Seite 1 von 10 12345 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 98

Kinder

Erstellt von PostMortem, 26.04.2006, 22:09 Uhr · 97 Antworten · 7.706 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997
    Ja genau... Thema: Kinder!

    Ich stelle in unserer Gesellschaft zunehmend vier bestimmte Entwicklungen fest, zu denen ich gerne mal Eure Meinung wissen würde.

    Also....

    Notausgang Kind

    Die letzten zehn Jahre waren in Deutschland geprägt von Jobabbau, Zunahme der Leistungsdichte und von arbeitsverleidenden Phänomenen wie Bossing/Mobbing. Ich erlebe immer häufiger Frauen, die ganz offen sagen, dass sie nun lieber ein Kind bekommen wollen und erstmal zu Hause bleiben, statt sich das noch weiter zu geben. Mittlerweile nimmt das in meinem Umfeld Ausmaße an, dass man fast schon auf einen Babyboom in den nächsten Jahren wetten will...

    Erlebt ihr das auch so? Ich denke, es ist nicht gerade ein tolles Motiv um Kinder zu bekommen und wie wenig stressresistent gerade diese Mütter gegenüber dem 100%-Job Mutter dann sind bzw. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Kinder in einem Klima des Abschiebens groß werden, will ich mir gar nicht vorstellen....

    Kinder-Hype

    Die Geburtenrate in Deutschland sinkt beständig. Wenn man heute sieht, was für ein Theater um die Geburt eines Kindes gemacht wird, könnte man glatt meinen, es kämen nur noch 12 Kinder im Jahr auf die Welt. Versteht mich nun nicht falsch: Für alle Eltern ist so ein frisch geborener Zwerg sicher etwas ganz faszinierendes und wunderbares. Dennoch habe ich heute das Gefühl, dass das ganze mittlerweile tierisch glorifiziert und im Umfeld zum absoluten Hype getrieben wird. Ohne Kind könnte man sich da glatt behindert vorkommen. Ich habe den Eindruck, dass früher ein weniger sensationeller Umgang mit der Tatsache gepflegt wurde, dass viele Menschen Nachwuchs zu zeugen pflegen. Das ganze umgab mehr eine Stimmung der Normalität.....

    Erlebt ihr das auch so? Ist da eine riesige Meinungsmaschine der Rentenversicherer am Werke, um uns allen den Nachwuchs so schmackhaft zu machen, dass wir uns am liebsten sofort paaren sollen? ;-) Ich kann mir diesen auf mich teilweise übertrieben wirkenden Hype einfach nicht erklären. Nicht weil ich Kinder nun hasse, aber Kinder sind nunmal nicht nur wunderbar, sondern offenbar auch oft extrem arbeitsintensiv oder sogar nervtötend (seid ehrlich, jeder kennt ultranervigen Nachwuchs von anderen, den er nicht für Geld als eigenen haben wollte ;-). Irgendwie kam mir der Empfang von Nachwuchs früher nüchterner, aber nun deshalb nicht desinteressiert oder herzlos vor - NORMAL eben.

    Kinder-Finanzierung

    Meine Eltern haben für mich glaube ich noch 50 DM Kindergeld bekommen. Die Eltern meiner Eltern bekamen für ihre Kinder überhaupt kein Kindergeld. Es war selbstverständlich, dass Kinder Geld kosten und man einen großen Teil seiner Finanzen für die Erfüllung des Kinderwunsches wird aufwänden müssen. Heute habe ich manchmal das Gefühl, dass die Meinung bezüglich der Kinderfinanzierung geradezu auf die andere Seite kippt. Vonwegen: Wenn sich überhaupt noch jemand gnädigerweise entscheidet Kinder zu bekommen, sollen dafür die Allgemeinheit und natürlich am besten die Kinderlosen aufkommen. Paradeargument: Man zeugt schließlich künftige Renteneinzahler! Dabei müsste dieses Denken angesichts schrumpfender Arbeitsplatzzahlen und immer schlechterer Bildung heutigen Nachwuchses noch auf seine Daseinsberechtigung hin überprüft werden...

    Kinder also = Renteneinzahler und deshalb am besten für die eigenen Eltern kostenfrei? Wird heute so gedacht und ist das in Ordnung?

    Blick auf Kinderlose

    Angesichts der Tatsache, dass seit Jahren immer weniger Kinder zur Welt kommen, also immer weniger Menschen Eltern werden, ergibt sich die paradoxe Situation, dass immer weniger Leute offen zugeben können oder wollen, dass sie tatsächlich gar keine Kinder wollen. Ich habe gerade heute erst bei SPON von einer Studie gelesen, lt. der lediglich 12% alle Deutschen keine Kinder wollen. Nun, wenn ich mich unter meinen ebenfalls kinderlosen Kollegen umsehe und wenn ich einbeziehe von wievielen ich weiss, dass sie plangemäß gar keine Kinder wollen, kommen mir diese 12% extrem gering vor. Kann es sein, dass sich viele Leute heute gegenüber Fremden nicht mehr trauen offen darüber zu sprechen, dass sie gar keine Kinder wollen? Könnte es die Angst sein, dass man schief angschaut wird, wenn man dem deutschen Staate keine vermeintlichen Renteneinzahler gebären mag? Müssen Kinderlose ausgerechnet unter immer mehr Kinderlosen zunehmend damit rechnen als Sozialschmarotzer zu gelten? Wird als Egoist abgestempelt wer keine Kinder will (ganz so, als ob nie Kinder aus puren Egoismus geboren würden...)?

    Kinder... ein erschöpfendes Thema mit vielen Facetten...

    PM

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Benutzerbild von SonnyB.

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    8.765
    Meine ganz persönliche Meinung ist: Ich setze heutzutage keine zukünftigen Rentenzahler in die Welt, ich zeuge potentielle Arbeitslose. Ich will nun beileibe niemandem ein schlechtes Gewissen einreden der sich für Kinder entscheidet aber ich würde nur dann Nachwuchs in die Welt setzen wenn ich sicher stellen könnte, daß mein Kind finanziell abgesichert ist.
    Dann und nur dann hätte ich die Grundlage zu sagen: Ok ... herzlich willkommen in unserer Welt.
    Ich bin nicht egoistisch genug zu sagen: Aber Kinder sind doch süss. Stimmt ... süss sind sie ca. 10 Jahre lang. Arbeitslos sind sie aber evtl. ca. 40 Jahre lang. Auch bin ich nicht so vermessen zu sagen: Vielleicht ist gerade mein Kind erfolgreich. Da ist die Chance im Lotto zu gewinnen größer.

    Aber das ist nur meine Ansicht der Dinge. Wer sich für Kinder entscheidet: Bitte sehr. Ich wünsche alles Glück der Welt. Das meine ich ehrlich. Aber ich erwarte von Eltern auch, daß sie ihre Kinder selber versorgen, egal wie lange das nötig ist und nicht von Fremden verlangen ihren Nachwuchs mitzufinanzieren.

    Ich erwarte in 30 Jahren keine Rente mehr. Die Zeiten sind vorbei. Jeder muss sich um seine eigene Altersvorsorge kümmern. Ich kann nicht erwarten, daß in 30 Jahren 1 Arbeitnehmer für 4 Rentner aufkommt. Ich kann auch nicht erwarten, daß die Arbeitsplatzsituation in 30 Jahren besser ist. Im Gegenteil.

    Ich kenne zig Mamis die sich denken: Jau ... keinen Bock auf Arbeit ... also lass ich mich schwängern. Und diese Frauen erwarten Hilfe von meinen Steuergeldern. Nein danke.

    Wie gesagt: Wer sich Kinder leisten kann: Von Herzen willkommen.

    Hier noch ein Aktueller Bericht:

    Quelle n-tv

    Auslaufmodell
    Lebensunterhalt durch Arbeit

    Immer weniger Menschen in Deutschland bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Arbeit. Stattdessen ist eine wachsende Zahl auf Rente, Arbeitslosengeld oder die Unterstützung durch Angehörige angewiesen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

    So hätten 1991 noch 44 Prozent der Bevölkerung angegeben, eigene Erwerbstätigkeit sei ihre wichtigste Unterhaltsquelle. In der letzten Befragung im März 2004 waren es noch 39 Prozent. Insbesondere bei Männern ging die Bedeutung der Arbeit zurück: 2004 lebten weniger als 47 Prozent von ihrem Lohn und Gehalt, 13 Jahre zuvor waren es 56 Prozent. Bei den Frauen sank der Anteil im gleichen Zeitraum nur von 34 Prozent auf knapp 33 Prozent, wie das Amt anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai mitteilte.

    Der Anteil der Menschen, die von Arbeitslosengeld oder -hilfe leben, hat sich in der fraglichen Zeit mehr als verdoppelt von zwei Prozent der Bevölkerung auf knapp fünf Prozent. Während in Westdeutschland gut drei Prozent der Bevölkerung auf diese Einnahmequelle angewiesen waren, traf dies für jeden zehnten Ostdeutschen zu. Die Zahl der Menschen, die überwiegend von Rente und Pension lebt, vergrößerte sich bundesweit um vier Punkte auf 23 Prozent.

    Eine große Bedeutung für die Finanzierung des Lebensunterhalts spielen auch Leistungen durch Angehörige. 2004 waren darauf knapp 29 Prozent der Bevölkerung angewiesen - 32 Prozent der Westdeutschen und 18 Prozent der Ostdeutschen. Dabei ist mit einem Anteil von 36 Prozent die Abhängigkeit der Frauen von Geld der Angehörigen wesentlich höher als bei Männern, von denen lediglich jeder Vierte auf Hilfe der Familie angewiesen ist.

  4. #3
    Benutzerbild von schubser

    Registriert seit
    02.03.2005
    Beiträge
    1.129
    PostMortem postete
    Notausgang Kind

    Die letzten zehn Jahre waren in Deutschland geprägt von Jobabbau, Zunahme der Leistungsdichte und von arbeitsverleidenden Phänomenen wie Bossing/Mobbing. Ich erlebe immer häufiger Frauen, die ganz offen sagen, dass sie nun lieber ein Kind bekommen wollen und erstmal zu Hause bleiben, statt sich das noch weiter zu geben. Mittlerweile nimmt das in meinem Umfeld Ausmaße an, dass man fast schon auf einen Babyboom in den nächsten Jahren wetten will...

    Erlebt ihr das auch so? Ich denke, es ist nicht gerade ein tolles Motiv um Kinder zu bekommen und wie wenig stressresistent gerade diese Mütter gegenüber dem 100%-Job Mutter dann sind bzw. wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass diese Kinder in einem Klima des Abschiebens groß werden, will ich mir gar nicht vorstellen....
    sehr interessant, dass andere es auch so empfinden. Mir ist es ebenfalls schon aufgefallen, wenn es in Firmen eher schlecht als recht zugeht, steigt dort die Geburtenrate der weiblichen Angestellten rapide an. So nach dem Motto "Wir sitzen de schlechte Zeit mit Mutterschutz aus"
    Logo nicht alle, aber oft hab ich sowas auch im Bekanntenkreis schon gehört.

    PostMortem postete
    Kinder-Hype

    Die Geburtenrate in Deutschland sinkt beständig. Wenn man heute sieht, was für ein Theater um die Geburt eines Kindes gemacht wird, könnte man glatt meinen, es kämen nur noch 12 Kinder im Jahr auf die Welt. Versteht mich nun nicht falsch: Für alle Eltern ist so ein frisch geborener Zwerg sicher etwas ganz faszinierendes und wunderbares. Dennoch habe ich heute das Gefühl, dass das ganze mittlerweile tierisch glorifiziert und im Umfeld zum absoluten Hype getrieben wird. Ohne Kind könnte man sich da glatt behindert vorkommen. Ich habe den Eindruck, dass früher ein weniger sensationeller Umgang mit der Tatsache gepflegt wurde, dass viele Menschen Nachwuchs zu zeugen pflegen. Das ganze umgab mehr eine Stimmung der Normalität.....

    Erlebt ihr das auch so? Ist da eine riesige Meinungsmaschine der Rentenversicherer am Werke, um uns allen den Nachwuchs so schmackhaft zu machen, dass wir uns am liebsten sofort paaren sollen? ;-) Ich kann mir diesen auf mich teilweise übertrieben wirkenden Hype einfach nicht erklären. Nicht weil ich Kinder nun hasse, aber Kinder sind nunmal nicht nur wunderbar, sondern offenbar auch oft extrem arbeitsintensiv oder sogar nervtötend (seid ehrlich, jeder kennt ultranervigen Nachwuchs von anderen, den er nicht für Geld als eigenen haben wollte ;-). Irgendwie kam mir der Empfang von Nachwuchs früher nüchterner, aber nun deshalb nicht desinteressiert oder herzlos vor - NORMAL eben.
    Mein Vater hat auch 3 Tage bei meiner Geburt gefeiert (erstes Kind) damit hatte es sich aber auch Logo das stolz der Nachwuchs präsentiert wurde aber was heute teilweise abgeht ist schon arg. Dieser heutige Hype findet aber eher in einem Teil der Bevölkerung statt...im gut verdienenden bzw. älteren. Die ganz jungen Eltern (die teilweise auch noch zu Hause rumsitzen) machen das eher wegen nem anderen Punkt hab ich manchmal das Gefühl (nächster Punkt) und nicht um nen Hype auslösen zu wollen.

    PostMortem postete
    Kinder-Finanzierung

    Meine Eltern haben für mich glaube ich noch 50 DM Kindergeld bekommen. Die Eltern meiner Eltern bekamen für ihre Kinder überhaupt kein Kindergeld. Es war selbstverständlich, dass Kinder Geld kosten und man einen großen Teil seiner Finanzen für die Erfüllung des Kinderwunsches wird aufwänden müssen. Heute habe ich manchmal das Gefühl, dass die Meinung bezüglich der Kinderfinanzierung geradezu auf die andere Seite kippt. Vonwegen: Wenn sich überhaupt noch jemand gnädigerweise entscheidet Kinder zu bekommen, sollen dafür die Allgemeinheit und natürlich am besten die Kinderlosen aufkommen. Paradeargument: Man zeugt schließlich künftige Renteneinzahler! Dabei müsste dieses Denken angesichts schrumpfender Arbeitsplatzzahlen und immer schlechterer Bildung heutigen Nachwuchses noch auf seine Daseinsberechtigung hin überprüft werden...

    Kinder also = Renteneinzahler und deshalb am besten für die eigenen Eltern kostenfrei? Wird heute so gedacht und ist das in Ordnung?
    Meine Meinung: Kindergeld streichen bzw. umwandeln in kostenlose Kindergartenplätze, kostenlose Schulspeisung, ne kostenlose Milch zum Frühstück(in der großen Pause) etc. Hier sieht man sicher meine DDR-Vorbildung, allerdings sind dies Sachen die meiner Meinung nach wirklich sinnvoll sind und a) Eltern finanziell auch entlasten und b) zB dafür sorgen das Kinder von klein auf lernen mit anderen umzugehen (KiTaplätze) und sich zu integrieren. Schade das solche Sachen nicht aus dem DDR-System übernommen wurden, den KiTa und auch der Hort gaben den Kindern und den Eltern einige Möglichkeiten. Nun kommt man darauf zurück, auch wenns nun Ganztagesschule heißt

    PostMortem postete
    Blick auf Kinderlose

    Angesichts der Tatsache, dass seit Jahren immer weniger Kinder zur Welt kommen, also immer weniger Menschen Eltern werden, ergibt sich die paradoxe Situation, dass immer weniger Leute offen zugeben können oder wollen, dass sie tatsächlich gar keine Kinder wollen. Ich habe gerade heute erst bei SPON von einer Studie gelesen, lt. der lediglich 12% alle Deutschen keine Kinder wollen. Nun, wenn ich mich unter meinen ebenfalls kinderlosen Kollegen umsehe und wenn ich einbeziehe von wievielen ich weiss, dass sie plangemäß gar keine Kinder wollen, kommen mir diese 12% extrem gering vor. Kann es sein, dass sich viele Leute heute gegenüber Fremden nicht mehr trauen offen darüber zu sprechen, dass sie gar keine Kinder wollen? Könnte es die Angst sein, dass man schief angschaut wird, wenn man dem deutschen Staate keine vermeintlichen Renteneinzahler gebären mag? Müssen Kinderlose ausgerechnet unter immer mehr Kinderlosen zunehmend damit rechnen als Sozialschmarotzer zu gelten? Wird als Egoist abgestempelt wer keine Kinder will (ganz so, als ob nie Kinder aus puren Egoismus geboren würden...)?
    ich denke soooo richtig überhaupt keine Kinder wollen sicher die wenigsten. Die meisten die sich dagegen entscheiden tun dies aus wirtschaftlichen Gegebenheiten. Kinder kosten nunmal und wenn eins da ist, muss man viele Abstriche machen bzw. haben viele Angst wenn der Job mal weg ist, nicht zu wissen wie es weitergehen soll. Egoismus oder doch verantwortungsvoll in ner unsicheren Zeit??? Es ist wie überall, keiner geht mehr ein Risiko ein....an Renteneinzahler denken da wohl die wenigsten bei Kindern. Heutzutage wird allgemein zu kurzsichtig gedacht und gehandelt. Das ist wohl eher das Problem.

  5. #4
    Benutzerbild von röschmich

    Registriert seit
    22.08.2003
    Beiträge
    1.764
    Wenn es drauf ankommt, ist es letztendlich so: Leute die öffentlich nie Kinder haben wollen, bekommen plötzlich welche, dafür klappt es bei den Paaren nicht, die sich unbedingt welche wünschen. Meine Ehe ist ja auch dran gescheitert.

  6. #5
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997
    SonnyB. postete
    Meine ganz persönliche Meinung ist: Ich setze heutzutage keine zukünftigen Rentenzahler in die Welt, ich zeuge potentielle Arbeitslose. Ich will nun beileibe niemandem ein schlechtes Gewissen einreden der sich für Kinder entscheidet aber ich würde nur dann Nachwuchs in die Welt setzen wenn ich sicher stellen könnte, daß mein Kind finanziell abgesichert ist.
    Ohne Zweifel eine ganz schön pessimistische Sichtweise... aber wenn ich mir das Ruhrgebiet anschaue, leider auch berechtigt. Die klassischen Industrien und Arbeitsplätze verschwinden zu tausenden, während auf wenigen Industriebrachen Arbeitsplätze für wenige hundert heutzutage sog. "Hochqualifizierte" hochgezogen werden. Und wer kann schon garantieren, dass die eigenen Kinder einmal dazu gehören werden? Wie ich am Wochenende gesehen habe, verlangt nun sogar schon McDonald's für seine Azubis Abi! Wehe dem, der es nur geschafft hat einen mittelprächtigen Realschüler zur Welt zu bringen.... Ich frage mich auch immer, wo die ganzen Blaumänner der 60er Jahre eigentlich ihre handwerklichen Begabungen in Berufstätigkeit hätten umsetzen sollen, wenn sie heute geboren worden wären. Mein Vater und mein Opa, die die geborenen Malocher und in ihem ganzen Leben keinen Tag arbeitslos waren, würden heute wahrscheinlich direkt in die Arbeitslosigkeit starten. :-/

    schubser postete
    Meine Meinung: Kindergeld streichen bzw. umwandeln in kostenlose Kindergartenplätze, kostenlose Schulspeisung, ne kostenlose Milch zum Frühstück(in der großen Pause) etc. Hier sieht man sicher meine DDR-Vorbildung, allerdings sind dies Sachen die meiner Meinung nach wirklich sinnvoll sind und a) Eltern finanziell auch entlasten und b) zB dafür sorgen das Kinder von klein auf lernen mit anderen umzugehen
    Ja, da hast Du Recht. Das ist eine der Sachen, die man hochmütig aber fälschlicherweise mit der DDR begraben hat - wobei das ja nicht ganz stimmt, die Kinderbetreung ist genau aus diesem Grund bis heute im Osten Deutschlands besser als im Westen. Ich habe auch den Eindruck, dass man mittlerweile mit zu viel Geld versucht das Kinder kriegen zu fördern. 150€ Kindergeld pro Kind, sind höchstens ein Anreiz für Leute, für die 150€ ein kleiner Batzen Geld ist. Die besserverdienenden, die sich Kinder leisten könnten, schütteln über dieses Kindergeld nur den Kopf und hätten viel lieber bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten, um ihren guten Verdienst "nur" wegen der Erfüllung des Kinderwunsches nicht zu verlieren. Aber so denken wohl nur wenige und so bekommen Gut- und Besserverdiener weiter keine Kinder und die Empfänger von Kindergeld, beklagen sich weiter, dass das ja eigentlich noch viel zu wenig sei (obwohl es im europäischen Vergleich ein Spitzen-Kindergeld ist...).

    röschmich posteteWenn es drauf ankommt, ist es letztendlich so: Leute die öffentlich nie Kinder haben wollen, bekommen plötzlich welche, dafür klappt es bei den Paaren nicht, die sich unbedingt welche wünschen. Meine Ehe ist ja auch dran gescheitert.
    Das ist ja heftig... Aber das ist mal eine interessante Sicht. So empfindet wohl jeder aus seiner persönlichen Situation heraus die Verhältnisse anders. Ich denke mal, dass hier die biologische Uhr der Frau u. U. eine Rolle spielt? Die eine oder andere überlegt es sich evtl. doch nochmal anders, wenn der Gedanke nagt, dass es bald nicht mehr geht und einem dann die freie Entscheidung geraubt wird ja oder nein zu sagen.... also sagt man dann doch nochmal schnell ja...
    Wenn man einen Mann dabei hat, der sich dann auch noch schnell umentscheiden kann, ok.

    PM

  7. #6
    Benutzerbild von Stingray

    Registriert seit
    04.10.2001
    Beiträge
    803
    Ich selber als Vater vom mittlerweile fast einjährigen Mathis will auch mal meinen Senf dazugeben. Allerdings kann ich nur die Erfahrungen wiedergeben, die ich selber durch mich und mein Umfeld gewonnen habe. Sprich, ich lebe in Schleswig-Holstein, einem durchaus konservativem und vor allem Bevölkerungsarmen Bundesland, in dem die Verhältnisse sicherlich ganz anders sind, als Ballungsgebieten mit mehr Stadt und weniger Land.

    Zu Notausgang Kind sehe ich keine Veränderung zu früheren Zeiten. Für viele junge Frauen mit max. mittlerer Reife und einer gehaltschwachen Ausbildung wie z.B. Arztherlferin, Verkäuferin o.ä., war und ist ein Kind sicherlich sehr häufig auch (aber nicht nur) ein Grund, dem öden Alltag zu entfliehen und endlich den Sch... Job an den Nagel zu hängen. Ich glaube, da hat sich zumindest in meiner Region nicht viel dran geändert. Also denke ich schon, das es diesen "Notausgang" tatsächlich gibt, nur nicht unbedingt häufiger als früher. Vielleicht hat sich aber auch nur das Verhältnis verschoben. Während vor 20 Jahren vielleicht mehr junge Frauen darauf geeicht wurden einen Mann zu finden, zu heiraten und Kinder zu bekommen und dann Ihren Beruf halt nicht mehr ausüben zu müssen, so ist dieses Klischee heute nicht mehr (so) gültig. Frauen können sich heute ebenso wie Männer in der Arbeitswelt und Freizeitgestaltung unabhängig verwirklichen. Das mag aber vielleicht anders sein für die Frauen, die von vornherein ihren eigenen, großen We eingeschlagen haben und dann später in der heutigen harten Arbeitswelt feststellen, das sie dem Stress und Mobbing nicht gewachsen sind und lieber Mutter sind, als Managerin.

    Vom Kinder-Hype habe ich allerdings noch gar nichts bemerkt. Ein Kind zu bekommen ist immer ein ganz großes Erlebnis, sicherlich mit das größte im Leben überhaupt und das wird natürlich auch oft gefeiert. Mal mehr und mal weniger.
    Wer es dann übertreibt, sollte sich bewußt sein, das ein frisch geborenes Baby gerade in den ersten Wochen eher viel Ruhe braucht als ständigen Trara von Verwandten und Bekannten, aber das nur am Rande ;-)

    Zur Kinder-Finanzierung kann ich sagen, das ich und French80 das Geld mehr als gut gebrauchen können. Wir beide sind Berufstätig! Und ebenso Geringverdiener und für uns ist das Geld sehr wichtig. Dazu will ich aber auch ganz klar betonen das ich das Geld als soziale Dreingabe vom Staat sehe und wir auch ohen das Geld über die Runden kommen würden. Dennoch muss ich sagen, das das Kindergeld bei sinkenden, bzw. gleichbleibenden Löhnen, aber ständig steigenden Unterhaltskosten, sprich für Energie, Wohnen, Auto, Steuern usw., heute eher einen Ausgleich darstellt.
    Klar möchte auch ich niemanden auf der Tasche liegen und ich bewundere meine Großeltern, die sieben Kinder zur Welt brachten und Ihre Wäsche noch mit dem Waschbrett sauberhielten. Die hatten schon ne Menge Arbeit und keine Unterstützung vom Staat. Das heisst aber nicht, das in unserer heutigen Zeit das Kindergroßziehen nur einfaches Brötcheneintunken ist, da wir uns heute mit ganz anderen, aber nicht minder schwierigen Problemen rumschlagen müssen.
    Während früher noch jeder Maurer seine Kinder und seine Frau ernähren konnte und dazu auch noch ein nettes Häuschen drin war, gibt man heute, wenn man nicht zu den Gut- bzw. Besserverdienenern gehört, zwischen 85% und 95% seines Einkommenens für den Unterhalt aus, wobei die Frau ebenso arbeiten gehen muss, wie der Mann. Den Rest, der überbleibt müsste man dann auch schon eigentlich für die Altervorsorge einplanen, aber das können eben viele gar nicht mehr. So siehts aus.
    Und da wir uns alle von der Politik verarschen lassen, ich sage da nur mal: sinkende Lohnnebenkosten bei vorgezogener Zahlung der gleichen, wird sich an diesem Zustand auch so schnell nix ändern, aber ich schweife ab.

    So, zu dem letzten Punkt wollte ich eigentlich auch noch was schreiben und noch einen abschliessenden Kommentar, aber ich muss erstmal ran und meine Brötchen verdienen :-)

  8. #7
    Benutzerbild von MaxiMan

    Registriert seit
    02.04.2002
    Beiträge
    839
    Als verheirateter Vater von zwei noch nicht schulpflichtigen Kindern möchte ich den Thesen der kinderlosen Fraktion (PM und Sonny) meine - als Vater gewonnenen - Ansichten gegenüber stellen.

    Es ist betrüblich, dass der vor allem in den Medien anzutreffende Grundtenor Kinder fast ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten abarbeitet. Entweder geht es um das Sich-Leisten-Können des Individuums oder das Sich-Leisten-Müssen der Gesellschaft.

    Als Kinderloser kann man nie nachvollziehen, welche positiven Emotionen Kinder auslösen können. Das Spielen mit den eigenen Kindern, das Suchen nach Antworten auf deren Fragen, diese kompromisslos entgegengebrachte und gegebene Liebe und das Vertrauen in Papa (und Mama) können sehr wohl sinnstiftend sein und ein Gefühl von Glück auslösen. Noch vor der Geburt meines ersten Kindes hätte ich nicht für möglich gehalten, dass man sehr wohl freiwillig in der Lage sein kann, sich selbst um seiner Kinder Willen zurück zunehmen (ich spreche nicht von Selbstaufgabe und „Unterordnung gegenüber höheren Werten“!!!!) und völlig neue Erfahrungen sammelt und Lebenseinstellungen gewinnt.

    Notausgang Kind

    Meine Kinder wurden von mir und meiner Frau ohne jegliche Gedanken um die Gefahr einer für (diese Kinder) möglichen Arbeitslosigkeit oder verminderten Altersrente „inganggesetzt“. Ich wage auch zu bezweifeln, dass werdende Eltern diese Gedanken überhaupt haben. Wenn, dann sorgt man sich darum, ob und dass das Kind gesund ist und bleibt. Gern will ich zugeben, dass wir nicht unbedingt zu den sozial Bedürftigen gehören. Dennoch: PM hat einmal sehr anschaulich beschrieben, dass und wie in der heutigen Zeit auch der Gutverdiener ruck-zuck an Hartz 4 durchgereicht werden kann. Aber mal ganz ehrlich: Wenn ich aufgrund der im Leben innewohnenden Gefahren auf alles verzichte, warum lebe ich denn dann. Als Eltern hat man auch Angst, dass einem das Kind plötzlich verunglückt, stirbt oder sonst irgendwas. Aber diese Gedanken schleppe ich doch nicht ständig vor mir her und lasse mir das Leben vermiesen.

    In meinem persönlichen Umfeld (privat und beruflich) gibt es eine (gefühlte) positive Einstellung zum Thema Kind. Die meisten Frauen, geben bereits während ihrer Schwangerschaft bekannt, dass sie in ihren Job zurück kehren wollen – überwiegend binnen Jahresfrist. Klar, das hat etwas mit dem Angebot an Krippenplätzen zu tun aber auch mit dem Selbstverständnis und dem Leitbild vieler Frauen.

    Zum Thema Geringverdiener und Kinderwunsch zwei Beispiele: Wir haben eine Bekannte, die – aufgrund der auswärtigen Berufstätigkeit ihres Mannes – ihre zwei Kinder weitgehend allein betreuen und aufziehen muss. Nun hat die Frau doppelt Pech, da es mit dem Job des Mannes nicht besonders gut läuft und beide Kinder aufgrund von Unverträglichkeiten mehrheitlich gesonderte (und entsprechend teure) Nahrung brauchen. In Summe der Widrigkeiten muss die Bekannte nebenbei noch Mini-Jobben. Aber: Noch nie hat sie sich dahingehend geäußert, dass „ohne die Bälger alles viel Schöner wäre“. Im Gegenteil.

    Beispiel 2: Ein weiterer Bekannter hat eine Freundin, die bereits zwei pubertierende Kinder hat. Nun, die beiden lieben sich und setzen Kind 3 in die Welt. Den beiden geht es finanziell alles andere als gut aber sie fühlen sich gut und sind glücklich.

    Kinder-Hype

    Dass die Geburt eines Kindes eine schöne Sache und allgemein auch zu Freude und Begeisterung beiträgt, ist in meinem Verständnis okay. Problematisch wird es erst, wenn die neuen Eltern kein anderes Thema mehr kennen. Das geht sogar mir tierisch auf den Geist.

    Allerdings stelle ich in diesem Zusammenhang auch fest, dass Kinderlose mit dem Umstand, dass der Bekannte / Kumpel etc. jetzt ein Kind hat, häufig nicht umgehen können. Persönlich hatte ich einen sehr guten Bekannten, mit dem ich z.B. die Leidenschaft für die 80iger und die Musik geteilt habe. Er ist bekennender Kinderverweigerer, okay. Nun habe ich mich zwar redlich bemüht, mein Vatersein nicht zu einer Belastung für ihn werden zu lassen, kann jedoch nur noch in kleinerer Relation flexibel irgendwelche Aktivitäten wahrnehmen. Ist so, kann ich damit umgehen. Er nicht. Also wurde der Kontakt immer flüchtiger und ist mittlerweile eingeschlafen.

    Blick auf Kinderlose / Kinderfinanzierung

    Das ist schon heftig, wenn behauptet wird, „dass [Eltern] ihre Kinder selber versorgen, egal wie lange das nötig ist und nicht von Fremden verlangen ihren Nachwuchs mitzufinanzieren.“. Ich will gar nicht von gesellschaftlicher Bedeutung etc. reden, auch nicht davon, dass dann bitte nicht meine Kinder im Seniorenheim der Kinderlosen Zivildienst schieben sollen. Nein, schauen wir doch einmal auf die üblichen Preiskonstellationen des Alttags.

    Beispiel Reise: Wie jeder weiß, sind Reisen während der Ferienzeit am teuersten. Wie jeder weiß, müssen diese Termine von – na? – Familien wahrgenommen werden. Ein Kollege wollte letztes Jahr in die Türkei, mit Frau und zwei Kindern. Durch Mogelei gegenüber der Schule ist er zwei Tage vor Ferienbeginn losgeflogen und hat dadurch 1.100 EUR gespart. So, ihr Kinderlosen, und wer hat nun den Vorteil von dieser Mischkalkulation?

    Beispiel Eintrittsgelder: Ob Vergnügungspark, Zoo oder Freizeitbad, wer nutzt dies vergleichsweise intensiv? Richtig. Und wer bezahlt also absolut gesehen den höchsten Anteil an den Refinanzierungs- und Betriebskosten? Auch wieder richtig. Wenn wir also mathematisch betrachtet, die Kosten derartiger Kulturgüter auf die Besucher umrechnen, geht es dem Kinderlosen wieder besser, da unsereiner hier quersubventioniert.

    Ich gebe zu, dass ich der aktuellen Diskussion um Umverteilung der Kostenlast für Kinder viel abgewinnen kann. Es geht nicht darum, dass ich die Finanzierung meiner Kinder anderen überlassen will (oder muss), es geht darum, dass ich die Vorteile aus dem Vorhandensein meiner Kinder auch nicht allein nutzen kann (und will und darf).

    Natürlich sind Kinderlose nicht per se Egoisten. Jeder hat das Recht auf eigene Lebensplanung. Allerdings beschleicht mich langsam ein Gedanke, dass es insbesondere die junge, gebildete und finanziell gut ausgestattete Schicht ist, die sich vehement wehrt, für die Gesellschaft Beiträge zu entrichten (im wahrsten Sinne des Wortes) und dabei auf die ach so hohe Steuerlast verweist, die man eh schon zu tragen hat. Und da soll man nun auch noch für die Kinder fremder Leute und gesetzliche SV-Systeme mitbezahlen. Bewahre! Ich habe – toi, toi, toi – das Glück, auf solider Basis zu stehen und kann dennoch damit umgehen, trotz zweier Kinder einen relativ hohen Beitrag für diese Gesellschaft entrichten zu müssen. Was mich schon nervt ist, dass die Betrachtung des Materiellen so machtvoll ist, dass manch einer den Blick für die andere Seite des Lebens zu verlieren scheint.

    M.E. ist es auch unbewiesene Polemik, dass die Anzahl der Arbeitsplätze auf Dauer die Nachfrage unterschreitet und der Bildungsstand des heutigen Nachwuchses immer schlechter wird. Zu Punkt 1 sei zum einen auf die bereits heute relative Knappheit an qualifizierten Arbeitskräften hingewiesen und zum anderen auf die abnehmende Bevölkerung. Alles weitere dazu am anderen Ort. Punkt 2 ist doch bei ehrlicher Betrachtung ein reiner Medien-Hype. Da wird die Rütli-Schule zum Allgemeingültigen erklärt, mittels PISA-Ergebnissen per Rasenmäher jeder deutsche Schüler diskreditiert. Und, wenn dann aber ein Einbürgerungstest ein paar Fragen stellt, die man selbst nicht beantworten kann, schnell nach Überforderung geschrieen. Aber auch hier würde ich sagen, andere Baustelle.

    Ein ketzerischer Gedanke zum Schluss: Wenn all die (vermögenden) Kinderlosen einmal sterben, gibt es lustige Konstellationen in der Erbfolge. Entweder können Tierheim dann goldene Gitter bauen oder die zeitlebens verachtete Cousine zweiten Grades mit Hauptschulabschluss und zwei straffällig gewordenen Kindern freut sich über ein unerwartetes Zubrot.

    Und Schluss.

  9. #8
    Benutzerbild von Muggi

    Registriert seit
    08.02.2004
    Beiträge
    2.559
    Für den Moment nur mal ganz kurz, ich werde das später noch ausführlicher begründen:

    Was wäre ein Großteil der bewußt Kinderlosen ohne die glorreiche Ausrede vom Schutz vor später drohendem wirtschaftlichen Unbill des Nachwuchses? Meine Theorie: Selbst wenn es diesem Land blendend gehen und die Kinderbetreuung bestens geregelt sein würde, hätten diese Leute keine Kinder, weil es sie in ihrem persönlichen Lebensstil einschränken würde. Aber dann sollte man wenigstens den Arsch in der Hose haben und das auch zugeben, so wie das beispielsweise Babooshka immer hält.

    Später mehr.

  10. #9
    Benutzerbild von sturzflug69

    Registriert seit
    03.02.2003
    Beiträge
    2.276
    Aber natürlich versaut man sich die Figur durch eine Schwangerschaft...ganz zu schweigen von den hässlichen Streifen auf dem Bauch.

    Nein nein erstmal Karriere dann irgendwann auch höchstens 1,3 Kinder.

    Och es lebt sich auch ganz gut ohne die Teppichratten,oder?

    So als Generation X Paar mit zwei Autos,Haus und dem promovierten Ehegatten.Coole Freunde,die auch keine Kinder und Falten wollen.

    Zum Glück gibt es da Dr.Nötigenfalls und sein fideles Skalpell,gell?

    Nur...wenn ich dann mit ca.85 Jahren(natürlich wie 55 aussehend)auf dem Sterbebett im Altenheim liege,sitzt der Chirurg bestimmt nicht an meinem Bett und drückt meine Hand.

    Wer keine Kinder hat,kann wirklich nicht im geringsten nachvollziehen,welche Synapsen das Vater werden im Gehirn verknüpft und welche Hormone da in Massen irgendwohin ausgeschüttet werden.

    Try it!Es gibt nicht mehr viele Abenteuer auf der Welt,aber Eltern sein ist eines davon

    Sturzflug69(seit Oktober 2000 Vater)

  11. #10
    Benutzerbild von SonnyB.

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    8.765
    Und ich habe gedacht, daß ich verstanden werde wenn ich ausdrücklich schreibe, daß das meine ganz persönliche Meinung ist und ich jedem von Herzen sein Elternglück gönne.

    Statt dessen fühle ich mich hier schon wieder geprügelt und geächtet, weil ich sage: Ich möchte keine Kinder. Klar sind meine Ansichten heftig aber so denke ich nun mal. Jedem seine Ansicht der Dinge.

    Und wer sagt denn, daß ich mal im Alter alleine bin nur weil ich keine Kinder habe ? Vielleicht hab ich ja dann noch einen Partner und Freunde die meine Hand halten können ?

Seite 1 von 10 12345 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Kinder?Ehe?
    Von sturzflug69 im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 02.08.2012, 20:35
  2. Kinder - Kult der 80'er
    Von TheItaloFanatic im Forum 80er / 80s - FERNSEHEN & KINO / TV & CINEMA
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 24.09.2008, 02:28
  3. Kinder auf Konzerten
    Von SonnyB. im Forum MUSIK ALLGEMEIN / MUSIC GENERAL
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 26.01.2008, 12:09
  4. Kinder der Nacht / Kinder der Nacht 2 -Am Ende der Ewigkeit
    Von Thanos im Forum 80er / 80s - SUCHEN / SEARCH
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 06.03.2006, 12:43
  5. Kinder
    Von sturzflug69 im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 07.06.2004, 15:25