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KILL BILL Volume. 1 Was haltet ihr davon

Erstellt von Lovelord, 25.04.2004, 04:37 Uhr · 13 Antworten · 1.067 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Lovelord

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    Hi Leute

    Hab mir heute die DVD von Tarantinos "Kill Bill Volume. 1" geholt. Also ich find den Film absolut Genial, is halt n Richtiger Tarantino Streifen

    Also ich freu mich voll auf die Fortsetzung, die läuft ja auch bald an.

    So und nun meine Frage, was haltet ihr davon:

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von waschbaer

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    ... outet sich als Anti-Tarantino Mensch. Ich habe mehrere Filme von ihm gesehen und kann seiner Ästhetisierung der Gewalt recht wenig abgewinnen. Für mich wirklich einer der meist überschätzten Regisseure.

    Nicht, dass es heißt, ich hätte keine Ahnung. Ich habe immerhin Reservoir Dogs (Regie), Pulp Fiction (Regie), Natural Born Killers (Screenplay), From dusk till dawn (Screenplay und wenn ich es recht in Erinnerung habe spielt er auch selber mit), Jackie Brown (Regie) und Kill Bill Teil 1 (Regie) gesehen. Die meisten Filme habe ich in einer Sneak Preview gesehen. Kill Bill Vol. 2 werde ich mir mit Sicherheit nicht anschauen, weil ich eigentlich keinem der hier aufgeführten Filme sonderlich viel abgewinnen kann. Am ehesten vielleicht noch From dusk till dawn, aber auch dieser nur mit deutlichen Abstrichen. Ich habe bei Tarantino immer so das Gefühl: Hauptsache viel Gewalt oder Gemetzel und ein 18er Zertifikat, dann habe ich meine Mission erreicht. Ansonsten verweise ich auf Torstens und Bubus Wortwechsel über Tarantino in Thread über Kinofilme.

    Auch auf die Gefahr hin, dass man mich jetzt als Moralapostel oder sonst irgendwas hinstellt. Ich bleibe dabei: Ich mag sämtliche Tarantino-Streifen, die ich bislang gesehen habe nicht sonderlich (wegen der dargestellten Gewaltszenen) und halte ihn einfach für völlig überbewertet. Und nachdem es ja in der Überschrift hieß, "was haltet ihr davon" schreibe ich das hier einfach mal rein (selbst wenn ich - auf Grund der Tarantino-Lobeshymnen in anderen Threads - hier wohl der einzige sein sollte, der hier so denkt).

    Ach so: Besonders gelungen finde ich Ben Eltons Bühnenstück Popcorn, welches deutliche Anspielungen auf Tarantino zeigt.

  4. #3
    Benutzerbild von Kazalla

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    Ähem,ist das jetzt ´ne 80er Jahre-Film Diskussion?
    Denke wohl nicht deshalb wirds jetzt verschoben!

  5. #4
    Benutzerbild von endraum

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    er ist ein meister.ein gott.
    alle anderen zwischentöne in seinen filmen
    werden übersehn,weil sich das menschliche
    gehirn gewalt besser merken kann.
    aber es gibt auch andere ;-)
    kann kill bill 2 nur empfehlen.

  6. #5
    Benutzerbild von Lovelord

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    @ Endraum

    Hast du Volume 2 schon gesehen. Und wie isser, besser wie Volume 1

  7. #6
    Benutzerbild von endraum

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    ich würde das wort besser gar nicht benutzen weil es ein ganzer film ist,der an einem stück gedreht wurde.und nicht wie eine fortsetzung im stile von alien 1,2, etc.
    in diesem teil des films wird alles aufgeklärt, ziemlich zum anfang,
    was unklar blieb.der film hat längere dialoge und weniger kämpfe.
    er hat sehr beklemmene szenen die wie immer eins a umgesetzt sind.
    er ist weniger achterbahnfahrt.und er ist sehr rührend stellenweise wie auch humorvoll.ich denke,es ist keine frage für die teil eins gucker,sie auch teil zwei anzuschaun.ich fand es prima.

  8. #7
    Benutzerbild von
    waschbaer postete
    ... outet sich als Anti-Tarantino Mensch. Ich habe mehrere Filme von ihm gesehen und kann seiner Ästhetisierung der Gewalt recht wenig abgewinnen. Für mich wirklich einer der meist überschätzten Regisseure.
    Das eine ist Deine Abneigung gegen seine Art Filme zu produzieren. Das andere ist die Sache mit der Überschätzung. Das sind zwei Dinge, die so noch nicht unbedingt logisch aufeinander aufbauen. Warum ist er denn Deiner Meinung nach überschätzt? Weil seine Filme viel Gewalt enthalten? Hätte dann überhaupt ein Regisseur ähnlicher Filme eine Chance geschätzt zu werden? Oder gibt es andere Gründe?

    Ich habe bei Tarantino immer so das Gefühl: Hauptsache viel Gewalt oder Gemetzel und ein 18er Zertifikat, dann habe ich meine Mission erreicht.
    Ich habe eher das Gefühl, dass Tarantino ein großer Splatter-Fan ist, der mittlerweile die Möglichkeit hat, selbst Filme zu drehen und dabei neben der Umsetzung eigener Ideen, dem einen oder anderen seiner Lieblings-Regisseur und z. B. auch Musikproduzenten seine Anerkennung auszudrücken. Seine Filme enthalten zwar viel Gewalt, gehen dabei aber eher nicht bis ins unerträgliche Detail und halten ein gewisses Niveau, das sie von üblen Metzelstreifen abhebt. Tarantino hat m. E. so eine Art "gesellschaftsfähigen Edel-Splatter" erfunden. Ich halte zudem das Gewaltlevel im Gegensatz zu manchem anderen typischen Metzelstreifen für noch erträglich.

    Seine Filme sind angesichts der Thematik m. E. insgesamt recht ästhetisch. Ich finde aber nicht, dass das auf eine reine Ästhetisierung oder gar Verherrlichung von Gewalt hinausläuft. Sicherlich ist das eine Grenze die jeder anders zieht. Aber für mich fängt eine Ästhetisierung/Glorifizierung oder Verherrlichung von Gewalt da an, wo ein gesunder Mensch Verlangen nach Nachahmung bekommt. Das ist bei Gewalt m. E. generell schwerer möglich, also z. B. bei schnellem und rücksichtslosem Rasen.

    Ich fand Kill Bill Vol. 1 deshalb eigentlich ganz unterhaltsum und erträglich. Vol. 2 werde ich mir auf jeden Fall anschauen. Ausgerechnet Pulp Fiction gibt mir hingegen so gut wie nichts. Hier geht mir der Hype um diesen Streifen vollkommen ab. Allerdings kann ich durchaus noch die Ansätze erkennen, die Pulp Fiction für andere zum Kult reifen ließ.

    Dave

  9. #8
    Benutzerbild von waschbaer

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    Dave Bowman postete
    Das eine ist Deine Abneigung gegen seine Art Filme zu produzieren. Das andere ist die Sache mit der Überschätzung. Das sind zwei Dinge, die so noch nicht unbedingt logisch aufeinander aufbauen. Warum ist er denn Deiner Meinung nach überschätzt? Weil seine Filme viel Gewalt enthalten? Hätte dann überhaupt ein Regisseur ähnlicher Filme eine Chance geschätzt zu werden? Oder gibt es andere Gründe?
    Bin ich hier im Erklärungsnotstand oder was soll das? Ich habe mir schon fast gedacht, dass wieder irgendeiner der "Tarantino-Vergötterer" (erst ein früheres Posting hat mich auf diesen Gedanken gebracht) hier auf mich verbal eindreschen wird (bzw einfach mal dagegen ist), nur weil man ihr Wunderkind nicht mag. Dave, bitte akzeptiere doch einfach, dass ich ihn UND seine Art Filme nicht mag. Ich kann auch in dem sinnlosen Abschlachten, Rächen, Gemetzel oder sonstigem nichts, aber auch rein gar nichts Ästehtisches erkennen. Und nachdem ich eine Szene mit einem zertretenen Augen gesehen habe, frage ich mich wirklich, was daran noch ästhetisch sein soll.

    Seine Filme enthalten zwar viel Gewalt, gehen dabei aber eher nicht bis ins unerträgliche Detail und halten ein gewisses Niveau, das sie von üblen Metzelstreifen abhebt. Tarantino hat m. E. so eine Art "gesellschaftsfähigen Edel-Splatter" erfunden. Ich halte zudem das Gewaltlevel im Gegensatz zu manchem anderen typischen Metzelstreifen für noch erträglich.
    ... und ich eben nicht. Und das bitte ich einfach nochmals zu akzeptieren. Auf die Niveaufrage lasse ich mich jetzt wirklich nicht ein. Nachdem Tarantino - im Gegensatz zu anderen Regisseuren bzw. Schauspielern - auch nichts anderes macht / kann bzw. mal über den Tellerrand seiner Gewaltfilme hinaussieht, mag ich ihn nicht sonderlich. Das Ausmaß der Gewalt, das oft gezeigt wird ist für mich auch nicht erträglich, sondern in vielfacher Hisicht einfach widerlich. Das Gleiche gilt sicherlich auch für Filme, die nicht von Tarantino sind. Der Gipfel der Widerwertigkeit war für mich bislang Feardot.com von William Malone (auch in einer Sneak Preview gesehen).

    Seine Filme sind angesichts der Thematik m. E. insgesamt recht ästhetisch. Ich finde aber nicht, dass das auf eine reine Ästhetisierung oder gar Verherrlichung von Gewalt hinausläuft. Sicherlich ist das eine Grenze die jeder anders zieht. Aber für mich fängt eine Ästhetisierung/Glorifizierung oder Verherrlichung von Gewalt da an, wo ein gesunder Mensch Verlangen nach Nachahmung bekommt. Das ist bei Gewalt m. E. generell schwerer möglich, also z. B. bei schnellem und rücksichtslosem Rasen.
    Und das sehe ich eben anders. Die Altersfreigaben für Filme, in denen Gewalt gezeigt wird, sind mittlerweile echt ein Witz. Erst gestern habe ich bei einer Exkursion mitbekommen, wie sich Schüler über Kill Bill 1 und 2 unterhalten haben. Wenn dann Sprüche kommen wie: "Das einzig gute an dem Film ist, wenn die Arschlöcher alle gemacht werden. ", "Hauptsache Blut fließt" oder "Es ist einfach geil zu sehen, wie so ein Schwein leidet", dann finde ich das mehr als bedenklich (zumal die Alterskontrollen in den Kinos vielfach so gut wie nicht stattfinden), vor allem wenn sich viel zu junge Schüler damit brüsten, diesen Film bereits gesehen zu haben. Sicherlich werden diese Schüler jetzt nicht alle anfangen, wie wild irgendwelche Leute zurächen oder einen Amoklauf nach dem anderen veranstalten, aber es ist schon auffällig, dass bei vielen Amokläufen die Täter auch angaben, gerne Horror- oder Gewaltfilme konsumiert zu haben. Ich weiß jetzt schon, dass von dir der Einwand kommen wird, dass ein Zusammenhang doch überhaupt nicht erwiesen ist.

    Ich fand Kill Bill Vol. 1 deshalb eigentlich ganz unterhaltsum und erträglich.
    Und ich eben nicht. Unterhaltsam ist für mich wirklich etwas anderes. Sicherlich hat es Gewaltfilme vor Tarantino schon gegeben, aber Tarantino ist für mich insofern ein rotes Tuch, weil er versucht, das Ganze wirklich "salonfähig" zu machen. Früher wurde diese Art von Filmen nicht unbedingt von der breiten Masse gesehen, aber mittlerweile gehört dies zum festen Bestandteil der Abendunterhaltung.

    Ich wünsche dir viel Spaß beim Anschauen von Vol. 2 und warte eigentlich schon drauf, GEGEN was du in meinem Posting wieder einmal sein wirst, für wie verklemmt / zart besaitet / weltfremd / konservativ / etc... du mich jetzt schon wieder halten wirst.

  10. #9
    Benutzerbild von Torsten

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    Dass ich hier nochma Dave Bowman in Schutz nehmen würde... waschbaer, ich glaube, Daves Post war längst nicht so provokant gemeint, wie du's offensichtlich aufgefasst hast. Und über unterschiedliche Ansichten / Blickwinkel kann man ja durchaus diskutieren, das haben bubu und ich schließlich auch gemacht...

    Ansonsten käme ich jetzt beispielsweise gar nicht auf die Idee, dir die Tarantino-Streifen schmackhaft machen zu wollen - habe durchaus Verständnis dafür, wenn mancheiner mit ihnen nix anfangen kann. Und das Thema der Gewaltdarstellung ist wohl nicht viel jünger als das Medium Film selbst...

    Übrigens: Wie erschreckend kalt manche Jugendliche in der Tat mit Gewaltdarstellung umgehen, wurde mir vor einigen Jahren klar, als ich zum ersten Mal "Der Soldat James Ryan" im Kino gesehen habe. Nach der Vorstellung liefen beim Verlassen des "CinemaxX" einige Halbwüchsige vor uns her, die die fast schon unerträglich intensive Darstellung der ersten 20 Minuten tatsächlich mit Vokabeln wie "geil" oder "cool" belegten. Und das in einem Moment, wo ich von einer Kriegsdarstellung erstmals derart aufgewühlt war, dass ich am liebsten alle Krieg spielenden Kinder am Kragen gepackt, durchgeschüttelt und gefragt hätte: "Wisst ihr eigentlich, was ihr da tut...?" (wobei kleine Kinder für ihre Naivität natürlich auch nicht zu verurteilen sind)...

  11. #10
    Benutzerbild von
    Hallo Waschbaer,

    also ich weiss nicht, welcher Teil meines Postings so eine heftige Reaktion provoziert haben könnte?! Ich habe ja nicht etwa Deine Meinung verurteilt, sondern nach den Gründen gefragt, wegen denen Du Tarantino für überschätzt hältst. Wenn das zu viel war tuts mir leid. Doch nur weil Du einen anderen Geschmack hast und Dir die Filme offenkundig nicht gefallen, gibt das für mich beim Lesen eben noch nicht her, dass ein Regisseur allgemein überschätzt ist - was Du ja aussagst. Deshalb habe ich nach den Gründen dafür fragen wollen und nun keinesfalls auf Dich "eingedroschen". Für mich ist "jemanden persönlich oder etwas nicht mögen" und jemanden allgemein "für überschätzt halten" eben noch lange nicht das selbe. Ich halte ihn nicht für überschätzt und habe meinerseits geschrieben warum. Es hätte gereicht mir eine vernünftige Antwort mit Deiner Sicht der Dinge zu geben oder mir mitzuteilen (oder auch nicht), dass Du auf Konversation mit mir keinen Wert legst.

    Übrigens vergöttere ich Tarantino nicht und bin auch kein besonderer Fan von ihm. Aber wie Du schon richtig erkennst, habe ich gewisse Vorbehalte gegen das übliche Vorverurteilungsdenken hierzulande, vonwegen "Kindergeburtstagsfilm = Super" und "Actionfilme = Niedergang des Abendlandes". Deine Vorbehalte beim Jugendschutz sind ja durchaus nachvollziehbar. Nur wenn wir dann schon beim Thema Akzeptanz sind, dann bedenke Du doch bitte auch, dass da Eltern, Videotheken, Kinos und ältere Geschwister gefragt sind und man deshalb nicht eine ganze Filmgattung verteufeln kann. Man kann Tarantino & Co. ja vieles vorwerfen, aber nicht das sie diese Filme gezielt für Kinder produzieren. Für mich sind Erwachsenenunterhaltung und Jugendschutz Themen die vernünftigerweise getrennt behandelt werden sollten. Leider wird das aber meistens alles in einen Topf geschmissen und Filme die für Kinder nicht geeignet sind, auch für Erwachsene verteufelt. Ich muss zugeben, dass mir das nicht gefällt, denn ich habe nicht vor unterhaltungstechnisch den Rest meines Lebens auf dem Niveau eines Kindes zu verbringen - womit ich darum bitte mir nicht den Umkehrschluss zu unterstellen, vonwegen das nur Gewalt gute Erwachsenenunterhaltung wäre.

    Dave

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