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Was haltet ihr davon?

Erstellt von Torsten, 21.03.2005, 15:35 Uhr · 13 Antworten · 1.512 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Torsten

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    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,347490,00.html
    Sarah Connor sollte Baby abtreiben

    Pop-Sängerin Sarah Connor übt scharfe Kritik am Musikbusiness. Als sie schwanger wurde, habe man ihren engsten Beratern gesagt: "Ist ja wohl klar, was sie jetzt macht, oder? Wir wissen ja wohl alle, was jetzt passiert."


    Hamburg - Für die Karriere habe sie ihr Baby abtreiben sollen, berichtet die 24 Jahre alte Connor der "Bild"-Zeitung. Keiner habe sich getraut, ihr das ins Gesicht zu sagen. Erst nach der Geburt ihres Sohnes Tyler im Februar vergangenen Jahres habe sie davon erfahren. "Es hat mich maßlos verletzt und enttäuscht", so die Sängerin.

    Einwände seien auch gekommen, als sie sich in ihren heutigen Ehemann Mark Terenzi, 26, verliebte und ihre Plattenfirma zur gleichen Zeit Werbung für ihr Liebes-Duett mit US-Musiker Wyclef Jean machte: "Jetzt kannst du doch nicht mit einem anderen", habe es geheißen. Sie habe darauf aber nur geantwortet: "Leute, ich bin verliebt. Tut mir Leid, wenn das nicht in eure Marketingstrategie passt."
    Skandal, Marketing-Gag oder schlicht Branchen-Alltag?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von bamalama

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    Torsten postete
    Skandal, Marketing-Gag oder schlicht Branchen-Alltag?
    letzteres. ist doch nichts neues, dass die plattenindustrie ungern ein erfolgreiches produkt (und nichts anderes sind die künstler in deren augen) gefährdet.
    da müssen schwule boygroup-mitglieder schon mal ihre 5exualität verleugnen, feste partner gänzlich verschwiegen oder wie in diesem zur abtreibung geraten werden. that´s showbusiness

  4. #3
    Benutzerbild von Muggi

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    In diesem Falle halte ich es für einen Marketing-Gag. Guckt mal auf das Original-Interview bei BLÖD. Da steht nur was davon, dass einige "Freunde" davon ausgegangen sind, dass sie das Kind der Karriere zuliebe abtreibt, kein Wort von abtreiben "sollen" oder gar "müssen".

    Und zu der unerträglich peinlichen Trulla fällt mir sonst nur noch eins ein:

    "Sind Sie Sarah Connor?"




  5. #4
    Benutzerbild von HellRaiser

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    YES; YES YES, that´s it muggi.

  6. #5
    Benutzerbild von Peter

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    Wenn es stimmt, was dort geschrieben steht, wäre es wirklich ein Skandal und es würde (wieder mal) beweisen - es gibt Menschen, die denken eiskalt nur an die Kohle und gehen dafür über Leichen.

    Sollte dies ein PR- Gag sein, so find ich ihn ziemlich geschmacklos.

    Wenn dies der Branchen- Alltag sein sollte, so kann ich nur jeden bedauern, der sich dieser Tortur aussetzen muss.

    Im Allgemeinen habe ich sowieso mittlerweile den Eindruck bekommen, dass in dieser Branche nicht mehr die Musik(kunst) im Vordergrund steht, sondern in erster Linie

    Optik
    Perfomance
    Darstellungsvermögen
    Durchhaltevermögen

    Und wer diese Eigenschaften nicht mitbringt und den "Bossen" nicht gerecht wird, der hat (meist) schon verloren, auch wenn seine Musik noch so gut ist.

  7. #6
    Benutzerbild von Muggi

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    Leider ist das Verleugnen des Privatlebens nicht neu. Selbst John Lennon mußte in den 60ern schon Frau und Sohn geheimhalten. Besonders bizarr war es dann allerdings wirklich bei den Boybands. Das Outing des "Boyzone"/"Caught In The Act"-Pärchens war da sicherlich der absolute Höhepunkt. Mal ganz davon abgesehen, dass ich es moralisch sehr bedenklich fand, dass Männer Anfang/Mitte Zwanzig zu 5exsymbolen für frühpubertäre Mädchen aufgebaut wurden...

  8. #7
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich denke mir das es heute keine Rolle mehr spielt, was man gegenüber der Bildzeitung sagt. Auch Udo Jürgens hat seine letzte Äußerung bestimmt so nicht gemacht. Das schlimme an dieser Zeitung ist ja aus der Überschrift könnte man entnehmen : So ist die absulute Wahrheit! Aber im kleinen eben: Man habe gehört, es könnte sein.
    Die Schlagzeile war bestimmt schon im Hinterkopf und zum passenden Moment, sagt man:jetzt könnte man was machen. Ist nicht gerade die neue CD erschienen?
    Im übrigen gebe ich Peter recht, heute zählt Optik und Performance.
    Auch deswegen verschließe ich mich der aktuellen Chart-Musik. Man braucht lange um mitzubekommen, dass man uns was vormacht und manch einer merkt das nie.

  9. #8
    Benutzerbild von PostMortem

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    Die Überschrift dieses Artikels ist wiedermal eine stark verschärfte und bildtypische Übertreibung der tatsächlich gemachten Aussage. Die tatsächliche Aussage zu diesem Thema war "Es gab Leute aus meinem beruflichen Umfeld, die nicht wollten, daß ich Tyler bekomme. Als ich schwanger wurde, hat man meinen engsten Beratern gesagt:
    Ist ja wohl klar, was sie jetzt macht, oder? Wir wissen ja wohl alle, was jetzt passiert.".

    Erstmal kann man in diesen Wortlaut sowohl schlechtes als auch gutes reininterpretieren. Dazu muss man sich einfach nur mal überlegen, dass eine Abtreibung nicht einfach "passiert". Aber selbst wenn es um die schlechte Variante dieser Vorhersage geht (und das nehmen wir jetzt einfach mal an), ist das keine ausgesprochene Aufforderung zur Abtreibung. Es kann genauso gut eine Abschätzung/prognose der Dinge sein die man für wahrscheinlich hält. Schließlich gehts eben nicht nur um den Menschen Sarah Connor, sondern auch um das "Produkt" Sarah Connor, zu dem sie sich auch freiwillig gemacht hat. Da gehts eben auch um Geld. Doch ich hatte auch mal eine äußerst karrieregeile Vorgesetzte die nach eigener Aussage ungewollt schwanger wurde. Sie hat das Kind letztendlich tatsächlich bekommen. Aber meine erste Reaktion dazu war ganz unabhängig von eigenen Erwartungen auch nicht viel anders als die o. g. Aussagen. Habe ich deshalb "nicht gewollt", dass sie das Kind bekommt? Ich habe es einfach nur für nicht sonderlich wahrscheinlich gehalten und das im Kreis der Vertrauten auch geäußert.

    Der Vorwurf passt halt alles ins geprägte Bild der bösen, junge Talente aussaugenden Plattenindustrie. Wie sehr man sich für dieses Geschäft verraten und verkaufen muss, sollte gerade Sarah Connor doch wissen. Immerhin gelangte sie über Titel wie "Let's Get Back To Bed - Boy!" und "French Kissing" überhaupt erst ins Rampenlicht. Wenn sie Ausdauer und Stehvermögen gehabt hätte, wäre sie so lange mit ihren Soul-Nummern bei den Bossen vorstellig geworden, bis irgendjemand kapiert hätte, dass das hierzulande mit einer weissen Delmenhorsterin halb-amerikanischer Abstammung durchaus funktioniert. Wenn man sich einer Plattenfirma ausliefert, die einem nur über den Weg des geringsten Widerstandes mit widerlich billigem 5exy Gesäusel ins Geschäft kommen lässt, dann kann man sich hinterher eigentlich nicht medienwirksam wundern, dass man es nicht gerade mit echten Musik- und Menschenfreunden zu tun hat.

    Es ist für mich deshalb ein Stück weit verlogen, jetzt durch diese BILD-Stories den Mythos einer starken Sarah Connor zu schaffen, die immer schön integer ihren Weg geht und ihren Prinzipien treu ist. Jeder Mensch erfährt zu manchen Zeiten seines Lebens, dass irgendjemand um ihn herum mal Blödsinn in die Welt gesetzt oder zum eigenen Nachteil forciert hat. Man liest es nur nicht in der BILD.

    PM

  10. #9
    Benutzerbild von Torsten

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    Solange es von Sarah Connor keine zweifelsfreie Stellungnahme zu ihrem Zitat gibt, ist jeglicher Versuch von Auslegung oder Relativierung müßig.

    Dass die Protagonisten das Gebaren der Branche kennen sollten, ist klar. Ob sie sich deshalb alles gefallen lassen müssen, ist eine andere Frage. Und dass man nur, weil man sich in der Vergangenheit bei harmloseren Aspekten gewissen Zwängen unterwarf, zukünftig nicht mehr den Mund aufmachen sollte, halte ich für mehr als zweifelhaft.

    Bleibt also abzuwarten, ob die Hintergründe dieses Falls noch bekannt werden.

  11. #10
    Benutzerbild von Muggi

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    Wie immer auf den Punkt gebracht:

    http://www.bildblog.de/

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