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ich verstehe es echt nicht mehr

Erstellt von supergrobi, 28.04.2004, 14:28 Uhr · 17 Antworten · 1.358 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von supergrobi

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    bin neu im forum und habe mich hier mal ein wenig durchgelesen und gefreut, dass es also doch noch vernünftige menschen in deutschland gibt.
    ok - es gibt wahrscheinlich genug threads nach dem motto "früher war alles besser" aber ich muss trotzdem nochmal die frage stellen: Nimmt das Massenblöd bei uns Überhand?

    Egal wann ich den Fernseher einschalte - ich könnte ihn immer eintreten. Ob starsearch, bei denen comedians von der jury 5 Punkte bekommen, bei denen ich nicht lachen, sondern !! könnte, ob big brother, ob taff, blitz, ob birgit schrowange, beckmann, ob naddel, ob richter hold, ob dieter bohlen ob overground, ob drews nebst frau und was es sonst noch alles an medialem müll und öffentlicher peinlichkeit gibt. Ob Ferrero Werbung mit Milchjieper und Schoko Bons oder Mon Cheri mit "Karlotta ist hier" usw usw ihr leidet bestimmt auch!

    Wie ist es jetzt? Wird das deutsche Volk immer blöder und ist das Fernsehprogramm (und auch die musik) für die meisten so i.O.? Oder wird ein Riesenhaufen für eine kleine geistig verarmte Minderheit gesendet (wie im thread über die Zielgruppen diskutiert) und die Mehrheit nimmt den ganzen Dreck einfach so hin und geht lieber ein Pilsbier trinken?
    Freue mich auf eure Meinung
    SG

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Lovelord

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    @supergrobi

    Da muss ich dir zustimmen, das was zur Zeit in der Glotze läuft is der absolute Alptraum.
    Die Webung die zur Zeit läuft is ja auch oberschlimm, es gibt wirklich nur noch ein paar gute Sendungen im Fernsehen.
    Da freut man sich wirklich wenn mal was gescheites im fernsehen läuft, n cooler Film oder ne gute Reportage...

  4. #3
    Benutzerbild von endraum

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    und in den 80zigern wurde genau das gleiche gesagt.
    ach gott was waren die 70ziger noch für zeiten.
    früher war alles besser..jaja.
    ich fühle mich sau wohl in dieser zeit und picke mir meine sachen raus die ich mag.und die 80ziger fand ich prima und denke gerne daran.aber ich lebe jetzt
    :-)

  5. #4
    Benutzerbild von supergrobi

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    @endraum

    ne - das sollte ja eben nicht so rüber kommen wie "früher war alles besser - ich trauere den alten zeiten nach" - ich fühle mich heute auch sauwohl - natürlich gibt's heute auch noch gute sachen und ich bin froh, dass es keinen "blauen bock" mehr gibt ...
    aber trotzdem finde ich, dass die scheisse im fernsehen inflationär ist und der ganze müll immer peinlicher und aggressiver wird und heute jede amöbe seine eigene show bekommt - so frei nach dem motto: wenn die sonne der kultur niedrig steht, dann werfen auch zwerge lange schatten ...

  6. #5
    Benutzerbild von
    Natürlich kommt heute mehr Mist im Fernsehen als früher. Das hängt zunächst aber hauptsächlich damit zusammen, dass heute selbst im Kabel schon 35-40 Programme empfangbar sind. Es ist doch klar, dass 40 Sender am Tag nicht insgesamt 57.600 Minuten Qualitätsfernsehen am Stück produzieren können oder?

    Ich sehe heute vielmehr die Wahlmöglichkeit und stelle mir mein Programm bei Bedarf selbst zusammen. Allerdings muss ich feststellen, dass ich heute noch weitaus mehr Möglichkeiten habe mir die Zeit zu vertreiben als damals, selbst wenn ich gerade Zeit und Muße zum Fernsehen haben sollte.

    Eine besonder störende Macke hat das Fernsehen heute allerdings: Wenn ein Sender ein erfolgreiches Format produziert hat, dann wird er es selbst dadurch verheizen, dass er es zu oft sendet. Und alle anderen werden daran mitarbeiten, indem sie das Konzept ein halbes Dutzend Mal kopieren. So wars mit den Talkshows, so war es mit Big Brother, so war es mit den Quiz-Sendungen im Stil von "Wer wird Millionär?" so war es mit Deutschland sucht den Superstar etc.... Das nervt ganz schön.

    Die Werbung nervt mich heute nicht mehr als früher. Ganz im Gegenteil, ich finde, dass es mittlerweile endlich auch mal deutsche Werbung gibt die wirklich lustig ist. Klar gibts Nervtöter, aber die gab es früher genauso. Nur wars auch da so: Es kam einfach noch nicht so viel Werbung wie heute, da es auch kein rein werbefinanziertes Privatfernsehen gab. Der Nerv-Faktor kommt also auch daher, dass man heute viel häufiger mit Werbung zugedröhnt wird, nicht unbedingt davon, dass die Werbung wirklich schlechter geworden wäre - so sehe ich es zumindest.

    Und auch wenn man damit mittlerweile eine Minderheitsmeinung vertritt.... im Durchschnitt glaube ich nicht, dass die Deutschen heute blöder sind als früher. Für mich ist nichtmal PISA - und das wird neben dem "Verblödungsfernsehen" ja gerne herangezogen - ein Beweis, dass wir blöder geworden sind. Abgesehen davon, dass selbst die PISA-Testmethoden und Schwerpunkte nicht völlig kritiklos dastehen, würde ich höchstens sagen, dass wir vielleicht nicht schnell genug schlauer geworden sind, um den Vorsprung auf die Schwellen- und Niedriglohnländer nicht einzubüßen. Lass die Jungs und Mädels heute mal komisch sprechen oder mit nem' überdimensionierten Piercing in der Nase doof aussehen, aber das was die meisten ihrer Eltern und Großeltern in der Schule gelernt haben, reicht meistens nicht aus um mit ihrem Schulstoff noch mithalten zu können.

    Dave

  7. #6
    Benutzerbild von endraum

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    kann mir einen weiteren post hier fast schenken,weil ich zu 100% Dave Bowman seinen unterschreiben kann.die masse der sender hat automatisch zur folge, das auch mehr mist am start ist.allerdings wie schon gesagt wurde, man wählt sich eben seine perlen da raus.
    und den blaunen bock vermisse ich auch nicht supergrobi ;-)

  8. #7
    Benutzerbild von bubu

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    @Dave Bowman

    Dass natürlich mehr Mist durch mehr Kanäle vorhanden ist, leuchtet ein. Und dass es natürlich bedingt durch eine breitere Senderpalette äußerst hochwertige Fernsehformate gibt, bestreitet auch keiner.

    Das ändert aber nichts daran, dass das Mainstream-Fernsehen vom Niveau her rapide gefallen ist. Heutzutage werden die Haupt-Einschaltquoten mit Formaten wie DSDS, Ich will hier raus oder Big Brother gemacht und nicht mehr mit hochwertiger Unterhaltung à la Der Große Preis, Einer wird gewinnen, Dalli Dalli o.ä. Selbst das letzte große Flagschiff der Samstag-Abend-Unterhaltung "Wetten Dass..." ist zur reinen Werbesendung verkommen (interessanter Artikel hierzu übrigens die aktuelle Titelgeschichte des "Focus").

    Aber auch sog. seriöse Talk-Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen haben schon längst nicht mehr die Klasse von einst. Dazu brauchst du nur mal Beckmann oder Kerner mit Talksendungen z.B. aus den 80ern vergleichen. Ist ja aber auch kein Wunder, denn dort geben sich ja die - um es mal mit Torstens Worten auszudrücken - "medialen Fußpilze" der niveaulosen Mainstream-Formate sozusagen die Klinke in die Hand. Schließlich wollen die Ö-R unter dem Deckmäntelchen der Seriösität auch noch ein kleines Stückchen von der riesengroßen Vermarktungsmaschinerie der RTL-BILD-Connection abhaben.

    Traurig ist das. Die breite Senderpalette suggeriert nur eine größere Medienvielfalt. In Wahrheit aber hat sich aufgrund des hohen Quoten- und Vermarktungsdrucks eine stupide Monokultur ausgebildet.

    Zum Thema Verblödung:
    PISA sagt ja nicht, dass die Deutschen blöder geworden sind, sondern ungebildeter. Und das ist zweifellos der Fall. Viele Jugendliche oder nachfolgende Generationen (Schüler, Studenten, Praktikanten, etc.) haben eklatante Wissenslücken, wo man sich tw. nur noch an den Kopf greifen kann.

  9. #8
    Benutzerbild von J.B.

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    Dave Bowman postete

    ... Eine besonder störende Macke hat das Fernsehen heute allerdings: Wenn ein Sender ein erfolgreiches Format produziert hat, dann wird er es selbst dadurch verheizen, dass er es zu oft sendet. Und alle anderen werden daran mitarbeiten, indem sie das Konzept ein halbes Dutzend Mal kopieren. So wars mit den Talkshows, so war es mit Big Brother, so war es mit den Quiz-Sendungen im Stil von "Wer wird Millionär?" so war es mit Deutschland sucht den Superstar etc.... Das nervt ganz schön. ...
    Besser kann man die heutigen Show-Konzepte nicht beschreiben!

    Es ist wie in der Musikbrache. Zeichnet sich auch nur ansatzweise ab, dass etwas Erfolg hat, spriessen die Klone wie Pilze aus dem Boden. Jede Firma signed alles was auch nur halbwegs so klingt wie das, was angesagt ist.

    Ich glaube auch, dass diese Ideenlosigkeit mit dafür verantwortlich ist, dass das Gesamtniveau ständig weitersinkt.

    Verspricht ein schon sehr niveauloses Konzept erfolgreich zu werden, dann folgen gleich ein halbes Dutzend weitere, die immer noch einen Tick schlimmer sind. Das läuft dann auf mehreren Känalen gleichzeitig, damit man der Konkurrenz, die auch gerade sendet mal zeigen kann was eine Harke ist.

    Hier findet ein gegenseitiges Unterbieten oder -trumpfen statt, eine Verschlimmbesserung und das Wort Tiefstapelei bekommt eine ganz neue Bedeutung.

    Warum aber funktioniert das?

    Weil die meisten TV-Glotzer nur noch konsumieren ohne sich vorher groß Gedanken zu machen, was sie eigentlich schauen wollen. Heimkommen, Essen, ab vor die Glotze und dann Einschalten, völlig egal was kommt, da Zapping ja mittlerweile Volkssport Nummer 1 ist.

    Hängen bleiben die Leute nur, wenn sie in die Rolle des Spanners, Voyeurs oder heimlichen Lauschers schlüpfen können oder das Gezeigte Schadenfreude, ängstliche Bewunderung, Sensationslust, Besserwisserei oder Masochismus mit sich bringt. Oftmals werden nämlich Sendungen, die einen eigentlich nerven angeschaut, um sich dann darüber aufzuregen.

    Und in genau den genannten Kategorien versuchen sich nun also die Fernsehsender gegenseitig zu Überbieten, was ja nichts anderes als eine negative Steigerung im Bezug auf Niveau ist.

    Das Fernsehen ist zum Beispiel mit seinen Boulevard-Magazinen seit gerade mal 3-4 Jahren auf dem Niveau, was wir schon in den 80ern an Zeitschriften wie "Das goldenen Blatt" oder "Neue Revue" nicht leiden konnten, nämlich bei Themen wie "Welcher Promi poppt wen, wer läßt sich schieden, was hatte X zum Frühstück, was macht der WauWau von Y und in welches KH wurde Z eingeliefert?". Dazu kommen noch Beiträge über die grenzelose Dummheit von Normalbürgern, pseudowissenschaftliche Tests, Geschichten von Privatschicksalen die zu Tränen rühren, Meinungen von Promis zu einfach allem, die Enttarnung ganz gemeiner Geschäftsleute und Handwerker, Detektivspielereien, Heldentaten von Privatpersonen, jede Menge 5extipps, Diäten, Vorträge von profilierungssüchtigen Ärzten und Gelehrten, Trend- und Typenberatungen ohne Sinn und Verstand, Katastrophen aus Deutschland, Berichte über tierischen Nachwuchs ausserhalb der Zoologischen Gärten, reuige Promis und ihre Lebensbeichten, Nachbarschaftskriege und und und....

    Und das in mehrfacher Ausfertigung auf nahezu allen Kanälen. Wundert es da noch jemanden, dass das breite Niveau so tief ist?

    Am schlimmsten finde ich eigentlich solche Sachen wie Lenßen & Partner, Arabella oder Niedrig und Kuhnt!

    Entweder etwas ist gestellt, weil nicht real (Film, Serie, Cartoon, usw.), sogenanntes Reality-Fernsehen (z.B. Ärger im Revier), Live oder Aufzeichungen, aber grottig schlecht gestellte Geschichten, die einen Glauben machen wollen, dass sei echt genauso passiert sind einfach nur zum Kotzen. von diesen sogenannten Gerichts-Shows mal ganz zu schweigen.

    Früher habe ich mich immer gegen Premiere gewehrt, mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach es mir zuzulegen. Nicht wegen der Werbefreiheit, sondern wegen Kanälen wie Discovery, Disney o. Ä. .

    Man kann selbst entscheiden was man sieht im heutigen Fernsehen, aber den meisten ist doch die Fernbedienung in der Hand festgewachsen. Während man früher höchstens mal am Ende einer Sendung, einer Show oder eines Films umgeschaltet hat, so zappen viele doch heute im 30 Sekunden Takt durch die Kanäle.

    Gruß

    J.B.

  10. #9
    Benutzerbild von TactX

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    Ist das bei mir nun der Generationenkonflikt, oder bin ich schon zu alt!?
    Ich versteh's jedenfalls auch nicht mehr:

    Nie war es leichter als heute, nicht nur dank Internet, an Informationen aller Art zu kommen - aber ich habe den Eindruck, der Einzelne wird immer unwissender...
    Eine mögliche Ursache mag darin liegen, daß viele im Zeitalter des Informations-Overkills verlernt - oder nie gelernt - haben, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen und die Prioritäten aufs Wesentliche zu setzen.

    Beispiel Nachrichten:
    Ich halte nach wie vor im TV den Öffentlich-Rechtlichen die Treue, denn ich will Nachrichten - keine "News".
    Ich will Infos über wichtige Ereignisse - keine "Top-Themen".
    Und ich will Hintergründe - keine auf leicht konsumierbare Dreizeiler zusammengestutzten Meldungen.
    BTW: Ich halte es für ein Unding, Nachrichten durch Werbung zu unterbrechen (RTL-Nachtjournal). Den Vogel schiesst ja wohl RTLII mit seinen "News" ab - dagegen ist ja selbst ein Boulevard-Magazin wie "Explosiv" Grimme-Preis-verdächtiger Journalismus....

  11. #10
    Benutzerbild von Petra67

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    Also mir geht es ja leider ähnlich und rede auch schon wie meine lieben Eltern, dass früher alles besser war etc.
    Im Moment lese ich "Herr Lehmann" und bin dadurch voll nostalgisch geworden, so bin ich vor ein paar Tagen auf dieses Forum gestossen. Ich finde schon, dass damals alles besser war, aber wahrscheinlich bin ich nur eine langweilige alte Schachtel von bald 37 Jahren...

    Gruss,
    Petra

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