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Grand Prix Song Contest 2004 - Punktevergabe

Erstellt von Ruedili, 16.05.2004, 09:59 Uhr · 114 Antworten · 4.718 Aufrufe

  1. #61
    Benutzerbild von
    @ Torsten

    Pure Spekulation, die auf mich sowieso nicht zutrifft. Für die anderen Diskussionsteilnehmer kann ich natürlich nicht sprechen.
    Hmmm.... wie war das doch in Post 21? "Bitte informiere uns umgehend, wenn dir in diesem Leben irgendwann auch mal ein anderes Argument einfallen sollte". Sorry, wenn ich Deiner Sprunghaftigkeit bezgl. "für andere sprechen / nicht für andere sprechen" da nicht immer so ganz schritthalten kann.

    eine pure Erwartungshaltung ("immer ein bisschen mehr") garantiert noch längst keinen Erfolg. Ich halte mich an das, was vorhanden ist und versuche, das Optimum herauszuholen.
    Tja und ich versuche i.d.R. nicht, ich mache. Und wenn man macht, ist es eben keine pure Erwartungshaltung, sondern man erfüllt Erwartungen. Nun kann ich beim GP leider nicht machen. Aber wenn man sich schon dran macht Alternativen zu überdenken, dann schätze ich es eher, so dran zu gehen als dürfte man machen und entscheiden. Immer nur das vorhandene zu wälzen und alte Ideen und Meinungen anderer wiederzukäuen ist für mich eher vergeudete Zeit, wenn man etwas neues und besseres haben will. Die ollen Kamellen kann man sich als Notlösung aufheben, falls einem nichts besseres einfällt.

    Über den Tellerrand hinauszuschauen lohnt schließlich nur, wenn dort auch Brauchbares vorhanden ist...
    Ich weiss, dass Du das so siehst. Ich sehe es aber eben anders: Wenn Du nicht über den Tellerrand geschaut hast, kannst Du gar nicht beurteilen, ob es sich gelohnt hat oder nicht. Also schaue ich grundsätzlich drüber, denn der Aufwand ist nicht sehr hoch, der persönliche Gewinn aber ab und an schon.

    Genauso könntest du fragen, warum es im Sport Vereins- oder Nationalmannschaften gibt. Offensichtlich hast du auch den Reiz nicht begriffen, den der Grand Prix seit jeher auf viele seiner Zuschauer ausübt
    Nur weil jemand eine zugegebenermaßen provokative oder auch ketzerische Frage stellt, muss man nicht immer gleich an seinem Verstand zweifeln bzw. Begriffstuzigkeit unterstellen. Ich bestehe auch nicht auf diesem Modell. Allerdings lebe und wirke ich in einem Umfeld, in dem solche Ideen und Vorschläge geäußert werden dürfen, ohne das jemandem deshalb vom Gegenüber irgendwelche geistigen Defizite unterstellt werden. Das ist natürlich ein Klima, dass man in Deutschland nicht oft findet. Es herrscht schon eher ein "das haben wir schon immer so gemacht, basta"-Klima. Deshalb bewegt sich ja auch nichts.

    Grundsätzlich gibt es zwischen Sport und dem GP aber eben doch einen großen Unterschied: Es gibt nur sehr wenige Sportarten (Kunstturnen etc.), die durch Willkür komplett entschieden werden können. In weiten Teilen der Sportarten, darf man auch heute noch davon ausgehen, dass der Bessere gewinnt (sehen wir mal von Doping und gekauften Gegnern ab). Doch eim GP ist das - und das ist ja das was Du vielmehr dar- und herausstellst als ich - anscheinend nicht mehr gegeben. Deshalb ist für mich der jeweilige Interpret nur bedingt mit einer Nationalmannschaft im sportlichen Wettbewerb vergleichbar.

    Also frage ich nicht ganz ohne Substanz erstmal, ob es eigentlich notwendig ist die Nationalität in den Vordergrund zu stellen. In der Formel 1 beispielsweise ist auch ein ziemlich europäischer Wettbewerb und kein Mensch stört sich dran, dass die Gegner nicht als Deutschland (Mercedes / BMW), Italien (Ferrari), Frankreich (Renault) etc. auf die Strecke gehen, obwohl am Ende natürlich die Nationalhymnen der Teams und der Fahrer gespielt werden und sich dann natürlich schon ein ganzes Volk freut, dass ein deutscher Fahrer bzw. ein italienisches Team gewonnen hat. So weit weg ist das nicht und man muss drüber diskutieren dürfen ohne gleich wieder am Hirn des anderen zu zweifeln.

    Angesichts eines blinden Fanatismus, wie ihn gewisse andere Staaten und Bevölkerungsgruppen dieses Erdballs zunehmend an den Tag legen, ständig ausgerechnet uns Deutsche als "ruppig" und "undiplomatisch" zu bezeichnen, halte ich mittlerweile für einen schlechten Witz.
    Ich weiss nicht in welchen Verhältnissen Du lebst und wie Deine Erfahrungen diesbezüglich aussehen, dass Du zu diesem Ergebnis kommst. Ich selbst arbeite in einem absolut internationalen Unternehmen mit sehr vielen Landesgesellschaften. Und ich weiss mittlerweile sehr genau wie wir Deutschen in der Welt gesehen werden, wenn man über das Stadium des Austauschs von Höflichkeiten mal hinweg ist. Und ich muss sagen: Es gibt Bereiche die gefallen mir und es gibt welche die gefallen mir nicht. Und bei den Dingen die mir nicht gefallen, gefällt mir auch nicht, dass wir wirklich zu einem großen Teil zu diesem Bild beitragen. Und unser zumeist als ruppig empfundenes Auftreten macht uns eben unsympathisch. Es spricht doch nichts dagegen als Nation geachtet aber auch mit Sympathie gesehen zu werden. Ich glaube das lässt sich von Einzelpersonen nicht so einfach auf ganze Völker übertragen. Persönlich habe ich es auch lieber beneidet als bemitleidet zu werden und nehme die negativen Konsequenzen für meine große Klappe in Kauf. Als ganzes Land ist das hingegen nicht immer so einfach.

    Wir sind zwar nicht die herzlichsten Zeitgenossen auf diesem Planeten, aber mit Sicherheit auch nicht die ungenießbarsten.
    Jau, das ist schon wahr. Aber dafür kriegen wir eben keine 12 Punkte sondern 16x Null. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit aussagen. Da Du die Diskussion aber ganz unabhängig vom Abschneiden Deutschlands führst, ist das ja auch gar nicht Dein Thema.

    Mir persönlich ist es ziemlich wurscht, wo die deutschen Beiträge landen. Meine Wünsche gelten vielmehr einer höheren musikalischen Qualität und gerechteren Votings. Punkt.
    Tja, dann verstehe ich ja nun gar nicht, warum ausgerechnet Dir dann das etwas weniger nationale Modell so unbegreiflich ist. Schließlich gehts ja zunächst mal um Deine Meinung und nicht darum ob so ein Modell jedem gefällt - zumal Dir die evtl. übertriebene Massenkompatibilität ja ohnehin eher ein Dorn im Auge als eine Freude ist. Der Musik und dem Sieg des besten Interpreten/Titels/Komponisten wäre es jedenfalls eher förderlich als jedes Rumgebastel an Jury- und Televoting-Abstimmungsverfahren.

    Dave

  2.  
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  3. #62
    Benutzerbild von Torsten

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    05.10.2001
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    Dave Bowman postete
    Hmmm.... wie war das doch in Post 21? "Bitte informiere uns umgehend, wenn dir in diesem Leben irgendwann auch mal ein anderes Argument einfallen sollte". Sorry, wenn ich Deiner Sprunghaftigkeit bezgl. "für andere sprechen / nicht für andere sprechen" da nicht immer so ganz schritthalten kann.
    Mit "uns" sind all diejenigen gemeint, denen dein inflationärer und vor allem unreflektierter Gebrauch des Neid-Argumentes in der Vergangenheit schon häufiger aufgestoßen ist.

    Dave Bowman postete
    Tja und ich versuche i.d.R. nicht, ich mache.
    Ist diese hohle Floskel aus dem Phrasendrescher-Lexikon für Motivationstrainer wirklich dein Ernst? Auch "Machen" ist nix anderes als "Versuchen", denn du wirst vorher niemals wissen, was am Ende dabei rauskommt. Insofern hängen diese beiden Begriffe untrennbar miteinander zusammen. Im Übrigen schätze ich es, wenn sich jemand vorher darüber Gedanken macht, ob gewisse Aktionen überhaupt lohnen. Was dabei rauskommt, wenn man einfach "macht", ohne nachzudenken, sieht man ja am jetzigen Zustand des Grand Prix.

    Dave Bowman postete
    Und wenn man macht, ist es eben keine pure Erwartungshaltung, sondern man erfüllt Erwartungen. Nun kann ich beim GP leider nicht machen. Aber wenn man sich schon dran macht Alternativen zu überdenken, dann schätze ich es eher, so dran zu gehen als dürfte man machen und entscheiden. Immer nur das vorhandene zu wälzen und alte Ideen und Meinungen anderer wiederzukäuen ist für mich eher vergeudete Zeit, wenn man etwas neues und besseres haben will. Die ollen Kamellen kann man sich als Notlösung aufheben, falls einem nichts besseres einfällt.
    Die "ollen Kamellen", sprich das traditionelle Prinzip des Grand Prix, sind in diesem Fall aber nun mal bereits das, was das Gros des Publikums fasziniert. Dein Vorschlag zur Abschaffung der Nationenwertung beispielsweise fällt daher in die Rubrik "verschlimmbessern", denn es würde dessen Bedeutung schlagartig das Wasser abgraben.

    Dave Bowman postete
    Ich weiss, dass Du das so siehst. Ich sehe es aber eben anders: Wenn Du nicht über den Tellerrand geschaut hast, kannst Du gar nicht beurteilen, ob es sich gelohnt hat oder nicht. Also schaue ich grundsätzlich drüber, denn der Aufwand ist nicht sehr hoch, der persönliche Gewinn aber ab und an schon.
    Erneut ziehst du die falschen Schlüsse: Wer sagt dir, dass ich nicht über den Tellerrand hinausschaue? Ob dort etwas Brauchbares vorhanden ist, kann ich schließlich nur beurteilen, wenn ich selbiges auch tue.

    Dave Bowman postete
    Nur weil jemand eine zugegebenermaßen provokative oder auch ketzerische Frage stellt, muss man nicht immer gleich an seinem Verstand zweifeln bzw. Begriffstuzigkeit unterstellen.
    Habe ich auch nicht, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass du den Kern des Grand Prix offensichtlich nicht erfasst hast. Da mir sowohl aus privatem als auch aus beruflichem Umfeld stets attestiert wird, das Entscheidende einer Sache besonders markant auf den Punkt bringen zu können, erlaube ich mir auch, derlei Kritik zu üben.

    Dave Bowman postete
    Grundsätzlich gibt es zwischen Sport und dem GP aber eben doch einen großen Unterschied: Es gibt nur sehr wenige Sportarten (Kunstturnen etc.), die durch Willkür komplett entschieden werden können. In weiten Teilen der Sportarten, darf man auch heute noch davon ausgehen, dass der Bessere gewinnt (sehen wir mal von Doping und gekauften Gegnern ab). Doch eim GP ist das - und das ist ja das was Du vielmehr dar- und herausstellst als ich - anscheinend nicht mehr gegeben. Deshalb ist für mich der jeweilige Interpret nur bedingt mit einer Nationalmannschaft im sportlichen Wettbewerb vergleichbar.
    Auch hier erfasst du den Kern nicht: Es ist unerheblich, ob's hier um 'ne Nationalmannschaft oder einen Interpreten geht. Entscheidend ist einzig und allein der sportliche Anstrich, den die Veranstaltung durch die Punktevergabe und Kürung eines Siegers erhält. Und da war, ist und bleibt die nationale Identifikation für viele eben der gewisse Reiz. Selbst für mich bleibt der kultige Charakter des Votings somit erhalten; ich bin schließlich auch im Sport Fan von nichts und niemandem und ergötze mich dennoch an dessen Spannungsmomenten, frei nach dem Motto: Der Beste soll gewinnen.

    Für diejenigen, die aus gewissen patriotischen Interessen heraus den Grand Prix schauen (was völlig legitim ist), ist es zunächst auch wurscht, ob die Entscheidung einer gewissen Willkür unterliegt. Bis vor wenigen Jahren funktionierte das Ganze ja auch recht gut; die Kritik bezüglich der Juries früherer Tage richtete sich schließlich nicht gegen ungerechte Abstimmungen, sondern in erster Linie gegen alte und verquaste musikalische Vorstellungen der Entscheidungsträger. Nun aber sind es eben nicht nur die Griechen, die Zypern 12 Punkte zuschachern und umgekehrt (was einen früher eher amüsierte als aufregte), sondern diese reinen Sympathiewertungen, die ohne Zweifel überhand genommen haben. Eben alles eine Frage der Dosierung.

    Dave Bowman postete
    Also frage ich nicht ganz ohne Substanz erstmal, ob es eigentlich notwendig ist die Nationalität in den Vordergrund zu stellen. In der Formel 1 beispielsweise ist auch ein ziemlich europäischer Wettbewerb und kein Mensch stört sich dran, dass die Gegner nicht als Deutschland (Mercedes / BMW), Italien (Ferrari), Frankreich (Renault) etc. auf die Strecke gehen, obwohl am Ende natürlich die Nationalhymnen der Teams und der Fahrer gespielt werden und sich dann natürlich schon ein ganzes Volk freut, dass ein deutscher Fahrer bzw. ein italienisches Team gewonnen hat. So weit weg ist das nicht und man muss drüber diskutieren dürfen ohne gleich wieder am Hirn des anderen zu zweifeln.
    Dave, was glaubst du denn, was passieren würde, wenn Schumi und seine Landsmänner auf einmal nur noch unter ferner liefen fahren würden? Hast du tatsächlich nicht mitbekommen, dass der deutsche Formel 1-Boom ausschließlich auf die Erfolge einer nationalen Identifikationsfigur zurückzuführen sind? Denke mal an das, was mit dem deutschen Tennis passiert ist: Zu Zeiten von Becker, Stich und Graf nach Fußball die angesagteste Sportart, nunmehr quasi wieder in der Versenkung verschwunden. Und das Interesse an nationaler Beteiligung wächst, je mehr du in Europa Richtung Süden fährst...

    Und so antworte ich dir auf deine Frage, ob man beim Grand Prix die Nationalität in den Vordergrund stellen sollte, kurz und bündig mit "ja"! Das ist nun mal der Grundgedanke des Grand Prix. Eine Abschaffung dieses wesentlichen Merkmals wäre schlicht das Ende der Veranstaltung.

    Dave Bowman postete
    Ich selbst arbeite in einem absolut internationalen Unternehmen mit sehr vielen Landesgesellschaften. Und ich weiss mittlerweile sehr genau wie wir Deutschen in der Welt gesehen werden, wenn man über das Stadium des Austauschs von Höflichkeiten mal hinweg ist. Und ich muss sagen: Es gibt Bereiche die gefallen mir und es gibt welche die gefallen mir nicht. Und bei den Dingen die mir nicht gefallen, gefällt mir auch nicht, dass wir wirklich zu einem großen Teil zu diesem Bild beitragen.
    Die gibt es überall, bei jeder Nation. Nur die Deutschen scheinen mittlerweile einen regelrechten Komplex entwickelt zu haben, was die Außendarstellung angeht. Um das beurteilen zu können, muss man allerdings nicht in einem internationalen Unternehmen arbeiten, sondern einfach mit offenen Augen durch die Weltgeschichte laufen. Man wird auch niemals allen Leuten bzw. Nationen gefallen können. Es gibt bei allen Bevölkerungsgruppen Eigenschaften, die einem zusagen und welche, die einen nerven; von daher sollte man diesbezüglich mal eine gewisse Gelassenheit entwickeln.

    Dave Bowman postete
    Jau, das ist schon wahr. Aber dafür kriegen wir eben keine 12 Punkte sondern 16x Null. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit aussagen.
    Och, damit könnte man wunderbar leben, wenn es denn ansonsten einigermaßen gerecht zugehen würde und die Votings eben nicht mehrheitlich aus Sympathiewertungen bestehen würden. Beliebt waren wir auch früher schon nicht besonders, aber ich kann mich nicht erinnern, dass ein derartiger Aufschrei der Entrüstung das öffentliche Echo beherrschte. Im Übrigen würden mich auch mal die Reaktionen in anderen Ländern bezüglich des diejährigen Wertungsablaufs interessieren. Glaube nicht, dass die großartig anders ausfallen (außer natürlich in den Staaten, die sich da hübsch die Punkte zuschacherten)...

    Dave Bowman postete
    Tja, dann verstehe ich ja nun gar nicht, warum ausgerechnet Dir dann das etwas weniger nationale Modell so unbegreiflich ist. Schließlich gehts ja zunächst mal um Deine Meinung und nicht darum ob so ein Modell jedem gefällt - zumal Dir die evtl. übertriebene Massenkompatibilität ja ohnehin eher ein Dorn im Auge als eine Freude ist.
    Da hat das eine nichts mit dem anderen zu tun. Schließlich schaue ich mir auch die kommende Fußball-Europameisterschaft an, ohne jetzt übermäßig mit der deutschen Mannschaft zu fiebern. Ich kann eine solche Veranstaltung aber nur konsumieren, weil sie eben aus dem Wunsch, die Nationalmannschaften in einen internationalen Vergleich zu stellen, entstand. Es ist also sehr leicht, zwischen seinen eigenen Präferenzen und der Notwendigkeit anderer Motive zu differenzieren.

  4. #63
    Benutzerbild von Torsten

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    raabi2000 postete
    (@ Torsten, was verstehst du bei einem Lied unter Qualität?)
    Für den Grand Prix kann ich das sehr knackig beantworten: Ohrwurm-Qualitäten! Jeder Song, der das nicht erfüllt, hat dort in meinen Augen nix zu suchen, denn man soll die Titel ja immerhin direkt nach dem ersten Hören bewerten. Und der diesjährige Siegertitel beispielsweise geht weiß Gott nicht nur mir zum einen Ohr rein und zum anderen direkt wieder raus...

  5. #64
    Benutzerbild von Pallas

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    Genau so geht es mir mit dem Sigertitel des diesjährigen Grand Prix auch:
    Für mich ein Liedchen ohne Substanz, was sich mit nichts im Gehörgang festhakt.
    Max' Song war gut genug für den Grand Prix. Er hätte sogar noch einen höheren Platz belegen können. Aber es war ja dieses Mal eine unheimliche Vetternwirtschaft bei der Punktevergabe, da wußte man dann ja schon bald im Voraus, wer an wen 12 Punkte verteilt.

  6. #65
    Benutzerbild von J.B.

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    Der Siegertitel ist für mich ein Song den man ausschließlich sehen kann. Nicht mehr und nicht weniger!

    Musikalisch gesehen gab es ein paar Songs, die um Längen besser waren, als das Stück aus der Ukraine.

    Vielleicht sponsort ja Via oder MTV den nächsten Grand Prix. Würde bestimmt den Etat erst einmal senken, da die Teilnehmer der einzelnen Nationen gar nicht mehr live gegeneinander antreten müssen. Sie schicken einfach ihre Videos ein!

    Was jetzt da Rumschacherei und Zuschanzerei ist, weiß ich nicht, aber ich konnte während der Punktevergabe bei einigen nationen sehr genau vorhersagen wer wieviele Punkte bekommt. Ich habe mich in den seltensten Fällen geirrt und das nahm mir dann völlig die Spannung.

    Hier sollte dem letzten klar geworden sein, dass nur Musik gestern war und eine leicht exhibitionistische Show heute ist. Der Trend zeichnet sich seit einiger Zeit auf Viva, MTV und in den Konzertsälen ab.

    Wir sollten das nächste Mal eine Multi-Kulti-Truppe (midestens 4 Nationen, am Besten aus dem Osten und Süden), die singen kann und zeigefreudig ist zum GP schicken. Also erstmal ein BigBrother für die vorher gecasteten talentierten Sänger/innen. Die letzten 5 die übrigbleiben, garniert mit ein paar Tänzer/innen sind die neue Gruppe!

    Gruß

    J.B.

  7. #66
    Benutzerbild von Lutz

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    Heute wird ja der Siegertitel bzw. Auftritt von Nicole (1982) belächelt.
    Mit gefiels damals. Es hatte etwas besonderes diese Mädel allein mit ihrer Gitarre auf der Bühne zu sehen. Und sie hatte eben kein CD-Player im Background der für die Musik sorgt. Jeder der mal ein Instrument in der Hand gehabt hat kann erahnen was es beutet vor so einem Riesenpublikum *live* zu spielen. Und das auch noch ohne 10 Ricky-Martin-Clone die um sie herum- wieselten.

    Musik pur - ob man die Titel nun mochte oder nicht - das machte für mich die Faszination des Grand Prix aus.

    Und warum auch nicht zu Live-Musik zurückkehren? Das hätte den Vorteil, daß Akts wie der aktuelle Siegertitel sich auch mal Gedanken machen müssen die Musik die man hört selbst zu, ähm, erzeugen. Und das wiederum würde automatisch für zurückgeschraubte Turnübungen führen...
    Und *das* wiederum hätte Max gestärkt – denn sein Titel wäre komplett live mit Raab & Co im Background sicher super rüber gekommen!

    Ich kann mich auch nicht erinnern das ABBA "Waterloo" zum Playback zum besten gegeben hätte.

    Lutz

  8. #67
    Benutzerbild von Torsten

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    Lutz postete
    Musik pur - ob man die Titel nun mochte oder nicht - das machte für mich die Faszination des Grand Prix aus.
    Ich würde es auch begrüßen, wenn man den Grand Prix in allen Belangen wieder aufs Wesentliche reduzieren würde. Im derzeitigen Zustand wirkt das Ganze wie eine völlig aufgeblasene Bombast-Show, die krampfhaft versucht, der enervierenden MTV-Ästhetik zu folgen.

    Irgendwie ist es paradox: In den 50er- und 60er-Jahren haftete der Veranstaltung ein vermufftes Image an, weil man sich partout nicht dem Geschmack der Pop-Kultur unterwerfen wollte. Das hatte allerdings noch irgendwie was Drolliges, was diesen Wettbewerb auf seine Weise einzigartig machte.

    Die 70er, die nicht nur von mir, sondern auch von sehr vielen Grand Prix-Fans als dessen Hoch-Zeit angesehen werden, drehten den Spieß um. Und hatten stellenweise sogar Innovatives zu bieten, man denke nur an ABBAs "Waterloo": Sowas hatte man bis dato schlicht nicht gehört. Und schließlich stammen so mit die schönsten GP-Evergreens aus dieser Dekade, jede GB-"Best Of"-CD wird dies unterstreichen.

    Auch in den 80ern gab es noch einige Highlights, aber schon damals ging dem musikalischen Niveau zusehends die Luft aus. Und die 90er... naja. Da kann ich mich bis auf ein oder zwei Siegertitel an so gut wie nichts mehr erinnern, höchstens noch an den herrlichen Klamauk eines Guildo Horn. Und seitdem befindet sich die Qualität der vorgetragenen Songs weiter im freien Fall, ein Ende scheint kaum absehbar.

    Warum schaut man dennoch, zumindest gelegentlich, in die Übertragungen dieser merkwürdigen Show hinein? Genau: Weil bis vor kurzem zumindest noch die Punktevergabe einen gewissen Unterhaltungswert bot. Seit letztem Jahr ist aber auch dieser Teil des Abends zu einem langweiligen Szenario verkommen, das in seiner Vorhersehbarkeit nur noch vom nächsten Sonnenaufgang übertrumpft wird. Gääähn...

    Meine Meinung: Will der Grand Prix mittelfristig nicht zu einer drögen Samstag-Abend-Show unter vielen verkommen, muss er sich auf seine traditionellen Werte besinnen und die mittlerweile degenerierten Rituale des Popbiz konterkarieren. Das mag der Veranstaltung eventuell ein gewisses Potenzial an jüngeren Zuschauern kosten, aber somit würde man sich wenigstens Charme, Persönlichkeit und schlichtweg den noch vorhandenen Kult-Charakter bewahren...

  9. #68
    Benutzerbild von
    Torsten postete
    Dave Bowman postete
    Hmmm.... wie war das doch in Post 21? "Bitte informiere uns umgehend, wenn dir in diesem Leben irgendwann auch mal ein anderes Argument einfallen sollte". Sorry, wenn ich Deiner Sprunghaftigkeit bezgl. "für andere sprechen / nicht für andere sprechen" da nicht immer so ganz schritthalten kann.
    Mit "uns" sind all diejenigen gemeint, denen dein inflationärer und vor allem unreflektierter Gebrauch des Neid-Argumentes in der Vergangenheit schon häufiger aufgestoßen ist.
    Wenn ich jetzt auch anfangen würde Dir in jedem Posting stellvertretend für andere unter die Nase zu reiben, was "uns" an Dir häufiger aufstößt und welche Stereotypen und Gründe Du für so manches immer und immer wieder runterbetest oder das eigentlich kein Posting vergeht wo Du Dich hinter dem versteckst was Hinz oder Kunz in irgendeiner Zeitung oder einem Buch geschrieben hat (als ob es nicht reicht, wenn man einfach nur selbst dieser Meinung ist und sofort mehr wert wird, nur weil jemand ein Buch geschrieben hat das in diese Kerbe haut), wäre ich morgen noch nicht fertig. Und es ärgert mich, dass ich mich in Diskussionen mit Dir, dann doch immer wieder auf diese Ebene begeben muss. Irgendwo muss man mit dem Gegenüber mit dem man diskutiert aber eben leben und es so nehmen wie es ist. Alternativ kann man es höchstens lassen.

    Torsten, die Welt ist eben bunt und es gibt unterschiedliche Vorstellungen, Werte und Sichten. Unsere sind offenbar unterschiedlich, deshalb hast Du nicht die Richtigkeit Deiner Sicht gepachtet. Ausserdem schreibst Du ja selbst, dass es Dir egal ist was andere über Dich denken. Mir ist es auch herzlich egal was Du über mich denkst. Deshalb kannst Du Deine manchmal unflätigen, manchmal anmaßenden, manchmal unsachlichen Wadenbeissereien eigentlich auch einfach mal stecken lassen. Es ist unnötig jede Diskussion um eine Sache dazu zu missbrauchen, anderen vermeintliche persönliche Defizite anzukreiden und sich immer wieder übereinander auszukotzen. Wir könnten mittlerweile schon den zehnten möglichen Verbesserungsvorschlag diskutieren und mal ein bisschen Spaß bei der Sache haben. Aber so eine fruchtbare Diskussion ist mit Dir einfach nicht möglich, weil Du es gerade mit mir nicht willst und lieber ständig alles auf die persönlich Ebene ziehen musst. Es kam ja nicht von ungefähr, dass auch in der ganzen Zeit in der ich es vermieden habe mit Dir zu diskutieren kaum einer meiner Beiträge verging, unter den Du nicht irgendeinen blöden Kommentar gesetzt hast. Du musst echt Langeweile haben...

    Es stört jegliche Diskussion ungemein, dass Du und die die Du "uns" nennst es eigentlich in jedem Thread in dem ich auftauche offenbar nur darauf anlegen ihren Brast aus vergangenen Tagen über mich kund zu tun. Der Wille zur Diskussion über die Sache ist doch da kaum noch erkennbar. Ich lasse mich nur leider nicht rausekeln.

    Dave

  10. #69
    Benutzerbild von musicola

    Registriert seit
    07.02.2002
    Beiträge
    13.851
    Torsten postete
    jede GB-"Best Of"-CD wird dies unterstreichen.
    GB? Grand Brie?

    Stimmt. Dieser Wettbewerb ist ist nur noch ein ganz großer Käse!

  11. #70
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    Dave Bowman postete
    Entweder wir beschränken uns in Zukunft malwieder auf Themen und beschäftigen uns nicht zu 2/3 damit was Dir an Deinen Diskussionspartnern stinkt oder man lässt es eben bleiben.
    Du selbst hast geschrieben, meiner angeblichen "Sprunghaftigkeit" nicht folgen zu können. Ich habe darauf die entsprechende Erklärung geliefert. Wenn dir das nicht gefällt, solltest du derlei Einwürfe zukünftig unterlassen.

    Im Übrigen darfst du dich fragen, warum sich ausgerechnet Debatten mit deiner Beteiligung am Ende besonders häufig um die Art der Diskussionsführung drehen. Eine Stellungnahme dazu habe ich bereits hier in Posting 070 geliefert.

    Warum ich bei manchen Zeitgenossen unbeliebt bin, weiß ich zumindest. Du scheinst die Gründe für dir entgegenschlagende Kritik bis heute nicht begriffen zu haben. Bedauerlich.

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