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kann man noch Radio hören?

Erstellt von new_romantic, 09.08.2003, 22:51 Uhr · 95 Antworten · 8.439 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von new_romantic

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    Meine Meinung zum Thema Radio:
    kann man nicht mehr hören, weil:

    Radio hat die "Seele" verkauft, nur noch oberflächliches immer wiederholendes "wir spielen die Hits", "Musik zum Wohlfühlen und Entspannen" etc. , Musik vom Fließband, Moderation aus dem Bauch heraus gibt es kaum noch .(wenige Ausnahmen).
    -->und da ist ndr2 auch so ein Dudelsender , obwohl nicht ganz so schlimm wie andere.


    Berieselung ohne Nachzudenken mit eintrichternden Sprüchen ohne jegliche Individualität.
    Zum Glück gibts hier in Berlin noch einige wenige sender, die nicht so sind...

    Ach, Radio in den Achtzigern war dagegen eine Wohltat.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von new_romantic

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    gebt mal Eure Meinung dazu ab...

  4. #3
    Benutzerbild von hoodle

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    Also ich höre schon lange kein Radio mehr. Zu den Nachrichten schalt ich als kurz ein, aber das war's dann auch im grossen und ganzen.

    Die haben doch immer die gleichen Songs in der Rotation, dazu jede Menge Eigenwerbung die ca. alle zwei Lieder eingespielt wird (z.B. bei Radio Regenbogen). Den einzigen Sender den ich so halbwegs ertrage ist SWR 3. Da sind z.T. recht gute Moderatoren an Bord. Stefanie Tücking zum Beispiel. Die macht viele gute Sprüche und es wird relativ viel Musik der 80er Jahre gespielt.

    Und wenn ich Bock habe, dann höre ich mich auf dem Weg vom Büro heim 'Kultur heute' auf dem Deuschlandfunk. Selten habe ich eine Dichte von mir unbekannten Fremdwörter gehört wie da!! Die Theater- und Ausstellungsbesprechungen stellen wirklich alles in Schatten was ich jemals gehört habe. Ich frage mich oft, was der Moderator eigentlich sagen will.

    Früher habe ich gerne Radio Drops oder Euro-Radio Powerplay gehört. Das waren Radiosender von zwei Diskotheken hier in der Region. Die haben wirklich gute Musik gespielt, und die Moderatoren waren die DJ's der Disko's. Da hat das zuhören wirklich Spass gemacht.

  5. #4
    Benutzerbild von new_romantic

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    genau das meinte ich, hoodle.
    Schön, daß andere das auch so empfinden. Manchmal denkt man , man ist allein mit dieser Meinung.

    Viele Sender klingen wie ihre tägliche Wiederholung.

  6. #5
    Benutzerbild von Babooshka

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    new_romantic postete
    Zum Glück gibts hier in Berlin noch einige wenige sender, die nicht so sind...
    Oh, das will ich jetzt aber gerne wissen! Ich bin jetzt wieder 4 Monate in Berlin und noch nicht richtig heimisch geworden in der hiesigen Radiolandschaft. Wo in Berlin gibt's die besten 80-er Hits zu hören?

    Ach, Radio in den Achtzigern war dagegen eine Wohltat.
    Aber eigentlich nur deshalb, weil die Musik unserem Empfinden nach einfach besser war! In Berlin gab's SFB 1 und 2 mit donnerstags der Hey Music als fester Institution. Dann gab's Rias 1 und 2 mit freitags den Schlagern der Woche als Pflichttermin. Ansonsten gab's noch so Sendungen wie die LP-Diskothek, bei der drei Alben vorgestellt wurden (alte und neue) und wo man dann für ein Album voten musste, von dem dann mehr gespielt wurde. Und natürlich gab's eine Wunschsendung mit Grüßen und allem Pipapo, in der beharrlich jede Woche ein Lied von Abba gespielt wurde. Zwischen 1985 und 86 gab's den ersten Berliner Privatsender: Radio B1. Fand ich innovativ, kreativ, liebte ich! War leider im Frühling 86 nach meiner Italienreise aus dem Äther verschwunden... Tja, viel war nicht los damals in der Berliner Radiolandschaft. Wären nicht die Alliiertensender BFBS und AFN gewesen! Diese beiden, vor allem aber letzterer, ist zu einem absoluten Kult in meinem Leben geworden, denn ab 1977 hing ich ständig mit einem Ohr daran. Die Musik war einfach zu geil. Neulich habe ich mich mit einer Freundin über AFN unterhalten; für sie gehörte er ebenfalls zum Leben. Natürlich fiel der Spruch "den hätten sie ruhig hierlassen können". Aber bei näherer Überlegung kam ich zu dem Schluss: Heutzutage wäre der AFN absolut nicht das Selbe, denn die ganzen kultigen Moderatoren von damals würde es nicht mehr geben und ansonsten würden sie wahrscheinlich 5x pro Stunde Britney Spears, Shakira, Eminem und Konsorten spielen. Würden wir das hören wollen? Neeeeeee! So seufze ich lieber mit verklärtem Blick auf, wenn ich meine selbstkompilierte AFN-Kult-CD auflege und an frühere Zeiten denke.

  7. #6
    Benutzerbild von
    Grundsätzlich war Radio für mich in den 80ern hörbarer. Sowohl intensiv, als auch als Berieselung nebenbei.

    Heute kommt zumindest tagsüber immer wieder mal ein Punkt, an dem ich aus- oder umschalten muss. Abends gibts hier auf 1live und WDR2 eigentlich ganz gute Sachen "auf die Ohren". Aber manchesmal, könnte man echt Wände hochgehen, was für ein nerviges Zeug es in die Playlist schafft (und damit meine ich nichtmal das übliche Geketzer gegen Sarah Connor, No Angels und Co., die ertrage ich ja sogar noch ganz gut).

    Dave

  8. #7
    Benutzerbild von new_romantic

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    Oh, das will ich jetzt aber gerne wissen! Ich bin jetzt wieder 4 Monate in Berlin und noch nicht richtig heimisch geworden in der hiesigen Radiolandschaft. Wo in Berlin gibt's die besten 80-er Hits zu hören?
    --->ne, es ging mir nicht um 80'er Jahre Musik im Vordergrund , sondern darum echtes Radio zu machen mit "Niveau und Geist". Ohne oberflächiges, immer wiederholendes, eintrichterndes "die größte Abwechselung etc."
    Ich nenne Dir mal n paar ganz schlimme und dann Sender, die Niveau besitzen.
    Also die Schlimmsten sind:

    BBRadio 102.1
    RS2 94.3
    Berliner Rundfunk 92.4
    Radio Paradiso 98.2
    RTLBerlin 104.6
    Energy 103.4 (manchmal denkt man da moderieren welche, die auf Drogen sind, total verkrampft komisch)

    und die anderen, wo Du wirklich mal reinhören solltest, um den Unterschied zu hören:

    Radio Eins 95.8
    Fritz 102.6
    88.8 -- 88.8
    Antenne Brandenburg 99.7






    In Berlin gab's SFB 1 und 2 mit donnerstags der Hey Music als fester Institution. Dann gab's Rias 1 und 2 mit freitags den Schlagern der Woche als Pflichttermin. Ansonsten gab's noch so Sendungen wie die LP-Diskothek, bei der drei Alben vorgestellt wurden (alte und neue) und wo man dann für ein Album voten musste, von dem dann mehr gespielt wurde.
    --->Ich kann mich gut erinnern an Jürgen Jürgens, Henning Vosskamp, Burkard Rausch, Uwe Schneider etc.





    Zwischen 1985 und 86 gab's den ersten Berliner Privatsender: Radio B1. Fand ich innovativ, kreativ, liebte ich! War leider im Frühling 86 nach meiner Italienreise aus dem Äther verschwunden...
    kann mich garnicht erinnern. Aus SFB2 wurde Radio B2 , aber B1? Auf welcher Frequenz? Ich kann mich an Radio100 erinnern. Das war Kult. Sowas würde heute nie existieren können.




    Tja, viel war nicht los damals in der Berliner Radiolandschaft. Wären nicht die Alliiertensender BFBS und AFN gewesen! Diese beiden, vor allem aber letzterer, ist zu einem absoluten Kult in meinem Leben geworden, denn ab 1977 hing ich ständig mit einem Ohr daran. Die Musik war einfach zu geil.
    BFBS war neben Radio Luxembourg auch mein Favorit. Ich höre ihn heute noch über Sat. Und fahre heute noch mit nem Aufkleber "BFBS" auf 'm PKW rum.



    Neulich habe ich mich mit einer Freundin über AFN unterhalten; für sie gehörte er ebenfalls zum Leben. Natürlich fiel der Spruch "den hätten sie ruhig hierlassen können". Aber bei näherer Überlegung kam ich zu dem Schluss: Heutzutage wäre der AFN absolut nicht das Selbe, denn die ganzen kultigen Moderatoren von damals würde es nicht mehr geben und ansonsten würden sie wahrscheinlich 5x pro Stunde Britney Spears, Shakira, Eminem und Konsorten spielen. Würden wir das hören wollen? Neeeeeee!
    --->weiß man nicht, wie der heute klingen würde. Senden ja verschlüsselt über Sat.

  9. #8
    Benutzerbild von new_romantic

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    BBRadio 107.5 nicht 102.1.
    Berliner Rundfunk 91.4 nicht 92.4

    sorry

  10. #9
    Benutzerbild von Kwen

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    Hallo ihr Berliner,

    ihr sprecht mir aus der Seele: Den größten Scheiß der 70er 80er und 90er und der schlimmsten Schrott von heute will und kann ich nicht mehr hören. Sicher sind auch da nicht wenige gute Titel dabei und auch heute wird zeitweise noch prima Musik produziert, aber kennt ihr das ? Ihr hört einen Titel, sagt euch: "Mensch, der ist gut, den kauf ich mir als CD", aber der Song wird euch in den nächten Stunden und Tagen mindestens 100 Mal um die Ohren gehauen, gemixt mit den albernen Radiojingles "huuundääärtviiiapunktsäääks.....eeeaaarrrteeeeäää lllll" und ihr kauft euch die Single nicht mehr. Überhört. Das war in den 80ern anders. Es gab nur Konzeptradio mit anspruchsvollen Moderationen. Keine Volksverdummung. Als Berliner bleibt mir fast nur der Zugriff aufs Internetradio um wenigstens musikalisch nicht zu verblöden. Was die Moderationen angeht kann man hier höchstens noch den alten "Fritz" hören, oder radio 1. Alles Andere hat das Niveau einer Straßendirne. Komischerweise liegen RTL und Energy bei den Einschaltquoten immer ganz weit vorne. Die davor genannten immer "unter ferner liefen..". Ich sach dazu nur: Armes Deutschland, arme Hauptstadt. Ich bin von Proleten umgeben in der auch so hoch gerühmten Kulturhauptstadt deutschlands.

    Wenn ich arbeitslos wäre, dann würde ich hier einen Piratensender an den Start bringen um den Äther wieder mit Niveau zu füllen ! Aber leider habe ich ja noch immer einen Job und verdiene mein Geld, so das mir dafür nicht die Zeit bleibt :-)

    Und was ist aus den schönen Sendern der Privatfunk-Gründerzeit geworden ? Bestes Beispiel FFN ! Als ich noch in Niedersachsen wohnte, also in den 80ern und 90ern, war dieser Sender schlicht die Innovation, ein Erlebnis. Coole Moderatoren, ungezwungen, alternativ und anarchistisch. Heute gibs da auch nur noch platte und reißerische Jingles. Moderation ? Nein, so würde ich das nicht nennen... Kastration, das passt besser. Kastration des Versandes und des guten Geschmacks.

    Eine Hoffnung bleibt für Berlin: Vielleicht werd ich ja bald entlassen :-)

    Ironische Grüße aus dem schönen Lichterfelde
    Kwen



    "Die Götter sind besoffen, der Olymp ist vollgekotzt"

  11. #10
    Benutzerbild von producer

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    Kwen postete
    Das war in den 80ern anders. Es gab nur Konzeptradio mit anspruchsvollen Moderationen. Keine Volksverdummung.
    Das Problem für uns "alte" Radiohörer ist, daß sich nicht nur die Zeiten, sondern vor allem die allgemeinen Hörgewohnheiten innerhalb der letzten 20 Jahre ganz erheblich geändert haben. Das Radio ist inzwischen vom Aufmerksamkeits- zum Nebenbei-Medium mutiert. Und daran haben beide Seiten letztendlich Schuld - die Radios genauso wie die Hörer. Denn wie du ja völlig richtig feststellst:

    Kwen postete
    Komischerweise liegen RTL und Energy bei den Einschaltquoten immer ganz weit vorne. Die davor genannten immer "unter ferner liefen..". Ich sach dazu nur: Armes Deutschland, arme Hauptstadt. Ich bin von Proleten umgeben in der auch so hoch gerühmten Kulturhauptstadt deutschlands.
    Annähernd jeder Radiosender gibt heute unglaubliche Geldbeträge für Studien und Marktforschung aus. Und hier stellt sich ganz klar heraus: Der durchschnittliche Radiohörer will éinfach nur unauffällig unterhalten werden. Wichtig ist, das genug aktuelle Musik läuft und das Dudelding beim Autofahren, Bügeln, Joggen, Computern oder ähnlichen Tätigkeiten nicht stört. Die breite Masse (an die sich die Sender zwangsläufig wenden müssen, weil sie davon leben), hat leider einen sehr schmalen und fantasielosen Musikgeschmack. Das Ergebnis hören wir täglich.

    Niemand hört aufmerksam zu. Beim leisesten Verdacht auf ein Interview, einen Beitrag oder gar ausführliche Nachrichten wird einfach zum nächsten Dudler gezappt.

    Kwen postete
    Wenn ich arbeitslos wäre, dann würde ich hier einen Piratensender an den Start bringen um den Äther wieder mit Niveau zu füllen ! Aber leider habe ich ja noch immer einen Job und verdiene mein Geld
    Eine GUTE Entscheidung! Denn mit diesem niveauvollen Programm würdest du keinen Hund hinter dem Ofen hervor locken. Den Großteil der Hörer interessiert so etwas nicht die Bohne. Die hören nur: da wird gelabert und schwupp! - weg sind sie. Nach spätestens einem Monat hat niemand deinen Sender gehört, geschweige denn dir "zugehört" und du bist... --> arbeitslos.

    Die in den Beiträgen oben aufgezählten Sender haben nicht nur vergleichsweise weniger Hörer (sind also regelrechte Spartenprogramme, ähnlich wie arte oder phoenix im TV), sondern sind zusätzlich ausnahmslos öffentlich-rechtliche Sender, die wirtschaftlich eh nicht auf Hörer angewiesen sind, weil wir alle sie mit unseren GEZ-Gebühren finanzieren. Wären es private Sender, würden wir schon längst nicht mehr auf die Idee kommen, sie überhaupt zu nennen, weil sie längst pleite und vom Markt verschwunden wären.

    Und jetzt?

    Wie sollen wir Hörer den Sendern beibringen, was wir wirklich wollen?

    Es gibt einen sehr eindeutigen Trend zum Abschalten. Jedes halbe Jahr schalten immer mehr Leute ihr Radio überhaupt nicht mehr ein, weil sie sich nicht richtig bedient und nur belästigt fühlen...

    Falls jemand ein Patentrezept zur Rettung des Radios bieten kann, das von der breiten Masse akzeptiert wird - nur her damit.

    Grüße vom
    producer

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