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Illegal oder Legal ?

Erstellt von stoni, 21.12.2004, 15:38 Uhr · 29 Antworten · 2.114 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von stoni

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    @Torsten

    Ich stimme Dir zu.Ich habe beim "googeln" keinerlei eindeutige Hinweise gefunden,die es verbieten,die Kopie nach dem Verkauf des Originals zu behalten.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Torsten

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    stoni postete
    @Torsten

    Ich stimme Dir zu.Ich habe beim "googeln" keinerlei eindeutige Hinweise gefunden,die es verbieten,die Kopie nach dem Verkauf des Originals zu behalten.
    Ich auch nicht. Daher habe ich unsere konkrete Fragestellung im Forum http://www.juraforum.de/forum/ zur Debatte gestellt. Der Beitrag ist unter meinem dortigen Nick "trashman" hier zu finden:

    http://www.juraforum.de/forum/t9440/s.html

    Bin gespannt, ob es verwertbare Antworten geben wird...

  4. #13
    Benutzerbild von bubu

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    Ich habe folgenden Passus gefunden, der sich auf Software-CDs bezieht. Ich denke aber, es wird auch für Audio-CDs und DVDs gelten. Dort steht zwar nicht, dass man die Kopie nach Veräußerung des Originals vernichten muss, aber dass man das Original besitzen muss.

    http://www.stern.de/computer-technik..._tt&eid=513240

    Was ist mit Sicherheitskopien von Software-CDs?
    Es ist immer noch erlaubt, von einem Original-Datenträger genau eine Sicherheitskopie zu erstellen sogar unter Umgehung des Kopierschutzes. Das neue Urheberrecht macht hier eine explizite Ausnahme. Die Sicherheitskopie darf nicht verliehen, verschenkt oder verkauft werden. Und man muss das Original auch besitzen.
    Allerdings ist hierzu zu sagen, dass man auf diversen Seiten verschiedene Auslegungen des neuen Gesetzestextes findet. Offenbar sind sich die Juristen da noch nicht ganz einig.

    Wem das nicht reicht, der Original-Gesetzestext findet sich hier. Möge sich ein jeder selbst sein Urteil bilden:
    http://bundesrecht.juris.de/bundesre.../htmltree.html

    Entscheidende Passage:
    http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/urhg/__53.html

    (1) Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte Vorlage verwendet wird. Der zur Vervielfältigung Befugte darf die Vervielfältigungsstücke auch durch einen anderen herstellen lassen, sofern dies unentgeltlich geschieht oder es sich um Vervielfältigungen auf Papier oder einem ähnlichen Träger mittels beliebiger photomechanischer Verfahren oder anderer Verfahren mit ähnlicher Wirkung handelt.

    (2) Zulässig ist, einzelne Vervielfältigungsstücke eines Werkes herzustellen oder herstellen zu lassen

    1. zum eigenen wissenschaftlichen Gebrauch, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist,

    2. zur Aufnahme in ein eigenes Archiv, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist und als Vorlage für die Vervielfältigung ein eigenes Werkstück benutzt wird,

    3. zur eigenen Unterrichtung über Tagesfragen, wenn es sich um ein durch Funk gesendetes Werk handelt,

    4. zum sonstigen eigenen Gebrauch,

    a) wenn es sich um kleine Teile eines erschienenen Werkes oder um einzelne Beiträge handelt, die in Zeitungen oder Zeitschriften erschienen sind,

    b) wenn es sich um ein seit mindestens zwei Jahren vergriffenes Werk handelt.

    Dies gilt im Fall des Satzes 1 Nr. 2 nur, wenn zusätzlich

    1. die Vervielfältigung auf Papier oder einem ähnlichen Träger mittels beliebiger photomechanischer Verfahren oder anderer Verfahren mit ähnlicher Wirkung vorgenommen wird oder2. eine ausschließlich analoge Nutzung stattfindet oder

    3. das Archiv keinen unmittelbar oder mittelbar wirtschaftlichen oder Erwerbszweck verfolgt.

    Dies gilt in den Fällen des Satzes 1 Nr. 3 und 4 nur, wenn zusätzlich eine der Voraussetzungen des Satzes 2 Nr. 1 oder 2 vorliegt.

    (3) Zulässig ist, Vervielfältigungsstücke von kleinen Teilen eines Werkes, von Werken von geringem Umfang oder von einzelnen Beiträgen, die in Zeitungen oder Zeitschriften erschienen oder öffentlich zugänglich gemacht worden sind, zum eigenen Gebrauch

    1. im Schulunterricht, in nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie in Einrichtungen der Berufsbildung in der für eine Schulklasse erforderlichen Anzahl oder

    2. für staatliche Prüfungen und Prüfungen in Schulen, Hochschulen, in nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie in der Berufsbildung in der erforderlichen Anzahl herzustellen oder herstellen zu lassen, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist.

    (4) Die Vervielfältigung
    a) graphischer Aufzeichnungen von Werken der Musik,
    b) eines Buches oder einer Zeitschrift, wenn es sich um eine im wesentlichen vollständige Vervielfältigung handelt, ist, soweit sie nicht durch Abschreiben vorgenommen wird, stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig oder unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 Nr. 2 oder zum eigenen Gebrauch, wenn es sich um ein seit mindestens zwei Jahren vergriffenes Werk handelt.
    aber!

    5) Absatz 1, Absatz 2 Nr. 2 bis 4 sowie Absatz 3 Nr. 2 finden keine Anwendung auf Datenbankwerke, deren Elemente einzeln mit Hilfe elektronischer Mittel zugänglich sind. Absatz 2 Nr. 1 sowie Absatz 3 Nr. 1 finden auf solche Datenbankwerke mit der Maßgabe Anwendung, dass der wissenschaftliche Gebrauch sowie der Gebrauch im Unterricht nicht zu gewerblichen Zwecken erfolgen.
    So wie ich es verstehe, darfst du eigentlich von Audio-CDs (u.a. Werken) gar keine digitale Kopie anfertigen, weil auch die Elemente einer Audio-CD mittels elektronischer Mittel (PC und Brenner) zugänglich sind.

  5. #14
    Benutzerbild von dj.forklift

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    bubu postete
    So wie ich es verstehe, darfst du eigentlich von Audio-CDs (u.a. Werken) gar keine digitale Kopie anfertigen, weil auch die Elemente einer Audio-CD mittels elektronischer Mittel (PC und Brenner) zugänglich sind.
    Eine Audio-CD ist aber kein Datenbankwerk. Ich gehe mal davon aus, daß mit diesem Passus gemeint ist, dass z.B. Telefonbuch-CD-ROMs nicht so ohne weiteres kopiert und unter anderem Namen veröffentlich werden dürfen.

    Für mich ist die Lage eindeutig. Der o.g. § 53 UrhG sagt aus, dass ich mir eine Kopie machen darf,
    sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte Vorlage verwendet wird.
    und sofern sie
    zur Aufnahme in ein eigenes Archiv, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist und als Vorlage für die Vervielfältigung ein eigenes Werkstück benutzt wird.
    Das eigene Werkstück verstehe ich in dem Fallle die CD, nicht das beim Verlag angemeldete Werk selbst. Von der CD muß ich der Eigentümer (§ 903 BGB) sein. Nicht zu vergessen ist, dass
    eine ausschließlich analoge Nutzung stattfindet
    und damit der § 95a UrhG eingehalten wird:
    (1) Wirksame technische Maßnahmen zum Schutz eines nach diesem Gesetz geschützten Werkes oder eines anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstandes dürfen ohne Zustimmung des Rechtsinhabers nicht umgangen werden, soweit dem Handelnden bekannt ist oder den Umständen nach bekannt sein muss, dass die Umgehung erfolgt, um den Zugang zu einem solchen Werk oder Schutzgegenstand oder deren Nutzung zu ermöglichen.

    (2) Technische Maßnahmen im Sinne dieses Gesetzes sind Technologien, Vorrichtungen und Bestandteile, die im normalen Betrieb dazu bestimmt sind, geschützte Werke oder andere nach diesem Gesetz geschützte Schutzgegenstände betreffende Handlungen, die vom Rechtsinhaber nicht genehmigt sind, zu verhindern oder einzuschränken. Technische Maßnahmen sind wirksam, soweit durch sie die Nutzung eines geschützten Werkes oder eines anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstandes von dem Rechtsinhaber durch eine Zugangskontrolle, einen Schutzmechanismus wie Verschlüsselung, Verzerrung oder sonstige Umwandlung oder einen Mechanismus zur Kontrolle der Vervielfältigung, die die Erreichung des Schutzziels sicherstellen, unter Kontrolle gehalten wird.

    (3) Verboten sind die Herstellung, die Einfuhr, die Verbreitung, der Verkauf, die Vermietung, die Werbung im Hinblick auf Verkauf oder Vermietung und der gewerblichen Zwecken dienende Besitz von Vorrichtungen, Erzeugnissen oder Bestandteilen sowie die Erbringung von Dienstleistungen, die

    1. Gegenstand einer Verkaufsförderung, Werbung oder Vermarktung mit dem Ziel

    der Umgehung wirksamer technischer Maßnahmen sind oder
    2. abgesehen von der Umgehung wirksamer technischer Maßnahmen nur einen
    begrenzten wirtschaftlichen Zweck oder Nutzen haben oder
    3. hauptsächlich entworfen, hergestellt, angepasst oder erbracht werden, um
    die Umgehung wirksamer technischer Maßnahmen zu ermöglichen oder zu
    erleichtern.

    (4) Von den Verboten der Absätze 1 und 3 unberührt bleiben Aufgaben und Befugnisse öffentlicher Stellen zum Zwecke des Schutzes der öffentlichen Sicherheit oder der Strafrechtspflege.
    In dem ganzen Palaber ist aber nirgends eindeutig geregelt, was bei einer Veräußerung des Originales mit der Kopie geschehen soll. Da es sich in unserem Falle bei der CD als solches um ein geschütztes Werk, nach meiner Meinung wohl nicht aber um das geschützte künstlerische Werk handelt, kann die weitere private, nicht auf einen Erwerbszweck gerichtete Verwendung der Kopie nicht strafbar sein. Außerdem gilt dann wohl der § 1 StGB
    Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.
    Interessant ist auch ein Passus, den ich hier

    http://daserste.de/moma/servicebeitr...prersmx~cm.asp

    gefunden habe.

    Das Umgehen des Kopierschutzes wird mit einer Geldstrafe bzw. einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet. Ausnahme: Wer die Tat zum privaten Gebrauch begeht, bleibt straffrei. Somit darf ruhig schlafen, wer maximal sieben Kopien eines Werkes herstellt und diese unentgeltlich höchstens an Freunde und enge Bekannte weitergibt.
    Wer als DJ o.ä. dennoch derartig kopierte Werke öffentlich aufführen will, muß bei der GEMA nicht nur das Wiedergaberecht, sondern auch das verfielfältigungsrecht erwerben. Das trift auch dann zu, wenn z.B. MP3-Dateien abgespielt werden. Die an die GEMA zu entrichtende Summe erhöht sich dann um 50%


    PS: Hatten wir so einen thread nich schomma irgendwo???

  6. #15
    Benutzerbild von Torsten

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    @ bubu:

    Ich halte deine Auslegungen für problematisch, wenn nicht gar für falsch.

    Du zitiertest u.a.:
    (...) zur Aufnahme in ein eigenes Archiv, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist und als Vorlage für die Vervielfältigung ein eigenes Werkstück benutzt wird, (...).
    Dieser Passus sagt nichts darüber aus, ob nach Veräußerung einer ehemals eigens erworbenen CD eine Kopie behalten werden darf, zu deren Anfertigung das Original noch als "eigenes Werkstück" vorhanden war (da es als Quelle diente). Hier wird lediglich darauf hingewiesen, dass für die zulässige Kopie ein selbst erworbenes Original benutzt werden muss.

    Des Weiteren:
    Es ist immer noch erlaubt, von einem Original-Datenträger genau eine Sicherheitskopie zu erstellen, sogar unter Umgehung des Kopierschutzes. Das neue Urheberrecht macht hier eine explizite Ausnahme. Die Sicherheitskopie darf nicht verliehen, verschenkt oder verkauft werden. Und man muss das Original auch besitzen.
    Abgesehen davon, dass ein Vergleich von Software mit Audio- oder Video-Material fragwürdig ist, könnte auch diese Passage darauf abzielen, dass man zum Zeitpunkt des Kopierens das Original besitzen muss - nicht mehr und nicht weniger. Zur Klärung unserer Frage könnte also entscheidend sein, bezüglich des Besitzes vom Original zwischen dem Moment des Kopierens und der darauf folgenden Zeit zu unterscheiden. Denn die Passage bezieht sich nach meiner Lesart auf die Erstellung einer Kopie, nicht auf deren langfristige Verwendung.

    So wie ich es verstehe, darfst du eigentlich von Audio-CDs (u.a. Werken) gar keine digitale Kopie anfertigen, weil auch die Elemente einer Audio-CD mittels elektronischer Mittel (PC und Brenner) zugänglich sind.
    Dem würde ich zustimmen; nur wenn dies so ist, wieso wird dann in sämtlichen Informationen, die über die Medien verbreitet werden, angeführt, dass die entscheidende Änderung des neuen Urhebergesetzes im Passus zur Umgehung des Kopierschutzes besteht? Würde man deiner Auslegung folgen, könnte man den Konsumenten doch schlicht und ergreifend erklären, dass digitale Kopien grundsätzlich nicht mehr erlaubt sind...

  7. #16
    Benutzerbild von bubu

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    dj.forklift postete
    bubu postete
    So wie ich es verstehe, darfst du eigentlich von Audio-CDs (u.a. Werken) gar keine digitale Kopie anfertigen, weil auch die Elemente einer Audio-CD mittels elektronischer Mittel (PC und Brenner) zugänglich sind.
    Eine Audio-CD ist aber kein Datenbankwerk. Ich gehe mal davon aus, daß mit diesem Passus gemeint ist, dass z.B. Telefonbuch-CD-ROMs nicht so ohne weiteres kopiert und unter anderem Namen veröffentlich werden dürfen.
    Also, darüber werden sich die Juristen sicher auch noch streiten.

    Ein Datenbankwerk ist ein Sammelwerk von Elementen, Daten und anderen unabhängigen Elemente, das sich dadurch auszeichnet, dass der Zusammenstellung eine geistige Schöpfung zugrunde liegt.
    Quelle: Wikipedia

    Urheberrechtlich werden Sammelwerke als Sammlungen von Werken, Daten oder anderen unabhängigen Elementen, die aufgrund der Auswahl oder Anordnung der Elemente eine persönliche geistige Schöpfung sind, angesehen. Dabei kann es sich möglicherweise auch um ein Datenbankwerk handeln.
    Quelle: Wikipedia


    Eine Musik-CD ist auf jeden Fall ein Sammelwerk von Elementen (Songs), darüber brauchen wir wohl nicht streiten. Und dass die Zusammenstellung der Elemente nicht willkürlich geschieht, dürfte auch klar sein - bei der Abfolge der Songs hat sich der Künstler bzw. das Label ja was gedacht (ganz besonders bei Konzeptalben - oder ist die Abfolge der Songs auf "The Wall" , rein zufällig?). Insofern liegt auch der Zusammenstellung eine geistige Schöpfung zugrunde und somit wären die Bedingungen für ein Datenbankwerk gegeben.

    Aber wie auch immer - ich gebe dir Recht dahingehend, dass eine Lücke besteht und nicht geregelt ist, was mit rechtmäßig angefertigten Kopien zu geschehen hat, wenn man nicht mehr im Besitz des "eigenen Werkstücks" ist.

  8. #17
    Benutzerbild von bubu

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    Torsten postete
    Hier wird lediglich darauf hingewiesen, dass für die zulässige Kopie ein selbst erworbenes Original benutzt werden muss.

    Des Weiteren:
    Es ist immer noch erlaubt, von einem Original-Datenträger genau eine Sicherheitskopie zu erstellen, sogar unter Umgehung des Kopierschutzes. Das neue Urheberrecht macht hier eine explizite Ausnahme. Die Sicherheitskopie darf nicht verliehen, verschenkt oder verkauft werden. Und man muss das Original auch besitzen.
    Abgesehen davon, dass ein Vergleich von Software mit Audio- oder Video-Material fragwürdig ist, könnte auch diese Passage darauf abzielen, dass man zum Zeitpunkt des Kopierens das Original besitzen muss - nicht mehr und nicht weniger. Zur Klärung unserer Frage könnte also entscheidend sein, bezüglich des Besitzes vom Original zwischen dem Moment des Kopierens und der darauf folgenden Zeit zu unterscheiden. Denn die Passage bezieht sich nach meiner Lesart auf die Erstellung einer Kopie, nicht auf deren langfristige Verwendung.
    D'accord. Aber ich denke, diese Gesetzeslücke wird auch bald geschlossen werden. Denn die Musik- und Filmindustrie wird nicht lange mitanschauen, wie die Leute DVDs und CDs neu bei Amazon kaufen, sich eine Kopie ziehen (zwar illegal, aber es dürfte unmöglich sein, das zu kontrollieren) und das Original dann bei Ebay mit kleinem bis gar keinem Verlust verkaufen...
    Aber selbst wenn man auch die Vernichtung der Kopien gesetzlich einfordern wird - auch dies wird niemand kontrollieren können. Es ist doch alles ein ganz absurdes Affentheater.

  9. #18
    Benutzerbild von Torsten

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    bubu postete
    Aber selbst wenn man auch die Vernichtung der Kopien gesetzlich einfordern wird - auch dies wird niemand kontrollieren können. Es ist doch alles ein ganz absurdes Affentheater.
    Wem sagst du das... Eine echte Lösung sähe ich derzeit eigentlich nur in einer komplett neuen Technik für die Speicherung von urheberrechtlich zu schützendem Material. Wann wird es einem klugen Kopf endlich gelingen, noch etwas anderes als die auf Nullen und Einsen basierende Digitaltechnik zu entdecken?

    Gibt es dahingehend eigentlich entsprechende Forschungen? Habe jedenfalls noch nichts davon vernommen, dass versucht wird, aus dem Korsett "analog oder digital" auszubrechen...

  10. #19
    Benutzerbild von röschmich

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    Ich habe einige CDs die mit einem "Abspielschutz" versehen sind.
    Das bedeutet, auf meinem DVD-Player lassen sie sich nicht oder nicht fehlerfrei abspielen. Dieses ist aber möglich durch ein "Bearbeiten" mit meinem Brennprogramm. Also besitze ich dann ein nichtabspielbares Original und eine abspielbare Kopie.

  11. #20
    Benutzerbild von bubu

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    Torsten postete
    bubu postete
    Aber selbst wenn man auch die Vernichtung der Kopien gesetzlich einfordern wird - auch dies wird niemand kontrollieren können. Es ist doch alles ein ganz absurdes Affentheater.
    Wem sagst du das... Eine echte Lösung sähe ich derzeit eigentlich nur in einer komplett neuen Technik für die Speicherung von urheberrechtlich zu schützendem Material. Wann wird es einem klugen Kopf endlich gelingen, noch etwas anderes als die auf Nullen und Einsen basierende Digitaltechnik zu entdecken?

    Gibt es dahingehend eigentlich entsprechende Forschungen? Habe jedenfalls noch nichts davon vernommen, dass versucht wird, aus dem Korsett "analog oder digital" auszubrechen...
    Naja, Ansätze zur Eindämmung des hemmungslosen Kopierens gäbe es schon. Ob man die toll findet, ist eine andere Sache.

    Nimmt man mal an, dass in Zukunft die Vertriebswege nur noch digital und die Datenträger (aufgrund der immer größer werdenden Datenmengen) heimische Festplatten o.ä. sind, bedeutete dies ja auch den Vorteil, dass man via Internet den Warenfluss viel leichter kontrollieren kann als beispielsweise irgendwo zirkulierende CDs/DVDs bei ebay, auf dem Schulhof oder auch nur im heimischen Regal.

    Was heute schon bei Software praktiziert wird, die individuelle Produktaktivierung, könnte man genauso auf Musik und Filme übertragen. Mit anderen Worten: du bestellst dir deine Songs/Filme bei itunes/imovies, bezahlst und lädst dir die verschlüsselten Daten runter. Um diese nun letztlich hören (oder sehen) zu können, musst du aber erst noch den individuellen Schlüssel anfordern. Und am besten (aus Sicht des Urhebers) bei jedem Mal wenn du den Song hören, den Film sehen willst! Wenn das Internet mal komplett drahtlos sein wird, wäre das alles durchaus machbar. Man muss nur dafür Sorge tragen, dass genügend Serverpower vorhanden ist, um die Flut an Produktaktivierungen schnell und am besten unmerklich abzuwickeln. Schließlich möchte man die Kunden doch nicht verägern...

    Um zu verhindern, dass der Schlüssel einfach weiterkopiert oder die Leitungen angezapft werden, könnte man zusätzlich (heute schon vorhandene) quantenkryptographische Verfahren anwenden.

    Eine schöne Horrorvision, was? Der "Big Brother" ist hier allerdings nicht wie bei 1984 der Staat, der den Bürger kontrolliert, sondern die Wirtschaft, die dem Konsumenten - natürlich rein aus Selbstschutz ! - über die Schulter blickt.

    Bei jedem Song, den ich privat hören, bei jedem Film, den ich privat sehen will, muss ich immer und immer wieder erst vom Server den Schlüssel dafür anfordern. Datenschutzrechtlich gesehen wäre dies natürlich eine Katastrophe, für die Wirtschaft jedoch ein Traum. Der gläserne Konsument. Der Urheber wüsste ganz genau, wer wie wann wo und wie oft was kauft und konsumiert.

    Die einzige Schwachstelle bliebe das Hacken der Aktivierung. Dies wird sicher geschehen, aber wie nervig wird es sein, sich für jeden Song, für jeden Film einen Crack suchen zu müssen? Bzw. wird es gar nicht möglich sein, so viele Cracks zu produzieren. Zumal nicht jeder - wenn er auch die nötige "kriminelle Energie" mitbringt" - das entsprechende Knowhow dafür haben wird.

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