, dass sie an diesem einen Abend im Jahr zu Hause bleiben.

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