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Große Sportmomente

Erstellt von Sportheld, 22.11.2006, 19:24 Uhr · 69 Antworten · 8.470 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von Sportheld

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    Danke, guter Link. Ausschnitte davon sind jetzt ja auch in den Vorberichten gelaufen. Das ganze Spiel ist wohl leider nicht zu bekommen :-(

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von Sportheld

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    Ein weiteres Highlight in den 80ern war 1984 Angerers Goldlauf in Sarajevo im Biathlon:

    Es ist nicht so, dass Peter Angerer nicht zu den Favoriten gehört, als er am 11. Februar 1984 bei den Olympischen Winterspielen in Sarajevo (Jugoslawien) im Einzelrennen über 20 Kilometer an den Start geht. Schließlich hat der 1,77 Meter große Biathlet aus der Bundesrepublik Deutschland 1983 als erster Athlet seines Landes den Gesamt-Weltcup gewonnen.
    Doch bei den bisherigen Olympischen Spielen hatten die Skijäger aus Skandinavien und den osteuropäischen Staaten dominiert. Außerdem sind die Bedingungen in Veliko Polje, dem Ort der Biathlon-Wettkämpfe, an diesem Samstag so, dass es selbst dem ewig jaulenden Olympia-Maskottchen Vucko, dem Wolf, einen seiner langen Klagelaute entlocken könnte. Fast einen halben Meter Neuschnee hatte es seit Beginn der Spiele am 8. Februar gegeben und zudem herrschen am Schießstand vor Wettkampfbeginn starke Winde.
    Start um 9:58 Uhr mit Startnummer 59
    Deshalb sieht sich BRD-Schießtrainer Rupert Plechaty genötigt, die deutschen Starter um den 24-jährigen Angerer beim Anschießen noch einmal die Visiere nachstellen zu lassen. Angerer kümmert das nicht sehr. "Wetter und Wind sind egal, da müssen alle mit zurechtkommen“, ist sein Motto. So ist er relativ entspannt, als er sich um kurz vor 10 Uhr mit Startnummer 59 bereit macht. Um 9:58 Uhr geht er als einer der letzten der 64 Starter in die Loipe.
    Knapp eine Viertelstunde später kommt er erstmals zum Schießen. Schießstand 13, Liegendanschlag. Angerer hat Puls und Nerven im Griff, feuert innerhalb von 42 Sekunden seine fünf Schüsse aus dem Kleinkalibergewehr ab – alle sitzen. Mit Kontakt zur Spitze passiert er die Zwischenzeitnahme mit 9,8 Sekunden Rückstand auf den führenden Frank-Peter Roetsch aus der DDR. Angerers Ski laufen hervorragend, er läuft hervorragend.
    Roetsch legt Bestzeit vor
    Nach dem zweiten Schießen (stehend) übernimmt er trotz eines Fehlers und einer Strafminute mit 30:29,7 Minuten die Führung. 12,2 Kilometer sind absolviert, als Angerer zum dritten Mal an den Schießstand kommt. Wieder ist es Stand 13, aber dieses Mal stehen nur vier Treffer zu Buche - Platz zwei für den jungen deutschen Bundeswehrsoldaten. Als Angerer unterwegs zum letzten Schießen ist, passiert Frank-Peter Roetsch gerade die Ziellinie. Der Mann aus der DDR legt mit 1:13:21,4 Stunden die bis dato beste Zeit des Tages hin.
    Um 10:59 brechen die entscheidenden Sekunden für Angerer an. Mit rasendem Puls kommt er an Schießstand 30 an. Im Stehendschießen hatte er schon mal den einen oder anderen Wackler. Einen Fehler kann er sich nach seiner hervorragenden Laufleistung vielleicht erlauben, mehr nicht. Mit tiefen Atemzügen bringt er seinen Puls runter und das Kleinkalibergewehr in Anschlag.

    Jubel nach dem letzten Schießen
    Peng - der erste Schuss sitzt. Nummer zwei, drei und vier gehen auch ins Ziel. Sein Rhythmus ist gut. Peng - und auch die letzte Kugel klatscht ins schwarze Zentrum der Scheibe, die sich mit einem metallischen Klirren verschließt. Schießtrainer Plechaty bricht wie die Zuschauer in lauten Jubel aus. Kurz hinter dem Schießstand steht Bundestrainer Jürgen Seifert an der Loipe. "Peter, es passt“, ruft er Angerer zu, als der auf seinen letzten 2,5 Kilometern an ihm vorbeifliegt.
    Als er im Skistadion einläuft, ist er klar auf Siegkurs. Aber Angerer sorgt noch einmal für Aufregung bei Betreuern und Fans. Kurz vor dem Ziel nimmt er die falsche Spur, die auf die nächste Runde und nicht ins Ziel führen würde. Doch er bemerkt seinen Fehler rechtzeitig, wechselt die Spur und schiebt sich mit wuchtigen Stockschüben ins Ziel.

    Ein kompletter Medaillensatz
    11:09 zeigt die Uhr und 1:11:52,7 Stunden die Zeitmessung, als Angerer ins Ziel kommt. Er hat es geschafft, die übrigen Läufer können ihm nicht mehr gefährlich werden. Mit komfortablen 1:30,3 Minuten Vorsprung holt Angerer als erster bundesdeutscher Biathlet Olympia-Gold im Biathlon. (Welche Erinnerungen haben Sie an Angerers Sieg?) Im Ziel wirkt er vollkommen entspannt, löst die Bindungen, hebt die Ski und lächelt kurz. Ein letztlich souveräner Sieg für Angerer, der auch noch Silber über 10 km und gemeinsam mit Ernst Reiter, Walter Pichler und Fritz Fischer Bronze in der 4x7,5-km-Staffel holt.
    Damit ist Angerer an drei von vier Medaillenerfolgen für die BRD in Sarajevo beteiligt (außerdem holen noch Hans Stangassinger/Franz Wembacher Gold im Rodel-Doppelsitzer). Richtig zum Feiern kommt Angerer erst bei seiner Rückkehr. Mit einem Autokorso, Böllerschüssen und Feuerwerk wird er in seiner Heimatstadt Hammer knapp 100 Kilometer südöstlich von München empfangen.

    (Quelle: sporthelden.de)

  4. #53
    Benutzerbild von musicola

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    Wundert mich, dass wir die EM '88 hier noch nicht hatten:

    Wie war das eigentlich mit der Europameisterschaft 1988 in unserem Lande?

    Ich kann mich irgendwie kaum noch an das ganze Drumherum erinnern. Okay, 1988 war's halt nur 'ne EM aber trotzdem...
    War da auch nur Ansatzweise so'n Gedöns, Aufregung, Vorfreude, Fahnen an den Autos, "Fan-Meilen" etc. wie bei der WM 2006?
    Muss mal gucken geh'n, ob es da noch irgendwo Bilder von im Netz gibt...

    Gruß
    musicola

  5. #54
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Wundert mich, dass wir die EM '88 hier noch nicht hatten:

    Wie war das eigentlich mit der Europameisterschaft 1988 in unserem Lande?

    Ich kann mich irgendwie kaum noch an das ganze Drumherum erinnern. Okay, 1988 war's halt nur 'ne EM aber trotzdem...
    War da auch nur Ansatzweise so'n Gedöns, Aufregung, Vorfreude, Fahnen an den Autos, "Fan-Meilen" etc. wie bei der WM 2006?
    Muss mal gucken geh'n, ob es da noch irgendwo Bilder von im Netz gibt...

    Gruß
    musicola
    Da war auch nicht so viel los. Ich war damals ein WE in Berlin und da hat man gar nichts gemerkt, obwohl an einem ABend ein Vorrundenspiel der Deutschen (gg. Dänemark?) war.

  6. #55
    Benutzerbild von schubser

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    sooo wir sind wieder Weltmeister

    Sachsen bleiben Murmel-Weltmeister

    Die besten Murmler der Welt kommen aus dem Erzgebirge. Bei der traditionell an Karfreitag veranstalteten Weltmeisterschaft im Murmeln haben in diesem Jahr im englischen Tinsley Green zwei deutsche Teams die vordersten Plätze belegt.

    Am Stadtrand von London schnippten sich die Kugelroller des 1. MC Erzgebirge aus dem sächsischen Städtchen Neukirchen wiederholt zum Meistertitel. Ein Londoner Club landete auf dem dritten Rang.

    Vor rund 300 Zuschauern bezwang die erste Mannschaft des MC Erzgebirge ihre Kollegen aus dem zweiten Neukirchener-Team mit 25 zu 15. „Wir haben gerade Geschichte geschrieben“, freute sich Vereinsvorsitzender Christian Pampel (24) nach dem Sieg. Der MC Erzgebirge ist der erste Verein, der sich auf den runden Spielfeldern einen Doppelsieg erschnippen konnte. Gleichzeitig verteidigten die deutschen Murmler ihren Weltmeistertitel aus dem Vorjahr. Erst auf dem dritten Platz folgte eine Mannschaft aus dem Gastgeberland: die Kugelroller des Südlondoner Clubs Handscross 49ers.

    Die Titelkämpfe im Murmeln werden bereits seit 1932 ausgetragen. Insgesamt 24 Teams, darunter drei aus Deutschland, rollten in diesem Jahr auf dem Parkplatz vor dem Pub „Greyhound“, unweit vom Flughafen Gatwick, ihre Kugeln. Deutschland wurde diesmal zum insgesamt fünften Mal Weltmeister.

    Einer Legende zufolge ist der Wettkampf im 16. Jahrhundert entstanden. Damals sollen zwei Jünglinge so ihren Streit um eine schöne Jungfrau entschieden haben. Heute erhält der Gewinner einen silbernen Wanderpokal, dessen Inhalt - mehr als drei Liter Bier - der Zweitplatzierte leer trinken darf. (dpa)

  7. #56
    Benutzerbild von murmel

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    Zitat Zitat von schubser Beitrag anzeigen
    ... Die besten Murmler der Welt kommen aus dem Erzgebirge. ....
    Der weltbeste Murmler kommt definitiv aus Berlin!!! Irgendwelche Einwände....

  8. #57
    Benutzerbild von schubser

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    die größte Murmel evtl....aber der besten Murmler??

  9. #58
    Benutzerbild von murmel

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    Zitat Zitat von schubser Beitrag anzeigen
    die größte Murmel evtl....aber der besten Murmler??
    Wenn hier einer murmelt, dann bin ich das

  10. #59
    Benutzerbild von VapoRub

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    AW: Große Sportmomente

    Zitat Zitat von ihkawimsns Beitrag anzeigen
    Was immer man von Boris Becker hält, er gehört auf alle Fälle in diesen Thread, insbesondere wegen seines ersten Wimbledon-Siegs. Gleiches gilt für Steffi Grafs Golden Slam 1988.
    Meine Meinung,vor allem deswegen:

    • 1987 - Relegation: USA - Deutschland 2:3
    Es war wohl eines der dramatischsten Davis Cup-Matches aller Zeiten. Besonders eine Partie ging wegen seiner Länge in die Geschichte ein: die Rede ist natürlich vom zweiten Einzel zwischen John McEnroe und Boris Becker, bei dem die ersten drei Sätze einfach kein Ende nehmen wollten. Doch nachdem der Ami noch mit einer 6:4, 8:10 und 15:13-Führung in die Pause ging, machte Becker in den letzten beiden Sätzen kurzen Prozess und siegte jeweils mit 6:2. Über sechs Stunden hatte das Duell der Giganten gedauert.


    Becker verzichtete wegen Erschöpfung auf das Doppel und musste am Sonntag im abschließenden Einzel gegen Tim Mayotte noch einmal über die volle Distanz. Unvergessen sind dabei die Szenen, als der US-Boy mit wedelnden Armbewegungen das Publikum in Hartford fast in Ekstase versetzte. Und als es nach einer 2:0-Satzführung von Becker plötzlich 2:2 stand, schien Mayottes Taktik aufgegangen zu sein. Aber auch wenn man heute fast noch beim Schreiben mitzittert, konnte Boris die Nerven seiner Fans im 5. Satz mit einem sicheren 6:2 bald beruhigen. Sein Schlägerwurf in die Tribünen ist dabei fast ebenso legendär wie dieses gesamte Davis Cup-Spiel.
    Das war der absolute Hammer!

  11. #60
    Benutzerbild von VapoRub

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    AW: Große Sportmomente

    Und dann war da noch...(auch auf die Gefahr hin das hier einige DEG-Anhänger mitlesen ):

    Schon Anfang Februar 1986 ging es in die Play-Offs, und die Haie erlebten einen haarigen Start gegen Schwenningen, das in zwölf Spielen am Rhein zwar noch nie einen Punkt geholt hatte, doch diesmal erst in der dritten Minute der Verlängerung durch einen Treffer von Maj 4:3 bezwungen wurde.



    Doch danach ließen sich Kießling, Truntschka & Co. nicht mehr ernsthaft aufhalten. Im Halbfinale verlor der Titelfavorit zwar noch einmal mit 0:2 in Iserlohn, aber dann wurde die kanadisch angehauchte Truppe aus dem Sauerland locker mit 7:2 und 5:0 beiseite geräumt. Damit war das Traumendspiel gegen die DEG perfekt - die Fans rissen sich um die Tickets. Es wurden echte Krimis, und immer war es Hardy Nilsson, der die Fälle löste. Bei Spiel eins führte der Gast schon 5:3, doch die Haie drehten es in der 60. Minute durch Peter Schiller noch zum 6:5 um. Noch toller der 9. März 1986: 5:1 lag Düsseldorf an der Brehmstraße nach zwei Dritteln vorne, so dass der Stadionsprecher schon zuversichtlich zum Vorverkauf für ein zweites Heimspiel aufrief. Aber dann die unglaublich Wende. Zwischen der 48. und 55. Minute schossen Steiger, Meitinger, Maj, Augsten und Berry noch den 6:5-Sieg heraus.
    Natürlich war jetzt die Moral des Erzrivalen gebrochen, und zwei Tage später waren an der Lentstraße schon vorausschauend und voller Optimismus 10.000 Liter Freibier bereitgestellt. 6:1 ging's aus, und Udo Kießling durfte erstmals als Kapitän die Meisterschale in Empfang nehmen.
    1986 war für mich der schönste Titelgewinn der Haie!

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