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habemus papam

Erstellt von bamalama, 19.04.2005, 19:05 Uhr · 71 Antworten · 4.827 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Darkmere

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    Nun, mich interessiert das an sich recht wenig, aber in den Nachrichten hört mans natürlich ... Klingt schon ein wenig komisch, denn für mich (geboren 1978) ist das Wort "Papst" mit "Johannes Paul" zwingend zusammen, kenne ja keinen andren Papst in meinem Leben... und es klingt wirklich seltsam ungewohnt wenn daraufhin ein Anderer Name folgt...

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von röschmich

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    Na ja wenigstens kein wochen- und tagelanges Gezerre.
    Nehmen wir und doch mal ein Beispiel dran (Usertreffen)

  4. #13
    Benutzerbild von KlarkKent

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    Auch wenn ich mich damit bei vielen unbeliebt mache: Ich freue mich von Herzen über die Wahl Benedikts XVI.

    Selbst wenn ich nicht mit allem in der katholischen Kirche einverstanden bin, so ist mir jemand allemal lieber, der fest zu seinem Glauben und zu seinen Überzeugungen steht als jemand, der die bei uns in Deutschland langsam vorherrschende "WischiWaschi und Wir lassen alles durchgehn.." Mentalität vertritt.

  5. #14
    Benutzerbild von SonnyB.

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    ZUR INFO:

    Hintergrund: Die Päpste des 20. Jahrhunderts

    Neun Päpste haben im vergangenen Jahrhundert die katholische Kirche geführt und die Welt mit geprägt - von Leo XIII. bis Johannes Paul II. Die Öffnung der Kirche und ihre Anpassung an die moderne Welt, die sozialen Gegensätze, die beiden Weltkriege, der Holocaust, Nationalsozialismus und Kommunismus waren die Themen ihrer Pontifikate. Alle waren Italiener - bis auf Johannes Paul II.

    LEO XIII. (1878-1903): Er führte die Kirche ins 20. Jahrhundert. 1878 zum Pontifex gewählt, lag ihm die Versöhnung von Kirche und Gesellschaft am Herzen. Nach der nationalen Einigung Italiens und der Auflösung des Kirchenstaates lebte er - wie schon sein Vorgänger - als «Gefangener im Vatikan». Innerkirchlich galt er als Reformer, die erste Sozialenzyklika «Rerum Novarum» (1891) wird zum Bezugspunkt der katholischen Soziallehre.

    PIUS X. (1903-1914): Er kam durch Einmischung des österreichischen Kaisers auf den Papstthron. Als Konsequenz daraus verbot er 1904 jede Intervention staatlicher Stellen in die Papstwahl. 1908 reformierte er die Kurie. Scharfe Auseinandersetzungen führte er mit Reformkatholiken und so genannten «Modernisten» vor allem in Deutschland. Kurz vor seinem Tod am 20. August 1914 warnte er eindringlich vor der drohenden Kriegsgefahr. «Ich würde gern mein Leben opfern, wenn ich dadurch den Frieden Europas erkaufen könnte.»

    BENEDIKT XV. (1914-1922) (Ratzingers "Vorbild") wahrte im Ersten Weltkrieg strikte Neutralität. 1917 schrieb er ohne Erfolg an die Regierungen aller Krieg führenden Länder und bat um Einstellung der Kampfhandlungen. Er setzte sich für Verwundete, Kriegsgefangene und die Zivilbevölkerung ein. Innerkirchlich war die Veröffentlichung eines neuen Rechtsbuches, des Codex Juris Canonici, von Bedeutung.

    PIUS XI. (1922-1939) bleibt auch als «Missionspapst» in Erinnerung. Er ernannte zahlreiche Bischöfe in den Ländern der Dritten Welt. 1929 schloss er mit der faschistischen Regierung in Italien die Lateranverträge, in denen die Souveränität der Vatikanstadt festgeschrieben wird. 1933 - kurz nach der Machtübernahme der Nazis - wurde das seit Jahren vorbereitete Konkordat mit Deutschland besiegelt. 1937 wies er in der Enzyklika «Mit brennender Sorge» auf die Bedrohung durch den Nationalsozialismus hin.

    PIUS XII. (1939-1958) - Der umstrittenste Papst des Jahrhunderts: Als früherer Nuntius in Deutschland war Eugenio Pacelli mit den Verhältnissen dort bestens vertraut. 1919 erlebte er in München die Räteregierung und soll seitdem panische Angst vor Kommunisten gehabt haben. Historiker werfen ihm vor, zum Holocaust und zu den Verbrechen der Nationalsozialisten geschwiegen zu haben. Der Vatikan weist darauf hin, dass Pius XII. zahlreichen Juden das Leben gerettet habe. 1949 stellte er jede Unterstützung des Kommunismus unter die Strafe der Exkommunikation. 1950 formulierte er das Dogma von der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel.

    JOHANNES XXIII. (1958-1963): Als «Übergangspapst» angetreten, setzte er mit der überraschenden Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils einen tiefgehenden Reformprozess der Kirche in Gang. Am 11. Oktober 1962 versammelten sich über 2500 Konzilsväter in Rom. Die zweite Sitzungsperiode hat Johannes XXIII. nicht mehr erlebt. Wegen seiner Herzlichkeit wurde er in Italien der «gute Papst» genannt. Verdienste erwarb er sich auch mit der Sozialenzyklika «Mater et Magistra» (1961) und dem Rundschreiben «Pacem in terris» (1963), das eine erste Entspannung zwischen der Kirche und dem Kommunistischen Block signalisierte.

    PAUL VI. (1963-1978) setzte innerkirchlich den Reformprozess des Konzils fort und förderte eine Internationalisierung der Kurie. Als erster Papst bereiste er auch ferne Länder: Afrika, Südamerika, Asien, das Heilige Land. 1965 sprach er vor der UNO in New York. Er schloss Kardinäle, die über 80 Jahre alt sind, von der Papstwahl aus. In vielen Ländern ist Paul VI vor allem mit seiner Enzyklika «Humanae Vitae in Erinnerung, die den Schutz des ungeborenen Lebens und das Verbot der Anti-Baby-Pille festschrieb.

    JOHANNES PAUL I. (1978) - Der Sohn eines Arbeiters und Sozialisten setzte sich schon mit seinem Doppelnahmen das Programm, die Arbeit seiner beiden Vorgänger kontinuierlich fortzusetzen. Nach einem Pontifikat von 33 Tagen starb er am 28. September 1978 - Gerüchte über einen unnatürlichen Tod wurden nie bewiesen, sind aber bis heute nicht verstummt.

    JOHANNES PAUL II. (1978-2005): Karol Wojtyla war der erste Papst aus Polen und der erste Nicht-Italiener auf dem Stuhl Petri seit 450 Jahren. Mit 104 Auslandsreisen setzte er Maßstäbe als Oberhaupt der katholischen Weltkirche. Im TV-Zeitalter galt er als genialer «Medienpapst». Mit mehr als 26 Jahren war sein Pontifikat eines der längsten in der Geschichte der katholischen Kirche. Etwa drei Millionen Menschen nahmen an seiner Beisetzung in Rom teil.
    Quelle: http://de.news.yahoo.com/050419/3/4i260.html

  6. #15
    Benutzerbild von waschbaer

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    Hier auch noch etwas. Die Seite gibt es nicht erst seit heute.

    http://www.papst-benedikt.de/


    @KlarkKent

    Bei mir machst du dich sicherlich nicht unbeliebt mit deiner Äußerung. Ich hoffe nur, dass er seinem Ruf als "konservativer Hardliner" nicht allzu gerecht wird. In seinen "jungen Jahren" als Professor in Regensburg hatte er deutlich andere Ansichten. Erst mit seiner Berufung zum Bischof wurde er so immens koservativ.

  7. #16
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Noch was:

    Rekorde und Kuriositäten aus der Geschichte der Päpste

    Rom (AP) Die fast 2000-jährige Geschichte der Päpste ist reich an Mythen, Rekorden und mancherlei Kuriositäten. Nachfolgend einige Daten aus der Chronik der Päpste:

    Erster Papst: Apostel Petrus

    Längstes Pontifikat: Apostel Petrus (33 bis 67; laut Überlieferung): 34 Jahre.

    Kürzestes Pontifikat: Urban VII. (15. September bis 27. September 1590): 12 Tage. Er erkrankte während der Papstwahl an Malaria und wurde nie gekrönt.

    Der einzige Papst, der direkter Nachfolger seines Vaters auf dem Stuhl Petri wurde: Innozenz I. (402 bis 417). Vater: Anastasius I. (399 bis 401). Damals gab es den Zölibat für Geistliche in der römisch-katholischen Kirche noch nicht.

    Erster Papst, der im Amt umgebracht wurde: Johannes VIII. (872 bis 882). Er wurde vergiftet und zu Tode geprügelt. Insgesamt sollen acht Päpste im Amt umgebracht worden sein.

    Erster Papst, der zurücktrat: Pontianus (230 bis 235). Er war während der Christenverfolgung Roms inhaftiert.

    Einziger minderjähriger Papst: Johannes XII. (955 bis 964). Er wurde mit 18 Jahren zum Papst gewählt.

    Erster Laie, der zum Papst gewählt wurde: Leo VIII. (963 bis 965). Er musste erst zum Bischof geweiht werden, um das Amt zu übernehmen.

    Einziger Eremit auf dem Stuhl Petri: Cölestin V: (1294). Er trat bald nach seiner Wahl wegen Überforderung zurück.

    Letzter Papst, der noch gekrönt wurde: Paul VI. (1963 bis 1978). Sein Nachfolger Johannes Paul I. schaffte diese Tradition ab.

    Erster deutscher Papst: Gregor V. (996 bis 999). Der Salier und Sohn des Kärntener Herzogs Otto wurde im Alter von nur 24 Jahren Papst.

    Letzter nicht italienischer Papst vor Johannes Paul II: Hadrian VI. (1522 bis 1523). Er war auch der letzte deutsche Papst, aber eigentlich Holländer. Hadrian wurde 1459 als Adrian Florisz Boeyens in Utrecht geboren, das damals allerdings zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gehörte.
    Quelle: http://de.news.yahoo.com/050419/12/4i0la.html

  8. #17
    Benutzerbild von F.G.T.H.

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    @KlarkKent
    Du machst dich nicht unbeliebt, es ist ja deine Meinung.
    Nur für mich macht es keinen Unterschied ob Wischiwaschi oder ein narzißtischer Verein, geholfen wird in beiden Fällen keinem.

  9. #18
    Benutzerbild von Muggi

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    Ich sag mal - abwarten. Ich brech jetzt noch nicht den Stab über ihn. Da Papstnamen in der Regel so gewählt sind, das man das Werk des Namensvorgängers fortsetzen will, könnte er einen guten politischen (!) Weg wählen. Für innerkirchliche Reformen dürfte er tatsächlich der falsche Mann sein, was aber aufgrund des Alters des neuen Papstes nicht den Weltuntergang darstellt. Es wird ein Übergangspontifikat sein, soviel ist klar.

  10. #19
    Benutzerbild von frasier

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    Die Leute in Afrika können einem nur leid tun.

  11. #20
    Benutzerbild von PostMortem

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    Ich bin kein Freund der Kirche und halte die erzkonservative Auslegung des katholischen Glaubens geradezu für fundamentalistisch, menschenverachtend und krankmachend.

    Trotzdem erkenne ich an, dass die katholische Kirche eine international bedeutende und (teilweise aus meiner Sicht ja leider) einflussreiche Organisation ist, die vielen Menschen Führung und Inspiration gibt.

    Und wenn ich dies mehr oder weniger tolerant anerkenne, freue ich mich durchaus, dass ein Deutscher Papst werden konnte, obwohl hiergegen gerade in Deutschland immer wieder die üblichen Gründe (Reformation, aber eben vor allem auch die Nazi-Vergangenheit Deutschlands / Ratzinger war "natürlich" sogar auch in der HJ) vorgebracht worden sind.

    Aber - und das sollte man ohne einer Schlussstrichmenthalität das Wort reden zu wollen anerkennen - es beginnt nun eben langsam eine Zeit, in der die Deutschen sich nicht mehr hauptsächlich über eine 60 Jahre alte Vergangenheit definieren sollten und dürfen. Die Dinge normalisieren sich. Und umso mehr und umso häufiger Deutsche in der Welt wichtige Positionen einnehmen können, desto mehr werden wir unsere Vergangenheit hoffentlich nicht mehr als "natürliches Makel" wahrnehmen, sondern als das was sie ist: Ein Vermächtnis mit mehr Verantwortung aber weniger andauernder Schande.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in anderen Ländern weitaus weniger zwiespältige Äußerungen zu einer Wahl eines Landsmannes geben würde. Man wäre einfach hauptsächlich Stolz und würde seine Kritik bestenfalls diesem Stolz nachordnen.

    Leider hat man uns von Kindesbeinen an dazu erzogen, solche patriotischen Gefühle nicht zu empfinden und ihnen schon gar keinen Ausdruck zu verleihen.
    Das ist nicht gut für uns...

    Für Kritik am neuen Papst ist von meiner Seite erst die Zeit gekommen, wenn er sich als Papst kritikwürdig verhalten und geäußert hat. Bis dahin freue ich mich trotzallem ein wenig darüber, dass einem Deutschen diese Ehre zu Teil wird - und das trotz aller persönlicher Geringschätzung der katholischen Kirche meinerseits an sich.

    Ratzinger wird entweder wissen oder wenigstens recht bald spüren, dass man ihm einen erzkonservativen Kurs nicht aufgrund eines "Popkultur"-Bonus nachsehen wird, wie man das bei seinem Vorgänger getan hat. Von daher bin ich sehr gespannt, ob sich manche Befürchtungen bewahrheiten oder ob Ratzinger einige Leute mit seinem Kurs mittelfristig überraschen wird.

    PM

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