Zeige Ergebnis 1 bis 7 von 7

Jugendsünden

Erstellt von sturzflug69, 16.10.2003, 18:59 Uhr · 6 Antworten · 1.118 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von sturzflug69

    Registriert seit
    03.02.2003
    Beiträge
    2.276
    Es gab ja eine Menge(Popper Punks Psychobillys Rockabillys Skins Waver etc.)Was habt Ihr denn so auf dem "Kerbholz" der Randgruppen?

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Benutzerbild von compagnies

    Registriert seit
    05.08.2003
    Beiträge
    2.055
    Ich habe in den Thread geschaut, weil ich dachte, Du wolltest musikalische Ursünden á la bad taste aufstöbern und heute fiel mir auf, das ich sowohl Glenn Medeiros` "Nothings gonna change my Love for you" als auch Mixed Emotions "You want Love" gekauft hatte. Meine Mutter fand das extrem Klasse!

    Was mich (musikalisch) in der Zeit ziemlich einzigartig machte, das war die Tatsache, das ich Metal und Punk gleichermaßen freudig hörte. Auffälligerweise wollte von meinen Metalkumpels keiner Punk hören (die Hosen waren noch legitim) und von den Punkbegeisterten niemand Metal (Paradise City von Guns N Roses lief aber anstandslos durch, wenn alle zugequarzt waren ...).

  4. #3
    Engel_07
    Benutzerbild von Engel_07
    compagnies postete

    Was mich (musikalisch) in der Zeit ziemlich einzigartig machte, das war die Tatsache, das ich Metal und Punk gleichermaßen freudig hörte. Auffälligerweise wollte von meinen Metalkumpels keiner Punk hören (die Hosen waren noch legitim) und von den Punkbegeisterten niemand Metal (Paradise City von Guns N Roses lief aber anstandslos durch, wenn alle zugequarzt waren ...).
    In dem Kuhdorf, in dem ich aufgewachsen bin (und in den umliegenden Käffern auch!) war das nicht so ein Problem, Hauptsache LAUT

    Und so spielten einige Leute auch in mehreren Dorf-Combos, mal Metal mal Punk!

    Ich selber habe zumindest modetechnisch nie einen eindeutigen Stil gefunden.
    Das war immer eine Zusammensetzung aus Hippie , Gruftie, Punk, immer davon abhängig, welche Musikrichtung ich gerade bevorzugte.

    Heute bin ich zumindest im Herzen ein Punkrocker! Aber musikalisch absolut offen!

  5. #4
    Benutzerbild von bamalama

    Registriert seit
    28.03.2002
    Beiträge
    18.467
    Ich selber habe zumindest modetechnisch nie einen eindeutigen Stil gefunden.
    Das war immer eine Zusammensetzung aus Hippie , Gruftie, Punk, immer davon abhängig, welche Musikrichtung ich gerade bevorzugte.
    das kann ich nur bestätigen...

  6. #5
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585
    Wie ich schon mehrmals erwähnte, ich war Anfang der 80-er eine Alternative. Vom Look her. Mit Politik und Haschisch hatte ich absolut nichts am Hut. Indienläden, Secondhandshops und Dritteweltläden waren meine bevorzugten Geschäfte. Camelboots, lange Wollpullis, bestickter Lammfellmantel made in Afghanistan, Fransenröcke, Jesuslatschen, Clogs, indischer Schmuck, Jugendstilschmuck, Halstücher, Opawasten, Opahemden, bis zur Zerfaserung ausgewaschene enge Mustang-Jeans, Patchouli-Duftöl und Wildkirschtee, Männerunterhemden, Indienkleider, Chinaschuhe, Gebatiktes, lange Haare... liebend gerne gehabt hätte ich "Roots-Pumps" (solche mit Schnalle, nicht die Schnürdinger), Alpakapullis (waren sehr teuer) und hennarote Haare. Diese Phase war rückblickend gesehen meine 80-er Jugendsünde. Der Witz ist, ein kleines Bisschen davon ist bis heute in mir übrig geblieben. Ich habe wieder einen Fransenrock (allerdings nicht so einen indischen mit Schellengürtel) und auch Chinaschuhe. Beides ziehe ich aber nur sozusagen zu besonderen Gelegenheiten an... zum Tanzen und um an den Strand zu gehen z. B. Meinen langen Norwegerpulli, von Mama liebevoll gestrickt, echt 80-er, liebe ich immer noch sehr. Inzwischen habe ich es sogar auf einen Alpakapulli gebracht Und meine Haare sind tatsächlich hennarot.

  7. #6
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

    Registriert seit
    09.10.2002
    Beiträge
    1.204
    Für die wirklichen Jugend-Subkultur-Strömungen bin ich leider zu spät geboren worden (1973).

    Was mich aber Anfang der 90er zunehmend geärgert hat: Die Freunde von meinen Eltern erzählten immer von der "68er"-Revolte; ich dagegen war (zumindest vom Look her) immer nur eine Mischung aus Popper und Normalo gewesen, und in unserem Schul-Jahrgang war die 80er-Teenager-Kultur, mit der wir aufgewachsen waren, zu dieser Zeit auch gerade als "spießig, angepaßt und unpolitisch" verpönt! Hinzu kam die jetzt quälende Frage nach der "IDENTITÄT" unserer bisher als gesichtslos empfundenen Generation, und der Wunsch mal an etwas AUFREGENDEM und WICHTIGEM teilzuhaben.

    Álso war ich so 1994 (quasi "ersatzweise" und etwas "ausgedacht") ziemlich stark auf dem "GenerationX"-/Grunge-/HippieRetro-Trip drauf, d. h.:

    - Musik: 1/3 Grunge-Rock (v.a. Soundgarden), 1/3 Hard´n´Heavy (nach wie vor Guns´n´Roses), 1/3 "68er"-Mucke (Doors, Jimi Hendrix)

    - Look: länger werdende Haare + die typische "H&M"-Neohippie-Mode (Batik-T-Shirts, Karo-Flanell-Hemd um den Bauch gebunden, getönte Nickel-Sonnenbrille)

    - Kultfilme: "The Doors" von Oliver Stone; "Reality bites" mit Winona Rider

    - neue Erfahrung: Kiffen (mir ist davon aber immer nur schlecht geworden, lol)


    Aber schon 1995 war da irgendwie die Luft raus. Das ganze Grunge&GenerationX-Ding erschien mir jetzt doch sehr medien-lanciert, ausgedacht und pseudo-rebellisch. Also wurden die Klamotten wieder adretter und die langen Haare nun im Zopf zurückgebunden. Und jetzt "durfte" ich ja auch wieder 80er-Popmusik hören! *g*

  8. #7
    Benutzerbild von Bounty

    Registriert seit
    07.04.2003
    Beiträge
    4.033
    hm wenn wave/grufti ne jugendsünde ist/war, leb ich immernoch darin
    ich wurd mit 13-14 immer waviger und bin bis heute 'schwarz'.
    zwischendrin gabs so 88 rum ma leichte anwandlungen richtung psychos (aber hauptsächlich wegen nem typen ), und zwischen 89 und 93 hatte ich meine heftigste zeit. ichhab auch heute noch den iro von damals - nur viel länger und nicht mehr zum aufstellen, aber dafür wechselt er doch alle paar monate mal die farbe.
    meine alten herrschaften haben wohl immer gehofft, das es ne 'jugendsünde', eine 'phase die vorbei geht' ist, aber mittlerweile häng ich seit ca 18 jahren in dieser szene und seh mich irgendwie doch mit buntem iro und den zähnen neben mir im glas mit 70 vorm kamin im ohrensessel .
    der vorteil des älterwerdens find ich ist, das man es nicht mehr nötig hat, sich einem gewissen gruppendruck unterzuordnen (der kann was outfit angeht in schwarzen kreisen recht hoch sein). heute sthet man drüber und lacht sich scheckig, wenn man diese ganzen xtrax-mäuse mit ihren 16-18 sieht und sich für ach so individuell halten. hach ich schweife ab...
    nur eins noch, die beweggründe in den 80er sich in richtung wave/grufti zu wenden, waren doch andre als heute (mit heute meine ich ca ab 95, wo nicht nur in meinen augen ein (um)bruch in der szene stattfand).


    achja meine größte jugendsünde war, mich von meiner tante zu einer dauerwelle mit 16 übereden zu lassen*nachträglich noch grusel* war ich froh, als die rausgewachsen war...

Ähnliche Themen

  1. Jugendsünden oder so
    Von murmel im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 12.07.2005, 10:54