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ICH HASSE...

Erstellt von Vonkeil, 26.10.2005, 14:46 Uhr · 328 Antworten · 28.141 Aufrufe

  1. #321
    Benutzerbild von musicola

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    Aw: Ich hasse...

    Verkäufer und Verkäuferinnen (und auch Zusteller) werden hier offenbar generell gerne über einen Kamm geschoren, da hilft auch ein nicht wirklich aufrichtig klingendes "Anwesende natürlich ausgenommen" nicht weiter, wenn anschließend niedermachende Allgemeinplätze anfliegen...

    Na vielen Dank. Ich habe den Beruf EHK erlernt, abgeschlossen und arbeite darin auch seit immerhin schon 23 Jahren beim gleichen Arbeitgeber.
    Ich texte niemanden voll, bin nicht aufdringlich, noch stelle ich Inkompetenz, Ahnungslosigkeit und Desinteresse demonstrativ zur Schau. Ich begrüße freundlich in die Abteilung kommende Kunden und gut isses. Die wissen dann, da ist jemand, den man im Falle einer Frage dann ansprechen kann. Die meisten Leute kommen eh auf mich direkt zu. Ich verstecke mich auch nicht vor den Kunden. Und wenn gerade kaum oder nur wenig Frequenz ist, kann es wohl kaum ein Problem sein, ein paar Sätze mit den Kollegen zu wechseln. Von lautstark tratschen ist das Meilen entfernt. Wenn dann reden wir meist sowieso übers Geschäft z.B. Warenaufbau, Prospekttermin, Umsätze. Soll sowas außerhalb der Arbeitszeit getan werden? Und ich wage zu behaupten, dass auch anderswo bspw. über den aktuellen Bundesligaspieltag oder die Privatkredite des Bundespräsidenten gequakt wird. Zwischenmenschliches eben.
    Ich biete selbstverständlich auch gerne an, nicht mehr vorrätige Ware zu bestellen, oder (geht schneller, ist einfacher) aus einer anderen Filiale anzufordern. Nur, wenn jemand kommt und sucht einen Playmobil-Artikel, den es seit Ende 2008 seitens Geobra Brandstätter einfach nicht mehr gibt, sind auch meine Möglichkeiten begrenzt und da ist das Internet dank ebay sicher eine gute Alternative...

    @ juju, Zachi, PM, Lutz, SportGoofy, Laschek (uswusf, nichtgenannte sind unbedingt auch angesprochen)

    Mich würde ja mal interessieren, welche Berufe ihr so habt...



    Gruß
    musicola

  2.  
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  3. #322
    Benutzerbild von knochn

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    AW: Ich hasse...

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    @ juju, Zachi, PM, Lutz, SportGoofy, Laschek (uswusf, nichtgenannte sind unbedingt auch angesprochen)

    Mich würde ja mal interessieren, welche Berufe ihr so habt...



    Gruß
    musicola
    --> Erzieher (in Ausbildung)

  4. #323
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Ich hasse...

    Zitat Zitat von knochn Beitrag anzeigen
    --> Erzieher (in Ausbildung)
    Aha, danke. Da du schreibst "in Ausbildung"... was hattest du davor beruflich getan?

  5. #324
    Benutzerbild von knochn

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    Aw: Ich hasse...

    in den 80ern nen wirtschaftskaufmann gelernt und noch bis anfang der 90er in dem beruf gearbeitet - dann in der materialwirtschaft/ in einer wäscherei/ im Jugendbereich (Offenen Arbeit), inner kneipe und vor der erzieherausbildung jahrelang als DJ gearbeitet...

  6. #325
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Ich hasse...

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Verkäufer und Verkäuferinnen (und auch Zusteller) werden hier offenbar generell gerne über einen Kamm geschoren, da hilft auch ein nicht wirklich aufrichtig klingendes "Anwesende natürlich ausgenommen" nicht weiter, wenn anschließend niedermachende Allgemeinplätze anfliegen...
    Kunden werden in den ganzen Servicequalitäts und Ladenöffnungszeiten-Diskussionen allerdings umgekehrt genauso über einen Kamm geschoren Es ist eben die allgemeine Wahrnehmung und die hat nicht immer etwas mit dem Einzelfall zu tun. Ich habe Dich ja (vermutlich) noch nie in Aktion erlebt.

    Na vielen Dank. Ich habe den Beruf EHK erlernt, abgeschlossen und arbeite darin auch seit immerhin schon 23 Jahren beim gleichen Arbeitgeber.
    Ich texte niemanden voll, bin nicht aufdringlich, noch stelle ich Inkompetenz, Ahnungslosigkeit und Desinteresse demonstrativ zur Schau. Ich begrüße freundlich in die Abteilung kommende Kunden und gut isses. Die wissen dann, da ist jemand, den man im Falle einer Frage dann ansprechen kann. Die meisten Leute kommen eh auf mich direkt zu. Ich verstecke mich auch nicht vor den Kunden. Und wenn gerade kaum oder nur wenig Frequenz ist, kann es wohl kaum ein Problem sein, ein paar Sätze mit den Kollegen zu wechseln. Von lautstark tratschen ist das Meilen entfernt. Wenn dann reden wir meist sowieso übers Geschäft z.B. Warenaufbau, Prospekttermin, Umsätze. Soll sowas außerhalb der Arbeitszeit getan werden? Und ich wage zu behaupten, dass auch anderswo bspw. über den aktuellen Bundesligaspieltag oder die Privatkredite des Bundespräsidenten gequakt wird. Zwischenmenschliches eben.
    Ich biete selbstverständlich auch gerne an, nicht mehr vorrätige Ware zu bestellen, oder (geht schneller, ist einfacher) aus einer anderen Filiale anzufordern. Nur, wenn jemand kommt und sucht einen Playmobil-Artikel, den es seit Ende 2008 seitens Geobra Brandstätter einfach nicht mehr gibt, sind auch meine Möglichkeiten begrenzt und da ist das Internet dank ebay sicher eine gute Alternative...
    Was will man mehr erwarten? Aber das ist eben leider alles längst nicht mehr so selbstverständlich. Im Gegenteil, man ist ja direkt aus dem Häuschen wenn man mal gut angesprochen und hilfreich beraten wurde. Und natürlich wird in Berufen ohne Kundenkontakt auch privates gesprochen. Ich finde nur, dass es in Berufen mit Kundenkontakt eben angemessen diskret geschehen sollte und der Kunde Priorität haben muss, sobald er eine Frage hat. Wenn ich als Kunde daneben stehe, während sich zwei KassiererInnen noch ewig über das gestrige Fernsehprogramm zu Ende unterhalten, schwanke ich zwischen Zähne zusammenbeissen, fragen ob sie das in Ordnung finden und Ware kommentarlos zurücklegen. Aber an solchen Punkten ist das positive Kundenerlebnis unabhängig von der Wahl der Reaktion schon im Eimer und ich weiss, dass den Mitarbeitern eigentlich gar nicht klar ist wer am Ende des Monats tatsächlich ihr Gehalt bezahlt hat. Das Geld ist der Geschäftsführung ja nicht vom Himmel oder von der Zentrale geschickt worden.

    @ juju, Zachi, PM, Lutz, SportGoofy, Laschek (uswusf, nichtgenannte sind unbedingt auch angesprochen)
    Mich würde ja mal interessieren, welche Berufe ihr so habt...
    Ich bin Industriekaufmann, habe später noch eine Fachausbildung in Richtung eCommerce gemacht (daaamals, zu DotCom-Zeiten), war mehrere Jahre in Vertrieb/Marketing, Controlling verschiedener Konzerne und nun seit längerem in der EDV zur Analyse von Geschäfts- und Kundendaten.

  7. #326
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Ich hasse...

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen


    Was will man mehr erwarten? Aber das ist eben leider alles längst nicht mehr so selbstverständlich. Im Gegenteil, man ist ja direkt aus dem Häuschen wenn man mal gut angesprochen und hilfreich beraten wurde.

    Im Gegenteil. Kommt eben nur drauf an, wo mann einkaufen geht. Beim Discounter ist Service nicht eingeplant. Es macht auch einen Unterschied, ob der Beruf erlernt wurde oder nicht.

    Bei uns wird ebenfalls jeder Kunde mit "guten Morgen/Abend/Tag" begrüsst und dann erst wieder angesprochen wenn offensichtlich gesucht und nicht gefunden wurde. Auch Bestellungen aus anderen Filialen oder Anrufe in anderen Filialen zwecks Rücklage sind selbstverständlich.

    Ist also schon der zweite Laden mit Service.

    Ist es nicht viel mehr so, daß mann sich schlechte Erfahrungen eher merkt als gute?

  8. #327
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Ich hasse...

    Zitat Zitat von SonnyB. Beitrag anzeigen
    Ist es nicht viel mehr so, daß mann sich schlechte Erfahrungen eher merkt als gute?
    ...die dann auch eher gepostet werden als gute Erfahrungen

    Lutz

  9. #328
    Benutzerbild von PostMortem

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    Aw: Ich hasse...

    Zitat Zitat von SonnyB. Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil. Kommt eben nur drauf an, wo mann einkaufen geht. Beim Discounter ist Service nicht eingeplant.
    Mag man meinen. Stimmt aber aus Kundensicht nicht immer. Schon bei den billigen Supermarkt-Discountern und SB-Märkten wie Aldi Sued und Kaufland gibts von den Verbrauchern bei der Kundenzufriedenheit jedenfalls sehr gute Noten für Kundenzufriedenheit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals. Es ist auch kein Problem bei x-beliebigen Bäckern oder Imbissbuden vorm Supermarkt freundlich und zufriedenstellend von niedrig entlohnten Aushilfen bedient zu werden. Es klappt also mit angelerntem Personal etwas, was andernorts in höherwertigen Bereichen auch mit gut ausgebildetem Personal nicht immer gelingt.

    Gerade im höherwertigen Einzelhandel stehen aber öfters Primadonnen in den Abteilungen. Bildet man sich schon was ein in der Einzelhandels-Nahrungskette weiter oben zu stehen? Raubt der Zickenterror in den Belegschaften untereinander zu viel Kapazität? Auch im Textil-Einzelhandel ist jedenfalls die Zufriedenheit nicht sehr groß. Siehe Seite 13 - Der deutscheTextileinzelhandel aus Verbrauchersicht: Die Qualität, die modische Aktualität und die Auswahl der Bekleidung schätzen die Stammkunden von P&C besonders. Auch hinsichtlich der Beratung schneidet das Multilabel-Bekleidungshaus besser ab. Bei den übrigen Anbietern fällt auf, dass selbst die Stammkunden ihrem bevorzugten Geschäft nur zu 58 Prozent eine fachkundige Beratung bescheinigen. Ein Defizit, das im zunehmenden Kampf zwischen den Formaten bedenklich ist.

    Nur etwas mehr als die Hälfte fühlt sich gut beraten. Mehr als 4 von 10 Kunden sind mit der Branche unzufrieden, nicht nur bei den Discountern. Dabei reicht es heute nicht mal mehr einfach nur guten Standard zu bieten. Die Kunden wissen heute besser über Preise und Produkte bescheid, haben mehr Informationsquellen als früher. Deshalb sind sie auch ruckzuck woanders, wenn sie nicht 100% von einem Geschäft begeistert (und nicht "nur" zufrieden) sind. Und wer das Gefühl hat, dass der Mehrpreis für eine nicht überzeugende Beratung weggeworfenes Geld ist, der landet auch viel schneller beim Internet-Versandhandel. Ergebnis: Tagesrekord bei Amazon, "Die Schuh-Könige"

    Es macht auch einen Unterschied, ob der Beruf erlernt wurde oder nicht.
    Geht es nicht viel mehr darum, dass ein kundenorientierter Verkäufer Menschen mögen muss? Man muss gerne auf Menschen zugehen. Keine Ausbildung kann diese Qualität ersetzen. Kommen diese Wesenszüge und eine gute Ausbildung zusammen, ist es natürlich ideal. Aber ich behaupte, dass mir ein angelernter kundenorientierter, "Menschen mögender" Verkäufer bei Waren des alltäglichen Bedarfs immer noch ein besseres Gefühl geben kann, als ein knurriger fachlich gut ausgebildeter.

    Bei uns wird ebenfalls jeder Kunde mit "guten Morgen/Abend/Tag" begrüsst und dann erst wieder angesprochen wenn offensichtlich gesucht und nicht gefunden wurde. Auch Bestellungen aus anderen Filialen oder Anrufe in anderen Filialen zwecks Rücklage sind selbstverständlich. Ist also schon der zweite Laden mit Service.
    Glückwunsch! Aber damit bitte nie (selbst)zufrieden sein. Das sind die "Basics". Das ist das was der Kunde erwartet und erwarten darf - trotzdem oft nicht bekommt. Es ist also sicherlich schonmal gut, wenn das alles beherzigt wird. Aus dem Häuschen ist der Kunde, wenn man seinen Erwartungen übertrifft. Dann ist er begeistert, empfiehlt ein Geschäft ebenso begeistert weiter und kommt selbst immer wieder. Das ist Kundenbindung und sollte das Ziel eines jeden Einzelhändlers sein. Zumindest braucht man sich andernfalls nicht über abwandernde Kunden beklagen.

    Ist es nicht viel mehr so, daß mann sich schlechte Erfahrungen eher merkt als gute?
    Natürlich, aber hinterfrage Dich auch selbst. Wie oft hast Du hier thematisiert, dass der Großteil der Kunden deutlich früher als fünf Minuten vor Ladenschluss zu Euch kommt? Wie oft hast Du Dich darüber gefreut, dass die Mehrheit der Kunden nicht nur zum anprobieren und im Internet bestellen zu Euch kommt? Wie oft hast Du es gelobt, dass viele Kunden freundlich auf das Personal zugehen? Wie oft hast Du die positiven Seiten der aktuellen Öffnungszeiten gewürdigt? So ist das eben.... Ein fauler Apfel verdirbt die ganze Ernte

    Immerhin: Konjunkturumfragen von Ifo und GfK: Volle Taschen, pralle Stimmung - Wirtschaft | STERN.DE

  10. #329
    Benutzerbild von Babooshka

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    Aw: Ich hasse...

    An dieser Stelle muss ich Karstadt Sport mal ein dickes Lob zu seinem Kundenservice aussprechen! Meine Mutter ist heute bestens beraten worden und darf außerdem noch nicht optimal passende Turnschuhe umtauschen, die sie schon vor einer Weile dort gekauft hat, sogar ohne Kassenzettel.

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