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Illegal oder Legal ?

Erstellt von stoni, 21.12.2004, 15:38 Uhr · 29 Antworten · 2.112 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von hoodle

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    Ein Beispiel:

    Es gibt eine Gruppe von 20 Freunden. Person 1 kauft eine CD kopiert diese für sich und verkauft sich an Person 2. Dieser kopiert sie ebenfalls und verkauft sie an Person 3 und so weiter bis Person 20. Von mir aus zahlt jeder dem Vorgänger einen Euro weniger als dieser bezahlt hat. Dann hätte jeder einen Aufwand von einem Euro. Danach hätte einer ein Original und 19 eine Kopie, die auch noch rechtmässig wäre. Das kann nicht richtig sein.

    Vor allem, wo wäre dann der Unterschied zu dem Fall, dass einer eine CD kauft und für seine 19 Freunde Kopien anfertigt für eine Gebühr von einem Euro? Denn das wäre ja auf jeden Fall nicht legal.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Torsten

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    hoodle postete
    Es gibt eine Gruppe von 20 Freunden. Person 1 kauft eine CD, kopiert diese für sich und verkauft sich an Person 2.
    Also, Sklaverei ist hier zu Lande in der Tat illegal...

    Ernsthaft: Natürlich schädigt die Praxis "kaufen-kopieren-verkaufen" auf Dauer die Musikindustrie, wenn sie in kapitalem Ausmaß betrieben wird. Dies ist aber hier zunächst nicht das Thema; sondern vielmehr die Frage, ob es zu dieser Problematik eine klare rechtliche Regelung gibt, und dies scheint nach derzeitigem Stand nicht der Fall zu sein.

    Zudem vertrete ich den Standpunkt, mit meinem für gutes Geld erworbenen Eigentum so verfahren zu können, wie ich es für richtig halte. Und solange private Kopien erlaubt sind, beinhaltet dies auch das Veräußern des Originals, ohne mich von der Kopie trennen zu müssen; immerhin trage ich ja auch das Risiko, beim Verkauf einen erheblichen Verlust zu machen.

  4. #23
    Benutzerbild von hoodle

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    Hm, da habe ich mich wohl in der Eile vertippt. Na ja, ist eigentlich klar, was ich meine.

    Hier mal ein Eintrag aus einem anderen Board. Ich habe allerdings keine Ahnung wie fundiert die Aussage ist. Ich bleibe jedenfalls bei meinem Standpunkt, die Kopie muss bei Veräusserung des Originales vernichtet werden.

    Zitat: So, hab mal den Anwalt in unserer Partnerkanzlei (Medienrecht) gefragt.... Offiziell muss vor Uebergabe Kopie vernichtet werden.

    Nur... kein Richter wird dich deswegen verurteilen, weil die meisten diese Gesetzgebung selbst fuer Bloedsinn halten (sollte aber bei den max 8 genannten Kopien bleiben). (Zitatende)

  5. #24
    Benutzerbild von dj.forklift

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    hoodle postete


    Zitat: So, hab mal den Anwalt in unserer Partnerkanzlei (Medienrecht) gefragt.... Offiziell muss vor Uebergabe Kopie vernichtet werden.
    Würde mich schon mal interessieren, auf welchem Rechtsgrundsatz diese these beruht.

  6. #25
    Benutzerbild von hoodle

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    Hm, ich würde es mit meinem laienhaften Rechtsverständis so erklären:

    Als Besitzer des Originales hast du ein Recht auf eine Privatkopie, soweit kein Kopierschutz geknackt wird. Verkaufst du das Original, dann bist du nicht mehr im Besitz desselben, somit hast du auch nicht mehr den Anspruch auf die Kopie. Worauf würde sich denn das Recht auf eine Kopie begründen? Doch nur auf den Besitz des Originals, oder?!

  7. #26
    Benutzerbild von stoni

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    @HOODLE

    Durch den Kauf des Originals hat doch die Musikindustrie Ihren Teil bekommen.
    Und genau darauf würde ich mein Recht auf die Kopie begründen!
    Da diese beim Weiterverkauf eh leer ausgeht,ist es doch unerheblich ob ich eine Kopie gezogen habe oder nicht
    Eine Lösung wäre vielleicht,das die beim Verkauf erhobene Mehwertsteuer (z.b.bei Ebay) zu einem gewissen Teil der Musikindustrie zufließt und im Gegenzug die Kopie legalisiert wird ?

  8. #27
    Benutzerbild von hoodle

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    @stoni, ne, das wäre ja unlogisch. Wenn dem so wäre, dann könntest du ja auch die Kopie verkaufen, denn die Musikindustrie geht beim Weiterverkauf sowieso leer aus.

    Die Mehrwertsteuer fliesst übrigens nicht dem Verkäufer zu, sondern dem Finanzamt.

    Edit: Sorry, von mir etwas verwirrend erklärt. Die Mehrwertsteuer fliesst natürlich dem Verkäufer zu, aber er führt sie an das Finanzamt ab.

  9. #28
    Benutzerbild von Torsten

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    hoodle schrieb
    Als Besitzer des Originales hast du ein Recht auf eine Privatkopie, soweit kein Kopierschutz geknackt wird. Verkaufst du das Original, dann bist du nicht mehr im Besitz desselben, somit hast du auch nicht mehr den Anspruch auf die Kopie. Worauf würde sich denn das Recht auf eine Kopie begründen? Doch nur auf den Besitz des Originals, oder?!
    Genau diese Argumentation ist der Grund, weshalb ich in Beitrag Nummero 014 schrieb:
    Zur Klärung unserer Frage könnte also entscheidend sein, bezüglich des Besitzes vom Original zwischen dem Moment des Kopierens und der darauf folgenden Zeit zu unterscheiden. Denn die Passage bezieht sich nach meiner Lesart auf die Erstellung einer Kopie, nicht auf deren langfristige Verwendung.
    Ich halte es für wichtig, diese Frage zu klären.

    hoodle schrieb
    Zitat: So, hab mal den Anwalt in unserer Partnerkanzlei (Medienrecht) gefragt.... Offiziell muss vor Uebergabe Kopie vernichtet werden.
    Mich würde nicht nur, wie es dj.forklift erwähnte, die Rechtsgrundlage interessieren, sondern auch die Interessensfraktion, zu der der erwähnte Anwalt zählt. Denn offensichtlich scheint es ja so zu sein, dass diese Problematik bisher nicht klar geregelt ist und daher von beiden Seiten unterschiedlich ausgelegt wird - was ja auch bubu bereits andeutete. Mit anderen Worten: Man laviert sich hier mal wieder um diverse Gummi-Paragraphen, die letztlich mehr Fragen als Antworten aufwerfen. Und Rechtslaien wie wir rätseln dann hier herum, ziehen Schlüsse aus ihrer eigenen Logik und bewegen sich nach wie vor in einer Grauzone...

  10. #29
    Benutzerbild von falkenberg

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    Eine definitive Antwort kann ich auch nicht geben. Ich neige dazu, den Besitz der Kopie für erlaubt zu halten. Die Rechtslage für Software einerseits und Musik-CDs andererseits ist eine grundsätzlich unterschiedliche. Von Software dürfen generell keine Kopien gemacht werden, außer der einzigen Sicherheitskopie, die auch nicht weitergegeben werden darf. Diese Sicherheitskopie ist bei Verkauf entweder mitzugeben oder zu vernichten. Bei Musik-CDs gibt es auch weiterhin das Recht auf private Kopien für Eigengebrauch (z. B. fürs Auto) oder zur unentgeltlichen Weitergabe im rein privaten Bereich. Das alles ist nur erlaubt, wenn kein Kopierschutz umgangen wird.

    Die Kopien, die ich an andere im erlaubten Rahmen weitergegeben habe, werde ich im Falle eines Weiterverkaufs des Originals wohl kaum wieder einkassieren können. Die Empfänger brauchen auch nicht von sich aus tätig zu werden, die werden im Normalfall ja gar nicht mitkriegen, wenn ich das Original verkaufe. Warum sollten dann die für den Eigengebrauch bestimmten Kopien anders betrachtet werden?

    Ebenso ist der legale Fall denkbar, dass der Käufer des Originals gleich danach eine private Kopie für mich macht (dass dabei einerseits ein Verkauf stattfindet und andererseits eine private unentgeltliche Kopie weitergegeben wird, betrachte ich dabei nicht als Widerspruch, schließlich ist das eine das wertvolle Original, das andere nur eine Kopie). Das Ergebnis wäre das gleiche, wie wenn ich sofort die Kopie behalten hätte, kann also rechtlich nicht wirklich unterschiedlich zu bewerten sein.

    Die privaten Kopien sind vom Gesetzgeber gewollt und mit GEMA-Gebühren auf die entsprechenden Geräte (Rohlinge wohl nun doch nicht?) abgegolten. Damit ist also auch das Argument der schleichenden beliebigen Vervielfältigung entkräftet.

  11. #30
    Benutzerbild von Torsten

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    falkenberg postete
    Die privaten Kopien sind vom Gesetzgeber gewollt und mit GEMA-Gebühren auf die entsprechenden Geräte (Rohlinge wohl nun doch nicht?) abgegolten.
    Wie ich bereits an anderer Stelle schrieb:
    Audio-Rohlinge sind für den Einsatz in HiFi-Recordern gemacht. Sie unterscheiden sich zu den PC-Rohlingen definitiv nicht in der Qualität. Ihr höherer Preis entsteht durch die enthaltenen GEMA-Gebühren, die bei den PC-Pendants nicht inbegriffen sind.
    Die Frage ist, wie lange PC-Rohlinge noch GEMA-befreit sein werden - schließlich kopiert die deutliche Mehrheit ja mit PC-Brennern. Wundere mich schon länger, dass es da bisher noch keine entscheidende Intervention der Musikindustrie gab...

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