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28. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • ..... vom Menschen gemacht und muss gestoppt werden

    7 25,00%
  • ... ein natürlicher Vorgang, den der Mensch aber bedeutend mit antreibt

    13 46,43%
  • ... wenig zu beeinflussen, weder positiv noch negativ

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Klimawandel vs. Wetter vs. Medien

Erstellt von PostMortem, 23.01.2007, 15:01 Uhr · 79 Antworten · 6.042 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von PostMortem

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    Klimawandel vs. Wetter vs. Medien

    Hallo zusammen,

    die Auseinandersetzung mit dem Klimawandel hat sich in den letzten Jahren in meinen Augen von einer offenen Diskussion zu einer medien- und lobbygetriebenen Kampagne verändert. Mich würde hierzu mal Eure Sicht der Dinge interessieren, da ich überhaupt nicht einschätzen kann wie "die Allgemeinheit" denn nun eigentlich mittlerweile denkt.

    Während z. B. noch vor kurzem weite Teile der Bevölkerung vollkommen hinter dem Atomausstieg standen und ihn seit 1986 auch gefordert haben (leider stand allerdings auch hinter diesem "Volkswillen" mehr Kampagne als sachliche Diskussion...), sollen diese Mehrheitsverhältnisse auf Basis der aktuellen "Meinungsmache" nun wieder gekippt sein. Aktuelle Umfragen legen das jedenfalls nahe, Tenor: "Ausstieg ja, aber lieber erst viel später".

    Leider haben Staatsmänner wie G.W. Bush und andere es ermöglicht die CO2-Diskussion zu beenden, bevor sie eigentlich zu Ende war. Wer heute noch an der Rolle zweifelt die CO2 zugedacht wird gilt als Idiot. Dabei ist das Thema eigentlich nicht so einfach und wissenschaftlich sogar immer noch sehr fragwürdig. Doch welcher Wissenschaftler wagt sich unter dem geschaffenen Diskussionsklima noch mit Pro-CO2-Forschungsergebnissen in die öffentliche Debatte? Der Mann wäre erledigt. M. E. hat sich hier eine Meinungsmache und Meinungsmacht aus Lobbyisten, Meinungsmachern und ahnungslosen Politikern konzentriert, die von der Bevölkerung eigentlich dringend hinterfragt werden müsste. Doch da tut sich heutzutage recht wenig, denn wenn auch Umweltverbände (="die Guten") in dieses Horn blasen, dann muss es ja stimmen. Aber sind nicht auch Greanpeace & Co. längst Wirtschaftskonzerne, die Macht und Geld horten und gar kein Interesse an wenig Schuldgefühlen ihrer Schäfchen haben? Das lässt schließlich nur die zur Gewissensberuhigung getätigten Spendenzuflüsse versiegen.

    Doch was für eine Lobby sollte ein Interesse daran haben, ausgerechnet CO2 zu verteufeln, wo das einer Industriegesellschaft doch nur Nachteile bringt? Auch die gibts: Die Atomenergie-Vertreter. Sie können in der öffentlichen Debatte bald schon ein Öko-Siegel für sich beanspruchen, da CO2 als übelste Umweltsünde gebrandmarkt wurde und u. a. der Deutsche ja langsam (z. B. durch Bundestagswahlen) daran gewöhnt wurde zwischen notwendigen Übeln das weniger üble auszuwählen.

    Also lesen wir weiter völlig übertriebene Artikel (BILD: "Fliegt uns die Erde um die Ohren?", "Wir lange sind wir auf der Erde noch sicher?") zum aktuellen Wettergeschehen und lesen von Laien hergestellte direkte Zusammenhänge, die jedes Wetterextrem mit dem Klima verbinden. Dabei kann einem jeder Meteorologe erklären: Wetter hat nicht unbedingt etwas mit Klima zu tun. Der warme Januar 2007 beispielsweise lässt sich mit dem von wenigen 0,x Grad gekennzeichneten Klimawandel eigentlich nicht erklären, dies wird trotzdem eifrig getan. Langsam führt dies zu einem Lerneffekt bei den Lesern und dieses "Wissen" geht ins Allgemeingut über. Aber stimmt es deshalb?

    Den Klimawandel kann niemand in Frage stellen. Er existiert. Aber der eigentlich begangene Irrtum ist ja auch der, dass Klima etwas statistisches zu sein habe. "Für die Jahreszeit zu warm" ist deshalb in sich schon ein Fehler. Hier liegt auch der Schlüssel für die Fraglichkeit des CO2-verursachten Klimawandels. In Zeiten vor der Industrialisierung war die CO2-Konzentration in der Atmosphöre lange Zeit um 1/3 niedriger als wir sie messen. Dennoch gab es englische Weinbaugebiete zu dieser Zeit und es war bis zu 10°C wärmer als heute. Klimawandel ist also kontinuierlich und nicht erst vom "Industriemenschen" erfunden worden. Dies soll kein Freispruch für CO2 sein oder gar eine Aufforderung möglichst mehr davon in die Luft zu blasen. Aber seine Verantwortlichkeit für Teile des Klimawandels oder den gesamten Klimawandel ist keinesfalls ergiebig geklärt.

    Dem Trugschluss, dass Klimawandel = Ursache Mensch ist, scheinen viele aber mittlerweile aufgesessen zu sein, wenn das Wort "Klimawandel" auch nur fällt. Dementsprechend glauben viele "etwas mehr wissende" Gesprächspartner einem allerdings oft auch nicht, dass Wettereffekte wie "El-Niño" nicht einem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben werden können (was häufig geschieht!), sondern nach Aufzeichnungen bereits im 16. Jahrhundert aufgetreten sind. Auch dieses Jahr wird aufgrund des "El-Niño"-Effektes ein eher warmer Sommer angenommen. Die oft unsinngerweise vom Kühlturmwolken(!) verzierten Titel-Schlagzeilen werden also auch dieses Jahr nicht lange auf sich warten lassen. Ein Zeichen dafür, wie wenig fundiert diese Meinungsmache allerdings organisiert und motiviert ist, kann man daraus aber durchaus lesen, es sei denn man hält auch erdnahen Wasserdampf für klimaschädlich (erdnah deshalb, da Wasserdampf in höheren Atmosphärenschichten tatsächlich klimaschädlich ist...).

    Unbestreitbar ist, dass wir in den letzten sieben Jahren sechs der wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hatten. Das bedeutet allerdings nicht, dass es vor Beginn der Wetteraufzeichnungen nicht viel wärmere Perioden in den letzten 10.000 Jahren gab (und die gab es, s.o.).

    Die Frage ist also so kurz wie weitreichend: Warum glauben heute offenbar so viele Leute daran, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist? Ist er es wirklich?

    Uns wird erklärt, durch weniger Autofahren, Fliegen und Indurtrie-CO2-Ausstoß (was immer die Minderheit am CO2-Aufkommen sein wird, weil eine wachsenden Erdbevölkerung immer mehr davon ausscheidet, Tiere es ausrülpsen und pupsen, Pflanzen(!) es beim Verrotten freisetzen) diesen Klimawandel stoppen zu können.

    Doch warum wird sich so wenig dafür interessiert, welche weiteren Ursachen Klimawandel hat? Warum weiss kaum jemand, dass wir seit 70 Jahren auch eine sehr hohe Sonnenaktivität haben und das diese sehr viel mehr Einfluss auf unser Klima hat, als der Mensch jemals haben wird? Warum steht das nie in der Zeitung, ausser wenns um alienmäßig aufgemachte Meldungen um durch Sonnenwinde gestörte Wetter- und TV-Satelliten geht?

    Der Verweis auf natürliche Ursachen ist kein Freibrief für ein "Weiter so!" in Sachen Umweltverschmutzung. Aber die einseitige Teufelsjagd auf fragwürdig vorverurteilte "Klimakiller" und die damit untermauerte Rechtfertigung des inflationären Neubaus von AKWs (wie es derzeit um uns herum geschieht), ist noch lange kein veantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt. Die Hetzenjagd sollte langsam wieder einem sachlichen Umgang mit dem Thema weichen: Doch der kann auch bedeuten, dass es einen Klimawandel gibt, gegen den wir gar nichts tun können (jedenfalls nichts "natürliches").

    Bekanntlich hat nicht immer Recht wer am lautesten schreit. Und momentan wird in Richtung gewisser Sündenböcke unter heftiger Selbstkasteiung der Menschheit ganz schön gebrüllt, obwohl wissenschaftlich Belege nicht nur fehlen, sondern klare Gegenargumente existieren.

    Wie ist Eure Meinung?

    PM

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von RAG-Rainer

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    Extreme Klimaschwankungen gab es doch schon immer ... ich halte diese ganzen Thesen wie : "Der Mensch ist schuld an der Erderwärmung" für fraglich. In meinen Augen wollen die vielen Wissenschaftler nur genug Forschungsgelder von ihren Regierungen/Organisationen haben, um weiter "forschen" zu können. Ähnliches wird ja auch der Nasa vorgeworfen.

  4. #3
    Benutzerbild von J.B.

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    Ich habe jetzt mal für Möglichkeit 2 gestimmt, da ich davon ausgehe, dass der Mensch hier als Katalysator für den Klimawandel betrachtet wird, was meiner Meinung nach die Sache ziemlich genau auf den Punkt bringt.

    Das es auch schon immer natürliche, mitunter sehr starke Klimaschwankungen gegeben hat ist mir klar, aber der Mensch hat meiner Meinung nach nichtsdestotrotz in hohem Maße dafür gesorgt den derzeitigen Klimawandel, sprich die Erderwärmung, extrem zu beschleunigen oder zu verstärken.

    Er hat "mitgeholfen" die Intervalle zwischen den El Nino-Phänomenen zu verkürzen, die Meeresdurchschnittstemperatur zu heben und die Athmosphäre mittels riesigem FCKW und CO2-Ausstoß zu verändern.

    Wald-Monokulturen als Brandbeschleuniger, Brandrodung und Abholzung als O2-Killer, Stauseen als unnatürliche Gewichte und künstliche Bauten als Strömungswandler sind nur ein paar Beispiel für unseren Beitrag zur heutigen Situation.

    Gruß

    J.B.

  5. #4
    Benutzerbild von bubu

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    Fakt 1: Der Mensch hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre massiv erhöht, tut es weiter und wird es in noch höherem Maße tun (China, Indien, etc), wenn nichts passiert
    Fakt 2: CO2 ist ein Klimagas und bewirkt den Treibhauseffekt
    Fakt 3: Die globale Durchschnittstemperatur ist bereits angestiegen

    Was, bitte, gibt es da jetzt noch zu diskutieren? Kein Wissenschaftler bestreitet das mehr. Welche anderen Gründe können diesen Anstieg erklären? Es gibt keine.

    Nein, das ist keine Verschwörungstheorie, es gibt Desinformationskampagnen der Erdöllobby. Auch das ist Fakt. Genau wie es eine Desinformationskampagne der Tabakindustrie gab. Nur deshalb gibt es den Mythos des Streits um den Klimawandel.

    Ich empfehle außerdem den Film von Al Gore "Eine unbequeme Wahrheit". Er ist sehr sachlich, sehr unaufgeregt, dennoch alarmierend. Er bringt einen schnell auf den aktuellen wissenschaftlichen Status Quo.

  6. #5
    Benutzerbild von nilsfx

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    Das ist ein...

    ...hochinteressantes Thema, da ich - als Geographistudent - mich quasi "beruflich" damit beschäftige und just vor einer Woche einen Vortrag zu dem Thema beigewohnt habe, über den ich auch noch einen kleinen Artikel für ein Online-Politikmagazin verfassen werde.

    Es gibt da gleich mehrere Punkte, an denen ich ansetzen möchte.
    Ich fange mal hinten an.

    1.) Der Film "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore ist - allgemein betrachtet - auch nichts weiter als Lobbyarbeit. Nur wird hier eben auch - wenn auch bemüht sachlich - eine bestimmte Sichtweise auf ein Thema aufgezeigt und versucht "an den Mann zu bringen".
    Grundsätzlich unterscheidet sich hier also das Werk von Al Gore nicht sonderlich von irgendwelchen anderen Veröffentlichungen. Man muss auch solchen vermeintlich "guten" Dingen kritisch gegenüberstehen.

    2.) Es liegt natürlich am Geld! Ich würde sagen, die Überzahl der "physiogeographischen" Artikel , die man so vorgelegt bekommt, zielt direkt oder indirekt darauf ab, Forschungsgelder einzufahren um langfristig weiterarbeiten zu können.
    Ob das jetzt aus wirtschaftlicher Sicht sooo verwerflich ist, darüber lässt sich diskutieren.

    3.) Kyoto ist - und das ist nur meine ganz unmaßgebliche Meinung - in ihrer Gesamtheit eine Alibiaktion. Nicht nur, dass hier Ziele formuliert wurden, die nicht eingehalten werden können. Das Einsparungspotenzial von man-made CO² ist m.E. gering und das was in einem Jahr u.U. eingespart werden könnte, kann durch nur einen einzigen Vulkanausbruch oder durch flächenhafte Waldbrände wieder aufgezehrt werden...
    Das sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten.

    Eine ganz ähnliche Diskussion erleben übrigens vor allem - und jetzt schlage ich mal eine Brücke in die 80er - diejenigen unter uns, die sich als Hobby einen Youngtimer halten, also ein Auto, dass vielleicht 20 oder 25 Jahre alt ist.
    Es ist gut möglich, dass dieses oder nächstes Jahr diese Fahrzeuge nicht mehr in bestimmte Innenstädte deutscher Agglomeration fahren dürfen, da die Kommunen eigenmächtig darüber entscheiden dürfen, wie sie ihr Feinstaub-"Problem" in den Griff kriegen.
    Auch dies ist nichts weiter als eine Alibiaktion - der Feinstaub-Eintrag in die Atmosphäre durch Benzin-befeuerte Altautos ist gleich Null.

    4.) Das wohl komplexeste Problem an der ganzen Sache: Verstehen, warum hier von medialer Seite so einseitig berichtet wird.
    Nun gut, die Boulevardblätter wissen natürlich, was den Absatz steigert. Das man Bild-Schlagzeilen keine Beachtung schenken sollte dürfte hinlänglich bekannt sein.
    Was macht aber die "seriöse" Presse? Ich wüsste jetzt auch auf Anhieb keinen Artikel aus einer deutschen Tageszeitung, in der einmal ein kritischer Blick auf das Thema "CO² und Klimawandel" geworfen wurde.
    Das ist womöglich eher etwas, was man aus soziologischer Sicht einmal näher beleuchten müsste...

    Fazit: M.E. geht es gar nicht so darum, was jetzt den Klimawandel "verursacht" oder wie man ihn stoppen könnte. Ein paar Grad mehr oder weniger mit all ihren negativen Auswirkungen können wir, so sehe ich das, nicht stoppen.
    Wir müssten uns aber viel stärker Gedanken darüber machen, wir wir uns eben diesen Veränderungen anpassen. Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir uns einstellen auf wärmere Sommer, spätere Winter, öftere Überflutungen. Wir müssen uns fragen, ob es Sinn macht, direkt nach der "Jahrhundertflut" an der Mulde wieder ein Ausflugslokal zu bauen.

    Und mich beschleicht das Gefühl, dass man sich darüber bis dato noch viel zu wenig Gedanken gemacht hat...

  7. #6
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie
    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    Fakt 1: Der Mensch hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre massiv erhöht, tut es weiter und wird es in noch höherem Maße tun (China, Indien, etc), wenn nichts passiert
    Fakt 2: CO2 ist ein Klimagas und bewirkt den Treibhauseffekt
    Fakt 3: Die globale Durchschnittstemperatur ist bereits angestiegen

    Was, bitte, gibt es da jetzt noch zu diskutieren? Kein Wissenschaftler bestreitet das mehr. Welche anderen Gründe können diesen Anstieg erklären? Es gibt keine.

    Nein, das ist keine Verschwörungstheorie, es gibt Desinformationskampagnen der Erdöllobby. Auch das ist Fakt. Genau wie es eine Desinformationskampagne der Tabakindustrie gab. Nur deshalb gibt es den Mythos des Streits um den Klimawandel.

    Ich empfehle außerdem den Film von Al Gore "Eine unbequeme Wahrheit". Er ist sehr sachlich, sehr unaufgeregt, dennoch alarmierend. Er bringt einen schnell auf den aktuellen wissenschaftlichen Status Quo.

    Schliesse ich mich zu 100% an!

  8. #7
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie
    Zitat Zitat von nilsfx Beitrag anzeigen

    Es gibt da gleich mehrere Punkte, an denen ich ansetzen möchte.
    Ich fange mal hinten an.

    1.) Der Film "Eine unbequeme Wahrheit" von Al Gore ist - allgemein betrachtet - auch nichts weiter als Lobbyarbeit. Nur wird hier eben auch - wenn auch bemüht sachlich - eine bestimmte Sichtweise auf ein Thema aufgezeigt und versucht "an den Mann zu bringen".
    Grundsätzlich unterscheidet sich hier also das Werk von Al Gore nicht sonderlich von irgendwelchen anderen Veröffentlichungen. Man muss auch solchen vermeintlich "guten" Dingen kritisch gegenüberstehen.


    Fazit: M.E. geht es gar nicht so darum, was jetzt den Klimawandel "verursacht" oder wie man ihn stoppen könnte. Ein paar Grad mehr oder weniger mit all ihren negativen Auswirkungen können wir, so sehe ich das, nicht stoppen.
    Wir müssten uns aber viel stärker Gedanken darüber machen, wir wir uns eben diesen Veränderungen anpassen. Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir uns einstellen auf wärmere Sommer, spätere Winter, öftere Überflutungen. Wir müssen uns fragen, ob es Sinn macht, direkt nach der "Jahrhundertflut" an der Mulde wieder ein Ausflugslokal zu bauen.

    Und mich beschleicht das Gefühl, dass man sich darüber bis dato noch viel zu wenig Gedanken gemacht hat...
    Du hast anscheinend den Film nicht gesehen.Oder?

    Natürlich müssen wir uns darauf einstellen.Es geht aber auch darum die Klimaveränderung so gut wie möglich abzumildern(sprich:zu verlangsamen).Wir haben eine Verantwortung für die nächsten Generationen!

  9. #8
    Benutzerbild von bubu

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    Kurzer Nachtrag: die Unterstreichungen in meinem vorigen Posting sind Links auf Artikel - bitte mal drauf klicken.

    Komisch, dass die Formatierung die nicht von normalen Unterstreichungen unterscheidet...

  10. #9
    Benutzerbild von bubu

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    @PM
    Noch eine Amerkung zur Fragestellung in der Umfrage. Du hättest besser gefragt:

    "Der jetzige Klimawandel..."

    Denn, dass es in der Erdgeschichte schon ganz oft einen Klimawandel gegeben hat, ist ja unbestritten und selbstverständlich ist das ein natürlicher Prozess. Dass das aber von einigen als Entschuldigung angeführt wird, dass der jetzige Klimawandel nun eben logischerweise auch ein natürlicher Vorgang sein muss, ist eben das haarsträubende an der Sache.

  11. #10
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    Fakt 1: Der Mensch hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre massiv erhöht, tut es weiter und wird es in noch höherem Maße tun (China, Indien, etc), wenn nichts passiert
    Denkanstoß: Woher kam dieses CO2 denn eigentlich einmal im geschlossenen System? Doch davon ab: Klimawandel-Propheten liefern folgende Zahlen: Der CO2-Anteil in der Atmosphäre soll in der Zeit der Industrialisierung von ~280 ppm (Teile pro Million) auf ~370 ppm gestiegen sein. Gerade in den letzten Jahrzehnten soll der Mensch bei diesem Anstieg die Hauptrolle gespielt haben. Geerntet haben wir dafür lt. Klimaforschung einen Temperaturanstieg von 0,6°C.

    Wenn Du von der erhöhten CO2-Konzentration also auf erhöhte Temperaturen im 0,x°C Bereich schließt, wie erklärst Du jetzt genau die um bis zu +~10°C höheren Temperaturen in den letzten 10.000 Jahren, in der die CO2-Konzentration nach gängiger Klimaforschungssicht in der Atmosphäre relativ stabil bei 250-280 gelegen haben soll? Bis ins 15. Jahrhundert betrieb man in England ganz selbstverständlich umfangreich Weinbau. Danach kam nach Forschungssicht eine "kleine Eiszeit".

    Fakt 2: CO2 ist ein Klimagas und bewirkt den Treibhauseffekt
    Dieser sog. Fakt wird nicht Fakt nur weil man ihn immer wieder als Fakt hinstellt.

    Bis in die späten 90er Jahre des vergangenen Jahrtausends schwang das Pendel noch in die andere Richtung: Man konnte weder ausschließen, noch beweisen, dass vom Menschen verursachte CO2-Emissionen am Klimawandel einen spürbaren Anteil haben. Und obwohl(!) seitdem keine bahnbrechend neuen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse auf den "Markt" kamen, schwing das Pendel in den letzten Jahren extremst in die andere Richtung. Seriöse Wissenschaftler tragen das so nicht mit, leider sind die meisten geiler drauf ihren Namen und ihre Nase immer in der Öffentlichkeit zu haben und das geht am besten durch Populismus.

    Fakt 3: Die globale Durchschnittstemperatur ist bereits angestiegen
    Ja und nach weitläufiger Meinung liegt das am "Treibhauseffekt". Das durch diesen Treibhauseffekt unser Leben auf der Erde erst möglich ist und die Menschheit ansonsten bei Minusgraden erfroren wäre, hat diese unsachliche Berichterstattung bereits aus den Köpfen der Menschen herausverdummt (falls es je drin war).

    Gestiegen ist die Temperatur in den letzten 140 Jahren auch geringfügig, nachdem sie allerdings zuvor (und auch in den Jahrhunderten und Jahrtausenden vor 1860) kräftig gesunken war und zuvor bereits viele Male gestiegen und gesunken ist (s.o. "kleine Eiszeit", Weinbaunation England etc.). Wie hat das Klima das bloß ohne menschliche Industrie und menschlichen Verkehr geschafft?

    Was, bitte, gibt es da jetzt noch zu diskutieren? Kein Wissenschaftler bestreitet das mehr. Welche anderen Gründe können diesen Anstieg erklären? Es gibt keine.
    Keine? Eine sehr gewagte und absolut unwahre Behauptung! Eine einfache Google-Suche führt zur gegenteilige Erkenntnis, die bloße Suche nach "Klimaskeptiker" bei Wikipedia zu weitaus objektiveren Informationen. Nichtmal die Mehrheit der alarmierendsten Klimaforscher geht im Detail soweit zu sagen, dass ohne die menschgemachten Einflüsse keine Erwärmung der Erde stattfindet bzw. möglich wäre. Lediglich die verkürzte Berichterstattung erweckt wohl bei manchem diesen Eindruck.

    Und wie ich bereits schrieb: Kritische Wissenschaftler bekommen unter dem gegenwärtigen Klima überhaupt kein Podium mehr. Gewünscht sind Wissenschaftler die für ihre Buch-Promo ihre Nase in die Kamera halten, so wie ja auch der eine Vertreter aus Deinem Link (Bisschen hochgegriffen aus diesem Artikel ein "kein Wissenschaftler bestreitet mehr" zu machen oder?).

    Während in den 80er und 90er Jahren noch eine öffentliche wissenschaftliche Diskussion möglich war, setzen Wissenschaftler die sich gegen die populäre Sicht des Klimawandels äußern heute ihre Etats und damit ihre Karriere aufs Spiel. Es passt nicht in die Zeit und es passt nicht in die Welt in der eine verquere Vorstellung von "Political Correctness" mehr zählt als die fundiert ermittelte und erforschte Wahrheit. Es ist kein Wunder, dass in solchen Zeiten Umweltminister Studien verschwinden lassen bzw. vor der Öffentlichkeit geheimzuhalten versuchen, wenn sie ihnen nicht in ihre Ideologie passen. Ideologie ist heute oft wichtiger als fundierte Erkenntnis.

    Aber um dieses "kein Wissenschaftler bestreitet das mehr" nochmal aufzugreifen: Ein seriöser Wissenschaftler, der die "Erderwärmungs-Ursache CO2" in Frage stellt bestreitet auch nicht, er belegt hauptsächlich die mangelnen Beweise zur CO2-Schuld bzw. zur Schuld vieler vermeintlich überführter Schuldigen. Da er die Unschädlichkeit niemals wird beweisen können (das ist nunmal ein wissenschaftliches Grundprinzip), wäre ein Streit über die Unschädlichkeit von CO2 unseriös. Ein seriöser Wissenschaftler schreibt deshalb z. B. folgende Abhandlung:

    Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke (Dipl.-Physiker), HTW Saarbrücken:
    Klimawandel und menschgemachtes CO2

    Er hat halt Pech damit nicht im Spiegel, Stern oder Focus zu landen, weil sich diese differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema nicht in platte Slogans pressen lässt und man damit in Zeiten von "Meinungsmagazinen" mit "nichts genaues weiss man nicht, wir müssen mehr forschen!" keine fertigen Meinungen transportieren kann. Nur ein Einfallspinsel kommt auf die Idee, dass es besser ist heute in Aktionismus auszubrechen, um wenigstens etwas getan zu haben, statt schneller auf gesicherte Erkenntnisse hinzuarbeiten. Immerhin sind die meisten heute eingeleiteten Maßnahmen nicht gerade billig und wären ggf. besser eingesetzt, sollte sich dieser ganze in Bewegung gesetzte Apparat noch als großer Trugschluss erweisen.

    Fast schon verdächtig (bestimmt von den 16Mio US$ geschmierte Nord-Amerikaner...), aber auch wg. der Kommentare anderer Wissenschaftler durchaus lesenwert:

    Risse im Klima-Konsens
    Klimawandel

    Ansonsten arbeiten die üblichen Mechanismen und Autoren werden zu fiktiven Stories motiviert, die - ebenfalls üblich - ihren wahren Kern enthalten. Der Umweltschutz ist auf der Ebene von vorstellbaren Bösewichten angekommen, vor 30 Jahren wurden solche Romane noch von Chemie- und Atomindustrie inspiriert:

    Michael Chrichton:
    Welt in Angst

    Es gibt also deutliche Belege dafür, dass die Diskussion um die Ursachen des Klimawandels kein "Mythos" ist...

    Und dann wäre da noch eine Seite, die in die gerne ausgeblendete Kerbe haut:

    “Climate Catastrophe Cancelled: What You’re Not Being Told About the Science of Climate Change”:

    http://www.friendsofscience.org/

    Und wenn wir schon bei "Fakten" waren, so hat diese ja nicht nur die Seite der Alarmisten gepachtet. Auch die Kritiker maßen es sich schonmal an die Fakten zu haben:

    Klimafakten
    Ulrich Berner, Hansjörg Streif
    http://texte.ruprecht.de/zeigartikel.php?id=502

    Nein, das ist keine Verschwörungstheorie, es gibt Desinformationskampagnen der Erdöllobby. Auch das ist Fakt. Genau wie es eine Desinformationskampagne der Tabakindustrie gab. Nur deshalb gibt es den Mythos des Streits um den Klimawandel.
    Wenn Du es so siehst und für die einzige "redliche" Wahrheit hältst sei Dir das überlassen. Aber die Diskussion um die Ursachen des Klimawandels als Mythos zu titulieren und anderen Verschwörungstheorien zu unterstellen, nur weil ein Ölriese mal vergleichsweise mickrige 16Mio Us$ irgendwohin hat tröpfeln lassen (wofür das Geld letztendlich wirklich genau floss, kann man anhand der Quelle allerdings auch kaum objektiv beurteilen, am Ende fällt es bei unaufgeregter Analyse doch nur unter "Öffentlichkeitsarbeit" und die ist nicht verboten) ist ja nun auch nicht das gelbe vom Ei. Als ob das irgendeine Auswirkung auf die öffentliche Meinung in einer Welt haben könnte, in der allein der Greenpeace-Deutschland-Etat diesen "Pups" locker um mehr als das doppelte übertrifft und man auch eifrig Anzeigen schaltet in der man Energiekonzerne namentlich als Umweltverschmutzer anprangert.

    Das auch so ein Umweltkonzern(!) seine Anti-Kampagnen mal gewaltig übertreibt und dabei ertappt wird Volkes Zorn wider besseren Wissens geschürt und ausgenutzt zu haben wird gerne verschwiegen, ließ sich im Fall der Brent Spar aber nicht völlig vertuschen.

    Leider interessiert sich das gemeine Volk für die später offenkundig gewordenen Wahrheiten nicht mehr. Und so verbinden heute viele den Namen "Brent Spar" immer noch mit einer spitzenmäßigen Umweltaktion gegen ein von Grund auf böses Unternehmen. Das ist ja auch kein Wunder, feiert Greenpeace diese Aktion auf seinen Webseiten auch heute noch als rundum gelungen ("Die Kampagne gegen die Versenkung der Brent Spar war einer der Höhepunkte in der über 30jährigen Geschichte von Greenpeace.").
    Greenpeace hat es bis heute nicht fertiggebracht die gewaltigen Fehler und die betriebene Desinformations-Kampagne im Fall Brent Spar einzugestehen und man hat sich nie für den zu Unrecht verursachten Imageschaden entschuldigt. Wer diesem Umweltkonzern weiterhin blind vertraut, nur weil er im Spiel stets den "Guten" zugerechnet wird, der will es eben so. Aber hat er deshalb die Wahrheit gepachtet?

    Ich empfehle außerdem den Film von Al Gore "Eine unbequeme Wahrheit". Er ist sehr sachlich, sehr unaufgeregt, dennoch alarmierend. Er bringt einen schnell auf den aktuellen wissenschaftlichen Status Quo.
    En solcher Filma ist genau das richtige Propaganda-Happen für ein Volk, das immer mehr Zugang zu Informationen hat und dabei gleichzeitig immer weniger bereit ist sich dieser zu bedienen und sich in Themen einzulesen oder gar eigene Meinungen zu bilden. Stattdessen konsumiert man Meinungen und da man die Gegenstandpunkte abseits des gerade gehypten Standpunkts so gar nicht mehr wahrnimmt, geht man davon aus das Dinge unstrittig sind und kennt Gegenargumente folglich auch gar nicht (höchstens die imaginären dummen Gegenargumente die auf "guter" Seite schonmal gerne aus Effektheischerei widerlegt werden um Andersdenkende zu diskreditieren und die Auseinandersetzung mit ihren tatsächlichen Argumenten zu verhindern).

    Aber das soll jeder so handhaben wie er es für richtig hält. Ich kann nur jeden dazu auffordern mal abseits der ausgetretenen Pfade und abseits der von prominenten Zugpferden und Mainstream-Schlagzeilen befeuerten Meinungsmache zu recherchieren.

    Vielleicht ist es auch mal ganz heilsam einen Blick in die Zeitung von vor 31 Jahren zu werfen: Angst vor der Erdabkühlung: The Cooling World

    Es würde mich wundern, wenn uns die heutigen Zeitungsartikel zum Klimawandel uns in 31 Jahren nicht weniger merkwürdig vorkommen werden. Vermutlich ist es dann wirklich etwas wärmer, aber wir werden uns über die "wissenschaftlichen Äußerungen" darüber wundern, warum das so (ge)kommen (sein) wird.

    Und wem die ganzen o. g. Links zu mühselig zu verfolgen sind und wer sich einfach mal an einer zentralen Stelle durchlesen will, das es nicht Verschwörungstheorien anhängende Spinner sind, die ganz andere als die von den von Medien verbreiteten Forschungsergebnisse erarbeitet haben, vertreten und verbreiten, der kann sich hier schlau machen:

    Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Klimaskeptiker

    Ich kann nur jedem empfehlen, sich wenigstens diesen Wikipedia-Artikel mal durchzulesen. Wenn da nur Mist drin stünde und die Strittigkeit der Ursachen des aktuellen Klimawandels nur als Mythos gelten würde, wäre der Artikel längst bis zur Unkenntlichkeit editiert, ohne das jemand etwas dagegen gesagt hätte. Letztendlich gibt es eben auch noch Menschen wie nilsfx (kann ich nur unterschreiben das Posting) die sich die Mühe machen eine Meinung zu vertreten, die heute kaum noch gern gelesen wird.

    PM

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