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Internat

Erstellt von sturzflug69, 18.07.2005, 14:38 Uhr · 11 Antworten · 1.092 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Mich würde interessieren,ob ich hier der einzigste bin,der auf einem Internat war.Bei mir war es Schloß Buldern im Münsterland.1980-1986.
    Irgend jemand noch ?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von musicola

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    Mich würde mal interessieren, warum Eltern ihre Kinder in ein Internat schicken...



    Gruß

    musicola

  4. #3
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    So halb. Ich war externer Schüler auf 'ner Schule mit Internat

  5. #4
    Benutzerbild von Babooshka

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    musicola postete
    Mich würde mal interessieren, warum Eltern ihre Kinder in ein Internat schicken...
    Oh, ich denke mal, derer Gründe gibt's verschiedene.

    - Eltern sind beide schwer beschäftigt und treiben sich u. U. viel im Ausland rum. Großeltern oder andere Familienmitglieder können den Schüler nicht bei sich aufnehmen.
    - Internate sind bisweilen Eliteschulen, weitaus elitärer als andere. Eltern sind recht begütert und wollen dem Schüler die bestmögliche Schulbildung zukommen lassen, die es gibt.
    - Schüler kommt auf einer Standardschule einfach nicht mehr zurecht und es gibt Internate, wo er besser, individueller gefördert wird.
    - Eltern kommen mit dem Schüler nicht mehr zurecht.
    - Schüler kommt mit den Eltern nicht mehr zurecht und hat den ausdrücklichen Wunsch, aufs Internat zu gehen.

    Und ein in ländlichen gegenden sehr gängiger Grund:
    - Das Kind ist Gymnasiums-tauglich, aber in der näheren Umgebung, in der nächsten Kreisstadt gibt es kein Gymnasium. Das nächste ist so um die 30 km entfernt. Im Heimatdorf des Schülers gibt es weder eine Bus- noch eine Zugverbindung in die Stadt, in der sich das Gymnasium befindet. Also geht der Schüler dort auf ein Internat und kommt am Wochenende nach Hause.

  6. #5
    Benutzerbild von bubu

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    @Mr.Knister
    Wie fandest du es denn auf dem Internat?

    Meine Mutter hat mir als Kind immer damit gedroht, mich aufs Internat zu schicken, wenn ich nicht "brav" bin. Damals war es für mich eine Horrorvorstellung.

    Doch wenn ich mir heute mal so anschaue, wer so alles Kinder kriegt, dann glaube ich, wäre es für viele viele Kinder ein enormer Gewinn, wenn sie in einem Internat großwürden. Man bekommt in der Regel eine gute Schulbildung, lernt soziales Verhalten, Auskommen mit Gleichaltrigen, Konfliktbewältigung, wird von Profis erzogen. Da kann man doch nur von profitieren. Das würde einem heute so manchen Soziopathen, der einem im Berufsleben, in der U-Bahn oder sonstwo über den Weg läuft, jedenfalls ersparen.

  7. #6
    Benutzerbild von waschbaer

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    An meiner Schule ist ein Internat angeschlossen. Allerdings sind mittlerweile nur noch knapp 15 % unserer Schüler Internatsschüler. Alle Gründe, welche Babooshka genannt hat, dürften wohl auch ein möglicher Grund gewesen sein, weshalb Eltern ihre Kinder auf das Internat geben. Dabei ist es auch gelgentlich unerheblich, wie weit die Eltern von der Schule entfernt wohnen, denn manchmal wäre die Entfernungen sogar mit täglichem Pendeln zu schaffen.

  8. #7
    Benutzerbild von Muggi

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    Ich war in etwas Vergleichbaren. Wähend der Lehrzeit war ich in einem sogenannten Lehrlingswohnheim untergebracht. Mehr über diese Zeit gibt es hier nachzulesen:

    http://best-of-80s.de/forum/showtopi...light=80er+DDR

  9. #8
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Ich würde meine Kinder N I E !!! auf ein Internat geben.Ich kam sofort nach der Grundschule dorthin ohne gefragt zu werden.Die ersten zwei Jahre waren die Hölle.Man wurde nur von den älteren unterdrückt und die "Erzieher"sagten dann:Macht das doch unter Euch aus.Klasse Pädagogen...

  10. #9
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Ich war ebenfalls ein "Externatler" an einer Schule mit Internat. Die Schule kann man ruhig Eliteschule nennen, aber eher bezüglich der Schülerleistungen als in materieller Hinsicht. Genauer gesagt war und ist es ein Spezialschulteil mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung für Schüler der 9. bis 12. Klasse (www.asgspez.de, wen's interessiert). Um dort hinzugelangen, muss man eine Aufnahmeprüfung bestehen, die aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil bestand, weil jedes Jahr nur 36 Schüler aufgenommen werden. Ein Internat gibt es deshalb, weil halb Thüringen zum Einzugsgebiet gehört, teilweise gehen sogar Leute aus anderen Bundesländern dahin. An Wochenenden darf (und muss) man nach Hause fahren. Ähnliche Einrichtungen gibt es zum Beispiel in Jena, Ilmenau und Leipzig. Ein gestörtes Verhältnis zu den Eltern oder besonderer Reichtum liegen im Regelfall nicht vor.

    Dennoch habe ich auch als Außenstehender gemerkt, dass zu Beginn, in der 9. Klasse, das Internat eine ganz schöne Umstellung war. Bei den meisten ging's mit den Leistungen erst einmal ein ganzes Stück abwärts, was nicht nur an den höheren Anforderungen lag. Da die Zimmerbelegungen weitgehend zufällig bestimmt wurden, war natürlich nicht gewährleistet, dass man sich mit seinen Mitbewohnern verstand. Außerdem fiel es schwer, einander aus dem Weg zu gehen. Das gab so einigen Zoff, der durch diverse Umzüge aber weitgehend ausgemerzt werden konnte. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Leute mit dem Internatsleben nicht zurecht kommen und wieder an die alte Schule zurück wechseln. War das erste Jahre einmal geschafft, hatte sich die Lage aber normalisiert und auch die Noten wurden wieder besser. Irgendwie war das Internatsleben auch ein großer Schritt zum Erwachsenwerden; ich behaupte, dass ein Internatler (zumindest an meiner Schule) früher als ein Durchschnittsschüler selbstständig wird. Und auch nachhaltiger, denn bestimmte Erfahrungen muss man in einer solchen Lage nicht mehr suchen, sondern wird förmlich hineingestoßen. Wenn ich allein daran denke, wie sehr sich das Beziehungskarussell gedreht hat und noch heute dreht...

    Als Externatler stand ich allerdings hin und wieder außen vor, weil ich desöfteren lieber nach Hause ging respektive dort blieb, als mich an gemeinschaftlichen Aktivitäten zu beteiligen. Im Nachhinein bedaure ich das. Manche Anekdote erfuhr ich so erst Jahre später.

  11. #10
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Ich war zum Glück nicht im Internat. Und mir mutet eine Institution, in der Kinder und Jugendliche quasi 24 Studen am Tag von "Erziehern" und "Mitschülern" umgeben und in die entsprechenden Hackordnungen eingebunden sind (ohne hinreichende private Rückzugs- bzw. Ausweichmöglichkeiten), schon reichlich Sekten- oder auch FDJ-artig an.

    Es sollte schlichtweg verboten werden, Kinder gegen ihren Willen in ein Internat zu schicken!

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