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König von Deutschland. Das alles und noch viel mehr...

Erstellt von Lutz, 19.09.2003, 17:01 Uhr · 55 Antworten · 3.245 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Torsten

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    Lang hat's gedauert, aber nun möchte ich auch noch ein bisschen phantasieren...

    Allerdings müsste man für meine Änderungen wohl schon eher der König dieses Planeten sein, da die meisten Punkte in unserer globalisierten Welt auf nationaler Basis gar nicht zu realisieren wären...

    Bei einigen radikalen und gelegentlich vielleicht gar undemokratischen Maßnahmen würde wahrscheinlich so manch einer laut aufschreien. Aber eine derart marodierende Gesellschaft erfordert auch entsprechend drastische Maßnahmen...


    Politik:

    - Die Legislaturperiode einer gewählten Regierung wird auf zehn Jahre verlängert. Zusätzlich werden die Termine für Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen auf den gleichen Tag gelegt. Durch diese Maßnahmen erhalten notwendige Reformen die Chance, mittel- und langfristig konsequent durchgeführt zu werden.

    - Die politischen Parteien müssen sich für anstehende Wahlen "qualifizieren", indem sie der Bevölkerung durch verständliche Ausführungen ihre Programme erläutern. Die Entscheidung, ob eine Partei dieser Anforderung genügt, trifft eine vom Volk gewählte Kommission.

    - Die letztgenannte Institution überwacht auch, wie sich die gewählten Parteien an ihre vor dem Votum angekündigten politischen Maßnahmen halten. Im Falle entscheidender Abweichungen kann die Kommission Neuwahlen ansetzen.

    - Ein Rat aus intellektuellen Kräften aller Couleur wird sich intensiv mit den Fragen zur Entwicklung der Arbeitsgesellschaft beschäftigen. Sollte diese Instanz zu dem Schluss kommen, dass immer weiterführende Rationalisierungsmaßnahmen auf Dauer den Zusammenbruch des marktwirtschaftlichen Systems bedeuten, wird eine gesetzliche Grundlage für das Verbot bestimmter Automatisierungsprozesse geschaffen. Parallel dazu werden die Auswucherungen kapitalistischen Wirtschaftens beleuchtet und nötige Gegenmaßnahmen eingeleitet: beispielsweise die Abschaffung von Aktiengesellschaften oder die Limitierung von Gewinnzuflüssen an einzelne Personen. Die Tatsache, dass die vier reichsten Amerikaner das Kapital von einem Sechstel der Weltbevölkerung auf sich vereinen, lässt ein Umdenken in dieser Hinsicht dringender erscheinen als alles andere...

    Fernsehen:

    - Da mindestens 50% des derzeitigen TV-Angebots zur Kategorie "Sendungen, die die Welt nicht braucht" gehören, wird die Fernsehlandschaft völlig umgekrempelt: Privatsender werden abgeschafft. Das Programmangebot wird auf zehn staatliche, gebührenfinanzierte Kanäle heruntergekürzt: Zwei Spielfilmsender, ein Nachrichtenkanal, ein Doku-Sender, zwei Sport-Kanäle, einer für "Oldies" (also Wiederholungen von alten Serien und Sendungen), ein Unterhaltungskanal, einer für's Kinderprogramm und ein Regionalsender. Das war's, mehr braucht kein Mensch! Der TV-Konsument kann sich sein eigenes Sender-Paket zusammenstellen, muss also nicht zwangsläufig für alle Kanäle zahlen.

    - TV-Werbung gibt's nicht mehr. Zwar steigen dadurch natürlich die Fernsehgebühren, aber auf diese Weise soll die Bevölkerung endlich wieder lernen, für Qualität zu bezahlen. Endlich keine nervigen Unterbrechungen mehr, die auf Dauer nur die Konzentrationsfähigkeit der TV-Konsumenten mindern! Filme werden ungeschnitten gezeigt, ansonsten dürfen sie gar nicht erst gesendet werden. Der hierfür nötige Jugendschutz erfolgt durch entsprechend späte Zeiten der Ausstrahlung bzw. Sicherungsoptionen, die die für den Empfang nötige Digital-Box bietet.

    - Nervtötendes Nichtskönner-Personal à la Oliver Geissen, Franklin, Reinhold Beckmann, Carsten Spengemann oder diverse Soap-Nulpen werden für mindestens zehn Jahre in einen Big-Brother-Container gesperrt. Dort hält man sie in dem Glauben, ihre langweiligen Existenzversuche würden im Fernsehen übertragen und unterhält sie mit einem TV-Programm, in dem mediale Hämorrhoiden wie Jenny Elvers, Jürgen Drews, Naddel oder DJ Ötzi die Highlights bilden. Der wöchentliche Höhepunkt aber sind jeden Samstag stattfindende "Battles" wie Wettschleimen oder Extreme-Sülzing, bei denen die Teilnehmer ihre Talente unter Beweis stellen können.

    Musik:

    - Musikvideos werden komplett abgeschafft. Musik hat sich in Zukunft wieder über das Gehör und nicht über die Optik zu verkaufen, was eine Qualitätssteigerung bewirken soll. Öffentliche Autftritte für Musiker gibt es nur bei Konzerten oder TV-Sendungen in der Art von "Disco" oder "Musikladen". Vorraussetzung hierbei sind echte Live-Darbietungen, Playback wird nicht mehr akzeptiert. So soll langfristig die musikalische Spreu vom Weizen getrennt werden.

    - Musik, die von den Großen der Branche vertrieben wird, darf nur noch in klanglicher Top-Qualität auf Tonträger gepresst werden. Hierfür werden Mindest-Standards eingeführt, die von Edel-Labels wie Telarc vorgegeben werden. Minderwertige Produktionen, wie sie z. B. häufig bei Virgin erscheinen, werden nicht mehr zum Verkauf freigegeben. Ausnahmen gelten nur für alte Aufnahmen, die nicht mehr aufzupolieren sind.

    - Die CD-Preise werden deutlich gesenkt. Gleichzeitig wird allen Musikdaten eine Art digitales Wasserzeichen eingefügt, das Kopieren nur auf dafür hergestellten HiFi-Geräten erlaubt. Die Preise der benötigten Rohlinge werden ebenfalls deutlich angehoben. Parallel dazu erfolgt eine Umstellung der Auslese-Technik für digitale Daten anderer Art, um eine Vervielfältigung der Musik-Daten an PC-Geräten zu verhindern. In Bezug auf die Audio-CDs werden für Computer zwar noch Wiedergabe-, aber keine Aufnahmegeräte mehr angeboten.

    - Plattenfirmen erhalten nur noch für fünf Jahre die Rechte an Musiktiteln. Während dieser Zeit müssen die entsprechenden Tonträger zum Verkauf angeboten werden. Nach Ablauf der fünf Jahre gehen die Rechte wieder in den Besitz der eigentlichen Autoren über. Diese haben dann verschiedene Möglichkeiten: Sie können die Titel selbst vertreiben, verkaufen die Rechte abermals für fünf Jahre oder überlassen sie einer staatlichen Institution, über die sich jedermann die Titel gegen eine Unkostengebühr besorgen kann. In Ausnahmefällen, die von den Autoren stichhaltig zu begründen sind, können die Titel auch vom Markt genommen und "auf Eis gelegt" werden.

    Sonstiges:

    - Die Haltung von Haustieren wird gesetzlich verboten. Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Hamster usw. haben in menschlichen Haushalten nichts zu suchen. Besonders schwere Strafen werden für Besitzer von Vögeln ausgesprochen: Wer den Inbegriff der Freiheit in einen Käfig sperrt, wird so lange eingekerkert, wie er es seinem Tier zumutete. Durch derlei Maßnahmen soll der Bevölkerung verdeutlicht werden, dass die größten Tierliebhaber diejenigen sind, die sich erst gar nicht welche halten! Ausnahmen gelten nur für wenige Tierarten, die in landwirtschaftlichem oder ähnlich naturnahem Umfeld leben.

    - In Supermärkten werden so genannte "Trödel-Kassen" eingerichtet, an denen ältere Mibürger stundenlang nach ihrem Kleingeld suchen können, um am Ende festzustellen, dass sie die 78,92 EUR doch nur mit großen Scheinen bezahlen können. In der Wartezeit können sich die dahinter Stehenden ausgiebig Schwänke aus ihrer Jugend erzählen...

    - Ein staatliches Gremium, das sich aus kompetenten Sprachwissenschaftlern zusammensetzt, erstellt eine "Schwarze Liste" heimat- und fremdsprachiger Begriffe, die in den Medien und jedem anderen öffentlichen Umfeld nicht mehr toleriert werden. Auf diese Weise soll vor allem enervierendes Dummdeutsch-Gefasel und der sich mittlerweile selbst karikierende Gebrauch von Imponier-Anglizismen sukzessive aus dem Vokabular der hiesigen Bevölkerung verschwinden. So muss z. B. jegliche Werbekampagne vor ihrer Veröffentlichung dem Gremium zur Genehmigung vorgelegt werden. Zuwiderhandlungen werden mit mittelalterlichen Foltermethoden geahndet, um die Delinquenten für die Thematik zu sensibilisieren...

    - Autos, die mehr als sechs Liter Benzin auf hundert Kilometer verbrauchen, werden verboten bzw. verschrottet. Gleichzeitig wird von der Regierung alles getan, um alternative Energien auf den Weg zu bringen und zu fördern. Um auch die Verbraucher auf den rechten Weg zu lenken, werden bei ausreichendem Angebot alternativer Kraftstoffe die Benzinpreise drastisch erhöht.

    - Marihuana wird gleichsam legalisiert wie Alkohol oder Zigaretten. Letztere werden dafür vom Preisniveau dem Marihuana angeglichen, um eine stete Abnahme der Luft verpestenden Seuche zu unterstützen.


    Puuuh... Die Liste ließe sich wahrscheinlich noch tagelang fortsetzen...

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Lutz

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    Aaaah Torsten - endlich

    In Supermärkten werden so genannte "Trödel-Kassen" eingerichtet, an denen ältere Mibürger stundenlang nach ihrem Kleingeld suchen können, um am Ende festzustellen, dass sie die 78,92 EUR doch nur mit großen Scheinen bezahlen können. In der Wartezeit können sich die dahinter Stehenden ausgiebig Schwänke aus ihrer Jugend erzählen..."
    *Strike*

    Der hatte mir noch gefehlt!

    BTW: Immer wenn ich’s besonders eilig habe tauchen ganze Heerscharen dieser besagten *ichschaumalobichdasnochmitkleingeldbezahlenkann* Spezies auf (1). Und falls nicht ist die Kassenrolle alle oder Gemüse muß zum wiegen gebracht werden. Dafür muß ich mir auch noch ein Gesetz einfallen lassen

    Lutz

    (1) Die scheinen in Berlin ihre Hochburg zu haben

    Lutz

  4. #23
    Benutzerbild von bubu

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    Das mit dem Einkerkern für Vogelhalter trifft mich jetzt als "Besitzer" von zwei Nymphensittichen wirklich hart! Sharky und Lilly haben's aber gut bei mir, kriegen täglich stundenlang Freiflug und fühlen sich offensichtlich wohl. Werde ich trotzdem eingekerkert???

  5. #24
    Benutzerbild von Babooshka

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    Und was ist mit den Katzen und Hunden? Die laufen dann verwildert auf den Straßen rum und werden dann mal schnell vom Bus plattgemacht, so wie in anderen Teilen der Welt üblich, ja? Ach so, sie werden alle einer Zwangskastration unterzogen, sodass sie in einigen Jahren vollkommen ausgestorben sind. Verstehe...

  6. #25
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Die Dekrete der Luftgitarren-Diktatur:



    Die wirtschafts- und sozialpolitischen Dekrete (§1 - §3)


    §1.: Dekret zur Wiederherstellung einer guten Kassenlage
    =============================================
    Deutschland kann sich keine weiteren Steuergesetze an die Superreichen mehr leisten. Die Spitzensteuersätze bei Erbschafts-, Vermögens-, Körperschafts und Einkommenssteuer werden spektakulär angehoben. Insbesondere aber werden Aktienspekulationsgewinne drakonisch besteuert. (Flankiert werden diese Maßnahmen durch eine Erschwerung der Steuerflucht ins Ausland: Wer zwecks Steuerflucht seinen Firmensitz ins Ausland verlagert, darf seine Produkte auch nicht mehr auf dem deutschen Markt verkaufen.) Durch die Mehrreinnahmen werden die Sozialsysteme saniert.


    §2.: Dekret zur Anpassung der Arbeitszeiten an den Stand der Produktivität
    ================================================== ========
    Das Mißverhältnis von länger werdenden Arbeitszeiten einerseits und Arbeitslosigkeit andererseits ist nicht länger tragbar. Die Arbeitszeiten werden bei vollem Lohnausgleich drastisch reduziert; Überstunden strafrechtlich geahndet. Dafür gibts bei Neueinstellungen leichte Steuererleichterungen.


    §3.: Dektret zur Verminderung des Preisauftriebs
    ============================================
    Sollten die Unternehmer auf die Idee verfallen, auf die Dekrete 1 und 2 mit Preiserhöhungen zu reagieren, tritt sinngemäß in Kraft, was Michael Douglas einst in "Falling down" androhte: "Ab sofort gelten wieder die Preise von 1965!"



    Die kulturpolitischen Dekrete (§4 - 6)


    §4: Dekret zur Reform des Fernsehens
    ==============================
    - Sendungen, welche die Demütigung oder das Vorführen unserer etwas unterbelichteten Mitbürger zum Gegenstand haben (Nachmittags-Talk, Big Brother, Casting), werden aus dem Programm genommen. Gleiches gilt für die sogeannten "Soaps"
    - TV-Moderatoren müssen ab sofort mindestens 25 sein, die deutsche Sprache (ohne "äh" und "voll krass") beherrschen und die Fragen, die sie ablesen, auch verstehen.
    - Die bisherigen Werbe-Pausen bei Spielfilmen werden ersetzt durch Nachrichten-Pausen. Anders läßt sich die politische Information weiter Bevölkerungskreise nicht erreichen.


    §5: Dekret zur Bereinung des Musikmarktes
    ====================================
    - Auf den Verkauf von Dieter-Bohlen-Produktionen stehen Geld-Strafen. Bei Wiederholung kann die Gewerbelizens entzogen werden.
    - Ehemaligen Soap-Darstellern ist die Musik-Karriere strengstens untersagt.
    - 80er-Cover-Versionen sind nur noch nach ausdrücklicher Genehmigung der Mehrheit der 80er-Foren-benutzer erlaubt.


    §6: Dekret zur Wiederherstellung der Ordnung auf unseren Straßen
    ================================================== =
    - Folgende Kleidungsstücke und Mode-Accessoirs sind generell verboten: Piercings, Zickenhandtaschen, Buffolos-Turnschuhe.
    - Die Benutzung von Make-up und Haartönungen sowie das Tragen von Tatoos muß im Einzelnfall mit der lokalen Präfektur der Luftigitarren-Diktatur abgesprochen werden und kann nach den strengen Maßstäben der "Natürlichkeit" und des "dezenten Auftretens" genehmigt werden.
    - Tecnho-Umzüge wie die Love-Parade sind untersagt.

  7. #26
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Korrektur:

    Die Luftgitarre postete

    §1.: Dekret zur Wiederherstellung einer guten Kassenlage
    =============================================
    Deutschland kann sich keine weiteren Steuergesetze an die Superreichen mehr leisten.
    ... SteuerGESCHENKE !!!

  8. #27
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    French80 postete
    - Belästigung am Arbeitsplatz (5exuelle oder nicht): die Geschäftsleiter/Führungskräfte, sollten (in Abständen, die noch zu definieren sind) an Schulungen/Seminaren teilnehmen, Prüfungen schreiben, und anschließend selbst für vielleicht so 2-3 Wochen als “einfache“ Angestellte irgendwo tätig werden, um zu spüren, wie es ist...
    Hört sich vernünftig an, solche Sensibilierungs-Kampagnen können aber auch schnell in Paranoia, "Hexenjagd" und Mobbing umschlagen! In den USA verbieten viele Firmen mittlerweile einfach jegliche 5exuellen Beziehungen unter ihren Mitarbeitern, da es sich als unmöglich erwiesen hat, eine juristisch sichere Trennlinie zwischen normalem Flirtverhalten einerseits und 5exueller Belästigung andererseits zu ziehen.

    Und auch wenn man sich mal eine Weile am Rande der hiesigen Alternativ-Szene rumgetrieben hat, weiß man von fragwürdigen Blüten einer gewissen Über-Sensibilisierung zu berichten:
    - Auf einem alternativen Musikfestival, wo ich diesen Sommer war, hieß es in einer Eröffnungsansprache: "Mädchen und Frauen, wenn Euch jemand 5existisch anmacht oder anguckt(!), meldet Euch bei uns und zeigt uns die Typen!" ... Zitat: "5existisch anGUCKT" ! Ich glaub nicht, daß sich auf diesem Festival auch nur ein Junge getraut hat, ein Mädel anzuflirten! lol
    - Ich kenne einen Fall, wo in einem alternativ angehauchtem Jugendzentrum ein Typ Hausverbot bekam, weil eine Frau sagte, sie sei durch ihn "bedroht wurde". Auf meine Frage, ob es dafür Zeugen gab, bekam ich zu hören, daß ich mit solchen Fragen "die Täter schützen" würde!

  9. #28
    Benutzerbild von bubu

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    Torsten postete:
    Besonders schwere Strafen werden für Besitzer von Vögeln ausgesprochen: Wer den Inbegriff der Freiheit in einen Käfig sperrt, wird so lange eingekerkert, wie er es seinem Tier zumutete.
    Korrektur:
    Besonders schwere Strafen werden für Besitzer von Vögeln in Einzelhaltung ausgesprochen. Diese Leute werden eingemauert.

  10. #29
    Benutzerbild von Lutz

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    @Luftgitarre

    Ich sag nur: "MensaInnen" (gefunden Anfang der 90er am Eingang der Uni-Mensa HH)

    Lutz

  11. #30
    Benutzerbild von Torsten

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    @ Lutz:
    BTW: Immer wenn ich's besonders eilig habe tauchen ganze Heerscharen dieser besagten *ichschaumalobichdasnochmitkleingeldbezahlenkann* Spezies auf (1). Und falls nicht ist die Kassenrolle alle oder Gemüse muß zum wiegen gebracht werden.
    Schön zu sehen, dass nicht nur ich in derlei Momenten glaube, alles habe sich gegen mich verschworen...

    Wenn ich beim Bezahlen mein Kleingeld loswerden möchte, rechne ich entweder vorher im Kopf schon den Gesamtbetrag aus (wenn's nicht allzu viele Waren sind) und hab die Moppen schon abgezählt inner Hand - oder ich schaue zumindest vorher flux im Portemonnaie nach, was sich dort an Münzen tummelt. Dann weiß ich in dem Moment, in dem die Summe im Display aufblinkt, sofort, ob sich ein Griff zum Kleingeld lohnt. Es ist mir schleierhaft, warum viele Zeitgenossen nicht in der Lage sind, ähnlich mitzudenken...
    Die scheinen in Berlin ihre Hochburg zu haben.
    Pffft... Schön wär's! Die Wahrheit ist, dass diese Gestalten schon vor vielen Jahren das gesamt Land okkupiert haben...


    @ bubu:
    Das mit dem Einkerkern für Vogelhalter trifft mich jetzt als "Besitzer" von zwei Nymphensittichen wirklich hart! Sharky und Lilly haben's aber gut bei mir, kriegen täglich stundenlang Freiflug und fühlen sich offensichtlich wohl. Werde ich trotzdem eingekerkert???
    Ja. Vorher hast du allerdings dem Reformer (also mir) deine CD-Sammlung abzutreten...

    Im Ernst: Ich kann ja verstehen, dass man dem Niedlichkeits-Appeal dieser Tierchen verfällt - habe schließlich selbst viele Jahre mit Wellen- und Nymphensittichen gelebt, als ich noch bei meinen Eltern wohnte. Heutzutage bekomme ich aber nur noch einen dicken Hals, wenn ich einen Vogel in 'nem Käfig sehe - für mich gibt's eigentlich kaum was Perverseres. Da nützt auch großzügiger Freiflug innerhalb der Wohnung nix - wer nur eine einzige Doku über das Leben dieser Tiere in ihrer Heimat Australien gesehen hat, versteht, was für ein völlig anderes Verhalten sie in ihrer natürlichen Umgebung zeigen.

    Und das Argument, dass die hier gehaltenen Tiere es ja nicht anders gewohnt sind und sich deshalb offensichtlich wohl fühlen, halte ich schlicht für zynisch. Möchte mal die Reaktionen der Leute erleben, wenn man ein Kind jahrelang in einem Haus gefangen hält mit der Begründung, es sei auf dieses Dasein konditioniert worden. Wobei ich den unseligen Vergleich Mensch-Tier hier außer Acht lassen möchte, sondern nur darauf hinweise, dass obige Rechtfertigung grundsätzlich auf beiden Beinen hinkt.


    @ Babooshka:
    Und was ist mit den Katzen und Hunden? Die laufen dann verwildert auf den Straßen rum und werden dann mal schnell vom Bus plattgemacht, so wie in anderen Teilen der Welt üblich, ja? Ach so, sie werden alle einer Zwangskastration unterzogen, sodass sie in einigen Jahren vollkommen ausgestorben sind. Verstehe...
    Sorry, Babooshka, aber das ist ja wohl die heuchlerischste Gegen-Argumentation, die man hier ins Feld führen kann. Als ob sich die meisten Menschen Haustiere zulegen würden, weil sie sie in einem Anfall von Nächstenliebe von der Straße retten wollten... Die Wahrheit ist doch vielmehr, dass Menschen sich Tiere vornehmlich aus egoistischen Gründen zu ihrem eigenen Vergnügen halten. Und das finde ich nicht in Ordnung - abgesehen davon, dass Tiere in meinen Augen einfach nicht ins urbane Leben der Menschen passen.

    Bevor man einen so rigorosen Schritt wie das von mir vorgeschlagene Gesetz durchführen würde, müsste man sich natürlich auch eingehende Gedanken über den jetzigen Haustier-Bestand machen und nach Lösungen suchen. Denkbar wären beispielsweise Reservate, in denen heimische Arten ein Zuhause finden, wobei durch die zwar großen, aber natürlich doch begrenzten Areale eine Form von Populationskontrolle durchgeführt werden müsste. Parallel dazu sollten ausländische Rassen und Gattungen sukzessive wieder in ihre Heimatländer überführt werden, um ihnen ihre natürliche Umgebung zurückzugeben.

    Im Übrigen würde mein Gesetz auch die Abschaffung von Zoos oder die Haltung von Zirkustieren umfassen. Tiere existieren nicht zur Unterhaltung der Menschen - und wer sich ausländische Arten anschauen möchte, soll sich mit adäquaten TV-Dokus zufrieden geben oder in die entsprechenden Länder reisen...

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