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Kinder

Erstellt von PostMortem, 26.04.2006, 22:09 Uhr · 97 Antworten · 7.705 Aufrufe

  1. #71
    Benutzerbild von Babooshka

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    Das Aufstehen mitten in der Nacht, auch am Wochenende, ist für mich ein weiterer sehr wichtiger Grund, keine Kinder zu haben. Ich bin Nachteule und mein Biorhythmus diktiert mir, spät ins Bett zu gehen und morgens spät aufzustehen, was ich Dank meiner Freiberuflichkeit auch kann. Früher zu Angestelltenzeiten, wo ich bisweilen um 8 Uhr in einem Büro sein musste, litt ich Höllenqualen und war ganze Wochenenden lang nicht aus dem Bett zu bewegen, weil ich ein beträchtliches Schlafdefizit aufzuholen hatte.

    Nun stelle ich mir das mit Kindern vor. Baby schreit zu allen möglichen Tages- und vor allem Nachtzeiten, Kleinkinder tapsen mitten in der Nacht (was für mich eben auch 6 Uhr morgens bedeuten kann ) ins Schlafzimmer und wollen bespaßt werden, ältere Kinder starten einen Kissenschlacht-Überfall auf ihre tief schlafende Mutter... oder wollen zumindest Frühstück serviert bekommen. Gut, nicht alle Kinder sind so; Erzählungen zufolge muss ich ein sehr rücksichtsvolles Kind gewesen sein. Jedoch, in der Woche gilt es, jeden Morgen ab 6 Uhr Action machen, Kinder wecken, darauf achten, dass sie nicht rumtrödeln, Frühstück vorbereiten, Schulbrot machen und dann sind die Kinder selber vielleicht auch Morgenmuffel. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, zu einer Zeit Action zu machen, zu der ich selber noch im Koma liege. Und dann brauche ich dringend das Wochenende, um mich von meiner Erschöpfung zu erholen, aber die Kinder lassen mich nicht...

    Meine eigene Mutter ist auch so ein Morgenmuffel und hat selber sehr gelitten in meiner Schulzeit, vor allem, als ich dann am anderen Ende der Stadt zur Schule ging, was bedeutete, um 6 Uhr aufzustehen und einen Wettauf gegen die Zeit anzutreten. Aber wenigstens hatte ich dann am Wochenende frei, vorher gab's ja noch samstags Schule! Auch hat sie mir "gestanden", dass sie bisweilen auch eine sehr gestresste Kleinkindmutter war, aber wenigstens gab's ja meine Großeltern, bei denen ich oft am Wochenende übernachtete, damit meine Eltern "sich mal von mir erholen" konnten (so Omas Antwort auf meine Frage, warum ich denn bei ihr schlafen soll ).

  2.  
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  3. #72
    Benutzerbild von Scheul

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    LastNinja postete
    Würdest du nicht so weit im Süden wohnen, würde ich die Einladung zum Frühstücken gerne annehmen
    Klar, von Düsseldorf aus wohne ich im Süden, aber generell nennt man das hier WESTDeutschland oder OSTHolland

  4. #73
    Benutzerbild von PostMortem

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    LastNinja postete
    steht nicht einmal die Woche was von mißhandelten Kinder, überforderten Jungmüttern (oder aber auch schon ältere Frauen) in der Zeitung?
    Dann noch die Dunkelziffer, deren Geschichten es nie in den Zeitungen schaffen (Berufserfahrung)...
    bzw. was man sonst noch alles in dieser Hinsicht zu diesem Thema in meinem Job erlebt/gesehen und noch erleben und sehen wird...
    Was man so liest bzw. im TV bezgl. zu Tode gequälter Kinder serviert bekommt ist manchmal so furchtbar, dass man einfach nur noch einen fetten Kloß im Hals bekommen kann... Aber es gibt sicherlich hunderttausendfach gequälte Kinder in Deutschland, die daran "nur" seelisch jeden Tag ein bisschen sterben. Du wirst solche Fälle sehen, ich kenne sowas nur vom Hörensagen (Sozialarbeiterin für Problemmilieus mit sog. "Migrationshintergrund" im Bekanntenkreis). Aber das lässt mich eben auch denken, dass vielfach leider die "Falschen" die Kinder bekommen und viele "Richtige" aus diversen Gründen nicht. Tatsächlich stehen die Kinderlosen aber "gefühlt" viel stärker in der Diskussion, als die lieblosen Eltern, die ihre Kinder verwahrlosen lassen. Wenns so wäre, würden wir ja noch weniger Kinder bekommen und das will niemand. Das heisst für mich immer: Hauptsache die Kinderlein kommen, koste es was es wolle. In gewisser Weise gehört das für mich auch zur unreflektierten Glorifizierung des Kinderkriegens.

    Sicher habe ich auch sehr viele Kollegen/Bekannte/Freunde die Eltern geworden sind.
    Einige haben sich völlig abgeschottet und "hypen" das Ganze ins Unermessliche, dass es einem manchmal schon auf den Sack geht.
    Man liest und hört ja oft, dass Eltern eben viel mehr um die Ohren haben und ihre Prioritäten ganz anders setzen. Das hat man hier ja auch schon einige Male gelesen und am "managen eines erfolgreichen kleinen Familienunternehmens", ist ja auch was dran. Interessant dabei ist aber doch, dass es ja schon auch Beispiele gibt, wo einem dieses abrupte Abschotten von Neu-Eltern nicht so entgegenschlägt.

    Scheul hatte ja dazu bereits geantwortet, dass man als Eltern eben oft keine Möglichkeit hat zusammen etwas zu machen, weil man niemanden für die Kinder hat und die seltenen Gelegenheiten dann auch eher für Zweisamkeiten nutzt. Ich kann das gut verstehen!

    Aber ich sehe oft einen Unterschied, wo es eben gar nicht um beide Elternteile geht. Ich kann manchmal nicht so ganz nachvollziehen, warum manche Eltern bis auf die wenigen Babysitter-Abende, IMMER beide zu Hause sein müssen. Es gibt da m. E. eklatante Unterschiede in der Bereitschaft von Eltern sich gegenseitig einen weiteren nomalen Umgang mit ihrem EIGENEN (also nicht gemeinsamen) Freundeskreis zu ermöglichen. Dazu gehören (das ist eben bis jetzt immer noch die Regel, bitte keine Emanzipationsdebatte draus machen, denn andersrum wärs bestimmt auch nicht anders) Mütter, die die Väter nach der Arbeit mehr oder weniger nach Hause zwingen, weils sonst Theater und ein schlechtes Gewissen gibt und dazu gehören Väter die auf ihren ruhigen Feierabend pochen und Müttern durch alleiniges ins Bett bringen der Kinder usw. den Müttern nach ihrem Mütter-Arbeitstag keinen "Freigang" ermöglichen. Das geschieht aber irgendwie auch alles dann sogar mehr oder weniger im Konsens und wird mit der puren Existenz der Kinder begründet (was eben irgendwo nicht sein kann, weil das eben kein Automatismus ist, denn viele machens anders).

    Da erlebe ich oft einen großen Unterschied. Manche Leute sind zwar seltener, aber immer noch regelmäßig dabei wenn abends Kollegen noch was zusammen unternehmen wollen und man hört nicht jedes einzelne mal sechs Wochen im voraus ein "muss ich erst zu hause fragen" (die wissen einfach, dass sie mit ihrer Frau auf sechs Wochen im voraus locker einen "Deal" machen können ;-). Andere haben eigentlich mit Hinweis auf die Familie nie mehr Zeit, egal ob andere vier Kinder haben und sie nur eins... Wie gesagt, dass sind meine Eindrücke. Da muss sich keiner hier von angesprochen oder kritisiert fühlen.

    So wie es unterschiedlich veranlagte Kinderlose gibt (es sind nicht alle kinderhassende BMW Z3-fahrende und in der Nebensaison billiger durch die Welt jettende Egoisten), muss es also auch unterschiedliche Eltern geben (Oh Wunder! ;-). Das Problem für den Kinderlosen ist eben, dass er grundsätzlich schon verloren hat, wenn er sich anmaßt einen Grad festzulegen, wo ihm Eltern als zu kinderzentriert oder zu sehr aufs Elternsein fixiert erscheinen. Eltern untereinander dürfen das vielleicht noch, aber womöglich setzten sich sogar treusorgende und liebevolle Eltern schon dem Rabenelternvorwurf aus, wenn sie ihre Kinder nicht für das größte Wunder (6 Mrd. ehem. Wunder auf Erden ;-) und selbstverständlich für ihren "Prinz" und/oder ihre "Prinzessin" halten...

    Meine Freundin hat zwei Söhne (6 und 8):
    Beiden haben bereits sowas wie "Erziehung" genossen und es ist mir oftmals eine Freude, mich mit ihnen zu beschäftigen.
    Sie akzeptieren mich...mehr als Ich anfangs verkraften konnte...
    Ich habe bis zum Erreichen meines heutigen Alters (und noch bin ich ja gar nicht so besonders alt ;-) einige Kerle kennen gelernt, für die war die tollste Frau sofort indiskutabel, wenn bereits Nachwuchs im Spiel ist. Komischerweise habe ich DAS nie als Problem gesehen und fand es unfair. Mit zunehmendem Alter sehe ich es auch so, dass man es irgendwann ja nun auch nicht mehr erwarten kann auf PartnerInnen ohne "Vorgeschichten" zu treffen (am besten noch ne' top aussehende Jungfrau mit Mitte 30 wie? ;-). Ich kann und will gar nicht erklären, warum ich keine eigenen Kinder haben will, ich aber bestehenden Nachwuchs nie als Hindernis gesehen hätte wenn alles andere stimmt (da wird mir ja eh nur wieder einer draus gedreht ;-). Ich vermute aber mal, dass es der gleiche Mechanismus ist, der mich vor einer Ehe zurückschrecken lässt. Ehe ist Pflicht und alles was Pflicht ist, wird auch gerne Routine und Last. Das war schon als Kind so... freiwillig aufgeräumt habe ich schonmal ganz gerne. Wenns angeordnet wurde, gabs nix was ich widerwilliger getan hätte. Und so bin ich auch mit meiner Freundin nun schon sehr gerne recht lange zusammen. Wer weiss wie das mit Ehepapieren aussehen würde... ich weiss es nicht. Bei Kindern ist es vielleicht das selbe. Vielleicht würde ich fremde Kinder ohne Probleme bis zum 30. und dem zweiten Studium großziehen und gerne durchfüttern aber bei eigenen mit meinem Schicksal hadern... keine Ahnung ;-)

    Oft kann man über deren Fragen, Verhalten und Handlungen einfach nur ablachen...
    Da ich voller Sarkasmus stecke, bekommen sie das auch oft zu spüren.
    Manchmal schlagen sie mich mit meinen eigenen Waffen....
    [...]
    "Na Torsten, weißt du eigentlich was du macht"
    Ich: "na sichi"
    Er: "mhhh...sieht irgendwie nicht so aus, finde ich"
    Derartige Alltagssituationen hat man so oft, dass ich die beiden nicht missen möchte.
    Wenn ich mir manchmal vorstelle, es würde etwas schief gehen und es käme dann eben Nachwuchs, dann denke ich auch an solche Situationen mit Kindern. Ich denke mal, in letzter Konsequenz kann man auch im Zeitalter der Verhütung einfach keinen 5ex haben, wenn man nicht im "Notfall" doch in der Lage wäre, sein Leben auf Kinder einzustellen. Zumindest müsste man sich dann wirklich sterilisieren lassen. Aber solange ich die Entscheidung habe.... sehe ich eben eher die vielen Eltern denen ihre Kinder entgleiten, weil sie in der Schule unter schlechtem Einfluss stehen oder sich aus unerklärlichen Gründen zu unerträglich schwierigen Quälgeistern entwickeln. Ich bekäme so eins, ganz bestimmt ;-)

    Eigene Kinder möchten wir aber nicht mehr.
    Und diese Frage kommt in meinem Bekannten/Kollegenkreis sehr oft.
    Immer von den Frauen...
    "Ach ja, zwei Kinder sind schon vorhanden.....aber dann noch ein Eigenes, oder?"
    und dann schaut man dich an, als müsste jetzt auch sofort ein JA von mir kommen.
    Dennoch schauen sie bei meiner negativen Antwort leicht verständnislos...
    Die meisten Menschen werden eben so erzogen und erleben es so, dass man natürlich Kinder in die Welt setzt wenn man "groß" ist. Ob da schon zwei von früheren Partnern da sind, ist ja nicht der Punkt..... Ich sehe in diesem Denken eben malwieder ganz zart einen gewissen Egoismus aufflackern, der da auf andere projeziert (ich hasse dieses Wort, aber hier fällt mir auch kein besseres ein ;-) wird. Das ist die domestizierte und weiter verbreitete Version der Supermutti (des Supervatis), die Reading uns geschildert hat (vonwegen nur eigene Kinder sind das wahre...).

    Wie dem auch sei, dass war malwieder ein entspannter Ausschnitt aus dem Leben des "LastNinja". Ich hoffe wenn ich mal in eine Kontrolle komme (das Vergnügen ist mir noch niemals zu Teil geworden! ), dass Du der Typ mit der Kelle in der Hand bist ;-)

    Babooshka postete
    Das Aufstehen mitten in der Nacht, auch am Wochenende, ist für mich ein weiterer sehr wichtiger Grund, keine Kinder zu haben. [...]
    Meine eigene Mutter ist auch so ein Morgenmuffel und hat selber sehr gelitten in meiner Schulzeit
    Also ICH habe darunter auch schon zu meiner eigenen Schulzeit gelitten *g* Ich gehörte ab einem gewissen Alter (sagen wir mal mit ca. 12) schon zu den Kindern, die nicht nur nicht ins Bett wollten (ist das nicht bei fast allen so? ;-), sondern dort auch nicht wie angeordnet pennen konnten. Es war dann ein Glück recht bald erlaubt erst bei Eintreten erster echter Müdigkeit ins Bett zu gehen. Wenn dann aufgestanden werden musste, wurde eben aufgestanden und in die Schule gegangen (da habe ich mich als Scheidungskind eh selbst hingeschickt nachdem ich mir mein Brot geschmiert hatte...). Ich bin dort nie zu spät gekommen und auch nicht durch Einpennen aufgefallen. Aber ich habe es gehasst wie die Pest! Und auch als Erwachsener konnte ich mich niemals an einen frühen Arbeitsbeginn anpassen. Es ist völlig egal wann ich morgens aufstehe, ich komme abends trotzdem nicht "zeitiger" ins Bett, egal wie übermüdet ich irgendwann zwischendurch mal gewesen sein sollte. Von daher gibts auch für mich nur Arbeitsstellen mit ausreichenden Gleitzeitregelungen. Ein Glück war das bisher nie ein Problem und ich arbeite mit extremeren Langschläfern zusammen.

    PM

  5. #74
    Benutzerbild von Babooshka

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    Tja siehste, erst bei Müdigkeit ins Bett, das durfte ich nicht, schließlich kann man ja auch schon mal ruhen, wenn man noch nicht schläft, sagt(e) meine Mutter immer. So habe ich mir dann eben immer den Ohrstöpsel meines Radios ins Ohr gesteckt und solange AFN gehört, bis dann eben die Müdigkeit eintrat... Das nahm sich eh nicht viel, denn ich konnte sozusagen mit den Hühnern ins Bett gehen, maßgeblich war die Aufstehzeit am nächsten Tag und je früher die lag, desto schlimmer war es. Dann den ganzen Tag völlig Banane rumhängen, nach dem Mittagessen mit dem Schlaf kämpfen... und abends wieder so fit sein, dass man nicht in die Kiste kommt

    Was ich immer nicht verstanden habe, warum muss man als jüngeres Kind mit den Hühnern ins Bett, wenn man dann schon wieder in aller Herrgottsfrühe hellwach wird - und das ist irgendwie bei allen Kindern so, selbst bei mir, die ich später Morgenmuffel wurde - und die Eltern beim Aus- und/oder Weiterschlafen stört? Es ist doch eigentlich sinnvoller, die Kinder später ins Bett zu stecken, damit sie dann auch morgens länger schlafen, oder? Hätte ich Kinder, ich würde sie von Anfang an auf 8 Stunden Schlaf "eichen" und dementsprechend die Bettzeit planen.

    Jut, dit war jetz 'n bisschen offtopic... macht mal weiter im Text bitte.

  6. #75
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Babooshka postete
    Tja siehste, erst bei Müdigkeit ins Bett, das durfte ich nicht, schließlich kann man ja auch schon mal ruhen, wenn man noch nicht schläft, sagt(e) meine Mutter immer. So habe ich mir dann eben immer den Ohrstöpsel meines Radios ins Ohr gesteckt und solange AFN gehört, bis dann eben die Müdigkeit eintrat... Das nahm sich eh nicht viel, denn ich konnte sozusagen mit den Hühnern ins Bett gehen, maßgeblich war die Aufstehzeit am nächsten Tag und je früher die lag, desto schlimmer war es. Dann den ganzen Tag völlig Banane rumhängen, nach dem Mittagessen mit dem Schlaf kämpfen... und abends wieder so fit sein, dass man nicht in die Kiste kommt
    Warum kommt mir das so bekannt vor? Ich muss übrigens kurz vor acht raus aus den Federn!

    Was ich immer nicht verstanden habe, warum muss man als jüngeres Kind mit den Hühnern ins Bett, wenn man dann schon wieder in aller Herrgottsfrühe hellwach wird - und das ist irgendwie bei allen Kindern so, selbst bei mir, die ich später Morgenmuffel wurde - und die Eltern beim Aus- und/oder Weiterschlafen stört? Es ist doch eigentlich sinnvoller, die Kinder später ins Bett zu stecken, damit sie dann auch morgens länger schlafen, oder? Hätte ich Kinder, ich würde sie von Anfang an auf 8 Stunden Schlaf "eichen" und dementsprechend die Bettzeit planen.
    Das hingegen wird wohl nur höchst selten funktionieren. Die meisten Kinder wachen von ganz alleine frühmorgens auf (genau wie ältere Menschen!), brauchen aber definitiv mehr als die bewussten acht Stunden Schlaf. Bevor ich in die Pubertät kam, war ich auch am Wochenende fast immer gegen sieben Uhr munter, wusste mich aber auch selbst (und ohne großen Lärm!) zu beschäftigen. Und wenn's dann doch mal später wurde mit dem Einschlafen, war ich zwar müde, konnte aber trotzdem nicht weiterschlafen. Heute gibt's dieses Phänomen nur noch, mit leichter Zeitverschiebung, wenn ich ein paar über den Durst getrunken habe...

    Vielen anderen scheint es da auch nicht anders ergangen zu sein als mir. Kinder auf "Erwachsenenzeiten" festzulegen, halte ich im allgemeinen nicht für besonders förderlich.

  7. #76
    Benutzerbild von Scheul

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    Babooshka postete

    Was ich immer nicht verstanden habe, warum muss man als jüngeres Kind mit den Hühnern ins Bett, wenn man dann schon wieder in aller Herrgottsfrühe hellwach wird - und das ist irgendwie bei allen Kindern so, selbst bei mir, die ich später Morgenmuffel wurde - und die Eltern beim Aus- und/oder Weiterschlafen stört? Es ist doch eigentlich sinnvoller, die Kinder später ins Bett zu stecken, damit sie dann auch morgens länger schlafen, oder? Hätte ich Kinder, ich würde sie von Anfang an auf 8 Stunden Schlaf "eichen" und dementsprechend die Bettzeit planen.

    Jut, dit war jetz 'n bisschen offtopic... macht mal weiter im Text bitte.
    So einfach kann man die auch nicht "eichen". Normal brauchen Kinder mehr als die 8 Stunden Schlaf. Sie schlafen teilweise 10 - 12 Stunden (außer unsere natürlich ... ). Und da stellt sich halt die Frage, wie versucht man sie zu "eichen"? Auf das Wochenende oder auf die Wochentage wo alle früh raus müssen? Wir haben uns dann für die Wochentage entschieden, da wir keine Lust haben jeden Morgen einen Morgenmuffel zu wecken, weil der seinen Hintern nicht hochbekommt .

    Nochmal zurück zum "eichen": Silvester waren wir bei Freunden zum Übernachten und wir erlaubten den Kindern, daß sie so lange aufbleiben können wie sie möchten (Normale Bettgehzeit ist bei uns ca. 20:00 Uhr). Sie schafften es wirklich alle drei bis zum Feuerwerk. Um 0:30 Uhr war dann aber wirklich der Akku leer und sie ist ins Bett. Trotzdem war um 7:00 Uhr die Nacht vorbei!

  8. #77
    Benutzerbild von Closelobster

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    Das mit dem "Eichen" geht nicht so ohne weiteres. Ich denke mal, daß jedes Kind auch sowas wie einen eigenen Rhythmus hat und der ist nicht so einfach zu ändern. Meine beiden sind Frühaufsteher (das haben sie von mir geerbt ), spätestens um 7 Uhr ist Tag. Beide kommen um 20 Uhr ins Bett, die ältere braucht nicht lange zum Einschlafen, bei der Kleinen kann schon mal 1 Stunde vergehen, bis sie eingeschlafen ist. In unserem Bekannten- und Freundeskreis ist es ähnlich, da ist kein Kind dabei, daß ein ausgesprochener Langschläfer ist. Okay, die ältesten sind 9 Jahre alt (und unsere beiden werden demnächst 5 und 2), insofern fehlt uns da auch die Erfahrung mit älteren Kindern.

    Letztes Silvester haben wir auch erstmalig das Experiment gestartet, dass die beiden so lange aufbleiben dürfen wie sie wollen. Ergebnis: die Kleine war um 21.30 fix und fertig, die Große hat genau bis 23.15 Uhr durchgehalten, dann ist sie auf dem Sofa eingeschlafen und war auch durch das lauteste Geballer nicht mehr zu wecken. Und beide waren am nächsten Morgen um 7.30 Uhr wach.

    Zum Weggehen der Eltern, alleine oder zusammen: bei uns ist es so, daß meine Frau und ich so 3-4 Mal im Monat weggehen, sei es zum Kartenspielen bei Freunden, oder Essen gehen, oder Kino. Wofür gibt es Babysitter ? Die beiden freuen sich wenn das Mädel (16) zu uns kommt. Außerdem geht jeder von uns 1-2 Mal im Monat auch alleine weg. Das ist für keinen von uns ein Problem. Wir nehmen uns einfach die Zeit, und das ganze sogar ohne schlechtes Gewissen gegenüber den Kindern. Und die Zeit, wo bis in die Puppen Party gemacht wird, sind für uns schon länger vorbei. Das hatten wir als wir jünger waren, das brauchen wir jetzt nicht mehr.

  9. #78
    Benutzerbild von Babooshka

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    Das war natürlich nur graue Theorie von mir, wie ich es machen WÜRDE, also sprich, so würde ich es ausprobieren Eben weil ich als Kind immer so früh ins Bett musste und demnach so früh aufwachte; da dachte ich mir, hätte man mich länger aufbleiben lassen, hätte ich auch länger geschlafen. Aber wie meine Mutter mir ebenfalls mal "gestand": Meine Eltern wollten irgendwann abends einfach ihre Ruhe vor mir haben.

    Was das Eichen auf Wochenende oder Wochentag angeht, ich meinte generell Eichen auf 8 Stunden oder meinetwegen 9 Stunden in jüngeren Jahren. Also bei einer Aufstehzeit von 6:30 Uhr zum Beispiel eine Bettzeit von 21:30 Uhr, am Wochenende entsprechend später. Wie gesagt, graue Theorie, die ihr, Scheul und Closelobster, gerade widerlegt habt. Im Grunde habt ihr mir die bittere Wahrheit vor Augen geführt, die ich schon befürchtet hatte: Kinder sind von Natur aus Frühaufsteher und daran kann man nichts ändern; selbst ich war es ja früher. Insofern hatten meine Eltern schon Glück mit mir, da ich mich, sobald ich ein bisschen älter wurde, alleine und ganz leise in meinem Zimmer beschäftigte. Aber irgendwann haute ich meine Eltern auch aus dem Bett, und wenn sie nicht wollten, dass ich eine Tafel Schokolade frühstückte, taten sie gut daran, bald aufzustehen

    Zwei Fragen stelle ich mir noch, vielleicht könnt ihr erfahrenen Väter sie ja beantworten:
    - Ab wann wird ein Frühaufsteherkind zum Morgenmuffel, sofern er einer wird (manch einer soll ja tatsächlich Frühaufsteher bleiben)? Sprich, wann beginnt der Biorhythmus zuzuschlagen?
    - Wie kommt es, dass Kinder, die am Wochenende länger aufbleiben dürfen, frühmorgens putzmunter sind, jedoch in der Woche, wo sie früher ins Bett müssen, morgens zur selben Zeit, zu der sie am Wochenende putzmunter sind, bisweilen aus dem Bett geprügelt werden müssen und überhaupt nicht munter sind? Ihr werdet sagen, dass das so ist, weil die Pflicht in Form von Schule ruft. Aber wenn dem Kind die Schule Spaß macht und es gerne hingeht, es die Schule als gar nicht als so schlimme Pflicht empfindet?

  10. #79
    Benutzerbild von Closelobster

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    Babooshka postete
    Aber irgendwann haute ich meine Eltern auch aus dem Bett, und wenn sie nicht wollten, dass ich eine Tafel Schokolade frühstückte, taten sie gut daran, bald aufzustehen

    Zwei Fragen stelle ich mir noch, vielleicht könnt ihr erfahrenen Väter sie ja beantworten:
    - Ab wann wird ein Frühaufsteherkind zum Morgenmuffel, sofern er einer wird (manch einer soll ja tatsächlich Frühaufsteher bleiben)? Sprich, wann beginnt der Biorhythmus zuzuschlagen?
    - Wie kommt es, dass Kinder, die am Wochenende länger aufbleiben dürfen, frühmorgens putzmunter sind, jedoch in der Woche, wo sie früher ins Bett müssen, morgens zur selben Zeit, zu der sie am Wochenende putzmunter sind, bisweilen aus dem Bett geprügelt werden müssen und überhaupt nicht munter sind? Ihr werdet sagen, dass das so ist, weil die Pflicht in Form von Schule ruft. Aber wenn dem Kind die Schule Spaß macht und es gerne hingeht, es die Schule als gar nicht als so schlimme Pflicht empfindet?
    Zuerst ne Schote, die unsere Jüngste gerissen hat: vorletzten Samstag war Emma (die kleine) schon um 6.30 Uhr wach und nachdem sie ihr allmorgendliches Milchfläschchen getrunken hatte, war sie der festen Meinung aufstehen zu müssen und im Wohnzimmer zu spielen. Meine Frau schlief noch, und ich bin dann auch wieder in die Falle. Etwa 10 Minuten später dreh ich mich zur Tür und wundere mich: nanu, hat Emma eine spontane Hautmutation durchgemacht und ist zur Farbigen geworden ? NEIN.... wir hatten am Abend zuvor ne Tafel Schokolade angebrochen und vergessen, die wegzuräumen. Ergebnis: nicht nur Emma komplett verschokoladet, sondern auch die Möbel und das Parkett. Es ist wirklich eine Grenzerfahrung, morgens um 7 Uhr das Wohnzimmer komplett zu putzen. Soviel zum Thema Schokolade zum Frühstück

    Zu Deinen Fragen: Neele (die ältere) geht sehr gerne in den Kindergarten, wir müssen sie weder wecken noch zwingen sich zu waschen/anzuziehen/zu frühstücken. Ihr Biorhythmus scheint tatsächlich so zu sein, daß sie, wie ihr Vater, Frühaufsteher ist. Emma ist noch zu klein, aber auch da ist die Tendenz eindeutig erkennbar: Nochfrüheraufsteher. Ob und wann die beiden zu Morgenmuffeln mutieren - frag mich doch noch mal in etwa 10 Jahren, ja ? Ich kann nur von mir sprechen: war, bin und bleibe Frühaufsteher. Auch zu härtesten Disco- , Party- und Weggehzeiten war ich spätestens um 8 wieder wach. Egal, wann im Bett und wie besoffen.

  11. #80
    Benutzerbild von Scheul

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    Nur um es mal gesagt zu haben: Ich nehme mir auf jeden Fall auch Zeiten, wo ich alleine unterwegs bin. Jeden Montag bin ich unterwegs und wenn irgendwas anliegt, hat meine Frau kein Problem damit. Meine Frau darf das natürlich auch, aber sie ist von natur aus eher häuslich und geht nicht so oft alleine weg.

    @ Babooshka: Leider haben Kinder keinen Wochenendschalter . Mal zum Ablauf:
    - Mo-Fr: Kindergarten, d.h. früh aufstehen und um ca. 20:00 Uhr ins Bett. Das heißt, die ist Freitag um 20:00 Uhr völlig fertig und steht daher Samstag auch wieder früh auf der Matte. Ja aber um 20:00 Uhr ist sie dann auch wieder fertig mit der Welt und wenn Du versuchst ein müdes Kind wachzuhalten, geht der Schuß nach hinten los und Du hast ein quengelndes Kind. Dann lieber den Rhythmus beibehalten und alle sind doch irgendwie relaxt und ausgeglichen.

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