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Große Sportmomente

Erstellt von Sportheld, 22.11.2006, 19:24 Uhr · 69 Antworten · 8.463 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Muggi

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    Also einer meiner schönsten Sportmomente war das Rückspiel im Halbfinale des Europacups zwischen Lok Leipzig und Girondins Bordeaux 1987. Das Elfmeterschießen mußte über den Einzug ins Finale entscheiden und nachdem einer der Franzosen verschossen hatte, donnerte Torwart René Müller den letzten Elfmeter vor ungefähr 100.000 Zuschauern unter die Latte. Stimmung unbeschreiblich...

    Das Endspiel wurde etwas unglücklich mit 0:1 durch ein Tor von Marco van Basten gegen Ajax Amsterdam verloren.

  2.  
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  3. #22
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    A propos Fußball-Europapokal mit Beteiligung ostdeutscher Mannschaften...

    Unvergessen auch jener Abend am 19. März 1986 in der Krefelder Grotenburg....

    Bayer 05 Uerdingen hatte im Hinspiel bei Dynamo Dresden mit 0:2 verloren und lag im Rückspiel zur Halbzeit mit 1:3 zurück. Dresden war so gut wie weiter.... dachten zumindest alle... und dann kam diese unvergessliche 2. Halbzeit. Uerdingen schoß 6 Tore, gewann die Partie noch 7:3 und kam eine Runde weiter....

  4. #23
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von Kinderfresser Beitrag anzeigen
    A propos Fußball-Europapokal mit Beteiligung ostdeutscher Mannschaften...

    Unvergessen auch jener Abend am 19. März 1986 in der Krefelder Grotenburg....

    Bayer 05 Uerdingen hatte im Hinspiel bei Dynamo Dresden mit 0:2 verloren und lag im Rückspiel zur Halbzeit mit 1:3 zurück. Dresden war so gut wie weiter.... dachten zumindest alle... und dann kam diese unvergessliche 2. Halbzeit. Uerdingen schoß 6 Tore, gewann die Partie noch 7:3 und kam eine Runde weiter....
    Jaja, daran geilen wir Krefelder uns neben dem 2:1-Finalsieg über die Bayern im Pokalendspiel '85 heute noch auf, denn die Gegenwart könnte trister kaum sein.

    Das Rückspiel gegen Dresden wurde übrigens vor zwei Jahren nochma in einem Großraumkino des Krefelder "CinemaxX" gezeigt. Leider hatte ich es versäumt, rechtzeitig Karten zu besorgen.

  5. #24
    Benutzerbild von Muggi

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    Genau das ist einer meiner düstersten Momente...ein Arbeitskollege meines Vaters ist nach der ersten Halbzeit ins Bett gegangen und dachte am nächsten Tag, dass ihn alle verarschen wollen.

    Allerdings muß man dazu sagen, dass Wolfgang Funkel kurz vor der Halbzeit den Dresdner Torwart Bernd Jakubowski derart foulte, dass der nacher nie wieder spielen konnte. Und mit dem völlig unerfahrenen Jens Ramme im Tor war dann das Debakel perfekt...

    http://www.dynamo-dresden.de/aktuell...030428_sz1.htm

    Oder dies hier:

    Wunder von Uerdingen, Drama für Dynamo

    Vor 20 Jahren: Dresden scheidet nach legendärem 3:7 bei Bayer Uerdingen aus dem Europapokal aus

    von Guido Schäfer für Leipziger Volkszeitung

    Es regnet wie aus Eimern, die Luft ist raus, die Spannung flöten. Eigentlich könnten die Fussballspieler von Bayer Uerdingen (West) und Dynamo Dresden (Ost) die zweiten 45 Minuten des EC-Viertelfinal-Rückspiels schwänzen, sich duschen, abrubbeln, fönen und ein Feierabend-Bierchen zwitschern. Dynamo führt an jenem 19. März 1986 in der Grotenburg-Kampfbahn 3:1. Nach dem 2:0 zwei Wochen zuvor im Dynamo-Stadion steht's jetzt in der Addition 5:1.

    ZDF-Reporter Rolf Kramer beugt sich den Tatsachen, nein, ein rassiges West-Ost-Duell lässt sich hier und heute nicht mehr in die Stuben zaubern: "Das ist gelaufen!" Das Wunder von Uerdingen? Unerreichbar weit weg. Spieler, Trainer, die 17000 Fans im Stadion und zig Millionen an den Fernsehrn in Ost und West stellen sich auf eine zähe zweite Halbzeit ein.

    "Verlieren wollten wir daheim nicht", erinnert sich Bayer-Vorstopper Wolfgang Funkel ans Höchste der Halbzeit-Gefühle. "Zumindest ehrenhaft verabschieden", will sich Uerdingens Coach Kalli Feldkamp. Und während beim ZDF diskutiert wird, ob man nicht besser die Partie Anderlecht gegen Bayern München auf Programmplatz eins hievt, spielt sich in der Dresdner Kabine ein Drama ab. Stammkeeper Bernd Jakubowski wälzt sich auf der Pritsche . Schultereckgelenksprengung, alles kaputt, was kaputt gehen kann. "Dank" Wolfgang Funkel. Der Bayer-Riese hat den Dynamo-Keeper bei einem Luftkampf derb niedergestreckt. Mit den Knien. "Aber ohne Absicht!" schwört Funkel, 47, der in 305 Bundesligaspielen 47 mal Gelb und 4 mal Rot sah.

    Jakubowski, 53, sieht das anders: "Die hatten es auf mich abgesehen." Dynamo-Doc Dr. Klein spricht ein Machtwort, packt das Spritzbesteck ein. Keine weiteren Injektionen. "Zu gefährlich, bringt bei dieser Verletzung sowieso nichts." Jakubowski bleibt in der Kanine, wird nie mehr für Dynamo spielen, coacht heute den Bezirksligisten Radeberger SV. In der Grotenburg schlägt die Dreiviertelstunde von Jens Ramme. Der Ersatzkeeper, 22, hat Null Oberliga- und EC-Erfahrung, dafür ein Gespühr für die Situation: "Das Vertrauen der Mannschaft war sicher nicht so groß."

    Matthias Sammer entleert sich

    Dynamo-Legende Reinhard Häfner, damals 34, bestätigt aufkommende ungute Eingebungen. "Ohne Bernd im Tor, der erste Einsatz für Jens, dann die körperliche Überlegenheit der Uerdinger. Schon in der ersten Halbzeit brannte es bei jedem Standard. Für mich war das Ding noch nicht durch. Außerdem durften wir nicht mehr auswechseln."

    Vor Jakubowski muss der blutjunge Matthias Sammer, 18, wegen Magenproblemen vom Feld. Der spätere Weltstar und neue Sportdirektor des DFB entleert sich noch auf dem Rasen mehrmals. "Wahrscheinlich vor Aufregung", glaubt Häfner. Insbesondere Ralf Minge (war vorher wochenlang verletzt) wandelte früh auf dem Zahnfleisch, wird bis zum bitteren Ende mitgeschleppt. Nach Einschätzung Häfners ist auch der Sportkamerad Frank Lippmann nicht mehr vollens bei der Sache. "Der Frank hat sich wahrscheinlich schon mit den Dingen beschäftigt, die er nach dem Abpfiff unternehmen wollte." Zu diesen Dingen später mehr.

    Schiri kippt, Spiel gleich mit

    Häfners Befürchtungen werden wahr. Es schlägt ein in Rammes Kasten, die Dynamos werden in den glitschigen Boden der Grotenburg gerammt, das Wunder von Uerdingen nimmt Formen an, Ramme wird zur tragischen Figur.

    Funkel macht das 2:3 (58.), Gudmundsson gleicht aus (63.), Schäfer (65.) und Klinger (78.) sorgen fürs 5:3. Noch steht Dresden im Halbfinale des Pokalsieger-Wettbewerbs, noch. Schiedsrichter Nemeth (Ungarn) entdeckt mehr und mehr sein bundesrepublikanisches Herz, pfeift nur noch in eine Richtung. Uerdingens Held Wolfgang Funkel kann sich nicht mehr an die ungarischen Gaben erinnern, stellt aber fest: "Damals konnte man sich schon ein bisschen mehr erlauben als heute." Das bisschen mehr würde heute in diverse Platzverweise münden. Dynamo, schwer beeindruckt von der Uerdinger Treffsicherheit (physisch und tortechnisch) wankt - und fällt! Funkels 6:3 läutet das Aus ein (79.), Schäfers 7:3 besiegelt die Demütigung der Gelb-Schwarzen (87.).

    Der dreifache Torschütze Wolfgang Funkel hat auch 20 Jahre später nichts Vergleichbares erlebt: "Unvergesslich, einfach irre, das verrückteste Spiel meiner Karriere." Die entzückten Bayer-Bosse lassen pro Mann 10000 West-Mark springen, Funkel (aktuell Co-Trainer beim 1. FC Kaiserslautern) feiert den 7:3 Triumph mit dem Uerdinger Nationalspieler Matthias Herget in der Düsseldorfer Altstadt. Der Altbierhahn glüht. Drei Tage darauf siegen Funkel, Herget und Co. 5:1 beim Hamburger SV. Man schwebt auf einer flauschigen EC-Wolke.

    Bei den Dynamos herrscht Weltuntergangsstimmung. Im Hotelzimmer von Teamarzt Klein steht ein Kasten Bier. Zehn, zwölf der Versager drum herum, die Plärre ist lauwahm. Die Krönung in negativer Hinsicht sollte noch folgen. Am nächsten Morgen fliegt die Republikflucht von Frank Lippmann auf. Der 24-Jährige hat sich nächtens Richtung Nürnberg abgeseilt. Gut für Keeper Jens Ramme, der ein Stück weit aus der Schusslinie kommt.Schlecht für Coach Sammer, der nach damaliger Auffassung seine Aufsichtspflicht verletzt hat und fortan von der Stasi bewacht wird. Mielkes Schergen wahren den Schein, der verdiente Sammer darf bleiben. Bis Saisonende...

    Privatier Sammer hat dem im Dynamo-Nachwuchszentrum aktiven Lippmann längst verziehen.

    Disponent Ramme hat am 19. März 1986 gleich zwei Spiele gemacht: Sein erstes und letztes in der 1. Mannschaft der SG Dynamo Dresden.

    Bayer Uerdingen heißt heute KFC Uerdingen und kickt viertklassig.

    Kalli Feldkamp, Coach beim legendären 7:3, feierte unlängst seinen 70. Geburtstag. Im eigenen Häuschen in Marbella.

  6. #25
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Meine Erfurter konnten auch eine kleine Europapokalgeschichte schreiben, allerdings nur im Intertoto-Cup, der seinerzeit nicht über eine Gruppenphase hinausging und nur als Lückenfüller während der Sommerpause gedacht war.

    Im Sommer 1985 wurde der RWE so Gruppensieger vor Düsseldorf, Lüttich und Enschede. Höhepunkt dabei ein 6:1-Heimsieg gegen die Fortuna vor 30.000 Zuschauern. Ein Jahr später konnte erneut der Gruppensieg errungen werden, diesmal gegen Witoscha Sofia, Kalmar FF und Lilleström FF. Trainer damals war übrigens ein gewisser Hans Meyer, der Erfurt heute noch als schlimmste Station seiner Trainerkarriere bezeichnet.

    Außerdem gelang im März '82 in einem Freundschaftsspiel gegen den damaligen Bundesligisten Braunschweig ein 3:2-Sieg.

    1991/92 spielte man schließlich im UEFA-Cup, schied dort aber in der 2. Runde gegen den späteren Gewinner Ajax Amsterdam aus und ward seitdem auf europäischer Ebene nicht mehr gesehen.

  7. #26
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Eiskunstlauf in allen seinen Varianten ist so ziemlich die vorletzte Sportart, für die ich mich begeistern kann und wird nur noch von Dressurreiten übertroffen. Wenn's um die 80er geht, muss wohl auch Katarinas Witt Lauf in Sarajevo 1984 erwähnt werden, warm werde ich damit trotzdem nicht.

  8. #27
    Benutzerbild von Muggi

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    Komischerweise hab ich das früher recht gern geschaut, mein Held war dabei immer der Kanadier Brian Orser.

  9. #28
    Benutzerbild von SonnyB.

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    @IHKA

    Ich konnte dem auch nie richtig was abgewinnen, aber Norbert Schramm hat ja wegen seiner Figuren Aufsehen erregt. Das war schon was Besonderes .

  10. #29
    Benutzerbild von Sportheld

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    Also Dressurreiten kann und konnte man sich doch gut anschauen. Die Eleganz eines Dr. Reiner Klinke oder die Leichtigkeit einer Nicole Uphoff waren doch wirklich was fürs Auge. Eiskunstlauf habe ich auch nur wegen dem Läufer Schramm gesehen.

  11. #30
    Benutzerbild von Babooshka

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    Zitat Zitat von Sportheld Beitrag anzeigen
    Also Dressurreiten kann und konnte man sich doch gut anschauen. Die Eleganz eines Dr. Reiner Klinke oder die Leichtigkeit einer Nicole Uphoff waren doch wirklich was fürs Auge.
    Stimmt, vor allem, wenn man bedenkt, was für riesige, schwerfällige Klopper von deutschen Warmblutpferden die zu bewegen hatten und wie elegant die unter ihnen aussahen. Ich verstehe aber auch, wenn Nichtreiter Dressurreiten langweilig finden, schließlich gibt's da nicht allzu viel Action zu sehen. Ich finde dafür Leichtathletik und Ballspiele zum Einpennen.

    Eiskunstlauf gucke ich mir zwar nicht gezielt an, bleibe aber beim Zappen immer mal ganz gerne hängen. Typisch Weib halt Ich träumte als Kind davon, selber Eiskunstlauf zu machen, aber in Berlin war das nicht möglich. Mir fällt dazu der Kanadiere Elvis Stojko ein, der wohl auch ab und zu mal zu etwas härteren Klängen seine Küren absolvierte (allerdings schon 90-er) sowie Evgenji Pluschtschenko, der so um 2000 rum aufkam und mich wegen seiner Ausstrahlung fasziniert hat.

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