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Hardcore-Nostalgie?

Erstellt von Chris P., 25.03.2009, 20:01 Uhr · 22 Antworten · 3.225 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von new_romantic

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Also ich muss auch gestehen, daß ich der jetzigen Technik nicht wiederstehen kann obwohl ich im Audiobereich klanglich und visuell Plattenspieler etc bevorzuge.
    Ich nutze den ipod um auch auf der Arbeit in diesem Forum lesen zu können , ich nutze zu Hause eine Multimedia Festplatte für Filme, davon hätte ich in den 80s geträumt.
    Ich höre Internetradio um dem Dudelfunk auf UKW zu entkommen oder um Radio zu hören daß seltene Achtziger spielt.

    Ich nutze mp3 und ape weil ich gerade durchs Internet unendlich viele Neu Entdeckungen aus den Achtzigern mache. Ich nutze einen Plasma TV / DVD / BluRay weil es nunmal wirklich ein besseres Bild bietet als ein Röhren Fernseher und VHS.

    Was ich in der jetzigen Zeit hasse und meide sind RTL und Co und die Art Radio zu machen.
    Ich hänge sehr an den Achtzigern aber das ist nicht Technik bezogen sondern nur auf das Audiovisuelle wie Musik und Fernsehen und Lifestyle, Mode, Frisuren, Lebensart.

    Was ich bei mir allerdings feststelle ist eine Reizüberflutung :-(

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Zitat Zitat von new_romantic Beitrag anzeigen
    Was ich in der jetzigen Zeit hasse und meide sind RTL und Co und die Art Radio zu machen.
    Jap - und wieder ein Grund einen gewissen Herrn Kalkofe zu zitieren:

    -snip-

    Wenn du einen Tag lang bestimmen könntest, was in Radio & Fernsehen läuft - was würde das sein?

    Also, ich würde erst mal dafür sorgen, dass alle Moderatoren so kleine Elektroden an die Eier gesteckt bekommen, damit sie - sobald sie irgendwas von den Superhits, Megahits der 80er, 90er und dem besten von heute, mehr Abwechslung oder Ähnlichem sagen - dann ein nicht zu geringer Stromstoß durchzuckt.
    Ich hasse das. Das ist eine Sache, die ich einfach als unverschämt empfinde, mich als Zuhörer persönlich beleidigt. Ich will keinen Radiosender, der den ganzen Tag verbal vor mir onaniert und erzählt, wie geil er ist, den Längsten hat, der Coolste ist und theoretisch andauernd Abwechslung und Vielfalt bringen könnte, wenn er's ja nicht andauernd sagen müsste, dass er's gerne täte, wenn er Zeit hätte. Ein Radiosender ist dafür da, um mir zu erzählen, was ich noch nicht wusste oder gerne wissen möchte und nicht, dass er geil ist. Das ist keine Information, keine Unterhaltung und kein Spaß. Das ist verbrecherisch und es nervt mich tierisch.
    Wenn ich beim Radio was zu sagen hätte, würde ich dafür sorgen, dass nicht mehr solche Scheiße gelabert wird. Ich würde dafür sorgen, dass Madness stündlich und mehrfach läuft und jeder würde sich freuen - und dazwischen würde ich dann immer wieder erwähnen, wie abwechslungsreich und vielfältig das doch ist.
    Im Fernsehen würde ich die Mattscheibe wiederholen und mir dafür hohe Wiederholungshonorare zahlen lassen - wäre ja nur für einen Tag - und mal wieder Filme und Serien laufen lassen, die ich gerne mal wieder sehen möchte und möglichst wenig von den in den letzten Jahren selbstproduzierten Dingen.

    -snap-


    Zitat Zitat von new_romantic Beitrag anzeigen
    Ich hänge sehr an den Achtzigern aber das ist nicht Technik bezogen sondern nur auf das Audiovisuelle wie Musik und Fernsehen und Lifestyle, Mode, Frisuren, Lebensart.

    Also ich hänge nicht an der Technik der 80s in dem Sinne, dass ich mich dran festklammere. Aber ich fand es z.B. ziemlich cool einfach mal wieder so online zu gehen wie ich es daaaaamals (TM) mit großer Freude über Jahre gemacht habe...








    ...und ich sehe auch keinen Grund die älteren Geräte zu verkaufen (nein wegschmeißen auf keinen Fall), wenn ich an Ihnen noch Freude habe und sie noch funktionieren.

    Dieses erwähnte Aiwa Tape (auch wenn es jetzt einen neuen Riemen braucht) klingt wirklich ohne Übertreibung besser als manch aktueller BilligBillig-Player...





    Lutz

  4. #13
    Benutzerbild von new_romantic

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Kalkofe ist schon großartig genau wie Thommy Wosch. Trifft wohl genau unsere Generation?!
    Das mit dem Tapedeck: das möchte ja wohl auch normal sein, daß es besser klingt, das brauchst Du nicht zu erwähnen!



    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Jap - und wieder ein Grund einen gewissen Herrn Kalkofe zu zitieren:


    Lutz

  5. #14
    Benutzerbild von BigDaddy0297

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    @Lutz
    Ein Telefon mit Wählscheibe...coool! Das erinnert mich an die Zeit, als meine Eltern tagsüber das Telefon mit einem Wählschloss sperrten, weil ich manchmal ziemlich viel telefonierte.
    Ich weiß bis heute nicht, wer ihnen später verraten hat, dass man auch mit der Hörergabel *also das Ding, wo man den Hörer drauflegt, wenn man nicht telefoniert* wählen konnte.

    Dann im Hintergrund der Joystick. Genau den gleichen habe ich auch noch auf dem Dachboden liegen. Der hat mir bei "Hyper Sports" oder "Daley Thomson's Decathlon" stets treue Dienst geleistet.

    Im C64-Magazin 5/1988, wurde er sogar als "bester Joystick den es je gab" bezeichnet.






    Und beim Anblick des C64-Magazins, denke ich gern wieder an die endlosen Listings, die in mühevoller, oft stundenlanger Arbeit abgetippt wurden...und am Ende aufgrund eines einzigen Tippfehlers nicht richtig funktionierten.

    BigDaddy

  6. #15
    Benutzerbild von PostMortem

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    Industrie und Nostalgie

    Zitat Zitat von McFly Beitrag anzeigen

    Der rückwärtsgewandte Blick reicht z. B. auch in den Bereich der Architektur:

    Deutschland scheint ein Paradies für Restauratoren und Denkmalschützer zu sein. Nirgendwo sonst wird der Erhalt der Vergangenheit so konsequent eingefordert: Allein in Bayern gab es 2003 über 800 naturkundliche Museen und gut zwei Dutzend Freilichtmuseen. Der deutsche Museumsführer verzeichnete für das gesamte Bundesgebiet ca. 2500 Museen im gleichen Zeitraum.

    Beispiel Essener Zeche „Zollverein“: Im Jahr 1986 stillgelegt, wurde es wenige Jahre später von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, ungeachtet der Tatsache, dass dieses ohne Zweifel pompöse Bauwerk sowohl Wohlstand als auch Lungentod in seiner Geschichte eint. Für Bestanderhaltung konnte man sich über die Überweisung von 90 Millionen Euro freuen. Da man nicht wusste was man mit dem großen Maschinenfriedhof anfangen sollte, preiste man es zunächst erstmal als „Kulturzentrum“ aus. Inzwischen eine gängige Praxis in ganz Deutschland.
    ...
    Es scheint also egal zu sein, wie hässlich ein Bau ist – Hauptsache alt, dann muss es bleiben.
    Das Posting ist zwar schon älter, aber ich habe es erst heute entdeckt....

    Ich sehe das ganz anders als McFly und ich bin ausserordentlich froh, dass ein vom Zeitgeist geprägtes Empfinden von Ästhetik nichts über den Denkmalwert aussagt. Die Essener Zeche Zollverein hat zudem das Glück gar nicht in diese Kategorie zu gehören, wird von den über 2 Millionen (!) Besuchern jährlich größtenteils nicht als hässlich, sondern im Gegenteil als Beispiel für gelungene, bauhaus-inspirierte sachliche Architektur empfunden. Herausragende Industrie-Architektur hat in meinen Augen nicht weniger Recht erhalten zu werden, als all die Burgen, Schlösser, Kirchen und Dome, deren Erhalt wir uns Milliarden kosten lassen (und das völlig unbeeindruckt davon, dass Burgen, Schlösser, Kirchen und Dome mit unheilvoller Geschichte und nicht nur Unterjochungs- und Vernichtungsfeldzügungen verbunden sind). Im Gegenteil, sie ist Zeugnis der Keimzelle unserer heutigen Gesellschaftsform. Dort wurde malocht, dort wurde der Grundstein für den heutigen Wohlstand gelegt auf den kaum jemand verzichten will.

    Leider wird hierzulande Industrie trotzdem nur noch mit Umweltproblemen gleichgesetzt (ausgerechnet hier, wo mit die härtesten Umweltauflagen der Welt bestehen), aber das gehört eben wieder zum o. g. Zeitgeist. Irgendwann wird man das wieder trennen können, so wie man den Kölner Dom trotz aller Verfehlungen und Fehler der Kirche zu würdigen weiss. Es ist noch nicht so lange her, da hat man Schlösser und Burgen genauso sorglos abgerissen wie heute monumentale, hundert Jahre alte Bergwerke, deren Architektur und Bedeutung weit über Zweckbauten hinaus geht. Heute sind wir froh, dass einige Burgen und Schlösser erhalten wurden. In spätestens 50 Jahren wird man genauso froh sein, dass ein Ensemble wie Zollverein, eines der bedeutendsten Zeugnisse der Industrialisierung Deutschlands, noch erhalten ist. Schon heute baut man ganz anders, was abgerissen ist kommt nicht mehr wieder.

    Für mich gehört diese Epoche übrigens auch sehr zu den 1980er Jahren. Meine Familie hat zum Großteil in der Industrie gearbeitet. In den 1980ern gab es noch richtiges Malochertum, aber wegen der fortschreitenden Automatisierung und Globalisierung auch richtige Arbeitskämpfe und Werksbesetzungen, Werksschließungen... Das war Teil der Bonner Republik und zugleich Beginn einer Umweltbewegung, die mit dazu beigetragen hat, dass unsere Industrie heute so sauber produziert, wie China wahrscheinlich in 20 bis 30 Jahren noch nicht. Für mich gehört das irgendwie zusammen. Bei manchem Pink Floyd Stück sehe ich förmlich einen Manta oder Capri vor einem Werk voller qualmender, in schwefelige Luft ragender Schlote, gegenüber ein Büdchen und im Dreck Fußball spielende Kinder mit Bonanza- oder später BMX-Rädern. Heute würde man die Kinder nur noch im Vollschutzanzug vor die Tür lassen, ABC-Alarm ausrufen und sie hinterher ganzkörperdesinfizieren... Ich kannte noch SMOG-Alarm...

    Auch wenn das überhaupt nicht erstrebenswert klingen mag, ergreift mich bei diesem Rückblick immer ein bisschen Wehmut. In gewisser Weise war es einfacher in dieser Schicht und Zeit, wenn auch schon viele Existenzsorgen aufkamen, die man in den Wirtschaftswunderjahren fast vergessen hatte. Diese Arbeiterkultur haben wir heute fast verloren. Es gibt viele, oft "migrierte" Hilfsarbeiter und wenige Facharbeiter, die aber eigentlich Angestellte und keine Arbeiter im klassischen Sinn mehr sind. Die Sitten und Gebräuche gehen verloren. Ja, da kann ich schonmal Hardcore-Nostalgiker werden, wenn ich daran denke. Heute sind wir oft nur noch der Schreibtisch der Produktion in China und Osteuropa, dafür haben die "Hartzies" saubere Luft und blauen Himmel auf dem Weg zum Amt...

  7. #16
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Manche deiner "Hartzies" haben zwischendurch die Schleife über die Zeitarbeit gemacht, als sogenannte Produktionshelfer der Entgeltgruppe 1 und das sind nicht nur alles migrierte Hiflsarbeiter. Kanonenfutter der deutschen Wirtschaft, bereitgestellt durch Zeitarbeit und wieder abbestellt, bei wenig Arbeit.
    Man muss als Facharbeiter/Fachangestellter schon gut zu sehen, nicht in diese Schicht abzurutschen.
    Ich habe während meiner Arbeitslosigkeit schon telefonische Arbeitsangebote abgelehnt, weil es hiess, könnten Sie sich vorstellen auch als Produktionshelfer zu arbeiten.
    Ich habe von einem ehemaligen Arbeitskollegen mal während der Krise 2009 gehört dass einiger seiner Bekannten ihre Stelle verloren weil sie für ZAFs als Produktionshelfer, Staplerfahrer und was weis ich noch für "tolle" Anlerntätigkeiten arbeiteten.
    Ich selektiere bei ZAFs sehr genau, wenn ich darauf angewiesen sein sollte.
    Sind nicht alle so lernfleissig und engagiert in qualitativer Weiterbildung oder sie können es einfach nicht. Die werden zur Verschiebemasse.
    Und in den 80er und 70er Jahren, da gab es wahrscheinlich noch so ein Bewusstsein, der deutsche Arbeiter mit jahrelange Betriebszugehörigkeit, Betriebsrente, Anspruch auf Kuren, Weihnachtsgeschenke für die Mitarbeiterkinder, 13. Monatsgehalt. *g*

    Wenn ich da an meinen 2001 verstorbenen Vater denke, der mit abgeschlossener Bäckerlehre und dann über 30 Jahre für ein Industrieunternehmen arbeitend, die der IG Glas - Chemie - Keramik angehörte(ich müsste nachschauen wie das nochmal genau heisst) eine 3-kopf-Familie ordentlich durchbekam(meine Mutter war weitesgehend Hausfrau bzw. Reinigungskraft.
    Manche die damals an dörflichen Stammtischen saßen, Handwerker, Arbeiter und Bauern hatten sicher auch nicht so die Weitsicht. Mussten sie auch nicht, mit eigenem Haus und Nebenerwerbslandwirtschaft.

    Der geringqualifizierte und besitzlose Arbeiter schlechthin, war für mich immer irgendwo im fernen Ruhrgebiet oder vielleicht in Hamburg oder Berlin ansässig.
    Diese kannte ich nur aus gesellschaftlich-kritischen Jugendbüchern oder Fernsehfilmen.
    Ist solche Literatur im heutigen Licht betrachtet, nur noch eine Sozialromantik.
    Wie z.B in H.G. Noacks "Suche Lehrstelle,biete..." Wo der Vater des jungendlichen Lehrstellensuchenden, einmal bemerkte, damals als ich so alt wie du war nach dem Krieg, habe ich noch zugeschaut, dass ich einen Kanten Brot verdienen konnte und heute habe ich ohne Ausbildung eine Vertrauensstellung im Betrieb.

    Die Türken hier waren wiederum ein Kapitel für sich, die Italiener und Jugoslawen teilweise auch noch und teilweise aber schon sehr integriert.
    Einzelne Angehörige dieser deutschen Arbeiterkultur oder vielmehr deren Kinder und Enkel lassen sich heute als bedauernswerte Witzfiguren in den (vor allem privaten) Medien vorführen.
    Man schaue sich auch die Prollkultur dieser jungen Leute an( gibt irgendwo auch einen Thread dazu) und deren gesellschaftllichen Auswüchse.

  8. #17
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Zitat Zitat von BigDaddy0297 Beitrag anzeigen
    @Lutz
    Ein Telefon mit Wählscheibe...coool! Das erinnert mich an die Zeit, als meine Eltern tagsüber das Telefon mit einem Wählschloss sperrten, weil ich manchmal ziemlich viel telefonierte.
    Ich weiß bis heute nicht, wer ihnen später verraten hat, dass man auch mit der Hörergabel *also das Ding, wo man den Hörer drauflegt, wenn man nicht telefoniert* wählen konnte.
    Hehe - dass kommt mir bekannt vor. Ich hatte das Wählscheibentelefon ein wenig gepimpt (wie man heute sagen würde). Mit dieser kleinen netten Schaltung konnte ich dann ganz cool mit dem C64 wählen - wie geil das daaamals (TM) war, kann man sich heute kaum noch vorstellen - einfach die Nummer im Computer eingeben und das Teil *wählte* dann ganz automatisch (mit redial natürlich)




    Zitat Zitat von BigDaddy0297 Beitrag anzeigen
    Dann im Hintergrund der Joystick. Genau den gleichen habe ich auch noch auf dem Dachboden liegen. Der hat mir bei "Hyper Sports" oder "Daley Thomson's Decathlon" stets treue Dienst geleistet.

    Im C64-Magazin 5/1988, wurde er sogar als "bester Joystick den es je gab" bezeichnet.






    Und beim Anblick des C64-Magazins, denke ich gern wieder an die endlosen Listings, die in mühevoller, oft stundenlanger Arbeit abgetippt wurden...und am Ende aufgrund eines einzigen Tippfehlers nicht richtig funktionierten.

    Was die Listings angeht, denke ich nicht so gern dran

    Die Brotkisten Story - der Commodore 64

    Bei dem Comp. Pro fand ich übrigens die Version die kleine Metallplättchen als Schalter hatte am besten...


    Und hier auch noch ein prächtiger Scan einer 64er...




    Hmm - irgendwie landen wir immer wieder bei der Brotkiste *g* Egal in welchem Thread


    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Bei manchem Pink Floyd Stück sehe ich förmlich einen Manta oder Capri vor einem Werk voller qualmender, in schwefelige Luft ragender Schlote, gegenüber ein Büdchen und im Dreck Fußball spielende Kinder mit Bonanza- oder später BMX-Rädern. Heute würde man die Kinder nur noch im Vollschutzanzug vor die Tür lassen, ABC-Alarm ausrufen und sie hinterher ganzkörperdesinfizieren... Ich kannte noch SMOG-Alarm...
    Ne Sache die man vielleicht besser nicht kennen möchte Aber sogar hier an der "Waterkant", war noch in den 1980s an einem Tag mal ein Fahrverbot in der HH City wegen starker Belastung der Luft! Hatte ich wohl schon verdrängt, ich weiß das nur aus einem Artikel im HH Abendblatt, den ich gerade gelesen habe...

    Ich denke bei solchen Schmuddeszenarien übrigens auch immer an alte "Die Profis" Folgen, oder aktueller an das grandiose Life on Mars

    Heute sind die Kiddies (und auch viele Erwachsene) auf dem Rad besser behelmt, etc als die Rennfahrer in den Old Days, wo man auch schon mit an die 300 hm/h durch die grüne Hölle raste...

    Lutz, wahrscheinlich am Sonntag ohne Helm (!) mit dem Renn(sport)rad auf der Köhlbrandbrücke unterwegs

  9. #18
    Benutzerbild von new_romantic

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Was war nochmal "redial"?

  10. #19
    Benutzerbild von Link

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Hallöle !

    evt.: Wahlwiederholung ?!

    gruß Link

  11. #20
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Hardcore-Nostalgie?

    Zitat Zitat von Heiko2609 Beitrag anzeigen
    Ich habe während meiner Arbeitslosigkeit schon telefonische Arbeitsangebote abgelehnt, weil es hiess, könnten Sie sich vorstellen auch als Produktionshelfer zu arbeiten.
    Auch beim Umgang mit Arbeitslosen hat sich ja einiges geändert.... Für die offene Aussage überhaupt ein Arbeitsangebot abgelehnt zu haben, würde man in manchem Forum ja schon geteert und gefedert. Nicht nur diesbezüglich ist man heute auf dem Weg zurück in den Manchester-Kapitalismus. Die Medien, allen voran BLÖD & Co., haben das Volk mittlerweile ja auch auf entsprechende Reflexe konditioniert. Immer schön nach unten treten und bloß nicht nach oben schielen...

    Und in den 80er und 70er Jahren, da gab es wahrscheinlich noch so ein Bewusstsein, der deutsche Arbeiter mit jahrelange Betriebszugehörigkeit, Betriebsrente, Anspruch auf Kuren, Weihnachtsgeschenke für die Mitarbeiterkinder, 13. Monatsgehalt. *g*
    Ja, da war die Mitbestimmung noch eine Selbstverständlichkeit und der Stolz ganzer Belegschaften nicht so einfach zu brechen. Da wirkte noch ein Nachkriegsselbstverständnis nach, das man heute natürlich nicht mehr aufrecht erhalten kann (immerhin hatten die Arbeiter nach 1945 ganze Werke wieder aufgebaut und ans Laufen gebracht, während die früheren Eigentümer im Knast oder in Nürnberg auf der Anklagebank saßen - es wurden also wenigstens gefühlt ihre Werke, sozusagen westliche VEBs). Dennoch geht es in den Betrieben die eine Mitbestimmung nach alter Tradition haben sozialer zu, gibt es kaum betriebsbedingte Kündigungen und wird mit Belegschaften immer nach Lösungen gesucht. Auch gegen Lohndumping wehrt man sich dort noch einigermaßen gut, verlangt gleichen Lohn für Zeitarbeiter.

    Die andere Seite sind meistens irgendwelche mittelständischen Produktionsbetriebe, die nicht im Arbeitgeberverband sind, sich nicht an Tarife und Arbeitszeitgesetze halten, permanent mit Verlagerung ins Ausland oder Vergabe an externe Dienstleister drohen, mit Jobangst arbeiten, Zeitarbeiter zum Lohndumping einsetzen etc. Dort nähert man sich prekärer Beschäftigung an oder hat sie gar schon erreicht. Das ist in dieser Breite in der Tat eine wahnsinnige Veränderung zu den Verhältnissen der "Bonner Republik". Es ist ein Jammer. Trotzdem haben wir hier immerhin noch einen industriellen Kern in Deutschland und profitieren jetzt davon. In England kam mit/nach Thatcher der Kahlschlag. Die haben nur noch Banken und ähnliches, deswegen die Krise weitaus schlechter verdaut als wir. Schade nur, dass an der an sich guten wirtschaftlichen Lage immer weniger Arbeitnehmer bei uns teilhaben.

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